Bremen - Essighaus

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    Die Abstimmung für das Gebäude des Jahres 2018 ist geöffnet! Abstimmungsende ist am 15. November 2018. Bitte gebt bis dahin Eure Stimme ab.

    • Hallo Stauffer.

      Zuerst: Dein Avatar-Bild ist klasse. Ich liebe Rowlf!!! - Er ist einer meiner Favorites bei den Muppets! cclap:)

      Danke für Deine Willkommens-Grüße hier im Forum.

      Auch wenn einige hier im Forum davon träumen, es möge sich mal eine Investment-Größe hierher verirren: Ich bin NICHT Johann Christian Jacobs!!!

      Die zweite Enttäuschung: Ich habe keine 'intime Beziehung' zur Poststelle von Jacobs (Frage an die Zensur: Darf ich 'intime Beziehung' überhaupt hier verwenden?). Dennoch kenne ich eine Adresse, an die ich meine Vorschläge, Anregungen etc. schicken könnte, wenn ich welche hätte.
      Es ging oder geht mir einfach um folgendes: Hier im Forum wird so viel diskutiert, aber was davon wird aktiv angegangen? - Es bringt doch nix, hier nur zu diskutieren. Bei all diesen Veränderungswünschen würde mich einfach mal interessieren, was konkret bei Jacobs auf den Schreibtisch gelandet ist, abgesehen von Axel Spellenbergs Plänen. Wie ich den guten Wahl -Worpsweder kenne und einschätze, hat er seine Pläne definitiv eingereicht. Aber wer hier im Forum hat es ihm gleichgetan?

      Der Verweis auf die Kenntnis der Poststelle war zudem mit einer ironische Anspielung unterlegt, das sollten die drei 'Kerlchen' dahinter unterstreichen. Ich wollte einfach ehrliche Antworten erhalten. Der Begriff 'ornithologisch' ist zudem nur der Platzhalter für eine lebende Person, die ich aus Angst vor der Zensur lieber nicht namentlich genannt habe.

      Botschafter der Sache?
      Puh, lieber Stauffer.
      Ich kann mir vorstellen, dass hier einige im Forum den 'literarischen Lümmel' (Für die Zensur: Wenn ich den Wiener (??? Hoffentlich lassen mich meine Erinnerungen nicht im Stich!) Schmäh richtig interpretiere, dann trage ich fortan diese Bezeichnung wie ein Orden an meinem Revers; wenn mich UC zu betitelt, habe ich nichts dagegen – ich fühle mich geehrt; ehrlich) lieber erased sehen würden, und Du willst mich zum Botschafter der Sache machen?
      Das ist verdammt viel Honig auf meinem Brötchen an diesem Morgen. - Und wird bestimmt nicht jedem hier im Forum gut schmecken.
      Was ich auf jeden Fall machen werde, ich werde Jacobs einen Brief schreiben. Ja – und viele im Forum werden jetzt bestimmt in Ohnmacht fallen oder die Zensur anschreiben (Vorsicht: Das war nur ironisch gemein; ich wünsche allen im Forum hier Gesundheit und Glück bei all ihren Projekten!) -, es wird ein Dankes-Brief werden!!!
      Und mit meinem Schreiben werde ich ihm ganz unaufdringlich das Exposé bezüglich der St. Ansgarii-Kirche zukommen lassen.

      Viele Grüße an Dich zurück aus dem
      Outer Rim

      Jakku Scum

      P.S.: Was genau hat es mit Deinem Link auf sich?
    • RRRiegel
      Dass die Technik des Zitierens nicht so meine Stärke ist, sei hier nicht weiters in Abrede gestellt.
      Aber es geht ums Argument, nicht um den Argumentierenden. Nicht um Pagentorn (dem zuliebe ich in der Tat etwas zurückhaltender formuliert hätte, um nur bei ihm nicht ein weiteres Mal den letztumschriebenen Eindruck hinterlassen zu wollen) und auch nicht um dich (den ich doch bisher bei all meinen gerechtfertigten Prankenhieben milde verschont habe).
      Was nun die Ironiefrage betrifft, verhält es sich einerseits natürlich so, dass mein Bärentum unbestreitbare Tatsache ist und keineswegs als irgendeiner selbstironischen Laune, zu welcher ja niemals auch nur im Entferntesten ein Grund bestünde, geschuldet angesehen werden darf. Andererseits haftet der Phrase:

      ursus carpaticus schrieb:

