Berliner Schloss

  • Huchalla, natürlich muss das so sein. Das sind kleine Waagerechten, damit gerade Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Rollatoren nicht über die gesamte Länge der Schrägheit der Rampe ausgesetzt sind.

  • Hat jemand die Termine der noch fehlenden Skulpturen und der Kartusche parat ?

    "Moderne Architektur heißt seit über 50 Jahren: Rechtwinklig, weiß, kahl, leer, gebaut von immer schwarzgekleideten Architekten."

    -Gerhard Kocher

  • Aus der Nähe betrachtet ist die Ufergestaltung gar nicht mal so schlecht. Man darf dort nur nicht nach oben sehen, wo die Ostblockfassade steht.

    Mit der originalen Renaissance-Fassade wäre dieser Teil des Schlossumfelds ein Hingucker, ein Höhepunkt des gesamten Baues.

  • Hat jemand die Termine der noch fehlenden Skulpturen und der Kartusche parat ?

    Kartusche

    Auszug aus der Ausschreibung... Terminkette Fertigstellung:

    - Bozzetto--------------------06.11.2020

    - Kupfertreibarbeiten----06.08.2021

    - Montage--------------------30.10.2021

  • Das ist wohl Kupferverkleidung. Sieht richtig SCHLECHT aus, auch wenn man es von unten nicht so wahrnehmen dürfte. Die Figur steht nicht mehr im Verbund mit der Architektur, die Stadtplatte wird zur braunen Soße.

    Ich kann es nicht fassen, soll das wirklich sooo bleiben?


    Ist das im Schlüterhof auch so gemacht worden?


    Sieht echt doof aus

  • Ich kann es nicht fassen, soll das wirklich sooo bleiben?

    Das kann und darf nicht wahr sein! Ich hoffe das ist nur eine vorübergehende Maßnahme, wofür auch immer sie gut sein soll. Da sind ja sogar die Füße der Figuren mit zugekleistert worden.

    Unfassbar!

  • Werden jetzt Verschlimmbesserungen angebracht!?

    Sieht schon nach Kuperverkleidung aus. Obschon es dafür recht schnell geht. Vielleicht schon in der Werkstatt vorbereitete Teile. Die müssten im mindesten nun beige angestrichen werden, aber besser weggelassen werden. Da hat einer ja mächtig Angst um die Verwitterung der Figurensockel. Bloß nicht auch noch im Schlüterhof.

    Ein Kupferblech auf der Oberseite der Sockelplatte hätte ja auch gereicht. Mir scheint das sehr ungewöhnlich, habe ich in der Art noch nirgends gesehen. Hätte ja auch gereicht die Platte mit einem Steinöl zu tränken, was man halt alle paar Jahre dann auffrischt.

    Seinsheim bitte die Frage nach dem Grund dieser Maßnahme an die Verantwortlichen stellen mit dem Hinweis, was für optische Folgen das hat. Die Figuren sind jetzt nicht mehr geerdet, der Fluß durch die Säule nach oben und umgekehrt ist unterbrochen. Mist!


    Tja, trotz aller Freude halt wieder was zu mosern. Sind halt allzu offensichtliche Fehlgriffe, sozusagen das Pickel im Antlitz der Schönen.

    Ebenso die pharaonischen Mauern der Ostseite. Wieso haben die Mauerkronen keine auskragenden Decksteine? Wäre da auf beiden Seiten ein überstehender Rand mit Tropfkante würden die Mauern von herabtriefendem Regenwasser oder Schmelzwasser geschützt. So bilden sich über die Jahre schwarze Striemen und der Stein ist nicht geschützt und optisch sieht es dann bald schäbig aus. Zudem wäre die Optik mit breiteren Decksteinen gefälliger. Will man aber nicht, schon klar. Die Alten wußten schon, weshalb sie Decksteine überstehen ließen und diese dann noch mit einer hübschen Verkröpfung versahen, konvex, konkav, also mäandrierende Linien, wie ein Wasserfluß und die architektonische Kraft war wieder im Fluß. Tja, die Alten halt!

  • Der Bericht in der rbb-Abendschau gestern war insgesamt positiv (ist leider nur eine Woche in der Mediathek).


    Den ersten Teil hat Ulli Zelle gemacht. Der ist ein Berliner Urgestein. Ich sag mal: Wenn Zelle im Schloss war, dann ist das Schloss in Berlin angekommen. Man beachte die positiven O-Töne von Grütters und Müller! Im zweiten Teil ist dann Reporter Arndt Breitfeld im Schlüterhof. Den habe ich noch nie so schick angezogen gesehen. Breitfeld charakterisierte die Kritik der letzten Zeit am Humboldt Forum mit den Worten "Spott, Häme und Bashing".

  • Der Bericht in der rbb-Abendschau gestern war insgesamt positiv

    Die Berichterstattung der Medien über das Humboldtforum ist im Ganzen wohl ziemlich durchwachsen, es liegt wohl schlichtweg an den Autoren des jeweilen Beitrags bzw. deren "ideologischem Standpunkt". Hier zwei Beispiele aus der ARD, die extrem weit auseinander liegen:


    Sachlich, das neue Schloss würdigend:



    Haltungsjournalismus, Extrempositionen eine große Bühne bietend:



    Die Dame aus dem zweiten Beitrag und ihre 'wertvolle' Arbeit wird übrigens vom Bundesfamilienministerium mitfinanziert. :kopfschuetteln:

    „Die Freiheitsliebe ist bei den Deutschen nicht entwickelt“ (Madame de Stael)

  • Weitere Berichte in der ARD-Mediathek:


    rbb - Sendung zibb (16. Dezember)


    rbb - Brandenburg aktuell (16. Dezember)


    rbb24 (16. Dezember)

    Alle drei Videos sind nur eine Woche verfügbar und für Fans von Arndt Breitfeld besonders geeignet.


