Saarbrücken Teil 4: St. Johann (Altstadt) und Nauwieser Viertel (Galerie)

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    • Die rechten Nachbarhäuser werden mit der Jahreszahl immer " jünger" bis ins frühe 19. Jh.Zunächst von 1804:






      Die rechte Doppelkhaushälfte ist zwei Jahre jünger:





      Dahinter befindet sich das "Filmhaus"



      Das Hotel Ledinger ist bereits von 1812. Man beachte das lange konservative Verharren an den barocken Stil:







      Das rechte Nachbarhaus bereis von 1860, ist voll im klassizistischen Stil:







      So der Rest der Viertels um die Mainzer Straße wird im nächsten Teil abgehandelt, jetzt zeige ich euch das Rathaus und das Nauwieservietel!
    • Rathaus und Johanniskirche

      Kommen wir nun zu einem Zentrum gründerzeitlichen Bauens der Landeshauptstadt: das Rathaus. Es wurde 1897 bis 1900 nach Plänen des berühmten Architetkten Georg von Hauberrisser, der ebenfalls u.a das Rathaus von München und Wiesbaden errichtet hatte, erbaut. Damals war das kleine, eines Rathaus nicht würdige Häuschen in der Altstadt der Stadt zu klein geworden, und so hat man das neue Rathaus mit dem Platz und der Johanniskirche zur selben Zeit als neues städtebauliches Großprojekt geplant, obwohl die Stadt erst 1909 durch Fusionierung mit Alt-Saarbrücken und Malstatt-Burbach zur wirklichen Großstadt wurde. Das Gebäude an sich ist ein sehr geschmackvoller Bau der im Stile der Neogotik gehalten ist und im örtlichen, rötlichen Sandstein als Baumaterial errichtet wurde.

      Nun zu den Ansichten: Blick auf die Hauptfassade (Nordflügel)







      Mit Sparkassenbrunnen:





      Sehr viel Mühe hat sich Hauberrisser bei den Details gegeben:








      Der Drache an der Ecke des Glockenturms ist schon einzigartig:



      Der reich geschmückte Giebel über dem Festsaal:








    • Der östliche Flügel stammt aus einer späteren Architekturepoche, nämlich der des Expressionismus. Dieser wurde 1922 bis 1928 errichtet und farblich zum bestehenden Nordflügel durch den gleichen roten Sandstein angepasst:
















      Sehr interessant wie der Giebel gestaltet ist: man erkennt noch den Einfluss des gotischen Maßwerks, aber trotzdem ist er expressionistisch!














      Selbst die Laterne davor ist in expressionistischen Formen, erinnert an einen "Dornenbusch"








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    • Gegenüber das Parkhaus hinter Bäumen versteckt:



      Sowie daneben ein Kasten, der ebenfalls der Stadt gehört(e?) und entkernt wurde. Wer weiß was draus wird... :kopfschuetteln:





      Zur Gerberstraße anschließend neben den expressionistischen Ostflügel ist der Südflügel von 1937 . Er kam in der NS-Zeit dazu und ist ziemlich schlicht ausgefallen. Der einzigste "rote Faden" ist der rötliche Sandstein, der besonders schön auf der Sonnenseite "glänzt":

      Der kleine Arkadengang:











      Einheitliche Südfront:




      Der einzigste Schmuck sind hier die Fenster und die Kellergitter:






      (Mein 2.000 Beitrag!)
    • Danach kommt wie ein Keil der modernistische "Bruch" mit dem Südwestflügel des "Rathaus-Carrés" aus den 1990er Jahren:









      Dieser Flügel zieht sich bis zum damals neu geschaffenen "Gustav-Regler Platz":






      Da dieser auf Stelzen gebaut ist, kann man sich den dahinter liegenden Innenhof des Rathauses dadurch auch anschauen:













      Ziem lich schlicht ist die Innenseite des Ostflügels ausgefallen:

    • Lieber Fachwerkliebhaber,

      herzlichen Dank auch für die Bilder des Rathauses, das zusammen mit der Johanniskirche ein sehr stimmungsvolles Ensemble bildet. Als wir vor einigen Jahren in Saarbrücken waren, konnten wir den Festsaal leider nicht besichtigen, da am Wochenende das Rathaus verständlicherweise geschlossen war. Umso mehr freue ich mich jetzt, dass du Bilder dieses sehr festlichen und stimmungsvollen Raumes eingestellt hast.

