Cochem, Ortsteil Müden an der Mosel

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    • Cochem, Ortsteil Müden an der Mosel

      Im Buch "Das Deutsche Dorf", erschienen 1914 enthält ein Foto von Müden an der Mosel. Dieser Ort gehört heute zu Cochem. Der Weinort geht bis auf die Römerzeit zurück und gehörte viele Jahrhunderte lang zum Kurfüstentum Trier. Die kath. Kirche St. Stephan besitzt einen romanischen Kirchturm aus der Zeit um 1200 mit einem Rautenhelm, hier das alte Foto:
    • So, ich habe bei meinem Ausflug an die Mosel Müden natürlich nicht ausgelassen.
      Wie schon in einem anderen Thread erwähnt, gehört auch Müden nicht zur Stadt Cochem, sondern nur zur Verbandsgemeinde (könnte man vielleicht den Threadtitel ändern?). Müden liegt von Cochem aus ein paar Dörfer weiter flussabwärts Richtung Koblenz.

      Das Motiv zu finden war diesmal aus zweierlei Gründen etwas schwieriger:



      Zum einen wurde, wie deutlich zu sehen, die Wiese vor der Kirche mit einigen Bäumen bepflanzt. Zum anderen wurde die Kirche umgebaut, sodass das neue Kirchenschiff im rechten Winkel zum vorherigen steht. Man sieht es auf dem Bild, der rechts hervorstehende Gebäudeflügel existiert auf dem Bild von 1914 noch nicht.

      Wenn man ganz genau hinschaut, sieht man auf dem alten Bild einen zugemauerten Durchgang auf der rechten Seite des Turms an der angrenzenden Mauer. Diesen Durchgang kann man auch heute noch erkennen:



      Geht man um die Kirche herum, sieht man auch noch das alte Kirchenschiff, was beim Umbau wohl weitestgehend beibehalten wurde:



      Der auf dem folgenden Bild linke Gebäudeflügel ist wohl das alte Kirchenschiff, das neue Kirchenschiff ist der größere, im rechten Winkel dazu errichtete Gebäudeteil:



      Laut Inschrift (und wie Villa1895 schon erwähnt hat) stammt der älteste Teil der Kirche aus der 1. Hälfte des 12. Jahrhundert, Ende des 12. Jahrhunderts wurde die Kirche erstmals erweitert. Das neue Schiff wurde 1923 gebaut, was erklärt, dass es auf dem Bild von 1914 noch nicht zu sehen ist ;) .

      Von innen ist dem Gebäude die vielfältige Struktur von außen nicht so stark anzumerken. Hinten links neben dem Altar hat man allerdings den Blick auf angrenzende Nebenräume, die in dem früheren Kirchenschiff untergebracht sind.



      Abschließend noch einmal der Blick auf den Eingang, der am hinteren Ende des neuen Kirchenschiffs liegt:



      Ich habe zwar noch nie eine so kurios verwinkelte Kirche gesehen, aber für mich ist sie aber trotzdem ein Beispiel dafür, dass man vorhandenes nicht immer abreißen muss, wenn man einen Neubau machen will. Der Bauherr von 1923 ist laut Inschrift aus Müden, vielleicht hat er deswegen nicht rigoros abgerissen, sondern eher behutsam erweitert.
    • Auch hier will ich die Gelegenheit ergreifen, ein paar Bilder aus Müden anzuhängen. Müden ist ebenfalls ein typischer Vertreter der Dörfer an der Mosel mit vielen Häusern aus Bruchstein und Fachwerk. Im Gegensatz zu Bremm wird der Ort allerdings durch die Bahnstrecke durchschnitten und der alte Ortskern somit von der Mosel etwas abgetrennt.















      Insgesamt kam mir Müden nicht so eng vor wie andere Moseldörfer, aber insgesamt macht der Ort einen sehr schönen Eindruck mit einigen sehr stimmungsvollen Ecken.