      das mag ich überhaupt nicht
      etwas derartig Mottenkistenhaftes an, dass ich mir nicht vorstellen kann, diese Phrase anders als ironisch verwendet zu haben (genau kann ich mich nicht mehr erinnern, denn diese Nachricht entstand noch schlaftrunkener Morgenstund). Bei einigermaßen emotionellem Beteiligtsein hätte ich eine Formulierung dieser Art verwendet:


      was u.c.nicht schrieb:

      etwas derart Stumpfsinniges widert mich auf schier unerträgliche Weise an
      Also.
      Keine Kleinmut. Der von mir (unbestrittenermaßen zurecht) als Lümmel apostrophierte Novize hat dies auch mit einem Lajk bedankt. Derlei Großzügigkeit darf man an sich auch von dir erwarten.
      Falls dir auf meine zugegebenermaßen stichhaltigen, wenn nicht zwingenden oder gar unwiderleglichen Argumente was einfallen würde, hätte ich ja keineswegs was dagegen. Es verhält sich ja keineswegs so, dass deine Meinung zu den allerunmaßgeblichsten hier im Forum zählen würde.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • In diese Richtung müsste es doch gehen... keine komplette Umplanung, sondern nur

      - das Essighaus in eine geschlossene Zeile einbinden (also Überbauung des Zwischenraums zum Parkhaus hin)
      - eine Raumflucht hinter der rekonstruierten Fassade deren Geschosshöhen anpassen.

      Dies generierte

      - ein geschlosseneres Strassenbild
      - ein in eine Zeile eingebundenes Essighaus
      - ein übereinstimmendes "Aussen und Innen".

      Die dadurch verlorenen gehenden Flächen hinter der Essighausfassade (ein Geschoss weniger) würden mit dem Zwischenbau kompensiert. Die unterschiedlichen Geschossniveaus gäben den Nutzflächen eine Auflockerung.

      Vorteil: die Vermietung durch diese "Edelbüros" würde Mehreinnahmen und einen Mehrwert generieren, vor allem ab dem Zeitpunkt, ab dem die rekonstruierte Fassade amortisiert ist.
      Nachteil: der Bauaufwand ist grösser, was aber einem Mäzen-und-Investor abverlangt werden darf. Immerhin erhält er durch die sehr umstrittenen Staffeldachgeschosse eine Verdoppelung der bestehenden Nutzfläche.

      Zum Vergleich stelle ich hier den geplanten Grundriss nochmal ein:

      (Meine Skizzen stelle ich hiermit allen Forumern zur weiteren Verfügung, sei es durch eine Veröffentlichung in den Zeitungen oder durch einen Gang zu Herrn Jacobs.)
    • Spellenberg-Plan zum Essighaus-Ensemble

      Sehr geehrter Riegel,

      Sie haben genau verstanden, wie ich mir den 'blendenartigen' Bau zur Linken des Essighauses vorstelle, der diesem seine beidseitige Fassung wiedergeben würde. Vielen Dank dafür !

      Architekt und Baumeister Axel Spellenberg aus Worpswede hat im Übrigen nun auch seinen alternativen Plan zum engeren Essighaus-Ensemble fertiggestellt. Dieser ist bereits an diverse Entscheidungsträger (so auch an den Investor Dr. Jacobs, den Bürgermeister Dr. Sieling, die Senatsbaudirektorin Prof. Reuther und den Landesdenkmalpfleger Prof. Skalecki) gesandt worden.

      Die Plandetails, dessen Erläuterung, sowie das Schreiben an den Bürgermeister füge ich hier bei.

      Abbildung 01: 'Fünf-Giebel-Blick'



      Abbildung 02: Steinernes Haus am 'Arnd-von-Gröpelingen-Platz'



      Abbildung 03: 'Jacobs-Kaffee-Kontor' nördlich der Stadtwaage.



      Abbildung 04: Übersichtskarte des Ensembles.



      Abbildung 05: Übersichtskarte des Ensembles mit Bezifferungen der Erläuterung




      ERLÄUTERUNG

      Konzept-Skizze zum Essighaus-Ensemble im entstehenden Balgequartier

      (Die folgenden Nummern entsprechen den Bezifferungen in der zweiten Übersichtskarte)


      1. Rekonstruktion des Essighauses in seiner nach dem Umbau durch Albert Dunkel seit 1901 bestehenden inneren und äußeren Form. Diese beinhaltet die für den Investor lukrative Option der Wiederaufnahme des seinerzeit von der Firma Reidemeister & Ulrichs etablierten Gaststättenbetriebes, in dem weltweit bekannte Persönlichkeiten, wie Sigmund Freud, verkehrten.

