Abriss und andere schlechte Meldungen in Kurzfassung

  • Für die "Weltstadt Germania" hätte so einiges weichen sollen, auch das Stadtschloß soll bei den Plänen im Wege gestanden haben. Medial wurde es ja damals in den Medien wie völkischer Beobachter und auch in den UfA Wochenschauen mittels Propaganda den Menschen schmackhaft gemacht. Wie das ganze hätte finanziert werden sollen......nun ja, da hatte die NS Führungsriege so ihre ganz "speziellen Pläne" - da zu kam es nur nicht mehr, die "Baufreiheit" wurde dann von anderen geschaffen, allerdings völlig anders als man es sich vorgestellt hatte.


    Der Abriß der Schloßfreiheit wurde wohl auch so mehr oder weniger hingenommen, die Mietskasernen wuchsen ja wie Unkraut in den Himmel. Zu "seiner Majestäts Zeiten" wurden ja auch noch nicht abgebrochene Gebäude durch scheußliche Schuhschachteln ersetzt - auch wenn das Leben in den Mietskasernen nicht unbedingt das luxuriöseste war.


    Und hier haben wir heute die Problematik - wenn ein Haus sich wegen Baufälligkeit oder anderen Befall einfach nicht mehr halten läßt, verschandelt man nach dem Abbruch die Gegend mit Betongewordenen Scheußlichkeiten. Wir könnten uns heute wesentlich besser mit Abrissen abfinden, wenn dort was mindestens gleichwertiges errichtet würde.

    Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.

    Horst Seehofer

  • Ein nicht unwesentlicher Teil der durch die "Germania-Baustelle" entstandenen Berliner "Abbruchmieter" ist übrigens in den ehemaligen Wohnungen jüdischer Berliner untergebracht worden. Speer hat beides, Stadtumbau, Verfolgung und schließlich die Deportation der Juden ganz bewusst miteinander verknüpft.

  • Saxonia , Albert Speer waren wohl die Massenmorde schlichtweg wurscht....er hat ja nachher auch nichts von wissen wollen. Aber er war ein Baulöwe der übelsten Sorte. Seine wahnwitzigen Vorhaben Berlin umzugestalten....wenn er das durchgesetzt hätte, da wäre wohl heut überhaupt nichts mehr von dem doch noch liebenswerten Altberlin übrig. Es wurd nach dem Krieg schon genug bauliches Unheil in Berlin angerichtet, aber man stelle sich vor, die ganzen Altberliner Gegenden abgerissen und durch Speer Architektur ersetzt - entsetzlich!

    Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.

    Horst Seehofer

  • So ein Wilderer! Sollen sich lieber rostige Wasser Kopf von Karl Marx holen in Berlin und Chemnitz. Zumindest hat noch Materialwert.

  • Hier ein weiterer Bericht:


    „Höseler Reh“ gestohlen

    Eine Rehbock-Skulptur aus Bronze wurde von einem Kreisverkehr in Ratingen entwendet

    https://www.natuerlich-jagd.de…seler-reh-gestohlen.html#


    Was mich wundert... Ich habe mir die Stelle mal bei google maps angeschaut (hier) Da stehen mehrere Wohnhäuser direkt um den Verkehrskreisel. Wenn die da mit einer Flex gearbeitet und die Skulptur abtransportiert haben, ist es mir unverständlich, dass das niemandem aufgefallen ist. Haben die alle so einen tiefen Schlaf? Guckt niemand aus dem Fenster, wenn mitten in der Nacht da lautstark gearbeitet wird?

  • Naja, die alten Meister konnten ja nicht da von ausgehen daß für gewisse Strolche das Metall mal von Bedeutung sein könnte.

    Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.

