Dresden - die Pirnaische Vorstadt

  • Es kommt aber wie immer auf den Einzelfall und die gefundene Lösung an. Kannst du mal eine Darstellung dazu machen?

    Dazu benötige ich erstamal von Ihnen/dir einen Vorschlag, wo der passende Alternativstandort wäre. Ich plädiere da nach wie vor für die Bürgerwiese und würde das Vorfeld der Erich-Kästner-Schule vorschlagen.

  • Das Oppenheimer Palais war ein sehr attraktives Eckgebäude.Aber ich sehe für seinen Neuaufbau(einzelnes hist.Gebäude) in einer Gegend die sich nach 45 Struckturell und Städtebaulich völlig verändert hat keinen Sinn.Die Kraft und Energie für einen Neuaufbau von einigen verlorenen Gebäuden sollte man lieber weiterhin für den Neustädter Markt aufbringen. So, jetzt werde ich für meine Meinung zum Oppenheimer Verbal von einigen stark Pro Oppenheimer Foristen Gesteinigtrant:)

  • Herr Herrmann

    Keine Steinigung, die Steine werden angesichts der Knappheit und Preise für Baustoffe andernorts zum Wiederaufbau, z.B. des Oppenheimer Palais, benötigt. Für dein Martyrium stehen sie nicht zur Verfügung. 😉

    Spaß bei Seite, man kann doch sowohl für das eine Projekt als auch für das andere sein ...

  • Warum wundert mich alten Meckerer und Pessimisten das nicht? Übrigens "vermutlich" heißt natürlich hier "todsicher".

    Mit deinem Gemecker hast du ja auch eine unglaubliche Leistung vollbracht und die Sache voran gebracht. Bravo, kannst stolz auf dich sein.

    "We live in the dreamtime-Nothing seems to last. Can you really plan a future, when you no longer have a past." Dead Can Dance - Amnesia

  • Meine Herren, ich muss doch sehr bitten :D Also, was spräche ernsthaft gegen eine Translozierung des Oppenheim um ca. 50m nach Norden an den Georgplatz?

  • Hm..... Man muss sich so etwas genau überlegen ...... Es muss überzeugend sein. Das Grundstück könnte gehen, aber es braucht ne dritte Fassade...schwierig...

  • Nein, das stimmt so nicht...


    Es hatte ursprünglich nur die eine Fassade zur Bürgerwiese hin. Der Grundriss war dreieckig.

    Um 1870 wurde dann unter Kaskels rechts noch eine kurve, drei- oder vierachsige Seitenfassade hinzugefügt, so dass der GR sich dem Rechteck annäherte. Also auf den Menselstadtplänen um 1900 kann man das so sehen.

    Links was das Palais eingebaut, hinten hatte es wohl nur eine schmucklose Hofseiten-Rückfassade.


    Das ist schwierig, dieses Gebäude allseitig freizustellen und zwar nicht nur hinsichtlich neuer Fassadenentwicklungen.


    Ich betone: Ich bin für das Oppenheim! Aber wie??

    Welch eine tolle Chance vergibt sich dieser Investor hier..... zum Heulen

  • Das ist schwierig, dieses Gebäude allseitig freizustellen und zwar nicht nur hinsichtlich neuer Fassadenentwicklungen.

    Aber das eröffnet doch auch Möglichkeiten für eine neugestaltete Fassade nach Norden hin. Das ist doch für einen Investor von Vorteil, wenn er mehrere Optionen hat, welche Version er rekonstruiert.

  • Ich kenne mich leider mit Investoren etc. nicht gut aus. .


    Aber wie wäre es , wenn ein Investor die Möglichkeit erhält, das Palais Oppenheim als Hotel wiederzuerrichten?


    Beim Taschenbergpalais ging das ja auch, ich finde das Ergebnis sehr gut, war häufig darinnen. (Ausser dass der Trophäenschmuck heute am Rande und nicht wie früher in der Mitte ist, finde ich schade,. aber das hat sicher mit der Hotelnutzung nichts zu tun).


    Der Vorteil wäre, wenn man damit Investoren lockt, dass man hier wirklich das ganze Marketingprogramm à la "Edel / Vornehm / ein echter Palast/ blabla" auffahren könnte. Architekten nennen ihre Bunk.... pardon, habe mich vertippt wie dumm von mir - wollte sagen, Architekten nennen ihre "baukunst" ja heute auch dreisterweise "Palais" , auch wenn es wie eine Mischung aus Knast und Schiffscontainer aussieht ("Neues Palais" von Herrn Kaplan & Co.). Aber ich denke, mit geschickten Graphiken oder Animationen des Palais Oppenheim wäre ja innerhalb von Sekunden klar, dass es sich hier um wirkliche Qualität handelt.

    (Habe zwar Marketing als Schwerpunkt im Wirtschaftswissenschaftlichen Studium gehabt, dennoch widerstrebt es mir manchmal etwas zu "vermarkten" , ich finde das fast pietätlos gegenüber der Zerstörung in Dresden. Aber die Erfahrung der letzten Jahre und die hervorragende Arbeite der GHND lehrt, dass es wohl nicht anders geht....)


    Ich weiss nicht ob das was nützt, aber mir fällt eben spontan dazu ein - wenn es um Investorensuche geht - dass Nutzungen wie z.b. Hotel den Vorteil haben, dass man hier gerne etwas "Edles" nimmt.


    Resurrectus habe ich richtig verstanden, dass es nur am Investor scheitert , den man bisher noch nicht hat?

    "Die Modernisten sollten sich endlich eingestehen, dass sich die Qualität einer Stadt konventioneller Architektur verdankt" - (H. Kollhoff).

  • Welche Argumente sprechen für einen Aufbau des Palais Oppenheim ?

    Nun ja, einer der berühmten, legendären Bauten von Gottfried Semper, der zu Dresden gehört wie Pöppelmann und Bähr, Wagner und Strauss.....

    Und natürlich wegen der jüdischen Geschichte


    Petersburg

    Ich weiß nicht, wie der letzte Sachstand ist.

    Lt. aktuellem NM-Newsletter, den ich gerade erhielt, stünde ein Investor bereit, aber die Gateway Real Estate weigert sich hartnäckig (wahrscheinlich, da sie sich mit einem maximal renditeorieten Wohnhausbau mehr Profit verspricht, als durch den Grundstücksweiterverkauf) . Verrückterweise sind wohl alle Stadträte für einen Wiederaufbau! Dank der Arbeit von Torsten Kulke und der GHND!

  • Petersburg

    Ich weiß nicht, wie der letzte Sachstand ist.

    Lt. aktuellem NM-Newsletter, den ich gerade erhielt, stünde ein Investor bereit, aber die Gateway Real Estate weigert sich hartnäckig (wahrscheinlich, da sie sich mit einem maximal renditeorieten Wohnhausbau mehr Profit verspricht, als durch den Grundstücksweiterverkauf) . Verrückterweise sind wohl alle Stadträte für einen Wiederaufbau! Dank der Arbeit von Torsten Kulke und der GHND!


    Danke! Das ist eine sehr wertvolle Info, das wusste ich gar nicht. Alle Stadträte sind für den Wiederaufbau, das halte ich mal so fest. Damit kann man schon mal etwas anfangen. (Selbst wenn es "fast" alle wären, wäre das ja hervorragend).

    Dann ist das ja eine absurde Situation, dass ein einzelner Investor sich erdreistet, den Wiederaufbau zu blockieren.


    Das Projekt der Gateway wirkt zwar recht gut (ich hoffe ich verwechsle es nicht), aber dort gibt es doch riesige Stoppelgraswiesen zu bebauen.... warum muss es ausgerechnet dort sein? Können die denn ihr verdammtes Projekt nicht ein paar Meter verschieben? Ich finde hier sollten wir noch nicht aufgeben. Die Chancen erscheinen mir noch immer zu gut.


    Können Politiker (Stadträte) nicht sich mit der Gateway in Verbindung setzen? Und erneut frage ich mich, ob das SPA hier wieder mal Büroschlaf schläft.......

    PS: Dass Torsten Kulke und GHND klasse sind, weiss ich. Ich stimme voll zu - eine der genialsten Bürgerbewegungen ever! :daumenoben::blumen:

    "Die Modernisten sollten sich endlich eingestehen, dass sich die Qualität einer Stadt konventioneller Architektur verdankt" - (H. Kollhoff).

  • Lieber Peter,

    nein, wo denkst du hin, die können doch ihr Projekt nicht einfach mal "verschieben", nur weil wir gerne das Oppenheim wieder hätten...... Die arbeiten seit zig Jahren daran und haben den Grund und Boden gekauft. Es gibt geltendes Baurecht und festgeschriebenen Baugrund doch nicht umsonst.....


    Sie könnten die "Oppenheim-Ecke" natürlich weiterverkaufen, aber ich denke, dass die sich für diese Lage und bei den heute nierigeren Geschosshöhen (und damit vermehrten Flächen) eine solch hohe Rendite ausrechnen, dass kein Investor der Welt ihnen finanziell etwas entgegenhalten kann um dann aus dem (ohnehin baulich) teuren Oppenheim ein Museum zu machen. Da sind dann wieder bei den seltenen Liebhabern.


    Die Stadt hat es - wie immer - versäumt, die Oppenheim-Reko beim Verkauf einfach festzuschreiben .

  • Die Stadt hat es - wie immer - versäumt, die Oppenheim-Reko beim Verkauf einfach festzuschreiben .


    Mich regt das auf, was die machen. Die schaden der Stadt offenbar wo sie nur können. Mir ist auch nicht klar, warum sie das tun. Geld würden sie , proportional gesehen, nur wenig verlieren. Ein rekonstruiertes Oppenheim dürfte ja auch einiges mehr wert sein, als ein banaler Kasten.


    Ich kapier nicht, beim besten willen nicht, was die Politiker da mit DD anstellen.....dort scheint wirklich die blanke Irrationalität zu herrschen.


    Ah jo ich sach aber nix mehr, isch rech mich sonsch nur uff gell....

    "Die Modernisten sollten sich endlich eingestehen, dass sich die Qualität einer Stadt konventioneller Architektur verdankt" - (H. Kollhoff).

  • Mich regt das auf, was die machen. Die schaden der Stadt offenbar wo sie nur können. Mir ist auch nicht klar, warum sie das tun. Geld würden sie , proportional gesehen, nur wenig verlieren. Ein rekonstruiertes Oppenheim dürfte ja auch einiges mehr wert sein, als ein banaler Kasten.


    Ich kapier nicht, beim besten willen nicht, was die Politiker da mit DD anstellen.....dort scheint wirklich die blanke Irrationalität zu herrschen.


    Ah jo ich sach aber nix mehr, isch rech mich sonsch nur uff gell....

    Du alter Verschwörungstheoretiker!

    Es ist auch besser, hier nichts mehr zu sagen!

    Sonst bekommst Du ganz schnell zu spüren, was „Demokratie“ heute bedeutet.

  • Du alter Verschwörungstheoretiker!

    Es ist auch besser, hier nichts mehr zu sagen!

    Sonst bekommst Du ganz schnell zu spüren, was „Demokratie“ heute bedeutet.

    Mir wäre es viel lieber, wenn die "Aufreger" und Sticheler, wie du, Mattielli, sich lieber vor Ort begeben würden, um gemeinsam mit der GHND vor Ort Basisarbeit zu leisten.

  • Du alter Verschwörungstheoretiker!

    Es ist auch besser, hier nichts mehr zu sagen!

    Sonst bekommst Du ganz schnell zu spüren, was „Demokratie“ heute bedeutet.


    Hallo Matielli, ich weiss gar nicht viel von Dir. Bekam nur am Rande mit, dass einige dich kritisierten weil du angeblich "immer negativ" sein sollst.


    Ich sage dir einen Trick, falls du ihn hören magst:


    Ich schimpfe auch häufig über Betonkisten (der Betonkistenliebhaber Rastrelli verteidigt die Kuben dann liebevoll). Andererseits aber freue ich mich auch unheimlich über das bisher erreichte (Was Herrn Rastrelli ebenso misfällt, denn Freude ist Emotion und bei einigen "verboten". Ich aber freue mich über meine Freude <3 ).


    Ich persönlich habe kein Problem mit deinen Kommentaren. Aber falls du wirklich alles negativ siehst: Freust du dich nicht über das bisher erreichte? Ich lief vor ca. 20 Jahren über den total leeren Neumarkt, es war ein seltsames Gefühl durch die nicht-existende Landhausstrasse zu laufen, wissend , wie sie in einigen Jahren wieder aussehen würde. Und ich sollte Recht behalten! Alleine diese Strasse ist heute besser als ich mir es gewünscht hätte. Versuche zu verstehen, was für ein gigantisches Glück das ist, dass der historische Kern Dresdens wieder steht! Mich jedenfalls freut das ungemein.


    Ich hörte vor einigen Monaten die Rede eines jüdischen Rabbiners , der vor einer diktatorischen "Neuen Weltordnung" warnt (auch das gilt ja als "Verschwörungs-Th."). Es klang tatsächlich recht beängstigend , tyrannisch und brutal.


    Am Schluss sagte er:


    "Nicht verzweifeln - denn Gott behält die Zügel in der Hand".


    Und genau so sehe ich das auch. <3<3<3

    "Die Modernisten sollten sich endlich eingestehen, dass sich die Qualität einer Stadt konventioneller Architektur verdankt" - (H. Kollhoff).