Rekonstruktion oder traditioneller Neubau?

  • Das führt hier etwas zu weit, aber nur kurz. Wikipedia ist eine komplexe Gemeinschaft. Bei fachlich einwandfreien Beiträgen gibt es genügend Varianten, diese einzubringen (es nur mal über den Editor zu versuchen reicht freilich nicht bei beharrlichen "Gegnern").
    Es ist eben ein stetig werdendes offenes und möglichst aktuelles Lexikonportal, und keine perfekte Publikation. Das bringt viele Vorteile mit sich, aber eben auch einige Nachteile. Als Quellensammlung und aktuelle Informationsquelle bietet es in vielen Bereichen schon eine hervorragende Grundlage für weitere Recherchen.


    Es ist ja auch kein Zufall, dass es dank der Fülle der Internetquellen heutzutage praktisch keine Enzyklopädien oder Lexika im klassischen Sinne mehr gibt.

  • Bei fachlich einwandfreien Beiträgen gibt es genügend Varianten, diese einzubringen (es nur mal über den Editor zu versuchen reicht freilich nicht bei beharrlichen "Gegnern").

    Führt wirklich zu weit, aber nur ein kurzes Beispiel:
    Ein Kollege von mir bemerkte vor einigen Jahren, dass in Referaten zu einem bestimmten Thema - für das er einer der vielleicht fünf ausgewiesensten Experten in Deutschland ist - immer wieder derselbe Fehler vorkam. Er schaute sich daraufhin den Wikipedia-Eintrag zu diesem Thema an und stellte fest, dass dort der Ursprung des Fehlers lag.
    Er versuchte, den Fehler zu korrigieren, seine Korrekturen wurden aber immer wieder von verschiedenen Personen rückgängig gemacht, die ihn am Ende wegen "Vandalismus" sperren ließen.


    Das ist so lächerlich, dass es einen nicht wundert, dass die zumindest Einträge, die ich fachlich beurteilen kann, meistens grottenschlecht sind und vor Fehlern nur so strotzen.

  • Für diejenigen unter Ihnen, die Englisch beherrschen, ein großer Vortrag über die Bedeutung des Wiederaufbaus. Es ist lobenswert, dass auch viele deutsche Beispiele erwähnt werden. Der Erfolg einer Kleinstadt ist in der Tat ein Präzedenzfall für die Welt. Wie Sie sehen, gewinnt die Idee des Wiederaufbaus auch in den USA an Bedeutung.


  • Zum Thema "traditioneller Neubau", habe ich zwei Baustellen-Bilder aus dem Norden von Thailand.


    Während man hierzulande niemals auf die Idee käme, einen Kirchenneubau in traditionellen Formen zu verwirklichen, ist das in Thailand ganz selbstverständlich. Es ist ganz klar, wie ein Tempel auszusehen hat. Das gilt heute noch, wie vor vielen hundert Jahren.


    DSCN7983


    DSCN8009

  • Neußer , schau Dir mal hier zu Lande die Neubauten an orthodoxen Kirchen an - da weißt Du nicht aus welchem Jahr die stammen. Die orthodoxen Kirchen haben da sehr strikte Bauvorschriften welche absolut traditionell sind.

  • zum Vergleich: Katholische Pfarrkirche St. Achatius (Baujahr 1959) im selben Ort.

    Wobei ja auch diese Kirche kein wirklich ungenehmer Bau ist. Es ist ein schlichter, aber tendenziell immer noch traditionell strukturierter, Bau der Nachkriegszeit. Nichts tolles, aber auch kein Aufreger. Da gibt es ganz andere modernistische Auswüchse.

  • Heimdall: Es hätte zweifellos auch deutlich schlimmer kommen können, keine Frage. Man bedenke aber auch das schlichte Innere: Alles schön kantig und kahl, abstrakte Glasmalereien, ein auf drei Seiten von Bänken umgebener "Volksaltar". Insgesamt eine ganz andere Ästhetik als die traditionell katholische. Besonders bedauerlich finde ich in solchen Fällen immer, daß die in den 50er-Jahren aus Platzgründen ersetzte Barockkirche für die geschrumpfte Gemeinde heute wahrscheinlich völlig ausreichen würde.