      2. Rekonstruktion der für die Wirkung des Essighauses essentiell notwendigen beidseitigen baulichen Fassung in Form der bis in die 1890er Jahre (links) bzw. bis zum 2. Weltkrieg (rechts) bestehenden, schlichten, renaissancezeitlichen Giebelfassaden.

      3. Das Giebelhaus zur Linken des Essighauses schließt partiell an die Hochgarage an, sodass ein schmaler, nicht überdachter Durchgang Richtung Obernstraße entsteht. Hinter der Hochgarage müßte nur, wie im Plan, ein Gassendurchbruch zur Obernstraße geschaffen werden, um das neue Balgequartier noch durchlässiger zu gestalten.

      4. Umbau des ehemalige Bankhauses Martens & Weyhausen. Dessen Fassade zur Langenstraße erhält Gestaltung, Höhe und Breite der seinerzeit für die Aufstellung der Sonnen-Apotheken-Fassade am Marktplatz von der ‚Lüder-von-Bentheim-Gesellschaft’ ausgearbeiteten Planung. Der aktuell verballhornt verwendete Giebel der Sonnne-Apotheke erhält folglich wieder seine historische Struktur. Der rückwärtige Giebel mit dem Adler auf dem First bleibt bestehen.

      5. Zwischen dem ehemaligen Bankhaus Martens & Weyhausen und dem Giebelhaus zur Rechten des Essighauses entsteht ein für die Belichtung der Häuser wichtiger, langgestreckter Innenhof, der über Arkadendurchgänge von der Langenstraße und dem hinteren Hof neben dem sog. „Steinernen Haus“ begehbar ist. Von dem langgestreckten Innenhof gelangt man wiederum durch einen Durchgang in den inneren Hof des Essighauses.

      6. Das wahrscheinlich hochmittelalterliche "Steinerne Haus" erhält einen Durchgang im Erdgeschoß und einem stilistisch angepaßten Giebelaufsatz, welcher zusammen mit dem ‚Adler-Giebel’ und einem neuen Giebelaufbau auf der Südkante der angrenzenden Obernstraßenbebauung einen reizvollen, Alstadt-Flair atmenden, von drei Seiten umbauten Vorhof zu den Jacobs-Höfen bildet. Dessen eigenständiger Charakter könnte durch die Benennung als „Arnd-von-Gröpelingen-Platz“ noch unterstrichen werden, wodurch an eine - sich Anno 1304 möglicherweise hier, im „Steinernen Haus“ ereignende – wichtige Episode aus der Stadtgeschichte erinnert werden könnte.

      7. Nördlich der Stadtwaage wird mit der Errichtung des „Jacobs-Kaffee-Kontors“ der bebaute Vorkriegszustand partiell wieder hergestellt und zwar in der Art, daß die unschöne Ansicht aus den neuen Jacobshöfen auf die Hinterhofbebauungen bestmöglich abgemildert, gleichzeitig aber der Blick auf die von Rudolf Stein gestaltete Nordfront der Stadtwaage weitgehend frei bleibt. Das neue Bauwerk hat sieben niedere, an Speicherbauten erinnernde Geschosse und ist aus Backstein in historisierenden Formen entworfen. Der plastisch strukturierte Giebel des Neubaus ist an den ebenso plastizierten Giebel der Stadtwaage angeglichen. Im Innern des Gebäudes kann die Firma Jacobs in schönsten rustikalen Räumlichkeiten mit ihren wohlduftenden Kaffee-Schöpfungen brillieren.
      Der mit einem Brunnen geschmückte Platz vor dem „Jacobs-Kaffee-Kontor“ ist immer noch recht groß und geräumig, steht aber in besserer Proportion zum Arnd-von-Gröpelingen-Platz, als er es ohne diesen ergänzenden Neubau täte.

      8. Den Hauptzugang zu Jacobs-Höfen und Arnd-von-Gröpelingen-Platz bildet von der Langenstraße aus ein neues ‚Torportal’ welches durch eine Dopplung des Löwenbrunnens der Stadtwaage gewonnen wird.

      Fazit:


      Trotz Satteldächern hätte der Investor nach diesem Konzept (infolge des hinzukommenden Giebelhauses zwischen Essighaus und Hochgarage, sowie des Jacobs-Kaffe-Kontors) insgesamt mehr vermarktbare Nutzfläche als bei den bisherigen Planungen.



