Saarbrücken Teil 2: Alt-Saarbrücken West (Galerie)

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    • Fachwerkliebhaber wrote:

      Nur wenige Statuen an den oberen Balustraden zur Südseite u.a. fehlen noch.
      Nun ja das stimmt so nicht ganz. Auf der Südseite fehlen einige Figuren (nebst dem Fürsten-Monogramm-Amortissement), ganz schlimm siehts aber leider auf der rückwärtigen Westseite aus, wo mehr als ein Dutzend Figuren (= so gut wie die gesamte Seite) noch fehlen. Seit 30 Jahren gibt es dort leider keinerlei Bewegung....

      Nein, meine Frage zielte auf die Veränderungen im Innenraum ab, von denen ich aber glücklicherweise keine sehen konnte....
    • Achja du meinst den Einbau der großen Zentralheizung? Zum Glück wurde diese sehr behutsam in angepasster Form eingefügt, und deren Leitungen unter den Sitzbänken hindurch verlaufen.

      Ja stimmt die Westseite hat immer noch keine Statuen. Es ist halt nicht die große Schauseite, von daher scheint es den Oberen nicht so dermaßen wichtig zu sein, diese zu ergänzen.
    • Setzen wir unseren Gang durch den westlichen Teil von Alt-Saarbrücken fort: auf der gegenüberliegenden Seite der Vorstadtstraße regieren die Betonbauten wie die ehem. Post:



      An der Seite ein paar Relikte und Kreuzblumen aus einem alten Gabäude und Grabstein für Johann Adam Knipper d. Ä.:






      Dahinter ein merkwürdiger Vorkriegsbau:





      Machen wir einen Abstecher zur Metzer Straße. Hier befinden sich am steilen Berghang einige Gründerzeitgebäude:





      Und Schuhkartons :--)






      Ein angepasster Neubau:



      Die scharfe Rechtskurve:







      Schutzbergstraße:







    • In der Deutscherrenstraße, der Verlängerung der Vorstadtstraße wieder angekommen, steht das Gasthaus zuM Adler von 1750, nach Plänen von Stengel errichtet: Es ist somit das am weitesten von der Innenstadt entfernte, erhaltene Barockhaus in Alt-Saarbrücken!
















      Die Rückseite ist sehr interesssant: sie besteht aus einer winzigen Galerie auf Holzpfosten, die ein wenig wie die "Gerbergalerien" in den Städten im Elsass oder der Pfalz wirken. Die Verlängerung besteht aus teilweise verputzen Fachwerk:



    • Gegenüber die Rückseite des ehem. Bürgerhospital von 1871, jetzt Stadtarchiv:










      Vorderseite:



      Eine mMn unpassende Eingangsüt:





      Davor ein Relikt aus einem abgerissenen Jugendstilhaus aus dem Bahnhofsviertel ("Walters Eck"), das ich im nächsten Teil vorstellen werde:





      Links davon die Dellengartengrundschule im Kern wohl aus der Gründerzeit, mit modernistischer Turnhalle:



      Ansicht von der Deutschherrenstraße (Turnhalle):

    • Oberhalb von dieser Schule, noch eine interessante, sehr steil liegende, wohl ehem. Arbeitersiedlung des 19. Jh. "Am Hagen"












      Wieder zurück in der Deutschherrenstraße. Je weiter wir nach Westen laufen, desto schlechter erhalten sind die Straßenzüge: hier war wohl wirklich ein Totalschaden entstanden durch die Flächenbombardierung...





      Das ganze Viertel wurde praktisch in den 50er Jahren neu bebaut ...











      Tja so ist die bauliche Realität in großen Teilen dieses Gebietes:



      An der Kreuzung Deutschherrenstraße, Goebenstraße, Gersweilerstraße und Moltkestraße...




    • Fachwerkliebhaber wrote:

      Wieder zurück in der Deutschherrenstraße. Je weiter wir nach Westen laufen, desto schlechter erhalten sind die Straßenzüge: hier war wohl wirklich ein Totalschaden entstanden durch die Flächenbombardierung...




      Das ganze Viertel wurde praktisch in den 50er Jahren neu bebaut ...




      Wobei ich diese 50er Jahre-Häuser noch weit angenehmer finde, als das...:

      Fachwerkliebhaber wrote:



      Und Schuhkartons :--)


      Das ist für mich wirklich das Ende jeglichen Ansatzes von Gestaltungswillen. Absolut gruselig.
    • Biegen wir nun links in die Moltkesttraße. Sie führt den Berg hinauf in Richtung Deutschherrenkapelle. Hier befindet sich ein merkwürdiges Mauerteil, ein Rest eines Turmes?



