Populismus-Vorwurf in der Architektur

  • Also, es ging mir gerade nicht darum, den Einsatz von Menschen linken oder liberalen Selbstverständnisses für das Stadtbild zu diskreditieren. Im Gegenteil. Ich wollte nur ein wenig sensibilisieren für die scheinbaren Gegensätze/Widersprüche, die stets ein Teil von uns sind.

    Das habe ich auch nicht so verstande. Ich meine nur, das gerade deine Ausführungen meine These bestätigen, dass das Interesse für ein Stadtbild gerade nichts damit zu tun hat, ob der Betreffende ein "rechtes" oder "linkes" Weltbild hat.

  • Der Begriff "Weltbild" ist etwas schwammig. Klar, wir tragen Bilder in uns. Wir machen uns ein Bild der Situation. Das kommt aber keinesfalls immer nur aus den Personen selbst.


    Wenn wir den etwas konkreteren Begriff der "Weltanschauung" nehmen, wage ich zu behaupten, dass nur eine sehr kleine Minderheit der Leute darüber verfügt. Mindestens 95 Prozent der Bevölkerung dürfte über keine Weltanschauung verfügen. Die Leute äußern gelegentlich Meinungen, die meist durch zwei Elemente geprägt sind.


    1. Erhalt der sozialen Stellung.
    2. Erhalt der persönlichen Freiheit.


    Zu Typ 1.: Die Leute scannen permanent ab, welche öffentlich zu vertretende Auffassung gesellschaftlich opportun ist und welche nicht. Danach richten sie ihr Verhalten aus. Die Steuerung dieses Verhaltens unterliegt zu einem nicht unerheblichen Teil den Massenmedien. Jeden Tag werde z.B. ich mit erzieherischen Anweisungen bombardiert, wenn ich nur in mein E-Mail-Postfach gehe. Da erscheint dann eine Nachrichtenseite mit Meldungen a la "Jetzt ist Roseanne Barr zu weit gegangen" (Sollte man unterlassen!), "Skandal um Gucci" (Sollte man unterlassen!) oder "Tolles Bekenntnis von Udo Lindenberg" (Sollte man auch tun!), "Til Schweiger zeigt Trump die rote Karte" (Sollte man auch tun!).
    Das wandert dann durch die tägliche Kopfmassage in unterbewusste Ebenen ab, und heraus kommen Leute, die eben ständig nachplappern, was ihnen von oben eingetrichtert wird.
    Manche kritischen Freunde erzählen mir dann von Abenden mit irgendwelchen Bekannten und dass von jenen nur wiedergekäut wurde, was sie im Fernsehen gesehen haben: "Das sind eigentlich keine geistig Behinderten, sondern Leute aus dem Bürgertum. Aber es wird sich der ganze Abend darüber unterhalten, dass ja die Anne Will gesagt hätte, und das wäre auch sehr interessant usw...."
    Ergo: Die "eigene Meinung", das "Weltbild" eines Großteils der Leute entsteht nicht durch eigene Forschung oder Lesehunger, sondern richtet sich danach aus, wofür sie belohnt werden. Wo also die Nachbarn freundlich nicken und zustimmen. Wo der Chef nichts dagegen sagen kann. Wo man sich im Einklang mit den Reichen, Schönen, Mächtigen der Welt wiederfinden kann. Und sie richtet sich danach aus, wofür man bestraft wird. Also bei welcher Äußerung die Nachbarin, der Chef oder ein Politiker die Stirn sorgenvoll oder angeekelt runzelt. Das gilt es zu vermeiden, um die soziale Stellung zu erhalten. Und diese Vorgänge laufen ganz automatisch, unbewusst ab.


