Braunau am Inn (Galerie)

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    • Braunau am Inn (Galerie)

      Nachfolgend soll eine weitere Inn-Salzach Stadt vorgestellt werden, nämlich Braunau am Inn.
      Braunau gehört heute zu Oberösterreich, war aber wie das ganze Innviertel bis zum Frieden von Teschen 1779 Teil von Bayern (Rentamt Burghausen). Es liegt auf der Strecke von Salzburg nach Passau und ist somit Teil jenes Gebietes, das von der Inn-Salzach Bauweise geprägt ist. Während die Häuser am Stadtplatz von Tittmoning ausschließlich horizontale Dachabschlüsse aufweisen, besitzt Braunau am Stadtplatz auch einige Giebelhäuser, was die Silhouette etwas abwechslungsreicher macht. Den Stadtplatz hab ich ganz fotografiert, ansonsten nur einige wenige Impressionen, darunter das Innere der Stadtpfarrkirche St. Stephan. Wenn jemand noch mehr Material hat, würde ich mich sehr freuen, wenn er es dazustellen könnte!

      Auf Wikipedia stehen in den Denkmallisten bzgl. der einzelnen Häuser nahezu keine Informationen und im sonstigen Internet habe ich zudem auch nichts gefunden, somit kann ich zu baugeschichtlichen Aspekten der einzelnen Häuser leider nichts sagen.

      Stadtplatz Südseite mit Stadttorturm:




      Nachfolgend Bilder von der Westseite beginnend im Süden:


















      Das Haus mit der Nudelkuchl hat ein interessantes Sgraffito im Dachabschluss, dieses schaut mir stilistisch aber recht neu aus, nach 20er oder 30 Jahre. Weiß jemand dazu etwas Näheres?

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    • Jetzt die Ostseite, beginnend mit einem Blick auf den Stadtturm:








      Das historistische Rathaus, fertiggestellt 1903, passt irgendwie gar nicht zur Umgebung (das alte war 1874 durch einen Brand zerstört worden). Der rechts anschließende Bau schaut wie ein moderner Anpassungsbau aus, er erscheint auch nicht in der Liste der Baudenkmäler auf Wikipedia:






      Auf dem folgenden Bild ganz links schon der Schlußbau am Nordende des Platzes, entweder eine Nachkriegs-Bausünde oder ein modernistisch verunstaltetes älteres Haus (die Stockwerkshöhen entsprechen den umliegenden Häusern, ausschauen tut das ganze aber wie ein heruntergekommener Nachkriegsbau):





      Nochmal der Abschluss der Ostseite:




      Insgesamt schon ein schöner Stadtplatz, allerdings hat er mich nicht so begeistert wie der von Tittmoning und schon gleich gar nicht wie der von Burghausen, der meiner Meinung nach einer der schönsten Inn-Salzach-Stadtplätze ist.
    • Hier noch zwei Ansichten aus Seitengassen:

      Johann-Fischer-Gasse:




      Ein Haus mit Stabgiebel in Braunau in der Mühlengasse, das ehemalige Spitalbad, ein bisserl ähnlich wie in Landshut, Dingolfing o.ä.:




      Nun noch einige Fotos der Stadtpfarrkirche St. Stephan, eine bedeutende spätgotische Kirche, erbaut ab 1439 von Stephan Krumenauer, dem Sohn des Passauer Dombaumeisters Hans Krumenauer. Sie ist eine dreischiffige Hallenkirche mit zwei Reihen von je sechs Seitenkapellen und besitzt mit ihrem 87 m hohen Turm einen der höchsten Kirchtürme Österreichs. Die Seitenkapellen stellten Zunftkapellen dar und wurden, wie in bayrisch-österreichischen Gefilden üblich, bis auf eine Ausnahme barockisiert. Die einzige gotisch gebliebene Kapelle, die der Bäcker, blieb gotisch, weil es der Bäckerzunft damals an Geld mangelte... heute ist diese Kapelle einer der wenigen mit gotischem Flügelaltar, die in Oberösterreich erhalten geblieben sind.














      Zum Abschluss der Bilder aus Braunau nun noch eine Referenz an einen berühmten Sohn der Stadt - nein, nicht an den wohl berühmtesten, das wäre zu billig - sondern an den ehrenwerten Hans Steininger, welcher im 16. Jhd Stadthauptmann von Braunau und seines außergewöhnlich langen Bartes wegen sehr berühmt war. Sein rund zwei Meter langer Bart wurde ihm nach seinem Tod abgeschnitten, im Jahre 1911 an die Stadt Braunau vererbt und ist heute im Bezirksmuseum zu sehen - seine Echtheit wurde außerdem chemisch und mikroskopisch nachgewiesen. Es geht die Legende, dass er einmal auf seinen eigenen Bart gestiegen und dabei zu Fall gekommen wäre und sich so das Genick gebrochen hätte... nettes Gschichterl. In der Münchener Residenz ist eine Renaissance-Stiege nach ihm benannt, hinter einem Portal unter den nordwestlichen Arkaden des Hofgartens führt sie bis ins zweite Obergeschoss der Residenz. Sie bekam aber den Namen, weil dort ein Gemälde von ihm hängt, nicht weil er dort gestolpert wäre... die Stiege wurde erst 1614 erbaut, wohingegen Steininger schon 1567 gestorben war.

      Hier sein Epitaph an einer der Seitenwände der Kirche, sehr schön darauf zu sehen sein beeindruckender Bart:

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    • Leonhard, vielleicht könntest du die Bilder von Schärding extra einstellen. Die Stadt, in der ich nach wie vor noch nicht war, aber gestern fast dort gelandet wäre, verdient finde ich schon eine eigene Galerie. So wurde dass auch in den letzten Jahren gehandhabt, übersichtlicher ist es in jedem Fall. Ansonsten danke für die Bilder aus Braunau, wo ich vor langer Zeit (denke mal 24 Jahre) mal kurz war und seitdem nicht mehr.
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