Berliner Schloss

  • Friederike Meyer schreibt auf baunetz einen Verriß, der wohl auf eine etwas seltsame Weise beiden "Lagern" in dieser Geschichte gefallen dürfte, da sie auch durchaus mit der modernen Architektur - für baunetz-Verhältnisse jedenfalls - hart ins Gericht:


    https://www.baunetz.de/meldung…Stadtschloss_7490689.html


    Am Ende werden sich Kritiker und Befürworter hoffentlich soweit versöhnen, dass allen klar geworden ist, dass es nur "ganz oder gar nicht" geht und dieses seltsame Mischwesen die schlechteste aller Lösungen war.

  • Auf diese missratenen Artikel in den Boulevardmedien kann ich nur antworten :


    Was kümmerts einer deutschen Eiche, wenn sich die Säue drann schubbern !


    Aus und Basta, wie mal ein ehemaliger Bundeskanzler gesprochen hat ! ~:-[] ;-\

  • Nun stehen alle Skulpturen aus 105 Mio. Euro Topf. Die restlichen 26 Skulpturen benötigen ja noch Finanzierung durch Spenden. Weiß man schon, ob es da auf absehbare Zeit weitergeht? Oder kommt es erst zu weiteren Aufstellungen, wenn die 7.5 Mio. zusammen sind?

  • Vermutlich kommen erst einmal die acht Figuren für den Kuppeltambour.

    Nimm das Recht weg, was ist der Staat dann noch anderes als eine große Räuberbande? (Augustinus von Hippo)

  • Dementsprechend war der Abriss des Stadtschlosses durch die DDR im Jahr 1950 ebenso "Fake History". Dadurch wurden knapp 500 Jahre Geschichte eines Gebäudes/Ortes dem Erdboden gleichgemacht und der Eindruck vermittelt, dass es das Schloss nie gegeben habe.


    Die Schlossgegner in den Zeitungsartikeln beharren weiterhin auf ihren engstirnigen, gleichen und undurchdachten Argumenten.

    Und ich wiederhole es erneut: Dass das für Berlin einst wohl geschichtsträchtigste Gebäude unrechtmäßig(!) abgerissen wurde, ist Grund genug, es wiederaufzubauen.

    Das hat nichts mit Vergötterung von Aristokraten oder ähnlichem zu tun, sondern folgt einer Beurteilung nach historischem/architektonischem und städtebaulichen(!) Wert.

    Das damalige Vorgehen widerspricht zutiefst einer denkmalschutzwürdigen Behandlung nach heutigem Verständnis.


    Sogar in der DDR hat man diesen enormen Wert im späteren Lauf der Geschichte erkannt und im historischen Zentrum beispielsweise liebevoll das Kronprinzenpalais rekonstruieren lassen.


    Der Wiederaufbau des Berliner Schlosses ist eine Ausnahme in Berlin und ist auf die enorme Geschichtsträchtigkeit und historische städtebauliche Situation am Lustgarten zurückzuführen.

    Der Bundestag stimmte 2002 demokratisch unter rot-grüner(!) Koalition für den Wiederaufbau.


    Die immergleichen Kritiker erscheinen mit ihrer flachen und unveränderten Argumentation unbelehrbar und zu keinem ernsthaften Dialog bereit.

    Man sollte es ihnen gleich tun und ihnen kein Gehör schenken oder verschaffen.

  • :!:Jetzt läuft die digitale Eröffnung des Humboldtforums.


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    "80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wiederholen Politiker jedes Jahr die Worte 'Nie wieder'. Und nun sehen wir, dass diese Worte wertlos sind." (Wolodymyr Selenskyj)

  • Der Bundestag stimmte 2002 demokratisch unter rot-grüner(!) Koalition für den Wiederaufbau.

    Naa ja - die haben schlußendlich zugestimmt, das ist schon richtig. Man sollte allerdings nicht verkennen daß der Stein des Anstoßes aus der konservativen Richtung kam.


    Aber gut, das bin ich von gewissen Parteien ja inzwischen gewöhnt, daß die sich mit Blumen schmücken welche andere säten.

  • Livestream :

    Bis jetzt nur "zeitgeistige Ergüsse" der schönen "neuen bunten Welt" die dieses HuFo hervorbringt... Es geht überhaupt nicht um das schöne rekonstruierte Stadtschloss, sondern nur Politik im Gewand der Kunst...


    Edit: und Verherrlichung der Bilderstürmer von BLM...

  • Aber ohne Mehrheit im Bundestag wäre es auch nichts geworden. Sähen allein reicht nicht, man muss auch pikieren.

  • [...]

    Aber gut, das bin ich von gewissen Parteien ja inzwischen gewöhnt, daß die sich mit Blumen schmücken welche andere säten.

    Dann hast Du mich missverstanden.

    Es ging darum, dass die heutige Kritik zumeist aus der politischen Richtung kommt, die eben damals als Koalition regierten und somit mitverantwortlich für den Wiederaufbau waren.

    Dass sie sich deshalb heute mit Blumen schmücken, ist nicht der Fall. Eher wünschen sie sich, dass sie damals anders abgestimmt hätten.

  • Dass sie sich deshalb heute mit Blumen schmücken, ist nicht der Fall. Eher wünschen sie sich, dass sie damals anders abgestimmt hätten.

    Na ich weiß nicht so recht - beispielsweise gab es ja doch von Seiten der Sozialdemagogen recht arge Bedenken. Auch bei den Grünen war man sich da intern da nicht so ganz grün.


    Und schlußendlich muß man auch eingestehen, daß der Wiederaufbau unter der Regierung Kohl abgesegnet wurde. Das Land Berlin hätte ohne der Befürwortung der Bundesregierung schlichtweg garnichts machen können.

  • War ein gemeinsamer Antrag im Bundetag von allen Fraktionen ausser der Linken im Jahr 2002.

    Das habe ich ja auch garnicht bestritten, aber man kann nicht Roß ohne Reiter nennen und die Initiative ging eindeutig von konservativen Kreisen aus.

  • Der Artikel ist von Rainer Haubrich, einem der wenigen Journalisten, die das neue Schloss wirklich zu würdigen wissen. :applaus:

    In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf einen wirklich guten Beitrag von Tagesschau24 hinweisen, in dessen Mittelpunkt ausnahmsweise nicht die launekillende Kolonialismusdebatte steht, sondern eine wohltuende Würdigung des Bauwerks, begleitet von Rainer Haubrich:


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    Zudem sei darauf hingewiesen, dass die Stiftung Humboldtforum heute einige beeindruckende Raumpanoramen bei Youtube hochgeladen hat, weitere werden vermutlich in den nächsten Stunden folgen.


    Hier ein 360°-Blick in den Schlüterhof (auf Vollbild klicken und dann mit der Maus schwenken, ein Genuss!):


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