      SCHREIBEN AN DEN BÜRGERMEISTER

      Sehr geehrter Herr Bürgermeister Sieling,

      der seit vielen Jahren ungebrochene Besucheransturm in der Bremer Böttcherstraße und dem Schnoor verdankt sich nichts anderem als der Kleinteiligkeit, Heimeligkeit und Detailliebe ihrer Erbauer. Nun könnte mit dem Jacobsplan "Balgequartier" ein weiteres, drittes Altstadtquartier als ein analoger Besuchermagnet entstehen. Der Investor dürfte sich damit einem um eine solche Attraktivität bemühten Ludwig Roselius hinzugesellen, wenn es denn gelingen kann, ein adäquat attraktives Alt-Bremer Quartier zu erbauen.
      Wir begrüßen nachdrücklich die Pläne, das altehrwürdige und überaus prachtvolle Essighaus von 1618 wiederaufzubauen, sehen aber in der Absicht, die Fassade wie eine Zuckerbäckerkulisse vor und neben explizit modernistische Bauvolumina zu setzen, die Gefahr eines ´Disneyland-Effekts´ und der Verballhornung der Renaissancebaukunst. Über ein Erdrücktwerden der Fassadenfront durch monumentalisierende, an die expressive Architektur der Bremer Landesbank erinnernde Gebäudemassen sind wir, bei allem positiven Ansatz einer Rekonstruktion, zutiefst besorgt. Ganz und gar nicht vorstellen können wir es uns, nach dem Eintreten durch das vorzügliche Eingangsportal des Essighauses in moderne Geschäftshausräume zu gelangen. Das würde doch jeden Besucher irritieren, befanden sich doch im Innern die gediegensten Räumlichkeiten, die noch hansischen Kaufmannsgeist atmeten. Der im Obergeschoß befindliche gewesene prachtvollste Raum, der "Patriziersaal", braucht den Vergleich mit den Räumen des Rathauses nicht zu scheuen. (Ein Foto dieses herrlichen Raumes legen wir bei).
      Ein Haus wie dieses hatte eine Seele, es in seinem Äußern und Innern wiederaufzubauen ist unser vornehmstes Ziel, das wir als Stadtbildinitiative schon seit Jahren verfolgen, mit leider geringster Resonanz, insbesondere seitens der Stadtverantwortlichen oder von Investoren. Unsere entwurflichen Vorstellungen eines neuen Essighaus-Ensembles legen wir in den Anhängen bei. Unsere Vision ist ein Quartier aus engen Gassen, Höfen, Giebeln und Dächern, das an den Zauber des Schnoors anknüpft. Vorbild für unser Konzept ist, nicht zuletzt, auch der Wiederaufbau der Frankfurter Altstadt am Römerberg, der in diesen Tagen besonders gefeiert wird. Der große Besucherstrom gibt den Initiatoren recht, zu denen auch unser Mitglied, Architekt Axel Spellenberg zählt. Neben wenigen Initiatoren ruht der Wiederaufbau der Frankfurter Altstadt auch auf seinen Schultern. Für seine frühen, preisgekrönten Wiederaufbaupläne wurde er in diesen Tagen in Frankfurt besonders geehrt und gewürdigt.
      Wir bitten Sie nun, aus Sorge um eine verfrühte Festlegung und nicht mehr zu revidierende Entscheidung, das Bauvorhaben Essighaus nochmals eingehend zu prüfen und einer bauhistorischen Analyse zu unterziehen. Das Quartier enthält eine Reihe wertvoller Baubestände und überlieferter Reste, die aufzuopfern eine Sünde wäre.
      Wir erinnern nur an das "Steinerne Haus" im Rückfeld des Baugrundstücks mit seinen markanten, ja merkwürdigen Strebepfeilern, die für Bremen seltene, hochmittelalterliche Ursprünge vermuten lassen. Diese noch heute vorhandene Alt-Bremer Szenerie haben wir in eine reizvolle Hofgestaltung eingebunden.

      Wir wären Ihnen daher sehr verbunden, wenn Sie entsprechend darauf hin wirken könnten, daß der Mäzen Chrisian Jacobs die engeren Essighaus-Planungen nochmals überdenkt und in der oben geschilderten Art modifiziert.

      Mit freundlichen Grüßen
    • Heinzer hat vom 'großen Kino' gesprochen, in diesem Sinne sage ich: Axel Spellenberg hat einen Oscar verdient; in der Kategorie Bestes Drehbuch, Beste Regie und Bester Film.

      Ich finde, der gute Herr Spellenberg aus Worpswede hat sich einmal mehr selbst übertroffen.
      Es ist betrüblich, dass der gebürtige Bremer Johann Christian Jacobs den Architekten in der Schweiz gesucht hat – und nicht in der Umgebung Bremens, der einen starken Bezug zur Hansestadt gehabt hätte. Dann wäre er ohne Zweifel auf Axel Spellenberg gekommen und seine Visionen zum Essighaus würden jetzt Realität werden.

      Doch leider wird diese Realität anders aussehen....

      Dennoch: Ganz, ganz großes Lob an den Künstler dieser wunderschönen 'Aquarelle' (Für die Zensur: Für mich sind es Kunstwerke, die in ein Museum, wenigstens aber in eine Galerie gehören), ich bin immer wieder fasziniert von dieser gezeichneten Detailtreue und den unglaublichen Farben. Ich liebe sie, diese und die vielen anderen.

      Ich kann Axel Spellenberg nur dazu auffordern: Arbeiten Sie bitte Ihre Entwürfe bis ins Detail aus. Denn wenn die nächste Generation Jacobs die Rekro-Bühne Bremen betritt, die Kinder und Enkel von Johann Christian Jacobs, dann werden wir als Rekro-Befürworter für die Umsetzung dieser, Ihrer Pläne kämpfen.

      Vorläufig, fürchte ich, stehen wir da auf verlorenem Posten.

      Das ist bitter. Das ist jammerschade. Ich wünschte, es gäbe einen Weg, diese Pläne schon jetzt Realität werden zu lassen. (Für die Zensur: Selbstporträt nach Realisierung der Erfolgsaussichten für die Umsetzung der Pläne)

      Nochmals ein ganz, ganz großes Kompliment an den Architekten dieser umwerfenden Visionen.
      I take a bow!

      Danke selbstverständlich auch an Pagentorn für die Einstellung dieses herausragenden Beitrags!!!
      I take bow, too!!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jakku Scum ()

    • @ Jakku Scum und ursus carpaticus:

      Jetzt würde mich speziell eure Meinung interessieren. Gestern Nachmittag haben Spellenberg via Pagentorn und ich mit zufällig nur drei Stunden Abstand unsere Vorschläge präsentiert - Spellenberg mit einer kompletten Neuplanung, und ich mit einer eher minimalen Umplanung des Jacobs-Projekt. Ich versuche eine Zusammenfassung zweier ganz spezifischer Beiträge von Euch (ich hoffe, dass ich die wesentliche Aussage von Euch treffe):

      Jakku Scums Beitrag: die Gefahr, dass Jacobs' Projekt (Plan A) in Bezug auf die Essighausfassade dermassen verrissen wird und er deshalb einen Neubau ohne Essighausfassade (Plan B) aus der Schublade holt, ist gross.

      ursus carpaticus' Beitrag: wir haben für Jacobs' Projekt danke zu sagen.

      Würdet Ihr jetzt eure Beiträge immer noch gleich formulieren? ;) Spellenberg hat natürlich 100mal mehr Zeit in die Ausarbeitung seines Vorschlags investiert, aber es geht mir um den Grundgedanken, wie weit in das Projekt eingegriffen wird/werden soll/werden darf. Wenn man in diesem Strang weit zurückblättert, findet ihr zwei Beiträge, welche dokumentieren, dass Spellenberg und ich das Heu auf der genau gleichen Bühne haben: hier und hier.

      (Eine vielleichrt nicht ganz uninteressante Hintergrundinformation: Regula Lüscher (Senatsbaudirektorin von Berlin), Miller und Maranta (Architekten von Jacob's Projekt) und ich sind alle innerhalb von drei Jahren geboren worden und haben in den 1980er Jahren ziemlich gleichzeitig an der ETH Zürich Architektur studiert. Es war eine Zeit, in welcher die Postmoderne begann, ein Auslaufmodell zu werden und die Würfelhust-Architektur im Kommen war - die Architektur war also in einem ziemlichen Umbruch. Und trotzdem - oder vielleicht gerade deshalb - sind wir alle ziemlich unterschiedlich "herausgekommen".)
    • Hallo Riegel.

      Ich stehe zu 100 % zu meinen bisherigen Aussagen.