    Zu Typ 2.: Das sind die "Rebellen", denen Punkt 1. zu eng wird. Die da etwas spüren und sich zunehmend unwohl fühlen. Sie stellen zunehmend kognitive Dissonanzen fest, als Widersprüche zwischen der erfahrenen Wirklichkeit und den Welterklärungen durch den gesellschaftlichen Überbau. Und dann kommt es zu Äußerungen, die sich für den Erhalt persönlicher Freiräume aussprechen. Z.B.: "Das wird man doch noch sagen dürfen", "Ich bin ja nicht so ein..., aaaber...", "Das ist ja richtig, aaaber ganz so ist das nicht...", "heute darf man ja wohl schon nicht mal mehr...".
    Es kann dann sein, dass solche Menschen, weil sie kein Gehör mehr finden, zunehmend Ressentiments entwickeln und irgendwann "explodieren". Dann platzt etwas aus ihnen heraus, will ihre Fesseln sprengen, worauf Typ 1 wieder sein negatives Anschauungsobjekt hat: "Das sagt man doch nicht. Ich bin jetzt wirklich erschüttert. Das finde ich skandalös..." (= Sollte man nicht tun!)


    Dem gegenüber stehen die wenigen Leute mit einer weitgehend selbst entwickelten Weltanschauung. Das sind Leute, die auch mal ein Buch, z.B. zu politischen Theorien, gelesen haben. Auch dort sind grob zwei Typen zu unterscheiden.


    A. Und das sind dann eben die tonangebenden Schichten und Nutznießer der real existierenden Verhältnisse (Typ A).
    B. Oder es sind Leute, die aus diversen Gründen einfach nicht anders können, als den Mund gegen die Verhältnisse aufzumachen. (Typ B) Gewissen, Überzeugung, besseres analytisches Wissen, Wahrheitssuche können ebenso eine Rolle spielen wie Liebe, Hass, Rachegefühle, Ressentiment.


    Ideologische Verblendung kann sich sowohl bei Typ A wie B finden lassen. Aber nicht alle sind deshalb Verblendete.


    Zu Typ B sagt dann Typ A aus dem Bewusstsein seiner Macht: "Dann musst Du mit den Konsequenzen für Dein Leben rechnen." Wobei sich Typ A natürlich selbst oft für völlig human, offen, tolerant und freiheitlich hält.


    Bei den Stadtbild-Freunden finden sich vermutlich alle vier Typen (1, 2, A, B). Insofern hast Du recht. Dennoch sind das Bewusstsein, das "Weltbild" und das persönliche Tun bisweilen unterschiedliche Schuhe. Insofern halte ich eben das Engagement dafür, "Morsches" zu erhalten (Denkmalschutz) oder Vergangenes zurückzuholen (Rekonstruktion) für ein Resultat eines konservativen Denkmusters. Das ist insofern in diesem konkreten Fall "rechts". Und zwar egal, ob der Betreffende aus anderen Gründen und Anliegen wieder "grün" oder "Die Linke" wählt.


    Das ganze Problem entsteht nur dadurch, dass "rechts" von der anderen politischen Seite zu einem negativ aufgeladenen Begriff gemacht wurde, der mannigfaltige abgespeicherte Assoziationen und Bilder freisetzt. Und da er das auch beim Nachbarn, beim Chef, beim Cousin tut, wollen fast alle Leute vermeiden, mit dem Begriff in Verbindung gebracht zu werden. Sie haben Angst vor negativen sozialen Folgen. Bei den Rekonstruktionsinitiativen ist es die Angst vor schlechter Presse, ausbleibenden Spendengeldern und sich distanzierenden Politikern. Und exakt mit dieser Angst spielen ja Leute wie die "Forscher" von Arch+.


    Würde ich also statt der Begriffe "rechts" und "links" einfach "humpty-dumpty" und "knick-knack" einsetzen, würde ich in diesem Thread garantiert kaum Widerspruch erfahren.

  • Das ganze Problem entsteht nur dadurch, dass "rechts" von der anderen politischen Seite zu einem negativ aufgeladenen Begriff gemacht wurde, der mannigfaltige abgespeicherte Assoziationen und Bilder freisetzt. Und da er das auch beim Nachbarn, beim Chef, beim Cousin tut, wollen fast alle Leute vermeiden, mit dem Begriff in Verbindung gebracht zu werden. Sie haben Angst vor negativen sozialen Folgen. Bei den Rekonstruktionsinitiativen ist es die Angst vor schlechter Presse, ausbleibenden Spendengeldern und sich distanzierenden Politikern. Und exakt mit dieser Angst spielen ja Leute wie die "Forscher" von Arch+.

