Berliner Schloss

  • Warum müssen diese pechschwarzen Infoscreens ausgerechnet da stehen? 🤦‍♂️

    Aus Sicht der Stiftung sind sie da genau richtig platziert. Die Stiftung Humboldtforum würde am liebsten die Tordurchfahrten mit modernen glatten Tafeln von innen verkleiden, damit weder Säulen noch Gewölbe zu sehen sind. Das gilt auch für den Schlüterhof und die Fassaden. Weil sie das jedoch nicht durchsetzen kann, torpediert sie alle wiederhergestellten Bereiche mit so einem entstellenden Müll. Aus meiner Sicht völlig logisch.

    Es befinden sich halt die völlig falschen Leute im Schloß, ausnahmslose Schloßhasser. Klingt paradox, ist allerdings passend zur heutigen Gesellschaft in diesem Land.

    Ein Wiederaufbau des Schlosses wie z.B. in Warschau mit rekonstruierten Räumen und einem sehenswerten und zum Schloß passenden Schloßmuseum wäre natürlich das Richtige gewesen und hätte auch viel mehr Besucher angelockt. Aber Berlin ist ja zum Glück nicht auf Touristen angewiesen und will ja hipp sein. Ein altmodisches Schloß passt da garnicht ins Konzept.

  • Hast Du dafür eine Quelle?

    Herr Dorgerloh hat in den letzten Jahren schon so viele Interviews gegeben aus denen deutlich wird, dass er die Schloßfassaden eher peinlich findet, dass es mich wundert, dass es scheinbar noch Leute gibt die glauben, die Stiftung stehe voll hinter den Rekonstruktionen. Wäre das der Fall, würde die Gigantentreppe wahrscheinlich schon fertig sein.

  • Ich finde es äußerst anstrengend, dass manche Foristen bei jeder Aktion, die nicht unsere Zustimmung erhält, von einer absichtlichen und bösartigen Verschandelung ausgehen. Ich empfinde das als beschämend. Die Stelen mussten ja nun einen Platz finden. Letztlich sind sie in dem Durchgang für ihren Zweck gut aufgehoben, wenngleich optisch nicht wirklich ideal. Aber wie groß wäre hier erst der Aufschrei gewesen, wenn sie im Schlüterhof oder vor einer der Außenfassaden ihren Platz gefunden hätten. Der Bau ist nun mal ein aktiver Ort mit einem Museum und kein Puppenhaus. Es muss bestimmten funktionalen Kriterien gerecht werden. Freuen wir uns, dass es diesen Ort in dieser Form gibt und versuchen nicht, alles bis zum Erbrechen schlecht zu reden. Ohne die Stiftung und der mit ihr verbundenen Funktion würde es kein Schloss geben.

    Kunsthistoriker, Historiker, Webdesigner und Fachreferent für Kulturtourismus und Kulturmarketing


    Mein Bezug zu Stadtbild Deutschland: Habe die Website des Vereins erstellt und war eine Zeit lang als Webmaster für Forum und Website verantwortlich. Meine Artikel zu den Themen des Vereins: Rekonstruktion / Denkmalschutz / Architektur / Kulturreisen

  • Ich würde nicht so weit gehen, dass Herr Dorgerloh und seine Truppe alles was mit dem "Schloss" zu tun hat hintertreiben, aber dass Herr Dorgerloh mit der Rekonstruktion der Fassaden mehr oder weniger fremdelt hat er schon mehrmals durch Äußerungen unter Beweis gestellt ("man kann nicht unschuldig rekonstruieren" etc.). Sagen wir es einfach mal so: Herr Dorgerloh und seine Truppe bringen dem rekonstruierten Schloss nicht die Wertschätzung entgegen, die angemessen wäre und die es vierdient hätte.

  • Das Problem ist nicht, dass Herr Dorgerloh und seine Truppe dem rekonstruierten Schloss nicht die Wertschätzung entgegenbringen, die angemessen wäre und die es vierdient hätte. Diese skeptisch-ablehnende Haltung darf er selbstverständlich haben. Das eigentliche Problem ist, dass er trotz dieser Einstellung für das Amt des Generalintendanten ausgewählt wurde und dass er Aufgabe in diesem ungeliebten Bau sogar angenommen hat. Weder akzeptiert er an diesem Standort den Abbruch des geliebten P.d.Republik zugunsten des danach entschiedenen Schloss/HF-Projektes, noch schätzt er den äußerlichen Barockstil, vielleicht stören ihn auch irgendwelche Assoziationen zum alten Preußen. Und in dieser schlechten Situation wurde dann sogar noch sein Vertrag von der wie immer weise vorausschauenden Claudia Roth verlängert (?!)

  • Also zum einen - es ist ein Artikel aus Juni 2022...

    Aber zum anderen: DAS ist nichts, was die Dame positives zuwege gebracht hat, sondern ein zähneknirschend und widerwillig weitergeführtes Projekt ihrer Vorgängerin.


    BITTE kein Lob dorthin senden, wo es wirklich nicht hingehört.

  • Ich verstehe nicht, welchen Zweck dieses Abarbeiten an einzelnen Personen verfolgt, außer mal wieder politisch Dampf abzulassen. Fakt ist, dass Kulturstaatsministerin Claudia Roth das Geld für das Projekt freigegeben hat. Das ist erst einmal positiv zu werten. Wie sie persönlich zur Garnisonkirche steht, ist reine Spekulation und ist hier auch irrelevant, zumal auch noch im falschen Strang. Manche können es einfach nicht lassen...

