Populismus-Vorwurf in der Architektur

  • ...Dabei hat dieser Bau ja gar nichts Monarchisches an sich; viel eher könnte man sagen er sei ein Zeugnis der Industrialisierung und des Fortschritts aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert.

    Richtig. Vielmehr muss dazu noch betont werden, dass alle ersten Bahnhöfe von Berlin durch die privatwirtschaftlichen Eisenbahnen in Preussen errichtet wurden. Demnach sind sie Ausdruck bürgerschaftlichen Engagements am Beginn der Industrialisierung!


    Zudem ist der Wilhelminismus dem Zeitraum von Wilhelm II zuzuschreiben. Der regierte von 1888 bis 1918. Der Anhalter Bahnhof wurde 1871 in der uns bekannten Form errichtet (umgebaut) -> das war unter Wilhelm I. Da ist zwar auch ein "Wilhelm" im Namen, hat aber mit dem sogenannten Wilhelminismus nichts gemein.


    Luftpost

  • Neuer Tiefpunkt im Umgang mit engagierten Bürgern, die sich für das Stadtbild einsetzen. In Leipzig wird der Verein Pro Leipzig mutmaßlich von Linksradikalen unter Druck gesetzt.
    http://www.lvz.de/Leipzig/Loka…t-seine-Arbeit-diffamiert
    Der unpolitische Verein, der u.a. etliche Publikationen zur jüdischen Geschichte in Leipzig veröffentlicht hat, ist ein weiteres Opfer einer aufgehitzten Meinungsdebatte, bei der ein "Pro" im Vereinsnamen schon zum Gesinnungsterror führt.

  • "Wikos", es kann natürlich auch einfach die in den Täterkreisen weit verbreitete Dummheit sein. Da reichen irgendwelche Stichworte (in diesem Fall das Wort "Pro"), und sofort werden Pawlowsche Reflexe aktiviert.


    Andererseits ist das eben die logische Konsequenz einer immer stärker um sich greifenden wahnhaften Wirklichkeitswahrnehmung. Wer nur noch "Nazi" im Geschichtsunterricht mitbekommen hat, sieht auch überall "Nazi" und macht "Nazi" für alles, was ihm missfällt, verantwortlich. Und dagegen ist Ausrasten in jeder Form legitim bzw. wird täglich von Politik, Medien und Kulturszene ja als inhaltlich richtig legitimiert.


    Anders gesagt: Wer an Hexen glaubt, der sieht auch irgendwann überall Hexen. Und er fühlt, wie er persönliche Macht bekommt, wenn er mit dem Finger auf andere Leute zeigt und "Hexe" schreit.


    Aber selbst wenn irgendwann alle "Pro"-Vereine umbenannt, alle Rekonstruktionen eingestellt und jedes Widerwort abgeschafft ist, endet das Muster keinesfalls. Dann werden sie neue Hexen/"Nazis" finden. In letzter Konsequenz, wenn es keinerlei Opposition mehr dagegen gibt, dann untereinander. Die französische Revolution ist ein Beispiel dafür. Hier hat dann einer etwas "falsches" gesagt, dort eine "üble" Geste gezeigt, da eine "krude" These behauptet, und dann noch ein großes "I" oder transmensch-Sternchen vergessen. Dann werden sie übereinander herfallen und sich selbst zerfleischen.


    Also, solche Vorkommnisse sind natürlich unschön für die Betroffenen. Gerade in derartigen bürgerlichen Initiativen von sicherlich braven, völlig gutmeinenden Menschen. Die werden davon natürlich verunsichert und sind erst einmal erschrocken.


    Andererseits, auf diese Weise machen sie mal neue Erfahrungen in der real existierenden Gesellschaft, die andere vor ihnen gemacht haben, und die ihnen bislang unbekannte Eindrücke und viel Stoff zum Nachdenken vermitteln. Insofern hat das auch irgendwie sein Positives.