    3sat - Kulturzeit (17. Dezember), hier ab Minute 10:25 (eine Woche verfügbar, recht gute Aufnahmen von Kameradronen)


    rbb Kultur (12. Dezember) - verfügbar bis 12. Dezember 2021, es geht um die Spuren der Geschichte im Schloss, sehenswert.


    tagesthemen (15. Dezember) - verfügbar bis 22. Dezember 2020

  • Die Dame aus dem zweiten Beitrag und ihre 'wertvolle' Arbeit

    Das mag ja alles erforscht werden und Forschung an sich hat ja einen Wert. Die Argumente, die sie gegen den Bau, die Ausstellung und für das anlegen einer grünen Wiese anführt , überzeugen mich aber in keiner Weise.

  • "Wir brauchen auch nicht für die deutsche Erzählung die preußische Erzählung."


    Ja ne, ist klar. Dann lassen wir die preußische Erzählung einfach weg. Das klingt total gut. Sehr geschichtsbewusst, sehr reflektiert, zukunftsweisend. Ich möchte außerdem folgende Teile der deutschen Geschichte streichen: Der Teil mit diesem Hitler, den fand ich doof. Und das danach auch. Dieser komische Staat, DDR. Kann weg. Uuuuund, ähm, ich fand auch das Königreich Württemberg irgendwie immer nicht so knorke. Also weg. Ansonsten... Ah, Bayern. Weg bitte. Unbedeutend, finde ich. Finds auch doof, dass diese Karolinger so brutal waren. Ne, das muss auch weg. Römer auch, waren auch doof.

    Ich schreib mal ne Liste, bespreche die mit der Frau Ha und lass euch dann wissen, was alles noch deutsche Geschichte sein darf.

  • Kartusche

    Auszug aus der Ausschreibung... Terminkette Fertigstellung:

    - Bozzetto--------------------06.11.2020

    - Kupfertreibarbeiten----06.08.2021

    - Montage--------------------30.10.2021

    Danke für die Info.:smile: Ist auch schon etwas über die Aufstellung der restlichen Figuren bekannt?

    "Moderne Architektur heißt seit über 50 Jahren: Rechtwinklig, weiß, kahl, leer, gebaut von immer schwarzgekleideten Architekten."

    -Gerhard Kocher

  • Well the Palace is now re-built and re-open and it is beautiful and fits very well in the neighbourhood. Bravo to all that have worked on it. Time will show that it is appreciated and history has return to this important space in Berlin.

  • Nach dem erfolgreichen Abschluss der ersten Bauphase kann man schon mal planen, wie es weitergeht:


    Hier ist für die Ostseite - quick and dirty - eine simple Montage aus Google Maps und einem Plan des Erdgeschosses, maßstabsgerecht übereinander gelegt:


    Die Schlossapotheke hätte Platz, wenn man dafür 5 Bäume umpflanzt, von den jetzt dort stehenden 13. Es wäre zu überlegen, die Apotheke mit den ursprünglichen drei Giebeln zu rekonstruieren. Das hätte zur Folge, dass "Unter den Linden" im Bereich des Lustgartens verkehrsberuhigt wird (oder ganz für KFZ gesperrt) und unmittelbar vor der Schlossapotheke endet. Die Liebknecht Kaiser-Wilhelm Brücke würde dann eine Fußgängerbrücke zur Museumsinsel.

    Die Erasmuskapelle könnte nach der Entsorgung des Betons direkt wieder aufgebaut werden.

    Der Schlossgarten samt Brummen, Wettersäule usw. würde bis den Bereich der schiefen Ebene ragen, die vollständig zu entfernen wäre.

    Alles was sonst östlich anzubauen wäre, würde auch nicht weiter nach Osten reichen: Die große Treppe im Norden /Nordosten könnte erhalten bleiben.

    Einen barrierefreien Zugang zum Spreeufer kann man mit einem Aufzug für Rollstuhlfahrer realisieren, an dieser Treppe sowie im Bereich der Rathausbrücke Kurfürstenbrücke. Letztere wurde sowieso komplett falsch gebaut. Bei einer Korrektur wäre Platz für das Denkmal des Großen Kurfürsten am ursprünglichen Standort vorzusehen.


    Spätere Bauabschnitte (Querbau, Weißer Saal, Schlosskapelle in der Kuppel, usw...) könnten je nach Kassenlage später angefügt werden.



  • Nach dem erfolgreichen Abschluss der ersten Bauphase kann man schon mal planen, wie es weitergeht:

    Es ist aber kein erster Bauabschnitt, sondern die Fertigstellung des Humboldtforums. Es mag ja sein, dass einem nicht alles daran gefällt und der eine oder andere sich mehr Rekonstruktion gewünscht hätte.


    Das was jetzt da steht ist aber das Ergebnis eines Kompromisses. Ohne diesen wären nicht drei Seiten der Fassade des Schlosses und der Schlüterhof rekonstruiert worden. Dies jetzt in Frage zu stellen ist unredlich und birgt im Übrigen die Gefahr, dass zukünftig überhaupt keine Einigungen über Rekonstruktionen mehr getroffen werden. 100 % Gewinnen gibt es im wirklichen Leben eben nicht.


    Der Beitrag von Barocksurfer steht für mich daher auf der gleichen Ebene wie der von Frau Ha in dem von Maecenas verlinkten Film.


    Spätere Bauabschnitte (Querbau, Weißer Saal, Schlosskapelle in der Kuppel, usw...) könnten je nach Kassenlage später angefügt werden.

    ... und mein historistischer Flüsse Brunnen (der ja wirklich realisiert werden kann) nicht?????