      Begründung:
      Welchen Rückhalt hat die Reko-Bewegung in Bremen vor Bekanntwerden von Jacobs Plänen? Schauen wir doch mal:
      Rückhalt in der Bevölkerung: Keine!
      Rückhalt in der Politik: Keine!
      Rückhalt in der Wirtschaft: Keine!
      Das nenne ich mal eine solide Basis... (Für die Zensur: Der Satz ist ironisch gemeint).

      In Bezug auf ein anderes Reko-Projekt hatten wir im Dezember letzten Jahres ein 'politisches Treffen'. Grundsätzlich stünde man dem Projekt freundlich gegenüber, aber uns wurde dargelegt, dass das Projekt aus der Bevölkerung heraus angegangen werden müsse. Würde das Projekt politisch angegangen, also in der Bürgerschaft, wäre es binnen kurzer Zeit politisch tot, und das womöglich auf Jahrzehnte hin. Wollen wir das? - Nein!
      Wir als Reko-Bewegung in Bremen sind viel zu klein und leider noch immer viel zu unorganisiert, um solche Projekte zu stemmen. Die Essighaus-Fassade wäre niemals nur anhand der Bewegung zurück an ihren Platz gekommen. Dies haben wir allein Jacobs zu verdanken. Wir bekommen sie, wie ursus carparticus richtig sagt, 'geschenkt'. Das stimmt unbestritten. Jacobs hat alle überrumpelt bzw ins Boot holen können – selbst den Bremer Denkmalschutz. Eine weitere, nicht kleinere Sensation neben der Rückkehr der Fassade.

      Diese Tatsache, dass Jacobs von sich aus auf Geld verzichtet, wie ich ursus' Aussage unterstütze, und wir dafür die Fassade wieder bekommen, kommt mir hier im Forum viel zu kurz. Statt sich zu freuen, wird gleich auf Jacobs Pläne eingedroschen. Das fand ich nicht fair – und ist es auch jetzt nicht. Denn wir müssen folgendes bedenken:
      Wenn die Fassade erst einmal steht – dann steht sie!!!
      Kommen die Gebäudeteile hinter der Fassade in die Jahre und müssen diese modernisiert, also abgerissen und neu gebaut werden, dann bleibt die Fassade stehen! Diese Fassade nimmt uns keiner mehr! Und genau das muss der Ansatz im Fall Essighaus sein, denn eine Fassade allein aus der Bewegung heraus hätten wir niemals bekommen. Deshalb ist es wichtig, dass Jacobs seinen Plan A verwirklicht – unter welchen Flüchen, Schmähungen und Kopfschütteln auch immer seitens des Forums.

      Grundsätzlich träume ich auch von einer 1:1 Umsetzung der Reko. Eure Ideen, Deine Riegel, die von Pagentorn und die von Axel Spellenberg, sind toll und ich hätte sie auch gerne - Doch sind sie im Jahre 2018 realistisch? Nein. - Sind sie nicht. Leider. Das muss man akzeptieren.
      Was diese, Eure, Pläne betrifft, müssen wir ins Jahr 2078 schauen, vielleicht auch schon ins Jahr 2058 (hoffentlich schon eher), wenn die Halbwertzeit des Gebäudes hinter der Fassade in den Blickpunkt gerät.
      In der Hoffnung, das Gebäude befindet sich immer noch in Jacob'schen Besitz, müssen wir uns auf die Söhne und Enkel konzentrieren. (Oder es selbst in den Besitz bekommen).
      Deshalb auch mein Appell an Axel Spellenberg, Pagentorn und Dich, arbeitet Eure Pläne bis ins Detail aus, damit wir sie 2058 oder 2078 aus der Schublade holen und sie dann 1:1 umsetzen können.
      Dann, im Jahre 2058 oder 2078, wird die Akzeptanz, der Wunsch und die Liebe zu Rekonstruktionen auf weit größeren Füßen stehen als noch in unserer Zeit.
      Eher wird das Essighaus hinter Fassade nicht kommen. Das sind unrealistische Träume. Leider.

      Deshalb ist es mir so wichtig, dass die Fassade kommt. Ohne Wenn und Aber!!

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    • Jaccu Scum schreibt:

      1.Wir bekommen sie (die Fassade), wie ursus carparticus richtig sagt, 'geschenkt'. Das stimmt unbestritten.


      2. Kommen die Gebäudeteile hinter der Fassade in die Jahre und müssen diese modernisiert, also abgerissen und neu gebaut werden, dann bleibt die Fassade stehen!

      Zu 1. Wir bekommen die Fassade nicht geschenkt, sondern sie hat einen Preis: die ausufernde Bebauung zwecks Höchstmaß an zu generierender Fläche mit moderner Architektur. Was soll Jacobs in Bezug auf das Essighaus denn machen? Die jetzige Fassade steht ja schon unter Denkmalschutz. Er könnte sie also nicht abreißen und modern interpretieren.

      Zu 2. Das sind immer wieder auftauchende, fromme Wünsche. Jaccu Scum, wenn Du einst in die Jahre gekommen bist, werden die Gebäudeteile hinter der Fassade immer noch stehen.
    • Hallo findorffer.

      Du schreibst: 'Wenn Du einst in die Jahre gekommen bist, werden die Gebäudeteile hinter der Fassade immer noch stehen'.
      Vielleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt, deshalb: Aber sicherlich gehe ich davon aus, dass die Gebäudeteile dann noch stehen, wenn ich in die Jahre gekommen bin.
      Ich habe geschrieben, dass vielleicht erst 2078 (!!!!!!) eine Modernisierung und damit ein neuerlicher Umbau des Gebäudes anstehen könnte.
      Hast Du eigentlich eine Ahnung, wie alt ich dann sein werde? Mit meinen dann 108 Jahren würde ich Johannes Heesters den Methusalem streitig machen.
      Stand jetzt gehe ich nicht davon aus, dass ich die 1:1 Umsetzung à la Spellenberg, Riegel oder Pagentorn erleben werde.
      Was ich aber erleben werde: Die Rekonstruktion der Essighaus-Fassade!!!
      Und die, mein lieber findorffer, die lasse ich mir nicht nehmen. - Egal ob Höhenmaß, Deckenmaß oder Flächenmaß Anstoß findet. Was sich hinter der Fassade abspielt, ist für mich irrelevant. Ob das nun eine angeklebte Fassade ist oder nach Disneyland ausschaut, spielt für mich keine Rolle. Ich würde mich auch mit einer Hollywood-Fassade begnügen wie die Kulisse aus Macao, die Pagentorn uns auf einem Bild gezeigt hat. Es spielt für mich keine Rolle. Ich will diese Fassade wieder in Bremen haben.

      Was glaubst du findorffer, hätten wir als Bewegung diese Fassade wieder nach Bremen holen können? Hätten wir jene Ohren gefunden, in der Politik, im 'Geldspeicher' oder dem Denkmalschutz, die uns bei dem Anliegen unterstützt hätten? Und mit Deinen Worten gefragt: Hätten wir das Gebäudeteil Reko-Fassade-Essighaus jemals erlebt? Wie lange träumst Du schon von der Wiederherstellung der Fassade? Willst Du jetzt wirklich wegen des Höhenmaßes darauf verzichten? Willst Du die Fassade also gar nicht?

      Klar hätte Jacobs eine moderne Fassade bauen können. Die komplette Fassade kann kaum unter Denkmalschutz stehen, sind viele Bauteile doch Jahrgang 1952. Meiner Ansicht hätte Jacobs den Utluchten auch eine moderne Fassade aufstülpen können, wenn er die Versatzstücke des Caesar'schen Hauses mit eingebunden hätte.
      Oder anders gesagt: Das, was jetzt als Fassade über den Utluchten entsteht, ist ja auch neu – und wird ohne die alten Versatzstücke gebaut. Die neue Fassade über den Utluchten weckt ja nur den Schein des Alten, ist sie ja aber nicht. Sie sieht nur alt aus – ist aber niegelnagelneu. Und? Wo bleiben da die Teiles des Caesar'schen Hauses? Siehst oder entdeckst Du sie auf den Jacobs-Entwürfen in der Fassade des neuen Essighauses?
      Du siehst, Jacobs wird eine neue Fassade (mit Ausnahme der Utluchten) bauen – trotz Denkmalschutz!
    • Und noch etwas an Dich, findorffer und alle anderen hier, die an Jacobs Plänen etwas auszusetzen haben, und zwar gebe ich Euch folgenden Tipp (Für die Zensur, dieser Tipp kommt von Herzen, ist absolut ehrlich gemeint und birgt keine verdeckten Gehässigkeiten):

      Sucht Euch einen Gutachter, lasst den Verkehrswert der Immobilie Essighaus ermitteln, geht mit den Daten zur Bank und besorgt Euch einen Kredit über die Summe, kauft Jacobs das Gebäude ab,
      akquiriert Axel Spelleberg für die architektonische Ausgestaltung des Projektes und fang an nach Euren Vorstellung zu bauen.
      Ihr habt dafür meinen Segen.
      Dann erleben wir die 1:1 Umsetzung noch zu Lebzeiten

      Das Ihr aber das Geld von der Bank bekommt, ist – Stand heute – so aussichtslos wie Euer Gewinn eines Formel-1-Rennens gegen Sebastian Vettel.
      Leider....Leider....Leider...