  • Ja, gut zusammengefasst Heimdall. Im Moment herrscht in Deutschland eine sehr strikte Meinungspolizei. Jeder überlegt sich zweimal, was er noch im Bekanntenkreis oder auf der Arbeit sagt. Überall lauern gutmeinende Menschen, die einen Belehren. Fängt beim Thema essen an (Fleisch nicht gut), geht über den Medienkonsum ("...was Du schaust noch Fernsehen") und geht hin bis zur Einstellung gegenüber der Architektur ("...die Altstadt ist doch Disneyland, wie kannst Du sowas gut finden".). Ist mir mittlerweile allerdings auch egal, was andere denken...

  • Da hilft nur eines: Courage. Entweder man wird Teil der Schweigespirale, oder man wehrt sich. Und die braven Bürger müssen eben aus ihrem Biedermeier-Schlaf aufwachen und ihre legitimen Interessen gegen die Metternichs von heute verteidigen. Und dazu gehört auch, dass man nicht über jedes Stöckchen springt, das einem von ungebildeten und fanatisierten Ideologen hingehalten wird, und nicht vor jeder Kläfferei erschrickt. Dass die Nazi-Keule so gut funktioniert, hängt weniger von denen ab, die sie schwingen, als vielmehr von denen, die sich von ihr so rasch einschüchtern und ins Bockshorn jagen lassen. Zu jedem Täter-Opfer-Spiel gehören zwei. Der beste Nährboden für den Totalitarismus ist die Feigheit der anderen.
    In diesem Fall: Anstatt sich wegen des PRO einen neuen Namen zuzulegen und sich bereitwillig zum Getriebenen zu machen, muss man selbstbewusst in die Gegenoffensive gehen und die Idiotie derer offenkundig machen, die einen auf so dümmliche Weise zu diffamieren suchen. Im Grunde liefern die uns doch die beste Steilvorlage! Da dürfen wir vor dem Ball nicht ängstlich wegrennen, sondern müssen ihn einfach ins Tor schießen.

    Früher hieß es: "Der Geist weht, wo er will". Heute muss es heißen: "Der Zeitgeist tickt, wo er will".

  • Fängt beim Thema essen an (Fleisch nicht gut), geht über den Medienkonsum ("...was Du schaust noch Fernsehen")

    Ist ja auch was dran. Darauf hinzuweisen ist nicht das selbe wie belehren. Inspirieren ist besser. :)


    Davon ab ist TV überwiegend pure Zeitverschwendung. Der Durchschnittsdeutsche schaut derweil täglich(!) 4 Stunden(!) Glotze und hängt fast genauso lange vor sozialen Netzwerken. Völlig krank.



    Ist mir mittlerweile allerdings auch egal, was andere denken...

    Individuell ist das auch sinnvoll, mach ich genauso.


    Für eine Gesellschaft wie Stadtbild ist wiederum die öffentliche Reputation wichtig und entscheidend. Deshalb weiterhin konsequentes Raushalten aus weltanschaulichen Debatten, das ist das einzig Sinnhafte, um überparteilich wirken zu können.

  • Für eine Gesellschaft wie Stadtbild ist wiederum die öffentliche Reputation wichtig und entscheidend. Deshalb weiterhin konsequentes Raushalten aus weltanschaulichen Debatten, das ist das einzig Sinnhafte, um überparteilich wirken zu können.

    Genau das ist ja auch die Situation. Abgesehen von dem pluralen Interesse für Baukunst gibt es ganz verschiedene Meinungen zu anderen gesellschaftlichen Fragestellungen. Nicht immer Intersektionen mit diesen zu breiteren Themen. Nicht mal gleiche Motivationen, die oftmals eher persönlich, handwerklich motiviert sind und in der politische Großnarrative nicht so interessieren.


    Ich möchte noch einmal kurz die publizistische Arbeit von Maik Novotny ansprechen. Der fragt "Werden Rekonstruktion und Stadtbild von rechtsextremen Kräften instrumentalisiert?"


    Die Antwort ist, meines Wissens nicht. Die zweite Überlegung wäre "wie sollte das denn gehen?". Das, was wir in Frankfurt and Rekonstruktion so haben und ihm aufstösst ist jedenfalls von der Sozialdemokratie und Christdemokratie beschlossen worden. Ich finde es wirklich sehr perfide so etwas in eine Frage zu kleiden, das ist sehr nahe an der persönlichen Beleidigung. Die Überschriften in den Medien, in denen er veröffentlicht hatte, haben es nochmals verschärft. Was bei Trüby nur salopp hingeworfene polemische Kritik mit Autobahn ist, wird bei ihm in eine Schmähung gewandelt. Freilich, die Zunft der westdeutschen Nachkriegsarchitekten und Stadtplaner in autofreundlicher Modernisierungs- und Kahlschlagwut war durchaus geschichtlich belasteter und in dem Mief der Zeit verhaftet als es jeder stadtbildfreundliche Mitforist heute sein könnte. Diese Glashaus könnte man ja durchaus mal aufarbeiten, aber sicher nicht auf dem Sudel-Niveau "Ist der provisorische Wiederaufbau der Nachkriegsjahre, der Hungerstil der Nachkriegsarchitektur rechtsextrem vorbelastet?"


    Sicherlich kann man sich in der Kommunikation untereinander zügeln in der Bewertung von Bauten, den Hunnenzorn fallen lassen. Den Kölner Hauptbahnhof mies zu finden, ist sicherlich parteiübergreifendes Urteil von Nicht-Fachleuten, die da vorbei reisen, und deren Urteil gegenüber Architektur rechtfertigt gewiss keine Sudelei gegen Mitmenschen und politische Verdächtigung. Ich bin entsetzt.

  • Es gibt wieder ein Update zum Thema:
    Der Öffentlich-rechtliche Rundfunk, in diesem Falle der DLF, hat einem der Tugendwächter der Architektur wieder mal ein Forum geboten, um seine krude Thesen unter's Volk zu bringen. Kurz: Rekonstruktion gleich stramm rechts, gleich reaktionär, gleich völkisch, gleich Adolf. Und das alles gilt übrigens auch für Rekonstruktionsprojekte außerhalb Deutschlands.
    Wer den Quatsch hören mag >> https://www.deutschlandfunkkul…ml?dram:article_id=449739

  • Es gibt wieder ein Update zum Thema:
    Der Öffentlich-rechtliche Rundfunk, in diesem Falle der DLF, hat einem der Tugendwächter der Architektur wieder mal ein Forum geboten, um seine krude Thesen unter's Volk zu bringen. Kurz: Rekonstruktion gleich stramm rechts, gleich reaktionär, gleich völkisch, gleich Adolf. Und das alles gilt übrigens auch für Rekonstruktionsprojekte außerhalb Deutschlands.
    Wer den Quatsch hören mag >> https://www.deutschlandfunkkul…ml?dram:article_id=449739

    Reko ist nicht gleich Reko. Als es darum ging, ein kriegszerstörtes und neu überbautes Haus eines Bauhausmeisters zu rekonstruieren, gab es eine weltweite Mehrheit für Abriss und unscharfe Rekonstruktion (für genaue Reko fehlten die erforderlichen Daten). Das liegt aber daran, dass Bauhauspolitik eine linke Politik ist, die man wohl kaum als rechts umdeuten kann. Und so wird in Dessau nur die Reko des Schlossplatzes in die rechte Ecke gestellt. Dabei muss man wissen, dass die absolute Mehrheit der Dessauer Einwohner den Bauhausrummel ablehnt.

  • ARCH+ 235:


    Rechte Räume – Bericht einer Europareise

    Quote

    In ihrem Triumphzug führt die Neue Rechte als Beute die Baukultur als identitätspolitisches Programm mit. Damit dringt sie tief in die bürgerliche Mitte ein, schließlich ist niemand gleich rechts, nur weil er oder sie Rekonstruktionen schön findet. Deswegen war auch unser Aufruf zu einem Rekonstruktions-Watch im Sinne einer ideologischen Wachsamkeit gegenüber dem politischen Subtext solcher Projekte auf heftige Kritik gestoßen von Leuten, die sich nicht dem rechten Milieu zuordnen. Doch damit gehen sie den Rattenfängern auch schon auf dem Leim, die mit Begriffen wie „Schönheit“ und „europäische Stadt“ wirkungsvolle Nebelkerzen zünden. In diesem Zusammenhang wird deutlich, dass das nebulöse Label der europäischen Stadt von Anfang an anschlussfähig für das identitäre Programm der Neuen Rechten war.


    Was tun? Die Aufgabe ist es, mit Walter Benjamin gesprochen, „die Geschichte gegen den Strich zu bürsten.“ Das ist das Ziel dieser Ausgabe.

    Quelle: https://www.archplus.net/home/archiv/ausgabe/46,231,1,0.html




    Rechte Räume – Eine Einführung

    Quote

    Möge die ARCH+ 235 Rechte Räume zur Re-Politisierung des Architekturdiskurses ebenso wie zur Spatialisierung des Politikdiskurses beitragen.

    Quelle: https://www.archplus.net/home/…/artikel/46,5053,1,0.html

  • Ich weiß nicht wieso ihr das Thema weiterführt. Es ist doch schon lange beschlossen worden dass wir darauf nicht in gleicher Weise reagieren dürfen, weil wir „politisch neutral“ zu sein haben (Umarmungsstrategie). Wir sehen das Ergebnis: Das linke Spektrum legt die Kampflinien fest und muss dabei keine Gegenwehr fürchten. Reko ist jetzt Nazi. Das ist dumm, aber effektiv.

    In dubio pro reko

  • Ich weiß nicht wieso ihr das Thema weiterführt. Es ist doch schon lange beschlossen worden, dass wir darauf nicht in gleicher Weise reagieren dürfen weil wir „politisch neutral“ zu sein haben. Wir sehen das Ergebnis...

    Ganz nach dem Motto: Der Klügere gibt nach – Eine traurige Wahrheit: Sie begründet die Weltherrschaft der Dummen!


    Marie von Ebner-Eschenbach (eine der klügsten Damen ihrer Zeit).


    Meiner Meinung ihr bester Aphorismus. Passt wunderbar auch zum heutigen, deutschen Zeit“geist“ - leider.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Das sehe ich auch so. Nicht der Klügere gibt nach, sondern der Feigere und wohl auch im Endeffekt der Dümmere. Auch wenn es Meister Trüby und die anderen Nazi-Riecher nicht die Bohne interessiert was hier im Forum getextet wird, ist es dennoch unabdingbar, dass die Vertreter des Vereins und andere gesellschaftliche Kräfte aus "unserem Milieu" immer wieder geduldig und aber konsequent auf Provokationen aus dem Spektrum der linken Moralprediger reagieren. Das beste Beispiel hierfür ist Wilhelm von Boddien, der auch stetig übelst bestimpft wurde aber von seinem Weg nie abgekommen ist. Das hat sich ausgezahlt.

  • Es ist doch schon lange beschlossen worden dass wir darauf nicht in gleicher Weise reagieren dürfen, weil wir „politisch neutral“ zu sein haben (Umarmungsstrategie).

    Ich wüsste nicht, warum sich politische Neutralität und die Abwehr abstruser Vorwürfe ausschließen sollten. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, wie diese Aussage unterstellt.


    Der Grund, warum ich auf dieses Geschwätz nicht reagiere ist der Umstand, dass ich schlicht weder Zeit, noch Lust habe, mich mit den konfusen Hirngespinsten (pseudo)linker Ideologen zu beschäftigen, die ohnehin Argumenten nicht zugänglich sein dürften.
    Alleine bei der Lektüre der abstracts auf der verlinkten Website wird einem klar, dass es diesen Leuten nicht um Argumente, sondern um billige, aber zugleich hochideologische Polemik geht. Das sind die typischen Formulierungen der "antideutschen" Antifa. Aus dem wissenschaftlichen Diskurs schießen die sich so selbst raus.

  • Ja mein Gott, wir sind in eine Demokratie, es ist völlig in Ordnung, wenn die ihre Weltsicht kundtun, auch wenn diese aus unserer Sicht, völlig daneben liegt. Wenn ich mir so das Inhaltsverzeichnis der prallgefüllten Arch+-Ausgabe anschaue, dann wiederholen sich ständig die Themen Reko / Völkisch / angelblich rechte Gesinning der Fürsprecher historischer Bauten. Leider hatten die Macher der Ausgabe wohl nicht den Mut, die Verbindungen der Moderne zu den Protagonisten des 3. Reiches zu hinterfragen. Da gibt es einen Bauhaus-Macher, der auch am KZ-Bau beteiligt war, unglaublich viele Architekten und Stadtplaner der Nazizeit, die munter nach dem Krieg ihre Träume der Moderne umgesetzt haben und Nazis, die am liebsten die Altstädte platt gemacht hätten. Von daher ist mir die Ausgabe des Magazins zu sehr aus einer Perspektive gesehen, die zudem an der Wirklichkeit vorbeigeht.

  • Ich wüsste nicht, warum sich politische Neutralität und die Abwehr abstruser Vorwürfe ausschließen sollten. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, wie diese Aussage unterstellt.
    Der Grund, warum ich auf dieses Geschwätz nicht reagiere ist der Umstand, dass ich schlicht weder Zeit, noch Lust habe, mich mit den konfusen Hirngespinsten (pseudo)linker Ideologen zu beschäftigen, die ohnehin Argumenten nicht zugänglich sein dürften.
    Alleine bei der Lektüre der abstracts auf der verlinkten Website wird einem klar, dass es diesen Leuten nicht um Argumente, sondern um billige, aber zugleich hochideologische Polemik geht. Das sind die typischen Formulierungen der "antideutschen" Antifa. Aus dem wissenschaftlichen Diskurs schießen die sich so selbst raus.

    Schauen wir doch mal zurück. Linke Systeme waren weltweit nie zu einer wirklichen Leistung fähig. Sie bauten Potemkinsche Dörfer, zwangen ihre eigene Bevölkerung, diese schön zu finden und belogen die Welt. Gleich, ob Wirtschaft, Architektur oder Kunst. Nicht einmal ein Kind durfte öffentlich sagen, dass die ja gar nichts an haben. Schlimm genug, dass dieses Denken auch nach dem Untergang dieser Systeme wieder salonfähig ist. Aber man braucht dies nicht einmal in Foren, wie diesem, kritiklos hin zu nehmen. Noch haben es die Linken nicht geschafft, den "hirngewaschenen Menschen neuen Typus" zu züchten. Noch gibt es ein normales Empfinden. Dass die Rechten mit ihrem Appell an dieses Empfinden Erfolg haben, zeigen die letzten Wahlen.

  • Ideologische Fanatiker und Geiferer kann man nur bekämpfen, indem man sie als solche entlarvt. Das setzt aber eine halbwegs intakte Gesellschaft voraus, die einsichts- und erkenntnisfähig ist. Leider ergibt sich unsere Gesellschaft derzeit aber auf verschiedenen Ebenen selber mehr und mehr der Hysterie und dem Fanatismus hin. Das erschwert die Aufklärung.

    Früher hieß es: "Der Geist weht, wo er will". Heute muss es heißen: "Der Zeitgeist tickt, wo er will".

  • ... Dass die Rechten mit ihrem Appell an dieses Empfinden Erfolg haben, zeigen die letzten Wahlen.

    Hä? Welche "Nachrichten" hast Du denn geschaut? Die Rechten haben ziemlich abgeloost. Und die Grünen gewonnen.
    Luftpost

  • Luftpost, ich glaube dein Horizont beschränkt sich da auf Deutschland. Schau dich mal in Europa um (oder ist Europa jetzt nach der Wahl auf einmal nicht mehr wichtig?). ;)

    In dubio pro reko

  • Aha, wenns genehm ist, dann ist "unsere Gesellschaft" auch bei EUropa-Skeptikern EUropa. Wenns ungenehm ist, dann beschränkt sich die Sichtweise nur auf Deutschland.
    Soso, nun soll ich die Gesamt-EUropäischen Wahlausgänge betrachten. Außer Frankreich, Italien und Polen und Ungarn sehe ich da keine nennenswerten Erfolge für die rechten Grgner EUropas. Und ganz unerwartet waren die auch nicht. Ja ja, die frasst-draußen Klein-Briten auch.
    Reicht den Gegnern EUropas trotzdem für nix, außer stören.
    Luftpost