• Penzlin ist eine recht hübsche Kleinstadt im "Speckgürtel" südwestlich meiner Heimatstadt Neubrandenburg, mit eigenem kleinen Stadtsee, in der Nähe des größeren Tollensesees.


    Besonders bekannt ist der Ort für seine historische Burg, die einzige gut erhaltene Burg neben der noch bekannteren Burg Stargard in der Region. Dort finden regelmässig auch Burgfeste, Märkte und sonstiges statt. Natürlich ist die Burg auch zu besichtigen. Wer im Seenland unterwegs ist kann ruhig mal einen Abstecher machen.


    Während das nahe Neubrandenburg schon zu Mecklenburg-Strelitz gehört, ist Penzlin noch Teil der historischen Kulturlandschaft Mecklenburg-Schwerin. Genauso wie Waren/Müritz, weshalb die Verbindung zwischen Penzlin und Waren auch (noch) stärker ist als zu Neubrandenburg. Dies kehrt sich seit der Kreisgebietsreform 2011 jedoch allmählich etwas um, seitdem gibt es ja den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit Neubrandenburg als Kreisstadt und Oberzentrum.


    Lustig fand ich schon als Kind den plattdeutschen Spitznamen von Penzlin: "Punschendörp". :koenig:
    Und faszinierend fand ich auch schon immer den Hexenkeller der Burg mit diversen mittelalterlichen Folterinstrumenten. Da kann man sich richtig schön gruseln.



    Das Stadtbild ist aus diversen Perspektiven sehr reizvoll, vor allem aufgrund der tollen Einbettung in die Kulturlandschaft und den leicht hügeligen Charakter:



    DLiebisch, https://commons.m.wikimedia.or…le:Panorama_Penzlin_2.jpg



    Peter Schmelzle, https://commons.m.wikimedia.org/wiki/File:Penzlin2013-1.JPG



    Commons, https://commons.m.wikimedia.or…,_Blick_auf_die_Stadt.jpg

  • Der konkrete Anlass zur Eröffnung dieses Fadens ist eine sehr erfreuliche Meldung von einem kleinen Ortsteil von Penzlin, aus dem Gutsdorf Mallin.



    Ein Sorgenkind unter den regionalen verfallenden Gutshäusern wird endlich saniert: Mallin!


    Volker Röwe kaufte das schöne Haus mit einem Stilmix aus Neorenaissance und Neobarock. Es soll endlich wachgeküsst werden. Erste Arbeiten haben begonnen, das Gelände wurde von Gestrüpp und Müll befreit. Das Haus selbst wurde vor einigen Jahren mal am Dach in Teilen saniert, doch dann sprang der Investor wieder ab. Nun wird es wohl endlich was werden.


    Der Verein MFP eV stellte freundlicherweise folgende Informationen dazu zur Verfügung:


    "In Mallin, nah bei Neubrandenburg und unweit des Tollensesees befindet sich wohl eines der schönsten Herrenhäuser Mecklenburgs.
    Das Dorf Mallin wurde erstmals 1348 urkundlich erwähnt. Das Gut befand sich - mit Unterbrechungen im 17. und 18. Jahrhundert - seit dem 15. Jahrhundert bis 1857 im Besitz der Familie von Maltzan.
    Es folgten die Familien Schröder, 1869 dann Karl Ludwig Baron von Hauff und Familie Beckmann.
    Das heutige repräsentative Herrenhaus ließ Karl Ludwig Baron von Hauff als zweigeschossigen Putzbau mit Souterraingeschoss in den Jahren 1870/71 errichten.
    Das Gebäude wurde im historischen Stilmix von Neobarock und Neorenaissance erbaut.
    Vorder- und Rückseite werden durch elf Fensterachsen geordnet, die die Grundstruktur des Gebäudes bestimmen.
    Nach dem Zweiten Weltkrieg bis in das Jahr 1991 nutzte die Gemeinde den Festsaal des Herrenhauses für Feiern, im Gebäude war die Dorfgaststätte untergebracht, außerdem der Kindergarten. Eine Sanierung bzw. der Versuch, das Gebäude zu erhalten, scheiterten an fehlenden finanziellen Mitteln. Seit 1991 steht das Herrenhaus leer und verfiel zusehends.
    Ab 2006 fanden einige Arbeiten am Herrenhaus statt, dann ruhten die Arbeiten wieder einige Jahre.


    Das könnte sich jetzt ändern. Seit 2017 sind 2 Unternehmer aus Aachen neue Eigentümer von Mallin. Sie wollen das Herrenhaus nun wirklich herrichten. An anderer Stelle in Mecklenburg haben sie bereits bewiesen, dass sie es können.


    Und es tut sich, wie man auch auf den Bildern sehen kann, seitdem etwas am Herrenhaus. So wurde der Wildwuchs rings um das einst repräsentative Gebäude beseitigt, im Park ist Technik im Einsatz. Es gab erste Sicherungsmaßnahmen im Inneren des Hauses, das zudem vom Müll vergangener Jahrzehnte befreit wurde.


    Die grundlegenden Planungen für Sanierung und Ausbau des Schlosses seien bereits erstellt. So wollen die neuen Schlossbesitzer das Haus für Mieter herrichten, denken da an 13 bis 15 Wohnungen. Diese sollen barrierefrei gestaltet werden, auch einen Aufzug wird es im neuen Schloss von Mallin geben.
    Wieder einmal ein Juwel der Baukunst für Mecklenburg gerettet."
    ( Quellen : Gushaeuser.de und Nordkurier)

    Siehe: https://m.facebook.com/story.p…37425&id=1406061432981497


    Eindrücke von 2010:



    https://commons.m.wikimedia.or…tshaus_2010-10-18_028.JPG



    https://commons.m.wikimedia.or…tshaus_2010-10-18_026.JPG