Berliner Schloss

  • Seinsheim, da muß ich nachfragen. Es wäre Interessant wenn Sie ein paar Beispiele nennen.So ist es zu allgemein.Welche Leute wurden dafür diskreditiert und diffamiert? Wer ist niemand oder jetzt ein Opportunist?

    Die Frage ging an "Seinsheim". Ich möchte aber erinnern, dass Herr von Boddien gerade in der Anfangszeit (und mit ziemlicher Sicherheit aufgrund seines Schloss-Engagements) hart angegangen wurde und ihm z.B. Steuerhinterziehung vorgeworfen wurde.


    Zitat taz:

    Quote

    Zielpunkt der Kritik war immer wieder Geschäftsführer Wilhelm von Boddien. Der ehemalige Hamburger Landmaschinenhändler, der, nach seiner erfolgreichen Schloß-Aktion mit viel Vorschußlorbeeren aufgewertet, an die Spitze der neugeschaffenen „Partner für Berlin“ gehievt wurde, schrumpfte alsbald auf Normalmaß. Griffige Konzepte und Ideen kamen nicht aus der Marketing- Schmiede, die das Profil der Stadt für Unternehmen und Touristen schärfen sollte. Nichts außer heißer Luft und Sprüchen, so wird auch in Senatskreisen über von Boddien geklagt. Bislang einziges Ergebnis: eine dümmliche Werbekampagne in der Stadt, bei der Taxifahrer, Müllmänner oder Boxer Optimismus und Aufbruchstimmung signalisieren sollten. (...)

    Gegen Geschäftsführer Boddien wird zudem auch wegen Steuerhinterziehung ermittelt, weil er bei den Zuwendungen der Unternehmen die Mehrwertsteuer in Höhe von rund 1,3 Millionen Mark nicht abführte.

    https://taz.de/Neue-Zerreisspr…-Berlin-Werbern/!1484297/

  • Wir kennen doch alle das Profil der Taz, schlecht recherchierte Artikel von Anfang an gegen den Aufbau des Schlosses.


    Was kümmerts der deutschen Eiche ( Wilhelm von Boddien und der gesamte Schlossbauverein ) wenn sich die Säue dran schubbern.


    Ich würde jetzt mal da das Schloss entstanden ist, die Meinung dieser Schreiberlinge erfahren ( plötzlich sind sie alle scheinbar dafür ).

    Immer schön die Fahne nach den Wind ausrichten!

  • Herr Herrmann Nun, da gibt es ja nicht nur diejenigen, die von Herrn Trüby angegangen werden. Ich kenne aus meinen persönlichen Bekanntenkreis einige Kunsthistoriker (deren Namen ich aus Gründen der Diskretion aber nicht nennen möchte), die trotz exzellenter Qualifikation keine Chance auf eine Wissenschaftskarriere hatten: weil sie als zu konservativ galten, als zu christlich oder weil sie sich für die "falsche Sache" eingesetzt hatten, etwa den Wiederaufbau des Berliner Schlosses oder der Garnisonkirche. In gewisser Weise handelt es sich dabei auch um eine Form von Deplatforming oder Cancel Culture: Man wird nicht rezipiert und bei den Berufungsverfahren im Vorfeld stillschweigend aussortiert... Es reicht auch schon, die falsche Fragestellung oder Methode zu verfolgen, bei gewissen Modeströmungen nicht mitzumachen. Dann gibt's nämlich auch keine Fördermittel....

    Nimm das Recht weg, was ist der Staat dann noch anderes als eine große Räuberbande? (Augustinus von Hippo)

  • Wohin mit den Schlüterschen Originalskulpturen hin, die jetzt in dem als "Skulpturensaal" genutzten Treppenraum stehen? M. E. könnte man diese in den Saal darüber, den ehem. Schweizersaal versetzen, dann ergäbe sich zusammen mit der Treppe auch ein schönes Andreas-Schlüter-Innenraumprogramm.

    Das klingt logisch, ist aber vermutlich nicht so leicht zu realisieren. Im Schweizer Saal (hier ein recht aktuelles Bild) werden zukünftig zahlreiche Großskulpturen aus Mesoamerika aufgestellt (vgl. Bild aus der früheren Ausstellung in Dahlem).

  • Das Humboldtforum im Schloss soll ja wegen Corona im Dezember nur virtuell eröffnet werden.


    Das bedeutet hoffentlich nicht, dass auch der Schlüterhof und die Portale II und IV b.a.w geschlossenen bleiben...


    Weiß es jemand genau? Ich habe bisher keine Information dazu gefunden.