    Und zwar zu einem derart negativ aufgeladenen Begriff, dass ein damit Gezeichneter bei falschem Chef mit Entlassung und damit zu einem sozialen Abstieg in einem Ausmaß rechnen muss, wie er nicht einmal in der DDR möglich war.

  • So, aber nun ist mal wieder gut mit den politischen Debatten, widmen wir uns jetzt bittschön mal wieder dem Kernthema.

    Jeder hat das Recht auf meine Meinung.

  • Das Kernthema ist allerdings leider auch politisch. Ich möchte deshalb mal folgende Idee einbringen, um alle Teilnehmer zu versöhnen: Extremdenker linker oder rechter Prägung haben in der Regel keinen Humor. Sie argumentieren zumeist mit zusammengekniffenen Zähnen und können nie über sich selbst lachen, zumal wenn man sie auf die Schippe nimmt. Was spricht dagegen, auch den Vorwurf des Herrn T. auf Grund fehlender realer Hintergründe von humoristischer Seite her anzugehen. Auf deutsch, ihn auszulachen und im Regen stehen zu lassen? Ich glaube, damit trifft man ihn und seine Szene an der empfindlichsten Stelle. Und wir zeigen damit gleichzeitig, dass wir alle keine verkniffenen Extremdenker sind.

  • Du meinst, wer zuletzt lacht, lacht am besten? Ich glaube der Typ wurde ohnehin schon in der Bewegung zu einem Mythos glorifiziert, wie er es ohne "uns" nicht hätte werden können. Ein bisschen wie mit der AfD. Alle regen sich über sie auf und niemand kümmert sich um die Ursachen, nur um die Symptome.


    Daher wäre es in der Tat sinnvoll, pragmatisch an die Sache heranzugehen und ihm den Wind aus den Segeln seiner (Schein?)argumente zu nehmen.


    Wobei es noch sinnvoller wäre, wenn die Leute, die sich aktiv an solchen (letztendlich sinnlosen) Diskussionen beteiligen, ihre Zeit in wirklich relevante Projekte stecken würden. Zu tun gebe es viel und doch ist es leichter mit einem kühlen Blonden seinen Alltagsfrust in Foren zu veräußern. Von daher. ;)

  • Nazis gegen Rekonstruktion der Frankfurter Altstadt
    Ruinen sollten Gedenkorte des Hasses werden
    von Wolfgang Hübner


    Quelle: Bürger für Frankfurt (https://www.bff-frankfurt.de/a…_x4gkrF6aeNA0xZ2KtYnf-Kyg)


    Hierzu ergänzend einen Text, der es auf den Punkt bringt:


  • Gut gemeint, aber nicht eben sehr überzeugend.
    Hitler war doch wahrlich alles andere als anglophob. Und auch die DDR hatte andere ideologische Schwerpunkte, als ausgerechnet gegen Hitlers Gegner zu hetzen. Dass man von Zeit zu Zeit sich der alten NS-Terminologie bediente, die ja in diesem Fall alles andere als unzutreffend war, sollte man nicht überbewerten.
    Dennoch scheint mir das Motto "Ruinen als Gedenkstätte des Hasses" zutreffend zu sein - allerdings bezogen auf die heutigen politischen Eliten, welche die eigene Kultur, wie das Eigene an sich, zutiefst verabscheuen und zu tilgen bestrebt sind. Denen ist ein Trümmerhaufen lieber als die Frauenkirche. Schaut her, das ist eure Sch.-Vergangenheit, seht selbst, wohin die geführt hat...


