Karlsruhe (Galerie)

  • An und für sich eine Ohnverschämtheit ersten Ranges. Warum soll man sich in einem Architekturforum hinsichtlich einer architektonischen Würdigung zurückhalten? Nur weil eine bestimmte Meinung einem anderen nicht passt?

    Worüber diskutieren wir hier eigentlich? MUSS jedes von 1920 errichtete Bauwerk eo ipso schön sein? Halte dich doch eher selber zurück. Mir ist beispielsweise nichts Bemerkenswertes von dir in Erinnerung.

    In fast allem nur das schlechteste zu sehen trägt nicht gerade zum guten Geist eines Forums bei. Und was meinst du mit "

    „nichts Bemerkenswertes"?

    Hat die Schönheit eine Chance-Dieter Wieland

  • Immer nur das "Schlechteste"? Ich krieg schon Prügel, wenn ich ein hübsches Braunschweig-Bild mit positivem Kommentar einstelle! Woanders haut man mich, wenn ich Ulms Neuer Mitte das eine oder andere abgewinnen kann. Trau mich doch eh schon fast nix mehr Positives posten!

    Und dieses Haus gefällt mir wirklich nicht besonders, tschuldigung, ist halt so. Unifys Argument ändert daran auch nix, weil das "burgenhafte" Element hier halt für mich nicht so ganz überzeugend umgesetzt wurde.

    Das hat aber nix mit Villa96 und seinen Bildeinstellungen zu tun, und ist doch nicht gegen diesen netten User gerichtet! Es ist zu begrüßen, dass er dieses Haus eingestellt hat. Aber man wird doch über Ästhetik diskutieren dürfen! Die meisten "seiner" Häuser gefallen mir, aber was soll man in diesen Fällen groß schreiben? Überhaupt hier, wo ja über die Vorzüge des Historismus so etwas wie Konsens herrscht.


    ad "nix Bemerkenswertes": gut, das war etwas in Rage, das nehm ich zurück und entschuldige mich dafür.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Und ich entschuldige mich dafür, dass ich dir das Wort verbieten wollte, weil ich mit deiner Meinung nicht einverstanden war. Ich äußere irgendwie prinzipiell fast nur Bedenken bei Neubauten, egal ob angepasst, rekonstruiert oder einfach rein gestellt. Sobald jemand einen Altbau nicht als perfekt ansieht fühle ich mich irgendwie angegriffen, oder zumindest war es hier der Fall. Eigentlich fand ich es selbst schlimm, dass man hier oft halb zusammengeschrien wird sobald man seine Meinung äußert. Mir sind bisher fast nur deine negativ gerichteten Kommentare in Erinnerung geblieben, gegen Nürnberg oder die westdeutschen Altstädte allgemein und da habe ich diese Wut dann wohl an dir ausgelassen und jeden positiven Kommentar, der jemals von dir verfasst wurde vergessen. Ich versuch mich in Zukunft mit Kritik an der Meinung anderer zurück zu halten.

    Hat die Schönheit eine Chance-Dieter Wieland

  • Nein, man braucht sich mit seiner Meinung nicht zurückhalten. Sogar die Meinung, man soll aus "strategischen" Gründen keinen Altbau kritisieren, hat was, auch das kann man diskutieren.

    Es stimmt, dass ich zu einer gewissen Negativität bezüglich des süddt. Raumes neige. Diese Städte sind halt mit den unseren verwandter, und da fallen gewisse Unzulänglichkeiten, die man bei uns einfach nicht gewohnt ist, halt mehr ins Gewicht. Aber gerade hier halte ich es für strategisch für äußerst unklug, den Status quo zu beschönigen. Änderungen zum Guten bedürfen eines Konsenses der Unzufriedenheit. Im Norden ist man da weiter und selbstkritischer. Es hat keinen Sinn, als Außenstehender über Bremer Fußgängerzonen zu schimpfen, zumal es keinen Verrückten gibt, der diese als wunderbar gelungen lobt. Das (also schimpfen) darf der Heinzer tun. Ich muss mich da sogar eher zurückhalten, um ihm nicht zu viel zu widersprechen, da mir Bremen eigentlich gefallen hat... Darf man eh nicht laut sagen, weil mir so was von anderer Seite schlecht ausgelegt. Man hat es nicht leicht.

    Es ist insgesamt wohl so, dass sich das Diskussionsklima im letzten Jahr verschlechtert hat. Darin ist nichts grundsätzlich Schlimmes zu sehen, ich denke, das ist unter den Umständen ganz normal, und man muss dafür Verständnis haben. Ich halte es sogar für eine kluge Entscheidung der Moderation, dass über Corona nicht diskutiert wird. Das wäre hier wirklich nicht sinnvoll. In meinem Umfeld, beruflich wie privat, ist eine enorme Gereiztheit zu diesem Thema nicht zu übersehen, was völlig sinnlos ist, da niemand Experte ist und eigentlich nur fremde Meinungen wiedergeben kann. Ich selber hab meine Meinung schon so an die fünfmal (jedenfalls ist es - momentan - eine ungerade Zahl) geändert.