    Horst Seehofer

  • Die aktuellen Ereignisse in den USA führen zu einer neuen Welle des politischen Ikonoklasmus. Mehrere Städte und Staaten entfernen jetzt die letzten großen öffentlichen Denkmäler und Standbilder, die an die Konföderierten erinnern. Unter anderem wird in Richmond/Virginia die berühmte Monument Avenue abgeräumt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Monument_Avenue


    Es mag aus politischer Sicht opportun erscheinen, diese Standbilder zu entfernen. Für die Städte ist es ein unermesslicher ästhetischer Verlust. Viele an historischen Denkmälern ohnehin arme amerikanische Städte werden ihrer Wahrzeichen beraubt. Zumal viele dieser Denkmäler von namhaften Künstler geschaffen wurden. Das große Reiterstandbild Robert E. Lees in Richmond bspw. vom Pariser Antonin Mercié. Der weitere Verbleib ist häufig unklar. Nicht alles kommt ins Museum. Von den seit 2017 entfernten Denkmälern sind viele an Privat veräußert worden.

  • Vereinzelten Berichten zufolge wurde die Karlskirche bei der jüngsten BLM-Demo in Wien nicht ganz unerheblich beschädigt.

    https://www.google.at/search?s…=973#imgrc=GbKQDtE_cZEoEM


    Sonderbarerweise liest man in den Medien nichts Näheres darüber.

    Weitere Vandalismusakte fanden in der Strudelhofgasse statt.

    Darüber liest man hie und da etwas:

    https://orf.at/stories/3168585/

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • In Bristol haben Demonstranten die 1895 aufgestellte Statue des lokalen Philanthropen und Sklavenhändlers (im 17. Jh.) Edward Colston gestürzt und ins Meer geworfen.


    https://www.bbc.com/news/uk-england-bristol-52955868


    Ich finde es unendlich schade, dass diese engagierten jungen Helden erst jetzt gegen Faschismus und Unterdrückung auftreten und nicht schon 1933 auf der Welt waren (oder gar im 17. Jh.) . Was wäre uns alles erspart geblieben 😢

  • Hier sieht man die hysterischen, in der Regel Weißen, Ikonoklasten in Bristol, die jubelnd auf der Statue herumspringen. (Was noch nachvollziehbarer wäre, wenn sie unter der Herrschaft Colstons selbst hätten zu leiden gehabt.)



    In den USA werden derweil die letzten Konföderierten-Denkmäler gestürzt. Beispiel Richmond.


    Confederate Statue Toppled in Richmond

    https://www.nytimes.com/video/us/politics/100000007179131/confederate-statue-toppled-in-richmond.html


    @"Platz". Erspart geblieben wäre uns gerade nichts. Gerade hysterische Fanatiker dieser Couleur hätten vermutlich besonders eifrig mitgemacht. Dieser Geist kommt immer hinter neuen Masken. Mal zündet es Synagogen an, dann marschiert es als "Rote Garden" durch China, um die dortigen Kulturschätze anzuzünden. Warten wir ab, ob und wann diese modernen Wiedertäufer auch bereit sind, wieder Blut fließen zu lassen. Es ist wie eine Art Gewitterentladung, die immer und immer wieder durch die Jahrhunderte stattfindet.

  • In Bristol haben Demonstranten die 1895 aufgestellte Statue des lokalen Philanthropen und Sklavenhändlers (im 17. Jh.) Edward Colston gestürzt und ins Meer geworfen.


    https://www.bbc.com/news/uk-england-bristol-52955868


    Ich finde es unendlich schade, dass diese engagierten jungen Helden erst jetzt gegen Faschismus und Unterdrückung auftreten und nicht schon 1933 auf der Welt waren (oder gar im 17. Jh.) . Was wäre uns alles erspart geblieben 😢

    Diese Satire ist so gut formuliert.... man könnte denken, es ist ernst gemeint.

  • Schade um das stadtbildverträgliche Gebäude, bei dem das Erdgeschoss sogar noch original war. Was stattdessen kommt, ich ahne es schon. Weil es in Stuttgart ist, eine Stadt die scheinbar noch nicht genug erleiden musste. Die Schwaben finden immer wieder was Schönes zum abreißen.

    In dubio pro reko

  • Hier eine Aufnahme des Gebäudes, das meiner Meinung nach - trotz vereinfachtem Wiederaufbau - gut mit der Umgebung harmoniert. Sehr bedauerlich, dass es weichen muss.


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  • Hätte man vielerorts so wiederaufgebaut, sähen viele Städte heute besser aus. Nichts Besonderes, aber einigermaßen gefällig und der Tradition verbunden.