    Hübners Versuch, den Spieß umzudrehen, ist in seiner Hilflosigkeit typisch für die bürgerliche Mitte. Besser ist, die wahren Zusammenhänge zu benennen.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Nazis gegen Rekonstruktion der Frankfurter Altstadt
    Ruinen sollten Gedenkorte des Hasses werden
    von Wolfgang Hübner

    Und nun sogar von beiden Seiten? Bei uns kam nämlich auch mal kurzzeitig seitens der Linken der Vorwurf auf, dass Reko-Befürworter nur die Schuld des Dritten Reiches kaschieren wollten, indem sie den Bürgern eine heile Welt vorgaukeln würden. Und daraus ergibt sich die grundsätzliche Frage, wer denn das Volk zu ununterbrochenem Hass aufstacheln will und wer den schwergeprüften Einwohnern zerstörter Städte endlich ein friedliches, angenehmes und gemütliches Leben und Wohnen zugesteht. Mit Ersterem kann man wohl kaum punkten.

  • Gut recherchiert, aber auch dieser Artikel krankt, trotz seines akzeptablen Inhaltes, vergleichbar mit den sehr kritisch betrachteten Thesen des beklagten Chefideologen, an einer teilweise sehr übertriebenen Anhäufung von Fremdwortkonstrukten. "Exkludierend, segredierend". Das mag dem Ganzen einen hochakademischen Anstrich verpassen, schränkt aber leider die Verständlichkeit des Textes auch für einigermaßen gebildete Kreise in unangemessener Weise spürbar ein. So geht es auch mir als überwiegend naturwissenschaftlich begabten Akademiker. Gott sei Dank benötige ich aufgrund des früheren Erwerbs des "Kleinen Latinums" noch nicht den Universalübersetzer, plädiere aber grundsätzlich für eine auch dem Durchschnittsbürger verständlichere Darlegung akademischer Streitthemen.
    Meine 2 cent für heute Abend.

    Ich bin sicher kein Verfechter der "Traditionelle um jeden Preis", aber ich bin gegen die "Trostlosigkeit und Langeweile im zeitgenössischen Bauen". dto.

  • Gut recherchiert, aber auch dieser Artikel krankt, trotz seines akzeptablen Inhaltes, vergleichbar mit den sehr kritisch betrachteten Thesen des beklagten Chefideologen, an einer teilweise sehr übertriebenen Anhäufung von Fremdwortkonstrukten. "Exkludierend, segredierend". Das mag dem Ganzen einen hochakademischen Anstrich verpassen, schränkt aber leider die Verständlichkeit des Textes auch für einigermaßen gebildete Kreise in unangemessener Weise spürbar ein...."

    Die BAUWELT zitiert hier lediglich die Arch+-Autorin mit ihren pseudointellektuellen Ausführungen. Inhaltlich arbeitet Arch+ bei diesem Thema leider vor allem mit populistischen Zuspitzungen. Arch+ bietet einfache Antworten auf schwierige Fragen. Oder wie es die BAUWELT schreibt "...und stellt Architekten und Stadtplaner, die mit „Rekonstruktivismus“ – Beispiel Neue Frankfurter Altstadt – in Verbindung gebracht werden können, in die äußerste rechte politische Ecke."

  • Ich kann solche Texte stundenlang lesen und verstehe kein einziges Wort. Viel zu kryptisch geschrieben das Ganze. Gibt es jetzt einen recht Raum oder nicht? Also wenn man ihn betritt, verwandelt man sich? oder wie?

  • Trüby im Interview. Schon von 2017.


    Einige Zitate von ihm:

    Quote

    Für die Architektur bedeutet eine starke AfD vor allem noch mehr Rekonstruktionen.

    Quote

    Wir brauchen keine Kultur, die sich mit Deutschland identifiziert, sondern möglichst viele Politiker und Wähler, die sich mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland identifizieren.

    Quote

    Den Wohnungsmarkt weiterhin dem mehr oder weniger freien Spiel der Marktkräfte zu überlassen, wäre gesellschaftlich grob fahrlässig und würde früher oder später zu sozialen Unruhen und zu politischem Extremismus führen.