    Aber es ist sicher so, dass diese Gereiztheit Umwege findet in andere Kanäle. Das soll man mE wissen und berücksichtigen. Nachsicht ist angesagt.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Ich bin selbst kein Freund der meisten deutschen Fußgängerzonen, aber solange diese vor allem mit Altbauten bebaut sind, was im Süden ja meist der Fall ist, bin ich einigermaßen zufrieden. Aber vermutlich hast du Recht, dass man Änderung nur durch Kritik erreichen kann und es gibt vieles was zu kritisieren ist: schlechte Pflasterung, große Ketten die urige, heimische Läden verdrängen, zu große Schaufenster, falsche und langweilige Farbgebung, keine Fensterläden und meist überhaupt nicht angepasste Nachkriegsbauten. Und trotzdem kann ich mich nicht dazu hinreissen lassen, das bei jeder Möglichkeit zu kritisieren, da mich das wohl zu sehr runterziehen würde. Aber für mein Verständnis sind sehr verkehrsreiche Innenstädte sogar noch schlimmer, da der hohe Verkehr den Städten ihre Geborgenheit nimmt, selbst parkende Autos stören mich ungemein in jeder Altstadt. Ij der Hinsicht haben uns die Fußgängerzonen auch geholfen und wenn sie irgendwann auch baulich ansprechend sind, kann man das Konzept auch gelungen nennen.

    Hat die Schönheit eine Chance-Dieter Wieland

  • Architektonische Rundschau 1887.


    Ehrenpforte der Stadt Karlsruhe für die Septemberfesttage 1885 in Karlsruhe. entworfen von Professor Hermann Götz, Direktor der Großherzoglichen Kunstgewerbeschule daselbst.


    Anmerkung: Am 20.09.1885 heiratete Kronprinz Friedrich von Baden Prizessin Hilda von Hessen-Nassau. Diese Hochzeit war Anlass für ein großes Fest. Durch die Ehrenpforte am Marktplatz auf der Via Triumphalis genannten Strecke ging dann der Festzug entlang. Es ist die Linie, die schnurstracks auf das Schloss zuführt (im Hintergrund erkennt man den Schlossturm) Die Ehrenpforte ist bekrönt von der Kaiserkrone . Die Ehrenpforte war ein temporäres Bauwerk, das im Anschluss an die Festtage wieder abgebaut wurde:


  • Architektonische Rundschau 1889.


    Villa Winter in Karlsruhe, erbaut von Architekt G. Ziegler daselbst.



  • Architektonische Rundschau 1889.


    Eingebautes Wohnhaus in Karlsruhe, erbaut 1887/1888 von Kempermann und Slevogt, Architekten daselbst:


  • Architektonische Rundschau 1889.


    Bahnhofhotel in Karlsruhe, entworfen von Architekt W. Söhner, ausgeführt von W. Söhner und Fr. Nessler:


  • Hallo Bergischer,


    Zu deiner Frage, ob das "alte" Bahnhofshotel aus der" Architektonischen Rundschau 1889" noch steht:


    Im Jahre 1913 wurde in Karlsruhe/Baden ein neuer Bahnhof eröffnet, etwa 1 km vom alten Bahnhof entfernt. Dieses neue Bauwerk erhielt einen großen Bahnhofsplatz, welcher u. a. von zwei neuen, großen Hotels begrenzt war. Es steht deshalb zu vermuten, dass das einstige Bahnhofshotel beim alten Bahnhof, der ab 1913 als Markthalle diente, jedenfalls nicht mehr als "Bahnhofhotel" firmierte. Dafür spricht die nun große Distanz zum neuen Karlsruher Bahnhof.


    Ob der Prachtbau des Bahnhofshotels aus der Architektonischen Rundschau 1889 die Kriegszerstörungen und die Abrisswut der Nachkriegsjahrzehnte überstand, ist mir nicht bekannt. Leider sind in der Architektonischen Rundschau nicht die Adressen (weder der Straßenname noch die Hausnummer) zu den vorgestellten Häusern angegeben. So sind mir weiter gehende Recherchen aus der großen räumlichen Distanz zu meinem Wohnort leider kaum möglich. Hierfür bitte ich um Verständnis. Vielleicht kann jemand mit Wohnsitz in Karlsruhe oder Umgebung hierzu ergänzende Informationen liefern?