Berliner Schloss

  • Und "Nationalstolz" ist in der BRD eh verpönt.

    Zu Recht, denn der "Nationalstolz" verschiedenster "Gesellschaften" hat ja im vergangenen Jahrhundert bis heute zu mehr Zerstörung - insbesondere auch von Kulturgut - geführt als alle anderen Ursachen.

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    Es gibt noch immer eine Abgrenzung zwischen Nationalstolz (Patriotismus) und Nationalismus. Aber bei uns ist es ja mittlerweile zu viel, wenn man eine Deutschlandfahne im Garten hat. Nur um zu zeigen, daß man seine Heimat liebt.


    Aber diese Diskussion war gar nicht mein Anliegen. Es geht nur darum, daß heute viele geschichtlich wertvolle Bauwerke/Denkmale beschmiert und beschädigt werden. Wenn man die Bedeutung und den Wert für die Geschichte des eigenen Landes kennt und erkennt, wird man solche Beschädigungen nicht durchführen. Das war in der Vergangenheit sicher anders als heute.


    So, nun gebe ich wieder zurück zum Berliner Schloss :wink:

  • Es geht nur darum, daß heute viele geschichtlich wertvolle Bauwerke/Denkmale beschmiert und beschädigt werden.

    Das dies unerträglich ist, sehe ich genauso.

    Wenn man die Bedeutung und den Wert für die Geschichte des eigenen Landes kennt und erkennt, wird man solche Beschädigungen nicht durchführen.

    Wenn man allein schon fremdes Eigentum respektiert, wird man dies nicht tun. Die Bedeutung geschichtlich wertvoller Bauwerke zu kennen, halte ich auch für wichtig. Dies gilt aber unabhängig von Stolz oder ähnlichen Gefühlen. Ich persönlich, halte auch die Verbundenheit zu meiner engeren Heimat (oder Orten an denen ich wichtige Teile meines Lebens verbracht habe oder zu denen ich familiären Bezug habe) für wichtige als die mit einer oder der "Nationen" das muss Jeder für sich entscheiden und ist auch ein anderes Thema.


    Jetzt aber wirklich wieder zurück zum Thema.

  • Guten Tag,


    als eifriger Mitleser in diesem löblichen Forum möchte ich heute meinen ersten Beitrag schreiben. D.h. es ist leider kein "Beitrag", sondern eine Frage.

    Sie bezieht sich auf einen auffälligen weißen Klotz, der über der Südfassade auf dem Dach des Berliner Stadtschlosses thront. Im Gegensatz zum Dachrestaurant, über das zurecht viel geklagt wird, habe ich zu diesem anderen Objekt noch keine kritische Stimme vernommen (oder entsprechende Beiträge liegen in diesem Strang schon zu weit zurück).


    Ich tröstete mich bislang mit dem Gedanken, es könne sich schlicht um einen Baucontainer handeln, der bald per Kran wieder vom Dach geholt wird.

    Doch bei den kürzlich übertragenen Spendertagen war ein Modell des Schlosses zu sehen, das an dieser Stelle tatsächlich einen kastenförmigen Aufbau aufwies.


    Daher meine bange Frage an die Mitforisten: Worum handelt es sich bei dem Ding? Und wird es tatsächlich als weiterer optischer Störfaktor dort oben verbleiben?


  • Hakemann - Willkommen im Forum.


    Bei diesem Kasten handelt es sich, meines Wissens nach, um einen Aufbau für den Fahrstuhl, mit dem man auf das Dach kommt. Scheinbar ist dieser Klotz weit genug mittig platziert, damit man ihn von der Straße aus nicht sieht. Daher war er hier noch kein Anlass für Beschwerden. :wink:

  • Das ist der Maschinenraum für die einzige Zentrale Aufzugsanlage, da ich aus dem Aufzugsgewerke komme kann ich mir nicht vorstellen das man dadurch auf das Dach kommt.

  • Mal eine naive Frage: Für die Kunst am Bau werden ja sicher Mittel bewilligt. Könnte man nicht beispielsweise die Attika-Figuren dazu zählen und diese mit den Mitteln teilweise finanzieren?

  • Ist mir erst heute aufgefallen, am 24.11. wurde ein blickdichter Zaun vor dem Eosanderportal errichtet, warscheinlich um das zuschauen des Gegurke beim Aufbau der Verschaukelungswippe vor zukünftigen Besuchern des Schlosses zu verhindern.

  • Ich denke, dass einige Strahler noch nicht richtig ausgerichtet und eingestellt worden sind.

    Das Ganze ist vielleicht nur der erste Beleuchtungstest. Nehmt es also noch nicht so ernst.

    Ein aktueller Blick auf die Westseite des Schlosses zeigt, dass Du mit Deiner Gelassenheit recht hattest.
    Die gesamte Front ist nun erleuchtet und (da von schräg unten) sogar mit hübschem Schattenwurf. :3

  • Vielen Dank für die erhellenden, wenn auch nicht wirklich erfreulichen Informationen zum "Fahrstuhlklotz". Denn aus einiger Entfernung wird man ihn durchaus auf dem Dach sehen können. Auf Luftbildern ist zu erkennen, dass er keinesfalls mittig platziert ist. Ziemlich hoch ist er noch dazu.


    Aber was solls, ein lästiges Detail mehr an das man sich wird gewöhnen müssen...

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    Aber bei uns ist es ja mittlerweile zu viel, wenn man eine Deutschlandfahne im Garten hat. Nur um zu zeigen, daß man seine Heimat liebt.

    Dann ist es eine Frage, wie man auf Kritik reagiert. Wenn sich also jemand an meiner Deutschlandflagge stört, sage ich immer:

    "Ey - entspann Dich Alter - hast Du Problem oder was? Soll ich Blutprobe machen? Bist Du Opfer? Willst du Auge blau? Dann zieh Leine oder ich hol Bruder, alles klar, Alter?

    Danach ist meistens Ruhe.

  • Ist mir erst heute aufgefallen, am 24.11. wurde ein blickdichter Zaun vor dem Eosanderportal errichtet, warscheinlich um das zuschauen des Gegurke beim Aufbau der Verschaukelungswippe vor zukünftigen Besuchern des Schlosses zu verhindern.

    Mittlerweile haben sie das Areal zum dritten mal aufgerissen und weitere Zerstörungen hinzugefügt:


  • Auf diesem Bild sieht man, wie hochwertig es gebaut wurde und wie gut es sicher auch erhalten war. Quelle: Bln. Schloss, H. Zettler, 1991 Argon Vlg.

  • Mittlerweile haben sie das Areal zum dritten mal aufgerissen und weitere Zerstörungen hinzugefügt:


    Das ist das "normale" bauhandwerkliche Vorgehen bei einer Bohrpfahlgründung. Erst müssen Gebäude und Fundamentreste weggebaggert werden, dann wird eine plane Arbeitsebene aus verdichtetem Schotter aufgeschüttet damit das schwere Bohrgerät während der Arbeiten nicht einsinkt und dann wird um die Stahlbetonbohrpfähle herum der ganze Schotter wieder weggebaggert. Die Köpfe der Stahlbetonbohrpfähle werden danach am oberen Ende flach abgeschnitten um einen sauberen Anschluss an die restliche neue Bauwerksgründung herstellen zu können. Demnächst werden die Gewölbe bestimmt auch wieder baulich verschlossen.