Rekowünsche - Eure Top 5

  • Hallo, Kaffeesachse.
    Gefällt mir! Wir brauchen eine Zeitmaschine! Wann wird Sie endlich erfunden? Der Erfinder wird Milliardär und wir können uns die ganzen Rekonstruktionen sparen.
    Meine top 4:
    1. Anhalter Bahnhof
    2. Paulinerkirche Leipzig
    3. Rathaus Essen
    4.Bauakademie Berlin

  • Da wir von Bahnhöfen sprachen: ein großer Verlust war natürlich auch der Lehrter Bahnhof; die Fassade - eine Art Stadttor, ein wunderbares Entree. Würde ich mir auch zurückwünschen - anstelle der jetzigen Bebauung.
    Und auch hier wäre der Bau spielend leicht wieder instandzusetzen gewesen.


    Nimm das Recht weg, was ist der Staat dann noch anderes als eine große Räuberbande? (Augustinus von Hippo)

  • Der Vollständigkeit halber (wenn auch großteils völlig unrealistisch), neben der TH in Berlin würde ich auch die anderen Technischen Hochschulen, welche im Krieg aufgrund der strategischen Bedeutung besonders getroffen wurden, wieder dem alten Zustand angeglichen bzw. rekonstruiert sehen (mit Platzgestaltung). Darunter:


    Technische Hochschule München



    Quelle: TU München



    Quelle: TU München



    Technische Hochschule Stuttgart

    Quelle: Wikipedia

    Technische Hochschule Dresden


    Quelle: TU Dresden


    Quelle: Bundesarchiv

    Technische Hochschule Hannover

    Quelle: deacademic



    Quelle: Wikipedia



    Insbesondere für Hannover würde es hier keiner großen Investitionen benötigen und der Effekt wäre enorm!

  • Entschuldigt, dass ich nur regional Partei ergreife, daher meine Liste für Potsdam:
    1. Blücherplatz und weiter mit der Burgstraße bis zur
    2. Heilig-Geist-Kirche (weg mit diesem heutigen kritische-Rekonstruktion-Scheusal der Seniorenabschussrampe!)
    3. Stadtkanal mit allen Brücken
    4. Schinkels Zivilcasino in der Charlottenstraße
    5. Berliner Tor, Neustädter Tor, Teltower Tor mit historischer Langer Brücke
    6. das Predigerhaus funktioniert nur in der kompletten Strassenansicht der Gebäudezeile am Alten Markt
    7. der alte Potsdamer Hauptbahnhof
    8. die Wiederherstellung der verunstalteten Breiten Straße inklusive der repräsentativen Bürger-Häuser
    9. die in den 1998er abgerissenen ältesten Bahnanlagen Europas! (ehemaliges RAW) mit Wiederherstellung auch der kriegszerstörten Ringlokschuppen als preussisches Eisenbahnmuseum
    10. das Schützenhaus am Brauhausberg
    11. das Belvedere am Bauhausberg


    die Liste ließe sich sehr einfach fortsetzen...


    kurz zu Berlin:
    1. Anhalter Bahnhof
    2. Potsdamer Bahnhof (der Gegenpol zum alten (Haupt-) Bahnhof in Potsdam der Berlin-Potsdamer Eisenbahngesellschaft und zweitältesten Eisenbahn in Deutschland)
    3. Schloss Monbijou
    4. Schloss Berlin, Apothekenflügel
    5. Petrikirche
    (und ich hoffe mal, dass die Bauakademie hier nicht mehr genannt werden muss)


    Gruss
    Luftpost

  • Da man sich ja hier was wünschen darf... :P


    Das Wolframsdorffsche Belvedere auf der Brühlschen Terrasse wäre wirklich das Allergrößte.
    Es gab ja sogar schon Planungen (ich glaube, von der Baywobau), der Freistaat hat dann allerdings das Projekt leider auf Eis gelegt.


    Aber man wird ja noch träumen dürfen... ;)

  • das Predigerhaus funktioniert nur in der kompletten Strassenansicht der Gebäudezeile am Alten Markt

    Das wäre auch meine Intention. Nur wäre hier eine Vollrekonstrution wünschenswert wohingegen die übrigen Häuser in der Zeile, entsprechend einer Erweiterung des Leitbaukonzeptes, modern mit allgemeinen Gestaltungsvorgaben und klassischen Bauelementen realisiert würden. ;)


    Und ich lehne mich mal so weit aus dem Fenster und sage, dass dieses DDR-Relikt in 20 Jahren zur Diskussion stehen wird und dann auch die östliche Platzfront erneuert wird. ;) Hoffentlich dann mit Predigerhaus :saint:

    Wenn es jemand kann, dann ist es keine Kunst. Und wenn es jemand nicht kann, dann ist es erst recht keine Kunst!

  • Rekowünsche. Von hunderten Gebäuden die abgebrochen oder nicht mehr aufgebaut wurden hoffe ich dass wenigstens innerhalb van 20 Jahren vielleicht 5 wieder Realität werden können.


    Bauakademie und Karstadt kehren vielleicht einmal zurück in der Gegenwart.


    Die üpiche Gründerzeithochburgrn wie Lloydgebäude oder Justizpaläste oder Ministerien, genau wie einstige Bahnhöfe oder Hotels, wie wunderschön und imponierend auch, gebe ik NULL Chance. Das gilt aber auch für tausenden van verschwunden Grunderzeit Wohn oder Geschäftsgebauden, Warenhäuser usw.


    Von der genannten Kirchen ??? Petri KIrche, Sophien Kirche??? Helig-geist-kirche??? Sehr niedrige Chancen.....


    Restuckierung wie in Leipzig: das sind erzielbare and bezahlbare Sanierungen.....einige werden bestimmt auf der Dauer sich (etwas) vom "nackten Körper" erholen. Aber leider nicht alle, auch nicht die schlimmsten Fälle,


    Turmspitzen Reko's: am Lukas Kirche ja (könnte aber noch lange dauern), am sonstihe Kirchtürme: nein.


    Oper und Schauspielhäuser: vielleicht innerhalb von 20 Jahren nur EINS. Aber garantiert keine Vollrekonstruktion.


    Historische Plätzen und Strassen: einige in der ehemalige Altstädten, aber nicht in andere Vierteln.....Veileicht der Marienplatz in Berlin, aber dann wie Neumarkt mit Füllbauten und Neu-interpretationen (die Modernen bleiben verbissen dran).

  • Eine durchaus realisierbare Rekonstruktion (wenn der Wille da ist) ist mir erst die Tage vor Augen gekommen. Das frühere Kreisständehaus in Mayen (Rheinland-Pfalz) wurde nach dem Zweiten Weltkrieg vereinfacht wiedererrichtet. Heutzutage beheimatet es die Hochschule für öffentliche Verwaltung.


    früher:

    (Quelle: Geschichts- & Altertumsverein für Mayen und Umgebung e.V.)


    heute:

    (Quelle: Wikipedia.org / Bubo)

  • Das Equitable-Gebäude Friedrich-/Leipziger Straße, Paradebeispiel für einen Berliner Gründerzeitpalast. Das wäre ein Traum.


    In dubio pro reko

  • Ich möchte an dieser Stelle auf das Thema dieses Stranges verweisen: Rekowünsche - Eure Top 5.


    [...] Es würde mich interessieren, was eurer Meinung nach in den nächsten Jahren, Jahrzehnten rekonstruiert werden sollte. Dies können Solitärbauten, Ensembles (à la Frankfurt, Dresdner Neumarkt) oder Traditionsinseln in ganz Europa sein, [...]


    Alles darüber hinaus wäre obsolet in einem Arch-Forum mit Schwerpunkt Rekonstruktion (...6. St.Ansgarii, 7. Belvedere Dresden, 8. Reichenberger Brücke Görlitz, usw usf... floet:) ). Vielleicht sollten wir noch ein Thema 'utopische Rekowünsche - Eure Top 5' eröffnen?

    Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.

  • utopische Rekowünsche

    Was soll das denn jetzt? Ist doch ein wirklich interessanter belebter Thread. Bei einem solchen Wüschdirwas-Thread muss man nun wirklich nicht exakt dem Wortlaut des Eröffners folgen, das dient doch eher als grobe Richtschnur.


    Des Weiteren schrieb auch der Eröffner von Jahrzehnten. Wer kann schon von sich behaupten zu wissen, welche Rekos, in meinetwegen 70 Jahren, utopisch sind und welche nicht.

    98% of everything that is built and designed today is pure shit. There's no sense of design, no respect for humanity or for anything else. Frank Gehry

  • Bei dem Kreisständehaus in Mayen würde mich interessieren, ob das ganz hinten ein Altbau aus dem 15. oder 16. Jh. ist und man den historistischen Anbau bewusst angepasst hat. Wenn ja wäre das eher vertretbar gewesen, als wie wenn alles historistisch gewesen wäre und man es aus einer rein puristischen Grundhaltung heraus zurückgebaut hätte.

    Nimm das Recht weg, was ist der Staat dann noch anderes als eine große Räuberbande? (Augustinus von Hippo)

  • Utopisch, weil seit über 250 Jahren Ruine und nicht besonders gut dokumentiert:


    Burg Tecklenburg (meine alte Heimatstadt):
    Das Mauritztor (auch Tor 1 oder Löwentor genannt) mit seinem mächtigen Giebel. Heute nur noch bis zur hälfte des 1. Obergeschosses mit seinem wertvollen Wappenfries erhalten, dürfte es zu den herausragendsten Bauten der Westfälischen Renaissance gehört haben.


    Das ist heute davon übrig:
    https://upload.wikimedia.org/w…haus_Burg_Tecklenburg.JPG


    Der Hakenturm (auch Schiffsturm genannt), thronte als Bergfried auf der Wallmauer zwischen 1. und 2. Burghof. Die Spitze des Fünfeckigen Grundrisses (daher der Name) ragt in den Graben vor dem Wall, die Grundmauern des Hakenturms sind heute noch auf einer Höhe von ca. 5-6 Metern erhalten, auf ihnen befindet sich heute eine Lichtbude der dortigen Freilichtbühne. Der Hakenturm würde zusammen mit dem hohen Mauritztor und der noch bestehenden Stadtkirche eine ganz hervorragende Stadtkrone bilden.


    Hier noch mal die Burg von Norden aus gesehen auf dem Solmser Stich:
    https://www.tecklenburg-touris…6/09/kupferstich-burg.jpg


    Rechts das Mauritztor noch mit Giebel (Es muss beeindruckend ausgesehen haben, es gibt auch noch historisierende Darstellungen mit noch prächtigerem Volutengiebel) und in der Mitte mit den beiden Dachreitern der Hakenturm.


    Wir bleiben in Tecklenburg:
    Das alte Hotel Burggraf:


    http://static.akpool.de/images/cards/217/2177930.jpg


    https://www.tecklenburg-touris…6/09/Burggraf-um-1905.jpg


    http://ebay01.prahm.biz/2320000108A.jpg


    1960 abgerissen für den Klotz von Kreisverwaltung



    Gleich daneben, das alte Landratsamt, in den 1950er Jahren abgerissen oder stark umgebaut (ich vermute letzteres, die Fensterachsen stimmen überein), heute Rathaus:


    https://www.tecklenburg-touris…9/Landratsamt-um-1953.jpg


    https://static.wn.de/var/stora…ssen_image_1024_width.jpg



    Heute zeigt sich das Ensemble aus Kreisverwaltung (vorher Burggraf) und Rathaus (vorher Landratsamt) so:
    https://upload.wikimedia.org/w…Kreishaus_TE_-_Neubau.JPG



    Eine Schande für eine der besterhaltendsten Fachwerk-Altstädte Westfalens.

    Edited once, last by Kaoru ().

  • Bei dem Kreisständehaus in Mayen würde mich interessieren, ob das ganz hinten ein Altbau aus dem 15. oder 16. Jh. ist und man den historistischen Anbau bewusst angepasst hat. Wenn ja wäre das eher vertretbar gewesen, als wie wenn alles historistisch gewesen wäre und man es aus einer rein puristischen Grundhaltung heraus zurückgebaut hätte.

    Leider kann ich zur Baugeschichte derzeit nichts sagen, allerdings wurden mir vom Geschichts- & Altertumsverein für Mayen und Umgebung e.V. noch folgende Fotos zur Verfügung gestellt:



  • Ein ganz banaler Rekowunsch fällt mir noch ein. Und damit habe ich meine Top 5 auch voll:
    Wenigstens ein Hochbahn-Durchlass-Haus am Berliner Gleisdreieck.
    Gar nicht teuer, schöne Mietskaserne von der Stange...
    Da kann dann auch ein Museum rein. "Wohnen um 1910", weil, mieten werden das nur Freaks....

    Edited once, last by reschbanner ().

  • Stegert: Das Eckhaus war in Mai 1945 nur ein bischen beschädigt worden. Natürlich, wie tausenden andere leicht beschädigte Gebäuden der GZ rüchksichtsloss abgebrochen.





    Weisst euch das das Warenhaus am Dönhoff Platz von Hertie/Tietz fast unversehrt den Krieg durchkam und später von der DDR abgebrochen wurde??



    Und die Reihe der verschwunden Bauten in Berlin ist kilometer lang!!!!

  • 1. Marktplatz Stuttgart
    2. Pellerhaus+Toplerhaus Nürnberg
    3. Neustädter Markt + Kaiserpalast Dresden
    4. Flusswasserkunst Hannover
    5. Kurhaus Bad Homburg


    In Frankfurt allein ist die Liste noch recht lang:
    1. Rathaus-Komplex (inkl. Türme, Dächer, Salzhaus, etc)
    2. Dach + Innenraum Paulskirche
    3. Areal Alte Mainzer Gasse (inkl zugehöriger Römerberg-Bebauung)
    4. Alter Markt-Südseite und wenn möglich auch Fünffingerplätzchen anstelle Schirn und Pergola
    5. Schauspielhaus + östliche Nachbarbebauung
    6. Plätze + Dachzonen an Hindenburgplatz (inkl. Schumann-Theater) und Kaiserplatz-Rossmarkt-Schillerplatz
    7. Dom-Umgebung (Stadtarchiv, Roseneck, Fürsteneck, Luthereck)
    8. Grüneburg-Palais und Fassade Palmengarten-Gesellschaftshaus
    9. die von Kulka verunstalteten Gebäude Jügelhaus und Alte Physik am Senckenbergmuseum
    10. der nie errichtete Campanile der Festhalle