Historiker Paul Nolte: An Schönheit ist nichts Schlimmes

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    • Historiker Paul Nolte: An Schönheit ist nichts Schlimmes

      Der Berliner Historiker Paul Nolte über die Gründe für den Wiederaufbau-Boom in den Städten, den Streit um die Rekonstruktion der Potsdamer Garnisonkirche und über die Frage, warum die Deutschen so gern im Altbau leben.
      Quelle: zeit.de/2018/36/historiker-pau…che/komplettansicht?print


      Jeder, der sich die
      Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

      www.archicultura.ch

    • Ein wirklich bemerkenswert sachlicher Artikel, der mit der Mär der politisch aufgeladenen Architektur aufräumt.

      Paul Nolte wrote:

      Die Nachkriegsmoderne hat den Städtebau beschädigt und vereinseitigt. Ich bin ein großer Fan des Bauhauses, und die Schmucklosigkeit war zu ihrer Zeit ein wichtiger Gegenakzent, auch politisch. Aber heute können wir das entspannter sehen und eine Vielfalt von Formen akzeptieren. Eine gegliederte Fassade ist schön; ein Erker sorgt außerdem für eine wunderbare Leseecke im Wohnzimmer. Deshalb wollen die Menschen ja in die Altbauten. Wir Deutschen waren schon sehr puristisch. Wir haben den Stuck abgeschlagen und gesprengt, was nicht durch den Krieg ohnehin zerstört war – noch einmal: in Ost und West. In anderen Ländern wird historistisch gebaut, ohne dass es gleich einen Aufschrei gibt. Wenn in den USA ein Uni-Campus erweitert wird, dann kommen da auch neugotische Gebäude hin. An Schönheit ist nichts Schlimmes.
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    • Stuegert wrote:

      Hast du Trüby verpasst?
      Nein, ich habe ihm explizit und öffentlich widersprochen: zeilenabstand.net/sind-rekonstruktionen-politisch-motiviert/

      Stuegert wrote:

      Natürlich ist Architektur, und ganz besonders Rekonstruktion, in Deutschland politisch aufgeladen, wer das bestreitet stellt sich blind und taub.
      Nur weil einige wenige Architektur politisch instrumentalisieren, ist sie deswegen nicht per se politisch. Weder ist Rekonstruktion rechts noch Moderne links.
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