Saarbrücken Teil 4: St. Johann (Altstadt) und Nauwieser Viertel (Galerie)

  • Noch ein paar Ansichten:





    Rechts daneben, ein völlig geschwärzter Gründerzeitler:




    Und Neue Sachlichkeit und 20er Jahre:





    Etwas weiter nach Norden wird die Bebauung uneinheitlicher. Hinter einem Wellblechsupermakt...:




    ... befindet sich ein Hinterhof, der als Lagergebäude 1897 von Christian I. Burgemeister errichtet wurde:



  • Ein wenig weiter an der Einmündung der Brauerstraße, dieses Studentenwohnheim im späten postmodernen Stil mMn ziemlich angenehm gebaut:




    In der Brauerstraße, dieser entstuckte Altbau:



    Dahinter, ein bisschen versteckt in der Schützenstraße, befindet sich dieser expressionistische Bau, 1925/26 von Bruno Daum erbaut:












  • Ab jetzt gehen gehen wir ins Nauwieser Viertel. Dafür müssen wir wieder in die Schumannstraße. Hier befinden sich am Hang einige historistische Mietshäuser:


    Die Nordseite:




    Wenn man genau hinschaut, sind es Jugenstilformen:



    Die Südseite:




    Nr. 8 ein sehr edles neugotisches Gebäude.











    An der Kreuzung zur Försterstraße:





  • Nr. 22, ein geschwungener Bau des Jugendstils 1910 von Karl Brugger gebaut:





    Daneben, die Nr 14/16, im Stil der Neorenaissance 1908 von Wilhelm Hector:





    Ein Stück weiter entfernt, die Grundschule Rotenberg, von H. Güth 1905 erbaut:





  • Leider wurde dieses Eckhaus schon seit Jahren durch den Eigentümer verhunzt. Man sieht es nicht auf dem ersten Blick, aber immer mehr Ornamente verschwinden unter einer dick aufgetragenen, neuen Putzschicht und werden "zugekleistert" und teilweise sogar abgeschlagen

    Allerdings, das ist wirkt völlig dilettantisch. Als wären Teile abgeplatzt. Das schreit in Zukunft nach einer Korrektur.


    Doch an der Ecke zur Schumannstraße steht ein prächtiges Mietshaus, teilweise schon in Jugenstilformen 1909 von Christian Schuth, leider wurden die zwei Untergeschosse später zum Nachteil des Gebäudes umgebaut

    Absolut gruselig.
    Überhaupt sind da einige Gründerzeitler, die dringend einer Korrektur der Untergeschoss-Zonen bedürfen. Mit solchen finanziell noch überschaubaren Maßnahmen könnte ungemein viel zur Aufwertung der Immoblien sowie für das Stadtbild beigetragen werden.

  • Die Grundschule liegt an der großen Treppe zur Michaelkirche:







    Die Kirche St. Michael wurde 1923/24 von Hans Herkommer erbaut. Sie ist im Stile de Expressionismus gehalten, der typisch für diese Zeit ist, mit Elementen des Mittelalters und der Renaissance angereichert:











    Hauprteingang:







  • Die Nordseite der Kirche wirkt mit ihrer Wucht und den schmalen Fenstern wie Schießscharten an einer Burg:




    Der eckige Chor:



    Hinter der Kirche befindet sich der ehem. Friedhof, jetzt Echelmeyer-Park. Links davon die Gebäude der 50er Jahre des Berufsbildungszentrum (die Wohnung des Kommisars im Saarbrücker Tatort liegt hier :lachentuerkis: )



    Im Park, die ehem. klassizistische Friedhofskapelle von 1844 bis 46 durch den Architekten C. Bild errichtet:






    Hinter dem Park, an der Straße "Am Müggelsberg", ein modernistischer Kasten, der dem Architkten von FLOSUNDK als Privathaus und Geschäftstelle gehört. Er wurde 2017 vom BDA ausgezeichnet siehe Artikel in der SZ...



    Fügt sich doch wunderbar zu den Nachbarhäusern ein oder? *Ironie Ende*


  • In der Kantstraße, normale unauffällige Bebauung, zum großen Teil aus den 1920ern:







    An der Ecke zur Schumannstraße:






    Schöne historistische Villen mit Fachwerk an der Einmündung zur breiten Martin-Luther Straße:





  • In der Martin-Luther Straße, Richtung Westen, ein ehem. Büroturm aus den 1960er jetzt Luxuswohnungen...



    Zur anderen Seite , an der Egon-Reinert Straße, ebenfalls Bausünden:




    Verwaltungsgebäude der Landesversicherungsanstalt aus den 50er Jahren (sthet unter Denkalschutz...)





    Gegenüber, noch ein paar schmucke Gründerzeitler:














  • Mit der Rechtskurve wird die Straße zu der uns schgon bekannten Richard-Wagner Straße.


    Hier stehen prächtige, mehrstöckige Mietshäuser wie dieses hier in Jugenstilformen:







    Das Nachbarhaus, ein Zwilling:




    Nr. 18, 1911 von Hermann Kopf und Rudolf Uebel errichtet:












  • Wieder an der Nordseite, in der Einmündung zur Försterstraße diese zwei Baute, das rechte aus den 1920er Jahren in expressionistischen Baustil klassizstischen Einfluss










    Das linke Gebäude von 1912 von Ludwig Nobis, ist leider nicht im besten Zustand:







    In der oberen Försterstraße dann noch dieses beachtenswerte Jugendstilhaus:




    Gegenüber eher Zwischenkriegsbebauung:


  • Gehen wir diese Straße nun hinunter ins Tal und in das innere Nauwieser Viertel. An der Ecke zur Blumenstraße:;




    Eckhaus von 1903 von Heinrich Güth:




    Gegenüber, ein Wohn-und Geschäftshaus 1909 von Heidt konstruiert:








    Der westliche Teil der Blumenstraße ist weniger gut erhalten geblieben (Nähe zur Dudweilerstraße):





    An der Kreuzung zur Johannisstraße Im hintergrund, das Rathaus):





  • Noch ein paar Ansichten zur Johannissttraße:




    Sie ist ein wildes Sammelsurium aus allen möglichen Architekturstilen:












    Kommen wir zum östlichen Teil der Blumentstraße. Sie ist praktisch völlständig erhalten und zeigt einen sehr geschlossenen Bestand von Gründerzeitbauten:





  • Über die Rotenbergstraße gelangen wir zu Nauwieserstraße. Im östlichen Teil befinden sich diese hohen Gründerzeitler wohl um 1910:







    Jedes Haus hat seinen individuellen Stil und das für eine Zeit, in der auch der Wohnraum knapp wurde wie heute und daher die Häuser hoch gebaut wurden. Das sollte uns als Vorbild dienen:
















    Meiner Meinung nach noch dazu eines der am großstädtisch wirkenden Stadtprospekte Saarbrückens:



  • An der Ecke zur Rotenbergstraße (im Hintergrund , die Türme von St. Michael)



    Etwas weiter westwärts, eines der neusten Häuser des Viertels:




    Doch wenn wir immer weiter in Richtung Innenstadt gehen, umso geschlossener die Bausubstanz:






    Gegenüber:






    In der Grünstraße:



  • Am Beginn der Linkskurve der Nauwieserstraße befindet sich dieses Gebäude aus der Neorenaissance, 1897 von Albert Pitz:









    Eckhaus zur Cecilienstraße 1904 von Carl Burgemeister mit auffälligen Erker:





    Gegenüber:




    Am Nauwieserplatz:



  • Die alte Nauwieserschule trennt vom Süden her diesen Platz mit dem Max-Ophüls-Platz. Sie wurde zwischen 1872 und 1880 errichtet:





    Parallel dazu, am südlichen Ende des Max-Ophüls Platz, die "neue" Nauwieserschule von 1888:




    Rückseite:





    Auf der westlichen Seite des Platzes:







    Daneben eine Lücke, die schon seit gefühlten Ewigkeiten herrscht:





    Auf Planen eine Neubauplanung, die aber nie realisiert wurde:



  • Das gezeigte Ensemble an der Nauwieserstraße ist sehr überzeugend. Insgesamt wundert mich die vergleichsweise "nördlich" anmutende Ästhetik der Häuser. Viel gelber und roter Klinker, wie man ihn auch in Hannover an vielen Gründerzeitgebäuden sieht, recht wenig Sandstein, wie er z.B. in Mainz sehr dominant ist an Gebäuden aus derselben Zeit. Auch der Renovierungszustand ist sehr westdeutsch, immer noch viele unpassende Fenstergliederungen, Plastikrahmen, lieblos umgestaltete und tlw. entstuckte Erdgeschosszonen... es gibt viel zu tun, kann aber durchaus was werden. Wie sieht es denn demografisch aus in Saarbrücken? Gibt es Zuzug?