    Quote

    Es freut mich, dass ich bei nachwachsenden Architektengenerationen – auch hier an der TU München – nicht nur eine hohe Experimentierfreude, sondern auch eine hohe Politisierung feststelle.


    (Mit letzterem ist mit Sicherheit das übliche, aber keinesfalls eine breite Debatte gemeint, die auch "rechte" oder rekonstruktionsfreudige Positionen einschließt. ;) )


    AfD = mehr Re­konst­ruk­tio­nen
    https://www.baumeister.de/afd-mehr-rekonstruktionen/

  • Ich kann solche Texte stundenlang lesen und verstehe kein einziges Wort. Viel zu kryptisch geschrieben das Ganze. Gibt es jetzt einen recht Raum oder nicht? Also wenn man ihn betritt, verwandelt man sich? oder wie?

    Es gibt keinen magischen rechten Raum, wohl aber eine Bedarfslücke beim konservativ eingestellten Bürger. Und in diese Bedarfslücke, nämlich die Sehnsucht nach dem Bewahren altherkömmlicher Architektur, stößt die AfD erfolgreich hinein. Die o.g. Ablehnung von Rekonstruktionen zur Aufstachelung zum Hass wäre aber für diese Rechten extrem kontraproduktiv und deshalb wohl kaum verallgemeinerungsfähig.

  • Vielleicht kann man es ganz banal sagen: eine Strategie aller politischen Systeme und politisch aktiven Weltanschauungen ist es seit je gewesen, Räume zu besetzen: geographische Räume durch Okkupation von Ländern, gesellschaftliche Räume durch Infiltration von Institutionen, geistige Räume durch Vereinnahmung des politischen Diskurses und Erringung der Deutungshoheit von Geschichte sowie, last not least, Stadträume durch eine entsprechende ikonographische Kodierung, rituelle Inszenierung und strukturelle Gestaltung.


    Das haben die Römer auf der Grundlage ihres Staatsmythos so gemacht, das Papsttum im Rahmen seiner Glaubenspropaganda, die Jakobiner mittels ihrer Revolutionsideologie, die Kommunisten im Sinne einer proletarischen Weltrevolution, die Nazis auf der Basis ihrer Vorstellung von Volksgemeinschaft und Lebensraum (Blut und Boden), der Islam bei seiner Unterscheidung zwischen dem Haus des Friedens und dem Haus des Krieges.


    Und auch das Bürgertum hat Räume gestaltet, allerdings längst nicht so komplex, tiefgreifend und aggressiv wie die vorgenannten weltanschaulichen Richtungen.


    Was Leute wie Trüby nun bejammern, ist, dass die Bürgerlichen es wagen, Teile der von der Linken okkupierten Räume - historische Stadtkerne, Ausstellungsflächen auf Buchmessen, Hörsäle usf. - für sich zu beanspruchen. Indem die Linke den anderen aber keine Räume zugesteht, zeigen sie, sie alle Ideologen, ihr totalitäres Gesicht.


    Weil sich in einer halbwegs demokratischen Gesellschaft aber jeder Totalitarist selbst delegitimiert, drehen die Trübys den Spieß einfach um. Sie denunzieren das Bürgerliche kurzerhand als faschistoid, mittels der seit fast hundert Jahren benutzten Antifaschismus-Keule - und mittels eines pseudointellektuellen und pseudophilosophischen Neusprechs. Und sprechen nun von rechten Räumen, die man nicht zulassen dürfe.


    Letztlich geht es ihnen aber gar nicht um rechte Räume, sondern um Räume, über welche die Linke die Kontrolle verliert.


    Daher lohnt es sich, mal über linke Räume zu sprechen: Universitäts-Aulen, in denen Andersdenkende niedergebrüllt werden, Safe Spaces auf dem Campus, zu dem nur eine ganz bestimmte Klientel Zutritt hat, No-Go-Areas von Antifa und selbsternannten islamistischen Sittenwächtern, als Asylräume missbrauchte Kirchen, das Prinzip des "Deplatforming" usf.