Berliner Schloss

  • Tut mir leid aber mit der Ausleuchtung besonders der Südseite kann ich nichts anfangen, viel zu grell und kein Schattenwurf an der Fassade und jetzt merkt man erst richtig wie die romantische Ostseite und an der Nordseite die Rossebändiger und die Oranierfürsten fehlen.


    einige Aufnahmen der historischen Ausleuchtung












  • Versteht man was ich meine, wenn ich verträumt solche Bilder betrachte und dabei denke, dass mir das "alte" Berlin manchmal einfach wie das "vollendete" Berlin vorkommt?

  • Ich denke was die Beleuchtung betrifft sollten wir uns nicht zu sehr auf die Webcam Bilder verlassen. Die sind für Nachtbilder sicher nicht ideal. Es kommt vielmehr darauf an, wie es vor Ort wirkt.

  • Das sieht man ja schon am Helligkeitsunterschied zwischen den Webcam-Bildern von Nord- und Südfassade. Die Nordfassadenbelichtung scheint mir einigermaßen naturgetreu wiedergegeben. Die Südseite ist überbelichtet.

    Vielleicht mögen sich unsere Berliner Forumsfotografen einmal in Nachtaufnahmen üben und die beste Belichtungszeit ermitteln!?

  • Ich denke, dass einige Strahler noch nicht richtig ausgerichtet und eingestellt worden sind.

    Das Ganze ist vielleicht nur der erste Beleuchtungstest. Nehmt es also noch nicht so ernst.

    "Moderne Architektur heißt seit über 50 Jahren: Rechtwinklig, weiß, kahl, leer, gebaut von immer schwarzgekleideten Architekten."

    -Gerhard Kocher

  • Sieht man in der Nordansicht, entlang der Rampe ein integriertes Lichtband ?

    Jawohl. Die Lampen sind anscheinend in den überstehenden Teil der Mauer integriert und beleuchten den Boden.

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    Wenn man heute solche frei zugänglichen Strahler installiert, werden sie ziemlich sicher irgendwann das Ziel von Vandalismus. Ob man sie nun beklebt, in ihrer Position verstellt oder gleich ganz zerstört. Deshalb sollten die Lampen für Fußgänger besser unerreichbar sein.

  • Und "Nationalstolz" ist in der BRD eh verpönt.

    Zu Recht, denn der "Nationalstolz" verschiedenster "Gesellschaften" hat ja im vergangenen Jahrhundert bis heute zu mehr Zerstörung - insbesondere auch von Kulturgut - geführt als alle anderen Ursachen.

  • ^

    Es gibt noch immer eine Abgrenzung zwischen Nationalstolz (Patriotismus) und Nationalismus. Aber bei uns ist es ja mittlerweile zu viel, wenn man eine Deutschlandfahne im Garten hat. Nur um zu zeigen, daß man seine Heimat liebt.


    Aber diese Diskussion war gar nicht mein Anliegen. Es geht nur darum, daß heute viele geschichtlich wertvolle Bauwerke/Denkmale beschmiert und beschädigt werden. Wenn man die Bedeutung und den Wert für die Geschichte des eigenen Landes kennt und erkennt, wird man solche Beschädigungen nicht durchführen. Das war in der Vergangenheit sicher anders als heute.


    So, nun gebe ich wieder zurück zum Berliner Schloss :wink:

  • Es geht nur darum, daß heute viele geschichtlich wertvolle Bauwerke/Denkmale beschmiert und beschädigt werden.

    Das dies unerträglich ist, sehe ich genauso.

    Wenn man die Bedeutung und den Wert für die Geschichte des eigenen Landes kennt und erkennt, wird man solche Beschädigungen nicht durchführen.

    Wenn man allein schon fremdes Eigentum respektiert, wird man dies nicht tun. Die Bedeutung geschichtlich wertvoller Bauwerke zu kennen, halte ich auch für wichtig. Dies gilt aber unabhängig von Stolz oder ähnlichen Gefühlen. Ich persönlich, halte auch die Verbundenheit zu meiner engeren Heimat (oder Orten an denen ich wichtige Teile meines Lebens verbracht habe oder zu denen ich familiären Bezug habe) für wichtige als die mit einer oder der "Nationen" das muss Jeder für sich entscheiden und ist auch ein anderes Thema.


    Jetzt aber wirklich wieder zurück zum Thema.

  • Guten Tag,


    als eifriger Mitleser in diesem löblichen Forum möchte ich heute meinen ersten Beitrag schreiben. D.h. es ist leider kein "Beitrag", sondern eine Frage.

    Sie bezieht sich auf einen auffälligen weißen Klotz, der über der Südfassade auf dem Dach des Berliner Stadtschlosses thront. Im Gegensatz zum Dachrestaurant, über das zurecht viel geklagt wird, habe ich zu diesem anderen Objekt noch keine kritische Stimme vernommen (oder entsprechende Beiträge liegen in diesem Strang schon zu weit zurück).


    Ich tröstete mich bislang mit dem Gedanken, es könne sich schlicht um einen Baucontainer handeln, der bald per Kran wieder vom Dach geholt wird.

    Doch bei den kürzlich übertragenen Spendertagen war ein Modell des Schlosses zu sehen, das an dieser Stelle tatsächlich einen kastenförmigen Aufbau aufwies.


    Daher meine bange Frage an die Mitforisten: Worum handelt es sich bei dem Ding? Und wird es tatsächlich als weiterer optischer Störfaktor dort oben verbleiben?


  • Hakemann - Willkommen im Forum.


    Bei diesem Kasten handelt es sich, meines Wissens nach, um einen Aufbau für den Fahrstuhl, mit dem man auf das Dach kommt. Scheinbar ist dieser Klotz weit genug mittig platziert, damit man ihn von der Straße aus nicht sieht. Daher war er hier noch kein Anlass für Beschwerden. :wink:

  • Das ist der Maschinenraum für die einzige Zentrale Aufzugsanlage, da ich aus dem Aufzugsgewerke komme kann ich mir nicht vorstellen das man dadurch auf das Dach kommt.

  • Mal eine naive Frage: Für die Kunst am Bau werden ja sicher Mittel bewilligt. Könnte man nicht beispielsweise die Attika-Figuren dazu zählen und diese mit den Mitteln teilweise finanzieren?

  • Ist mir erst heute aufgefallen, am 24.11. wurde ein blickdichter Zaun vor dem Eosanderportal errichtet, warscheinlich um das zuschauen des Gegurke beim Aufbau der Verschaukelungswippe vor zukünftigen Besuchern des Schlosses zu verhindern.