Bremen - Essighaus

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    • So, ich habe keine Lust mehr zu warten.
      Ich bin vor einigen Wochen auf der Seite

      afasiaarchzine.com/tag/miller-maranta/

      auf eine Version des Essighauses gestoßen, die hier so - glaube ich - noch nicht vorgestellt wurde.
      Ich hätte dieses Bild hier gerne hochgeladen, doch leider kann ich mich unter dem Reiter 'Bilder' nicht anmelden. Ich habe dem Webmaster bereits mein Anliegen geschildert, doch bisher kam von dieser Seite noch nix.
      Also muss ich - wohl oder übel - mit einem unvorteilhaften Pdf-Anhang arbeiten.

      essighaus version II.pdf



      Bei dieser Version fallen sofort drei Details auf:

      • Das Dachgeschoss schießt nicht mehr in die Höhe und erweckt zudem nicht mehr den Eindruck aus drei Etagen zu bestehen. Auch die 'Stacheligkeit' eines Igels oder eines prähistorischen Sauriers oder eines Fabelwesens aus der Tolkien oder Rowling-Saga ist nicht mehr gegeben. Das Dachgeschoss wird somit wohl der 'ursprünglichen Maßstäblichkeit' enstprechen, wie es de Chapeaurouge in dem Artikel der IZ vom 10.10.18 erwähnt. Es würde zudem unterstreichen, dass die anfänglich anvisierten 6.000m² Nutzungsfläche jetzt auf 5.000m² reduziert wären, wie es in dem Artikel ebenfalls heißt.
      • Die einzelnen Etagen des Neubaus korrespondieren jetzt mit der neuen/alten Fassade. Besonders die große Eingangshalle, die sich jetzt auf 'Augenhöhe' der Utluchten befindet, fällt sofort in Auge.
      • Leider fällt auch der angedachte Beton und der Betonguss der Fassade ins Auge, der so grau ist wie die Tage im November in der Hansestadt. Die Fassade verliert irgendwie ihr Alleinstellungsmerkmal, sie verschwindet oder verschmilzt gänzlich mit den angedachten Nebengebäuden. - Da waren mir die warmen, rötlichen Töne der Etagen in der ersten Vision doch deutlich lieber.
      Hier noch einmal die bekanntere Version des Essighauses, ebenfalls als unvorteilhafter Pdf-Anhang:

      essighaus version I.pdf
    • Das ist ja noch fürchterlicher, gar keine Rekonstruktion mehr. Abgesehen vom Giebel und dem bereits stehenden Erdgeschoss wäre das ja nur eine ganz grob abstrahierende Replik, man vergleiche nur die Detailliebe der originalen Fassade mit diesem 50er-Jahre-Raster.

      Man kann nur hoffen, dass das jetzt keine neuere oder aktuellere Planung ist. DAS wäre eine Verballhornung!
    • Jakku Scum wrote:

      Ich bin vor einigen Wochen auf der Seite

      afasiaarchzine.com/tag/miller-maranta/

      auf eine Version des Essighauses gestoßen, die hier so - glaube ich - noch nicht vorgestellt wurde.
      Die dargestellte Version des Essighauses kann ja wohl nicht ernst gemeint sein, ich kann oder will es nicht glauben.
      Nur mit gutem Willen möchte ich das, wie es hier dargestellt wird, noch als kritische Rekonstruktion bezeichnen. Die gesamte Plastizität der originalen Fassade fehlt, das liegt nicht nur an den sprossenlosen Fenstern, sondern auch daran, dass die Gesimse in dieser Visualisierung völlig abhanden gekommen sind. Da fehlt doch so viel!

      Also, ehrlich. Wenn das ernst gemeint sein soll, weiß ich echt nicht mehr weiter, da fehlen mir die Worte. Das ist ja eine Persiflage auf das Essighaus, schlechte Satire, und so oder so keine Rekonstruktion mehr. Und dann noch aus Betonguss...
      Ich war ja schon am Anfang skeptisch, doch sollte das hier wirklich so umgesetzt werden sollen (ich kann es nicht glauben), lehne ich dieses Projekt wirklich in allen seinen Einzelheiten ab! Man kann nur hoffen, dass dieser Stand nicht Bestandteil aktueller Planungen ist...
    • Ich verweise hier auf meine bereits früher geäußerte Meinung, dass es besser wäre, wenn alles so bliebe, wie es jetzt ist. Moderne Architekten sind absolut unfähig, sich in die Architektursprache vergangenen Baustile einzufinden (Potemkin-Architektur). Sie können es einfach nicht und es sieht aus, als wenn Jugendliche in einem Rechner-Game gedaddelt haben: "Baue Dir Deine Stadt". Sie machen aus einer Renaissancefassade einen modernen Bau, das ist geradezu abartig und verhöhnt das kulturelle Erbe. Wo bleibt der Denkmalschützer?
    • Auf der Webseite steht oben auf dem Bild ein Datum: 16.7.18. Ich glaube (und hoffe) deshalb, dass es sich um eine ältere Version handelt. Die anderen Visus stammen aus September 2018. Das Jacobs-Haus ganz unten sieht auch ganz anders aus.
      Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker
    • hab mir seit Langem wieder den Essighaus-entwurf angesehen, und bleibe dabei, sogar mit mehr Bestimmtheit als früher:
      dieses rücksichtslose Aufeinanderprallen zweier konträrer Elemente bzw das Aufkleben dieser Fassade als Fremdkörper, diese rigorose Überspitzung des Fassadismus hat "etwas", vor allem in diesem städtebaulichen Zusammenhang. Die Lösung scheint mir äußerst bremisch zu sein und dem Manierismus der Weserrenaissance zu entsprechen. auch der daneben stehende Backstein ist ortsangemessen, wobei der Aufbau mit der Seitenfront gut mit dem plumpen Giebelansatz rechts korrespondiert.
      Das von Jakob (Dienstag) erstverlinkte Bild hingegen wäre sehr enttäuschend. Ich könnte darauf verzichten, auf dieses neue Ensemble hingegen nicht. Wenn man sich schon nicht zur flächigen Ensemble-Reko entschließt (natürlich die beste Lösung, keine Frage) dann bitte so.
      Auch unabhängig vom Umstand, dass ich den BRD-Wiederaufbau (ob um freudlose Anpassung bemüht, die indes stets stilistisch ungeschickt auszufallen pflegte) aus tiefster Seele verabscheue und gegen seine Beseitigung wahrlich nichts einzuwenden habe, muss ich diesem Entwurf eine beträchtliche Qualität zuerkennen.
      Hoffentlich kommt er.
      Wobei ich der Frage der Materialität gar keine so große Bedeutung zumessen würde. Angeblich soll ja alles aus Beton sein, gibt es darüber was Neues?
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Lieber Fuldataler,

      in der Tat hat sich die Aufmerksamkeit in der Stadt momentan sehr auf den Brill verlagert. Allerdings geht der Neubau des Jacobs-'Stammhauses' an der Obernstraße wohl planmäßig voran. Von einer Änderung der Essighaus-Päne ist bisher nicht die Rede gewesen. Derzeit wird das Gebäudeensemble ja eh noch von der Deutschen Factoring-Bank genutzt, der Abriß wird insofern noch einige Jahre auf sich warten lassen.