      Also....Was wollt Ihr dagegen tun? Wollt Ihr Euch an die Außenmauern ketten? Das Haus besetzen und den Baustart verzögern? Was wollt Ihr konkret dagegen unternehmen?
    • @ Riegel
      Ich hab natürlich nichts gegen absolute Verbesserungen dieser Art. Meine Meinung, dass wir beim Jacobs-Entwurf nichts als danke zu sagen haben, steht dazu nicht im Widerspruch.
      Du schenkst mir 1.000 €. Sag ich danke.
      Du schenkst mir 5.000 €. Sag ich danke vielmals.
      Ich sag nur, dass ich dem Jacobs-Entwurf bei aller (niemals in Abrede gestellten) Fragwürdigkeit über die reine Essighaus-Fassade hinaus - die a) schon per se einen Selbstzweck bildet! - etwas Positives abgewinnen kann - und zwar, dass also b) diesem collageartigen Zusammenprall eine gewisse Qualität innewohnt und c) nach meiner subjektiven Einschätzung mit nichts Besserem zu rechnen ist. Meine Meinung halt, die mit der deinigen wohl in Punkt b) in echtem Widerspruch steht.

      Wenn du aber diese zugegebenermaßen problematische Lösung sozusagen entschärftst, also eine klassisch überzeugende Alternative bietest, werd ich als Letzter was dagegen haben.
      Nach oben hin ist immer Platz.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Jakku Scum schrieb:

      Also....Was wollt Ihr dagegen tun? Wollt Ihr Euch an die Außenmauern ketten? Das Haus besetzen und den Baustart verzögern? Was wollt Ihr konkret dagegen unternehmen?
      Etwas melodramatisch.... niemand will sich am Essighaus festketten, die Befürworter einer sich deutlich mehr am historischen Vorbild orientierenden Rekonstruktion sagen nur, was sie nicht gut finden an den Plänen und wie es ihrer Meinung nach besser ginge. Ich bin zwar in der letzten Konsequenz nicht ihrer, sondern Deiner Meinung (die Fassade sollte auf jeden Fall kommen), aber so ist das nunmal mit Meinungen.

      Insofern aus meiner Sicht etwas kontraproduktiv, hier jetzt mit derartigen Übertreibungen zu zündeln, auch wenn ein wenig Zunder sicher manchmal produktiv sein kann, macht wie auch beim Humor die Dosis das Gift. Und die ständigen Hinweise auf die Zensur Dein Anliegen nicht zwingend überzeugender.
    • Meine Einschätzung, dass wir nach den Spellenberg-Entwürfen wieder versöhnlicher miteinander umgehen, muss ich wohl wieder zurücknehmen. Welche Fehleinschätzung meinerseits. Wie Heinzer schon richtig schrieb: Es geht um verschiedene Meinungen, die können interessant sein, anregend, mancher - auch ich - könnte vielleicht sogar seine Position überdenken, lässt sich überzeugen. Das scheint Demokratie zu sein. Aber, Jacco Scum, was Du hier ablieferst, dient nicht gerade der Friedenssicherung. Ach ja, Du wolltest ja aufmischen. Ich hoffe, es ist nicht wieder zu viel Bier im Spiel beim selbsterklärten "Bierliebhaber".

      Der Jacobs-Deal gleicht doch mehr einem Ablasshandel: Du gibst uns eine Fassade und wir vergeben Dir Deine Bau-Sünden.
    • Es ist immer wieder dasselbe: etwas wird zu 60 (80, 90, 99) Prozent rekonstruiert, und mindestens einer schreit "Das sind aber keine 100 Prozent! Dann könnt ihr es gleich wieder einreißen!" Ein sich ständig wiederholendes Verhaltensmuster, das dem Ruf der Reko-Freunde nicht gerade guttut...
      Aber dagegen sich wehren ist wie sich gegen das Wetter wehren...