  • Na toll. Im Nachhinein wollen alle dafür gewesen sein. Trotzdem haben uns solche Menschen aber die Ostfassade beschert:wuetenspringen:

    Du tust der Dame unrecht! Sie schreibt sinngemäß, dass sie dagegen war, aber sich geirrt hat.


    Das ist für mich etwas völlig anderes, als so zu tun, als ob man immer schon dafür gewesen wäre.

  • @ Herr Herrhermann: Sogar Loriot hat es vorgezogen, öffentlich nicht für das Schloss einzutreten.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • @ Herr Herrhermann: Sogar Loriot hat es vorgezogen, öffentlich nicht für das Schloss einzutreten.

    Es gibt allerdings eine Sendung von ihm, ich glaube anlässlich eines Geburtstages, das ist das wiederaufgebaute Schloss im Hintergrund zu sehen. Insofern ein verstecktes Bekenntnis....

    Nimm das Recht weg, was ist der Staat dann noch anderes als eine große Räuberbande? (Augustinus von Hippo)

  • Ich kenne aus meinen persönlichen Bekanntenkreis einige Kunsthistoriker (deren Namen ich aus Gründen der Diskretion aber nicht nennen möchte), die trotz exzellenter Qualifikation keine Chance auf eine Wissenschaftskarriere hatten: weil sie als zu konservativ galten, als zu christlich oder weil sie sich für die "falsche Sache" eingesetzt hatten, etwa den Wiederaufbau des Berliner Schlosses oder der Garnisonkirche.

    Das Problem dabei ist doch, dass einem Bewerber dies so nie mitgeteilt wird. Insofern ist die Ursachenfindung bei den Betroffenen reine Hypothese. Und liegt es dann nicht in der Natur des Menschen, den Fehler eher bei der Einstellung der Entscheidungsträger zu suchen als bei den eigenen Qualitäten?

    Kunsthistoriker, Webdesigner und Blogger

    Hat die Website für Stadtbild Deutschland erstellt und war eine Zeit lang als Webmaster für Forum und Website verantwortlich.

  • tegula Natürlich gibt es diesen Mechanismus der Selbstentlastung. Aber das eine oder andere sickert nach Berufungsverhandlungen schon durch - auch zu den Betroffenen selbst. Und dann kann man auch als Außenstehender vergleichen: Wer macht Karriere, wer nicht? Wie qualifiziert (oder nicht) sind die einen, wie die anderen? Wie verhalten sich die Leute in ihren jeweiligen Netzwerken?

    Nimm das Recht weg, was ist der Staat dann noch anderes als eine große Räuberbande? (Augustinus von Hippo)

  • Du tust der Dame unrecht! Sie schreibt sinngemäß, dass sie dagegen war, aber sich geirrt hat.


    Das ist für mich etwas völlig anderes, als so zu tun, als ob man immer schon dafür gewesen wäre.

    Ich habe mit meinem Beitrag nicht die Dame direkt gemeint,die jetzt anders über die Rekonstruktion denkt.Ich meinte eher allgemein die jenigen, die Rekos erst behindern und dann bei der Vollendung gut heißen. Das kam in meinem Beitrag nicht ganz rüber.

    Lübeck, mein Lübeck, an der Waterkant
    Königin der Hanse, Perle am Ostseestrand.

  • Das Problem dabei ist doch, dass einem Bewerber dies so nie mitgeteilt wird. Insofern ist die Ursachenfindung bei den Betroffenen reine Hypothese. Und liegt es dann nicht in der Natur des Menschen, den Fehler eher bei der Einstellung der Entscheidungsträger zu suchen als bei den eigenen Qualitäten?


    tegula: Warum stellst du Seinsheims Aussage einfach so in Frage? Du weißt doch gar nicht worum es da konkret jeweils ging?!

    Dass es in den deutschen Universitäten mittlerweile in vielen Disziplinen überaus geistig engstirnig und intolerant zugeht ist nun wahrlich keine Neuigkeit mehr. Hier ein paar Beispiele:

    https://www.tichyseinblick.de/…deutschlands-hochschulen/

  • Externe Beleuchtung:

    Soll das der Endzustand sein ?

    Ich hoffe nicht.

    Ich denke, es gibt ein Beleuchtungsprojekt, mit Strahlern an und zur Fassade bzw. der Kuppel.

  • An der Schloßbeleuchtung sollte wirklich noch gut gearbeitet werden.


    Bisher wirkt das ganze wie Baustellenfluter.

    Oberst, Musiker und Klavierbauer

    Hat sich für den Verein den Arsch aufgerissen!