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  • Korrekt, was eine voherige Koalition eventuell "in die Wege gebracht hat" ist irrelevant, denn die neue ist nicht daran gebunden.

    Aber ja, wenn die was positives tut, wird entweder nicht erwähnt oder anerkannt.

    über das negative werden sofort 30 Seiten geschrieben. Ich bin bei weitem kein Fan von Ihr, aber in dem Fall war ich positive überrascht, weniger positiv allerdings über den generellen Schweigen hier.

  • Die Bundeskulturministerin unterstützt den Wiederaufbau des Garnisonkirchenturms weder aus Leidenschaft noch aus Vaterlandsliebe: sie kann, wie jede Bundesregierung, schlicht nicht eine Investitionsruine stehen lassen. Daran ist auch erkennbar, dass die ev. Kirche die Bundesregierung fachgerecht in die moralische Nachschußpflicht gelockt und die Popularität ihres Vorhabens bei Spendern grotesk falsch eingeschätzt hat.


    Natürlich hat auch die Wankelmütigkeit der Potsdamer Lokalpolitik hierzu (bis heute) beigetragen: aber ein pazifistisches, evanglisches Friedenszentrum lockt nunmal nicht die Millionen aus den Taschen der Wirtschaft. An Warnungen an dieser Konstruktion mit der Kirche als Bauherr, die in die Stiftung zudem Fachleute für Verwaltung, für Theologie und Kommunaktion - aber keinen Baufachmann entsandte - hat es nicht gefehlt. Nicht aus Potsdam und auch nicht aus Dresden, deren Wiederaufbaustiftung die Bäffchenträger erst zur Eröffnung in die Kirche gelassen hatte und ansonsten diskret und professionell im Hintergrund arbeitete.


    Die Frage ist, und das wird wohl in einem anderen Strang zu diskutieren sein, was für Schlußfolgerungen die Befürworter von Rekonstruktionen aus diesen Erfahrungen ziehen müssen.

  • Derselbe Betrieb, der die Durchfahrt von Portal IV fertiggestellt hat, wird anschließend mit Portal V weitermachen (Auskunft des Fördervereins).

    So ist es. Die Arbeiten haben bereits begonnen.

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    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Oh?! Erfreulich, wie flott das geht. :thumbup:
    Nach letztem Stand ist ja auch noch nicht alles Geld zusammen. Da hatte ich fast schon befürchtet, muss man, nachdem das mit den Balustradenfiguren auch schon geregelt wurde, vielleicht erst mal einen Stopp bei Durchfahrt V machen.
    Aber, meiner Meinung nach, ist Durchfahrt V wichtiger als z.B. die Balustradenfiguren der Südseite, wenn man denn aus Kostengründen vorerst auf etwas verzichten müsste.

  • Auch der Durchgang (die Tür) vom Portal V zum Restaurant soll eine Art "historisches Portal" erhalten (siehe Mantikors drittes Foto), vermutlich mit Säulen.

    Wissen allein bringt nichts. Nur das angewandte Wissen verändert die Dinge.

  • Aber, meiner Meinung nach, ist Durchfahrt V wichtiger als z.B. die Balustradenfiguren der Südseite, wenn man denn aus Kostengründen vorerst auf etwas verzichten müsste.

    Für die Wirkung des Schlosses sind die Figuren sehr einflussreich. Ich fände sehr unglücklich, wenn man da Einschnitte schulterzuckend in Kauf nehmen würde. Aber wenn ich es richtig verstehe geht es ja sowieso nicht um ein entweder oder.

  • Die Bundeskulturministerin unterstützt den Wiederaufbau des Garnisonkirchenturms weder aus Leidenschaft noch aus Vaterlandsliebe: sie kann, wie jede Bundesregierung, schlicht nicht eine Investitionsruine stehen lassen.

    Ahhh okk also hat die böse Roth ein paar Millionen gespendet nur damit keine Ruine entsteht. Logisch. :koenig:

    Es kostet anscheinend ein paar hier viel zu viel nur anzuerkennen dass ohne diese Millionen den Turm ohne Haube wäre, und dass dies schluss und endlich Roth zu danken ist. Ihr könnt es so drehen wir Ihr wollt, sogar sagen dass sie es nur gemacht hat um gleichzeitig neue Haarfärbe-Bestellung zu finanzieren, Fakt ist Fakt : Ihr fragt was Frau Roth positiv gemacht hat, und ich habe eine unwiederlegbare Antwort gegeben. Selbst wenn es die einzige positive Handlung von Ihr ist. Ist schon ulkig : Ihr geht auf Barrikaden, wenn sie was dummes macht oder sagt. Aber wenn nur einmal was positives gemacht wird, dann wird es bis absurdum kleingeredet und es esteht null Dankbarkeit. Ich mag Claudia Roth auch nicht, bin aber dankbar dass die diese Gelder durchgewunken hat. Und gerade weil sie dagegen ist, sollte es eine gewisse Anerkennung geben...


  • Nach letztem Stand ist ja auch noch nicht alles Geld zusammen.

    Habe ich auch gesehen, wie kann es sein dass sich nach 4 Monate der Stand nicht geändert hat. Null euro zusätzlich. :wie: