Berlin - Karstadt am Hermannplatz (Rekonstruktion)

  • Hoffen wir mal, dass wir von solchen Gebäuden wie dem "Walki-Talki" verschont bleiben. Comics kann man ja lesen - aber man muss nicht gleich drin wohnen. Das ist dann wirklich mal Disneyland.

  • (...) Wer die Signa kennt, der weiß, dass diese Gesellschaft ihre Pläne konsequent und immer umsetzt. Keiner wird sie daran hindern ...

    Na, ich hoffe, Du hast Recht damit. Das wäre ein weiterer Anziehungspunkt für unsere Hauptstadt.


    (...) Das Haus soll seine "ursprüngliche Größe und sein Aussehen aus den 20ern des letzten Jahrhunderts" zurückerhalten, teilt der Konzern mit. (...)

  • Das AKH Filmarchiv ist ein unfassbarer, wertvoller Schatz! Gerade für unsere Anliegen. Habe gerade einen Film gefunden, in welchem das Karstadt am Hermannplatz gefilmt wurde (auch innen)!





    Filmausschnitt Außenansicht - AKH



    Filmausschnitt Lichthof - AKH



    Filmausschnitt Dachterrasse - AKH


    Vielleicht schaut ja jemand von der Signa hier herein, dann hat er eine schöne Inspiration für den Lichthof ;-)


    Ach ja und hier der Film:


    http://www.archiv-akh.de/filme?utf-8=%E2%9C%93&q=karstadt#6

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)


  • Quelle: BZ


    An der Visualisierung aus der BZ kann man gut sehen, dass das Gebäude äußerlich (bis auf die Muschelkalkfassade) eigentlich 1:1 wiederaufgebaut werden wird. Einfach grandios!


    Auf der Visu kann man auch gut erkennen, dass der Originalteil des alten Karstadt mit seiner Muschelkalkfassade sich vom großen Rest der hellen Betonfassade wird abheben. Ich freue mich schon sehr!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Sehr schön. Ich freue mich auch schon sehr. Der Beton wird vielleicht so eingefärbt, daß er der alten Fassade ähneln wird. Hauptsache ist, daß das Gebäuße in seinen ursprünglichen Dimensionen wiederkommt. Jetzt heißt es nur noch warten. Leider mindestens bis 2021.

  • Und Daumen drücken, dass das nicht zerredet wird. Ein Glück für uns: Ein Gebäude, das zeit seiner Entstehung hochmodern war und nicht auf den ersten Blick "alt" aussieht (wir Kundigen sehen natürlich dennoch seine Qualitäten) hat wahrscheinlich die besten Chancen, die Phase bis zum ersten Spatenstich heil zu überstehen. Dennoch: ich warte förmlich darauf, dass sich im Feuilleton mal wieder jemand erregt und "endlich mal eine Chance für einen mutigen Entwurf der Gegenwart" in Berlin fordert. Wollen wir Wetten annehmen, wann der kommt?

    "Die Qualität städtischen Bauens resultiert aus einer Generationen währenden, kollektiven Leistung." Hans Kollhoff

  • Bei der Betonung auf Betonfassade habe ich doch ziemliche Bauchschmerzen. Das Gebäude hat ein gewaltiges Volumen und wird dadurch das Viertel dominieren. Da hoffe ich doch auf eine Fassade, die wenigstens wie Naturstein wirkt (wie bei der James-Simon-Galerie) und nicht wie der brutale Sichtbeton der Siebziger Jahre.

  • Also wenn Chipperfield der Architekt sein soll, dann gibt es bestimmt "Kunststein" als Betonbeimischung, vielleicht nicht mit Marmorbruch wie im neuen Museum oder an der J.-Simon-Galerie, aber vielleicht mit Muschelkalkstücken und das fein überschliffen, Fertigelemente für die Vorhangfasssade, oder so. Alles andere wäre ja unter seiner Würde und Referenz!

  • Also wenn Chipperfield der Architekt sein soll, dann gibt es bestimmt "Kunststein" als Betonbeimischung,...

    Im oben verlinkten Artikel gibt es doch eine Visualisierung aus dem Hause Chipperfield:


    https://www.bz-berlin.de/data/…o2_1552231654-768x432.jpg


    Da sieht das Material doch ganz brauchbar aus.


    Eine Baugenehmigung hat die Signa aber noch nicht für ihr Vorhaben, oder? Im DAF gibt es nämlich derzeit eine Diskussion wegen einer Äußerung des Friedrichshain-Kreuzberger Baustadtrats Florian Schmidt. Manche sehen das Projekt schon als "tot" an. Ich würde den Tweet eher so verstehen, daß sich auch im Umfeld des Karstadt einiges zum Guten verändern muss. Außerdem weiß so ein großer Investor doch ganz genau, wie er bei der Stadt Druck aufbauen kann. Stichworte: Arbeitsplätze/Schandfleck. ;)

  • weiß so ein großer Investor doch ganz genau, wie er bei der Stadt Druck aufbauen kann. Stichworte: Arbeitsplätze/Schandfleck.

    Das wäre ja für eine Grün/Links-orientierte Verwaltung noch gar nie ein Argument gewesen, so ein Vorhaben nicht zu blockieren. Hier gehts um Ideologie. Wer braucht schon Arbeitsplätze, wenn man Geld vom Staat haben kann? Es geht hier darum, mit allen Mitteln zu verhindern, dass "Bonzen" wie Benko im Bezirk ihren Reichtum zu Lasten des Proletariats mehren (so deren Denkweise!)

    "Mens agitat molem!" "Der Geist bewegt die Materie!"

  • Schlagzeilenjournalismus.
    Der Baustadtrat stellt sich nicht quer, sondern erfährt von dem Projekt aus der Zeitung.
    Einen offiziellen Bauantrag gibt es nicht.
    Logisch, dass erst mal abgewartet wird.


    Interessant wäre, so viele Bilder von damals wie möglich hier einzustellen:
    Von den Fassaden, vom Innenleben, vom Dachgarten.
    Stadtbild Deutschland wird ja gern als Infoquelle genutzt.
    Überzeugende Bilder machen spannende Projekte möglich und tragen zum Wissen bei.

  • Was heißt hier 'Schlagzeilenjournalismus'...! Endlich befasst sich mal ein Journalist mit den Hintergründen und unterschiedlichen Positionen zu dem Thema. Das ist ein grundsolider und interessanter Artikel, den Goldstein offenkundig nicht aufmerksam gelesen hat.

  • Ja, frag Dich das ruhig mal weiter, was das heißt.
    Die Schlagzeile stellt sich beim Lesen des Artikels am Ende als nicht zutreffend heraus.
    Was ist daran "grundsolide"?

  • https://www.berliner-kurier.de…grosse-feilschen-32428440

    (...) Das Bauprojekt ist in Berlin eines der größten in den nächsten Jahren. Und Baustadtrat Schmidt erkennt darin einen klaren Fall von Aufwertung für die Wohnviertel an der Grenze zwischen Kreuzberg und Neukölln, auch Kreuzkölln genannt. Dort leben immer noch viele Menschen mit geringem Einkommen. Schmidt sagt, für sie müsse die Aufwertung des Viertels gemindert werden. „Also muss der Investor die Aufwertung kompensieren.“ Möglich wäre die Finanzierung eines Kiez-Zentrums oder eines Nachbarschaftstreffs, gebraucht werden auch Immobilien für den Kiez. „Es geht darum, die Kreuzberger und Neuköllner Mischung zu erhalten.“ (...)

    Ist die Finanzierung eines Kiez-Zentrums nicht eher die Aufgabe des Bezirks/der Stadt?


    Wenn die Signa mitspielt, könnte der Umbau tatsächlich eine deutliche Aufwertung der Umgebung bedeuten. Alte Pläne könnten in die Realität umgesetzt werden.


    (...) Seit mehr als zehn Jahren kursieren Pläne im Bezirk Neukölln, den Hermannplatz für Fußgänger attraktiver zu gestalten und den Autoverkehr zu reduzieren. Bis heute ist das nicht geschehen.
    Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) hofft nun, dass diese Pläne wieder aktuell werden. „Der Hermannplatz hat keine hohe Aufenthaltsqualität, sie muss besser werden“, sagt Hikel. So könnten die Gehwege breiter angelegt werden, der Platz vor dem Kaufhaus zum Stadtplatz werden mit Bänken und Brunnen, „und nicht mehr umzingelt von Autos“, erklärt Hikel. Die westlich gelegene Straße, dort befinden sich die Eingänge zum Kaufhaus, könnte für Autos gesperrt werden.

  • Ist da der Großteil der Trümmer schon weggeräumt? Sieht so leer aus für die Größe des Gebäudes.
    Das was im Hintergrund noch steht wurde dann aber wohl auch noch abgerissen. Die heute vorhandere Ecke müsste dann links im Hintergrund sein. Das Gerippe vorne rechts dürfte der nördliche Lichtturm sein.



    Ich hoffe dass es bald wieder in alter Pracht steht!