      Damals waren wir übrigens auch im Ratskeller, der im Souterrain des Rathauses, also so halb unter der Erde liegt, sehr schöne, neogotische Säulen samt Gewölben aufweist, desgleichen recht hübsche Bleiglas- bzw. Buntglasfenster, mit, oft auch launigen und lustigen Darstellungen aus der Saarbrücker Stadtgeschichte. Die Säulen nebst den Gewölben sowie den besagten Fenstern, vermitteln eine schöne Stimmung. Auch habe ich den Aufenthalt im Rathskeller, wiewohl es außen hochsommerlich heiß war, im Rathskeller selbst als sehr angenehm kühl und wohltuend in Erinnerung behalten.

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    • Johanniskirche

      Die evangelische Johanniskirche liegt gegenüber vom neuen Rathaus. Sie wurden bereits 1898 feritggestellt und war städtebaulich von Anfang an als kirchliches Gegenstück zum weltlichen Rathaus geplant. Sie wurde errichtet nach Plänen des Leipziger Architekt Richard Tschammer im klassischen neugotischen Stil. Vor ein paar Jahren "renoviert", sieht man es ihr leider von außen nur wenig dies an, da nur die notwendigsten Stellen geflickt wurden, wohl aufgrund des Geldmangels der Kirche. Wenn man den ganzen Sandstein abgedüst hätte, wäre es ein kleines Schmuckstück:

      Die Kirche im Bau:



      Und heute:







      Der Chor :








      Südseite zur Saarbahn-Haltestelle mit ihren vielen, neugotischen :






      Mit Westturm:



      Seitenportal mit abgeschnittenen Spitzgiebel (Kriegseinwirkung?)



      Hauptportal:

    • Kommen wir zu den anderen Gebäuden, die den Platz um die Johanniskirche und dem Rathaus säumen:

      Da hätten wir zuerst direkt gegenüber vom Rathaus die Stadtsparkasse, die den Platz zur Ostseite abschließt ein Gebäude der neuen Sachlichkeit 1928/29 von Walther Kruspe erbaut:








      Der Ardkadengang an der Nassauerstraße:












      Daneben, in Richtung Johanniskirche, an der Nassauerstraße, diese beiden Bauten aus der Neorenaisance:











      Und Neobarock:


    • Leider wurde dieses Eckhaus schon seit Jahren durch den Eigentümer verhunzt. Man sieht es nicht auf dem ersten Blick, aber immer mehr Ornamente verschwinden unter einer dick aufgetragenen, neuen Putzschicht und werden "zugekleistert" und teilweise sogar abgeschlagen :wuetenspringen:










      Zur Südwestseite, an der Betzenstraße, befinden sich dieses wundervolle Ensemble an historistischen Stadthäusern:











      Die interessanten Eingangstüren:






    • Fangen wir mit der Cecilienstraße direkt hinter der Johanniskirche an:

      Hier steht ein hübsches, neobarockes Gebäude von 1894:







      An der Ecke zur Dudweilerstraße:





      Die Seite zur Dudweilerstraße, diesmal die rechte Seite, ist ziemlich gemischt mit Altbauten und Nachkriegshäusern:










      An der Ecke zur Blumenstraßem, dieser entstellte Altbau:






      Gegenüber, dieser dreckig wirkende, dunkle Kasten:




    • Noch ein paar, teilweise heruntergekommene Fassaden in der Dudweilerstraße:






      Südliches Eckhaus zur Richard -Wagner Straße, ein entstuckter Altbau:



      Und sein Gegenüber aus den 1950er Jahren (steht unter "Denkmalschutz"...)





      Etwas weiter, etwas notdürftigere Nachkriegsbebauung:







      Doch an der Ecke zur Schumannstraße steht ein prächtiges Mietshaus, teilweise schon in Jugenstilformen 1909 von Christian Schuth, leider wurden die zwei Untergeschosse später zum Nachteil des Gebäudes umgebaut: