Dresden - die Pirnaische Vorstadt

  • Man muss vermutlich schon froh darüber sein, dass nur Mietwohnungen kommen und nicht Wohnungseigentum gebildet wird, denn dann würde dieses stadtbildunverträgliche Hochhaus an zentralster Stelle bis in alle Ewigkeit stehen bleiben. Ich weiß, ein schwacher Trost! Wir können nur hoffen und beten, dass die kommenden Generationen den ganzen gebauten Dreck rund um den Neumarkt dereinst einmal komplett rekultivieren und wieder urban machen. Wie es allein richtig geht, sieht man am Neumarkt, dessen unfassbarer Erfolg vermutlich die größte Kränkung für den einen oder die andere Person im Stadtplanungsamt ist. Nobody is perfect (except the GHND).


    Wie jemand schon einmal so schön sagte…in Dresden kann bzw. muss man Himmel und Hölle in unmittelbarer Nachbarschaft erleben.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Jedenfalls können sie sich dann nicht mehr später auf den Denkmalschutz berufen, denn das vermeintliche Denkmal ist ja durch Umbauten maßgeblich entstellt worden, wodurch - wie in zahlreichen anderen Beispielen der Vergangenheit gezeigt - die Denkmalbehörden keine Einwände gegen einen Abriss haben sollten.

  • ^war am Neustädter Markt bei den komplett umgestalteten kernsanierten Platten auch kein Hindernis Heimdall. Man dreht es sich, wie man es braucht.

  • SANIEREN ???


    Diesen abartig-scheusslichen Blechkasten ???


    OH GOTT !!


    Sag mal, so langsam hakt's aber echt aus, oder......sitzen denn in dieser Stadt nur Unfähige in den verantwortlichen Stellen??!


    Normalerweise wünsche ich mir aus bekannten historischen Gründen keinen Diktator der mal ordentlich aufräumt, aber.......

    gut, ich sag nix mehr. Sorry, das ist ja anders als mit ironischer Polemik gar nicht mehr zu ertragen.

    "Die Modernisten sollten sich endlich eingestehen, dass sich die Qualität einer Stadt konventioneller Architektur verdankt" - (H. Kollhoff).

  • Sag mal, so langsam hakt's aber echt aus, oder......sitzen denn in dieser Stadt nur Unfähige in den verantwortlichen Stellen??!


    Einfache Antwort: JA!

    Das ist ja furchtbar. Zum Glück gibt's als Korrektiv ja die überaus fähigen Schreiber in diesem Forum die durch ihre konstruktiven Beiträge sicher erreichen werden, dass die Welt im Allgemeinen und das Stadtbild in Dresden im Besonderen, besser wird. Vielen Dank dafür.

  • Andreas, geht es dir als Teilnehmer dieses Forums eigentlich um Architektur oder nur darum andere Teilnehmer des Populismus zu bezichtigen? Die Frage könnte ich natürlich auch tegula oder UrPotsdamer stellen.

    Vielleicht ist der Unmut über verantwortliche Stellen, der sich in manchen Beiträgen äußert, ja durchaus berechtigt. Man muss nicht immer krampfhaft differenzieren sondern kann auch mal Klartext reden.

  • geht es dir als Teilnehmer dieses Forums eigentlich um Architektur

    Ja und weil ich meine das Ziel unsere Städte schöner zu gestalten dadurch besser erreichen zu können, um die Entsorgung, bestenfalls sogar Vermeidung von verbalen Müll.


    (Mit dem Begriff "Populismus" kann ich in diesem Zusammenhang nichts anfangen)


    Mich wundert allerdings, dass Du diese Frage mir stellst und nicht etwa diejenigen, die in diesem Forum nur nichts sagende Bemerkungen auffallen, danach fragst, ob es ihnen um Architektur geht oder nur darum das was ihnen gerade durch den Kopf geht in der Öffentlichkeit zu verbreiten.

