Berliner Schloss

  • Weiß jemand, wie es um die Eckkuppeln steht? Eine Rekonstruktion scheint ja nicht geplant, aber über Spenden müsste es doch finanzierbar sein?

  • "Tobi", nichts für ungut. Du scheinst in kürzester Zeit den Forumsrekord im Fragen stellen erreichen zu wollen. Aber vielleicht solltest Du ein paar Fragen weniger stellen, sondern stattdessen etwas mehr lesen. Zudem, ein völliges Rekonstruktions-Greenhorn bist Du nicht. Sonst würdest Du gar nichts von diesen Eckkuppeln wissen. Das meint, Du weißt schon etwas bescheid, und Du weißt dadurch auch offenbar, wie man selbst googelt oder Suchfunktionenen benutzt oder durch Seiten eines Forumsstrangs blättert. Insofern macht es vielleicht Spaß, zu sehen, wie andere sich womöglich von Antwort zu Antwort hecheln wie der Hase zwischen den Igeln, aber es unterfordert Deine eigene Intelligenz. Ich meine das gar nicht so böse, wie es vielleicht scheint. Vielleicht hast Du das Forum neu entdeckt, Dir öffnen sich ganz neue Tore und Du möchtest am liebsten alle Informationen zum Thema wie ein ausgetrockneter Schwamm in Dich einsaugen. Wenn das so ist, ist es sehr schön, sogar rührend. Dennoch ist ein Forum auch dazu da, still zu lesen, sich selbst Gedanken zu machen, sich mit konstruktiven Informationen und Ideen einzubringen.


    Aber, um Deine Frage dennoch zu beantworten. Die Eckkuppeln wurden in diesem Forum gefühlt schon hundert mal durchgenudelt. Du weißt offenbar selbst, dass eine Rekonstruktion nicht geplant ist, denn Du schreibst es ja. Dass sie über Spenden theoretisch finanzierbar wären, ist eine Binsenweisheit. Auch die Gigantentreppe wäre über Spenden finanzierbar. Und nun?

  • Maecenas vor Ort in Spree-Athen, leider bei reichlich trübem Wetter :

    „Die Freiheitsliebe ist bei den Deutschen nicht entwickelt“ (Madame de Stael)

    „Die Frage ist nicht, was wir dürfen, sondern was wir mit uns machen lassen“ (Nena)

  • „Die Freiheitsliebe ist bei den Deutschen nicht entwickelt“ (Madame de Stael)

    „Die Frage ist nicht, was wir dürfen, sondern was wir mit uns machen lassen“ (Nena)

  • „Die Freiheitsliebe ist bei den Deutschen nicht entwickelt“ (Madame de Stael)

    „Die Frage ist nicht, was wir dürfen, sondern was wir mit uns machen lassen“ (Nena)

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    Bonus-Material (Handy-Panoramakamera, leider aber schlechte Bildqualität) :

    „Die Freiheitsliebe ist bei den Deutschen nicht entwickelt“ (Madame de Stael)

    „Die Frage ist nicht, was wir dürfen, sondern was wir mit uns machen lassen“ (Nena)

  • Maecenas

    Das sind richtig tolle Fotos. Warum fügst du sie nicht ordentlich in die Beiträge ein? Nach dem Hochladen musst du nur anwählen "Original einfügen", dann eine Leerzeile setzen und das nächste "Original einfügen". So präsentierst du deine Bilder doch unter Wert. Mantikor oder Snork fügen ihre Bilder immer ordentlich ein. Ich meine, Kultur hat auch mit solchen Details zu tun. Und deine Aufnahmen sind wirklich gut.


    Edit: Danke! Sieht jetzt wirklich prima aus!

  • Danke für die Hinweise. Ich bin ein technischer Laie, habe die Beiträge aber gerne überarbeitet.

    „Die Freiheitsliebe ist bei den Deutschen nicht entwickelt“ (Madame de Stael)

    „Die Frage ist nicht, was wir dürfen, sondern was wir mit uns machen lassen“ (Nena)

  • Da haben die Händiekameras heute alle möglichen Fietschers - aber eine automatische Shiftung um stürzende Linien zu korrigieren, ist wohl nicht möglich.


  • Der Berliner Dom sollte seine alte Gestalt wiedererlangen, was da derzeit auf die Außenkuppeln geklatscht ist, sieht schon sehr witzig aus.

  • Auf den Bildern wird sehr deutlich, dass das Humboldt-Forum nach Osten ins Leere läuft - der moderne Abschluss zur Spree funktioniert nicht. Hier sollte wirklich bald über einen Wiederaufbau des Apothekenflügels nachgedacht werden, um dem Lustgarten einen vernünftigen östlichen Abschluss zu geben. - Naja, auf Vernunft zu hoffen ist hierbei allerdings gewagt. -

  • Das ist leider aus platztechnischen Gründen nicht möglich.

  • Das schöne an moderner Architektur ist, dass man sie schnell wieder abreißen kann und sich niemand darüber beschwert.

  • Abreissen kann man im Prinzip jede Architektur. Gerade wurden Beispiele aus Steinheim (Kreis Höxter) in diesem Forum gepostet, die zeigen, dass leider viel zu oft historische Architektur abgerissen wird, während moderne Kisten stehen bleiben oder noch nachwachsen. Außerdem ist das mit dem schnell abreißen so eine Sache. Ist das eine Eigentumswohnanlage wird das nichts mit dem abreißen. Die Eigentümer der Wohnungen müssten geschlossen zustimmen, ihr Eigentum zu vernichten. Das werden sie kaum tun. Ist es ein öffentlicher Bau, wird der Abriss durch jemanden anderen erschwert: Den Architekten, der auf sein Urheberrecht pocht. Es gibt also mindestens einen, der sich beschwert. Bei Pech bildet sich zudem eine Bürgerinitiative für den Erhalt einer DDR- oder BRD-Nachkriegs-Schachtel. Dann beschweren sich einige. Nicht nur gegen den Abriss des Palastes der Republik gab es Beschwerden, auch z.B. gegen den Abriss der Fachhochschule in Potsdam, des dortigen Mercure-Hotels und Rechenzentrums. Oder - ein Westbeispiel - gegen den Abriss der City-Hochhäuser in Hamburg. Gleichwohl sind das meist kleine Minderheiten, während die emotionalen inneren Beschwerden der schweigenden Mehrheit bei Abrissen traditioneller Architektur größer sein dürften.

    Dass der Stella-Ostflügel des Schlosses abgerissen wird, werde ich wohl nicht mehr erleben. Es sei denn, es käme zu massiven tektonischen Verwerfungen. Der Apothekenflügel hingegen könnte schon gebaut werden. Vielleicht ein Projekt für die nächste Generation?

  • Also der Abriss des Stella'schen Ostflügels geht nicht wegen Verletzung des Urheberrechts. Aber die Anfügung des Apothekenflügels an das Schloss, das Stella ausdrücklich ohne diesen Flügel geplant hat, würde das Urheberrecht nicht verletzen? Denkt doch nochmal drüber nach...

  • Diesbezüglich bin ich kein Jurist, da dies ja nicht das Gebäude, sondern nur den angrenzenden Raum beträfe. Und niemand weiß, wie die Sache in der absehbaren Zukunft gehandhabt wird. Da hängt es auch etwas vom zukünftigen Verhandlungsgeschick ab. Das Beispiel aus Frankfurt am Main zeigt, dass es geht. Der Architekt der Schirn Kunsthalle Dietrich Bangert war nach anfänglicher Ablehnung z.B. bereit, sogar einen kleinen Teil seines Baus, auf dessen Urheberrecht er pochte, zum Abriss freizugeben. Der Abriss des "Tisches" war nötig, um einen Teil der neuen Altstadt zu bauen. Diesbezüglich Kompromisse, die von Komplettabrissen absehen, sind also immer möglich. Im Falle des Humboldt-Forums käme es nicht mal zu Abrissen am geschützten Bauwerk. Insofern halte ich das in 20 Jahren theoretisch für realisierbar.

  • Jeder, der die Rekonstruktion des Apothekenflügels wünscht, sollte sich bewusst sein, dass diese Ansicht dann nicht mehr möglich wäre:

    Da der von Eosander gebaute Abschnitt der Lustgartenfassade vorspringt und überdies schlichter gestaltet ist als der östliche Teil von Schlüter, würde eine Schrägsicht aus westlicher Richtung nicht zum gleichen Ergebnis führen.


    Und was die unsägliche Abrissdiskussion betrifft: Zum Glück entscheidet kein Tobi darüber, sondern der Eigentümer des Hauses. Warum sollte die Stiftung Humboldt Forum ihr Haus wieder einreißen wollen?

  • Besagte Aussicht hätte man ja von den Fenstern des Apothekenflügels - und wenn nicht, dann fände ich das durchaus zu verschmerzen. Rastrellis Argument überzeugt mich daher nicht so ganz.

    Heimdall

    Urheberrecht gilt immer für eine schöpferische Leistung, und die wird nicht nur durch Wegnehmen, sondern genauso durch Hinzufügen verändert.Natürlich ist es immer möglich, mit Zustimmung des Architekten Veränderungen an urheberrechtlich geschützten Bauten vorzunehmen. Das ist allerdings eine Binsenweisheit.

    Also na klar - wenn Herr Stella einverstanden ist, dann kann der Ostflügel abgebrochen, der Apothekenflügel errichtet, die Westfassade pink gestrichen und der Schlosskuppel eine Zipfelmütze aufgesetzt werden. Wenn er einverstanden ist. Und wenn nicht?