  • Diese Entscheidung ist bedauerlich, aber wir sollten nun nicht den Fehler begehen, den Verantwortlichen eine Verantwortung zuzusprechen. Das Schlimmste wäre, die Bürokraten in der Dresdner Stadtverwaltung verbal anzugehen und Gefahr zu laufen, sie zu verärgern, da es ein schlechtes und womöglich sogar rechtspopulistisches Licht auf uns wirft. Konstruktiv ist jetzt also, den Mund zu halten. Die wissen nämlich besser, was sie tun, als irgendwelche selbsternannten Experten hier. Wichtig ist jetzt vor allem, den Entscheid der Obrigkeit -wie auch beim Narrenhäusel- zu akzeptieren und sich an den gelungenen Projekten zu ergötzen.


    Ich hoffe, dass dieser Kommentar Andreas gefällt und wir nun wieder Hausfrieden haben.

  • ie Bürokraten in der Dresdner Stadtverwaltung verbal anzugehen, da es ein schlechtes und womöglich sogar rechtspopulistisches Licht auf uns wirft.

    Klingt nach Duckmäusertum, was spricht gegen konstruktive Kritik ? solange keiner intensiv beleidigt wird darf es auch emotional sein. Wir reden hier ja schließlich nicht über Briefmarken (nichts gegen Leute mit Briefmarken :p)

  • Nichts spricht gegen und alles für konstruktive Kritik.


    Das es sich bei den beiden Beiträgen die ich kritisiert habe nicht um konstruktive Kritik, sondern um ... (Wort aus Gründen der Höflichkeit nicht geschrieben), sollte doch zwischen den kultivierten Nutzern dieses Forums unstreitig sein.

  • Nichts spricht gegen und alles für konstruktive Kritik.


    Das es sich bei den beiden Beiträgen die ich kritisiert habe nicht um konstruktive Kritik, sondern um ... (Wort aus Gründen der Höflichkeit nicht geschrieben), sollte doch zwischen den kultivierten Nutzern dieses Forums unstreitig sein.

    Absolut!

  • Königsbau und East_Clintwood

    Ich sehe eure Kritik der Kritik der Kritik kritisch.


    Mattielli schreibt in fast allen seiner Beiträge das Gleiche wie oben. Das ist völlig uninteressant und wurde schon von mehreren Foristen kritisch angemerkt. Und Petersburg: Maßlose Übertreibung ist sein Markenzeichen. Mittelmäßige Neubauten, die ganz gut sind, lobt er in den überschwänglichsten Tönen, und was ihm nicht gefällt, ist eine "abartige Scheußlichkeit". Das ist einfach sein Stil, sein Naturell. Immer hochemotional. Aber wenn er das Hochhaus als "Blechkasten" bezeichnet, kann man ihn nicht mehr ernst nehmen.


    Ich finde ernsthafte Architekturkritik interessanter.

  • Welches Hochhaus habe ich gleich nochmal als „Blechkasten“ bezeichnet?

    Und was sind die mittelmäßigen Neubauten, die ich angeblich in höchsten Tönen lobe?

  • Bitte genau lesen. "Rastrelli" bezieht sich bei den angesprochenen Kritikpunkten auf "Petersburg", nicht auf Dich.

  • Ok, das Ding wird saniert.... dann sollte man wenigstens das Relief rekonstruieren: Bild

    Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker

  • Ok, das Ding wird saniert.... dann sollte man wenigstens das Relief rekonstruieren: Bild

    Ein damaliger Bekannter, sein Vater war mittelgroßes Tier bei der Stasi (und er wahrscheinlich Jungspund bei der Truppe) erzählte Mitte der 1980er ganz stolz beim Bier: Er sei durch die Innenstadt gelaufen und habe jemanden gesehen, der das Hochhaus mit dem Schriftzug "Der Sozialismus siegt" fotografiert hatte. Das sei ganz verdächtig, und er hätte sofort die Polizei gerufen! - Also seht's positiv: Solange man das Elend ablichten kann, ohne daß es früh um drei an der Tür klingelt, ist die Welt noch nicht verloren.

  • dann sollte man wenigstens das Relief rekonstruieren

    Das macht wenig Sinn, denn das Haus wird ja optisch stark verändert. Es hat mit dem ursprünglichen Erscheinungsbild kaum noch etwas zu tun. Eine Rekonstruktion würde in einem solchen Fall gar keinen Sinn ergeben. Ich meine damit: Entweder baut man das Haus um oder man rekonstruiert den Ursprungszustand (wenn man es nicht abreißen möchte). Alles andere wäre ziemliches Flickwerk.