      Später kommen dann noch einige Gründerzeithäuser hinzu mit Erkern:










      gemischt mit postmodernen Gebäuden:










      Ein langes prächtiges neoromanisches Mietsgebäude schließt die Straße nach rechts krönend ab:














      Direkt gegenüber, mit dem betonlastigen Schulbau dann der Tiefpunkt der Architektur...


    • Deutschherrenkapelle

      Die Deutschherrenkapelle oder auch urspünglich die Kommende St. Elisabeth ist das älteste Gotteshaus Saarbrückens. Sie stammt aus dem 13. Jh. als die Kommende gegründet wurde. Der Turm wurde mit den Fialen im 19. Jh. verändert, ansonsten ist die Kapelle in Originalsubstanz von außen zu besichtigen:






























      Ein Bild vom Inneren:



      Oktobersonne - Eigenes Werk CC BY-SA 4.0
    • Streifen wir nun noch durch die Straßen des nördlichen Teils von Alt-Saarbrücken, um uns ein Bild zu machen von den immensen Zerstörungen und den kleinen Traditionsinseln:

      Grünanlage an der Staatskanzlei, Stengelstraße - Ecke Eisenbahnstraße:







      Die neugotische Kirche St. Jakob in der Stengelstraße:






      Diese Wohnananlage ist eines der frühsten Wiederaufbaugebäude noch aus den späten 1940er, auf alten Ansichten zu sehen:





      Heuduckstraße:





      Gegenüber, an der Ecke zur Gärtnerstraße, befindet sich eine neuromanische Kapelle:











      Auf der anderen Seite ein entstuckter Altbau;


    • Etwas weiter, gegenüber von den Stadtwerken, haben sich teilweise erhalten:









      Ecke Werderstraße:





      Schauen wir uns diese Straße mal an (der Teil südlich von der Heuduckstraße):







      Hier haben sich manche Altbauten erhalten. Man beachte die Erkerreihe:





      Mehrhrere neuere Nachbargebäude hat diese Architektursprache mehr oder weniger gut kopiert:







      Links führt eine Sackgasse "Im Wittum" innerhalb dieses Häuseblocks. Früher einmal war dieser gigantische Innenhof mi Bäumen und Wildwuchs verpflanzt, fast ein kleines Biotop! Vor einigen Jahren hatte man dann diese gerodet und folgende Wohnkuben hingesetzt:






      Wieder zurück zur Werderstraße:



      Am Ende befindet sich ein zumindest interessanter Eckneubau:



    • Nördlicher Teil der Werderstraße: hier dominieren 60er und 70er Jahre Bauten teilweise sehr betonlastig:



      Stadtwerke:



      An der Ecke zur Hohenzollernstraße zu befindet sich noch eine größere,geschlossenere Traditionsinsel mit Gebäuden von 1890-1910:








      Der Stil der Neorenaissance dominiert hier:






      Und auch neobarock wie dieses Gebäude hier von 1902-04:







      Etwas weiter in der Hohenzollernstraße, dieses verunstaltete Historismusgebäude:





    • In der Goebenstraße:



      Gebäude der HTW direkt vor der Stadtautobahn:






      Daneben eine Moschee ..






      Wieder Goebenstraße:



      Noch ein verwinkelter Neubau mit Erker:



      Der westliche Teil der Heuduckstraße ist komplett neu bebaut...



      Eine Ausnahme:



      Reuterstraße:








      Die Kamekestraße besitzt in dieser eigentlich unwirtlichen Umgebung noch eine Vielzahl an Villen zt. im neoromanischen Stil 1899 erbaut:



    • Noch ein paar Ansichten der westlichen Hohenzollernstraße und ihrem bunten Architekturprogramm:









      Mut zum Ornament, an nicht zu erwartenden Orten...




      Laufen wir diese Straße ganz zurück gen Osten. In der nördlichen Gärtnerstraße, besteht die gesamte Häuseerzeile aus Nachkriegsbauten. Fast schon sensationnell, dass die Eingangstür mit einem Art barocken Keilbogen aus Sandstein geschmückt ist!









      Eine Straße weiter, in der Roonstraße, dagegen nur Bausünden wie das Hochhaus der Handwerkskammer...


    • Am nördlichen Ende dieser Straße, an der Ostspange, einer Verbindungsbrücke nach St. Johann und zur Autobahn, befindet sich das alte Kultusministerium. Es wurde in den 50er Jahren unter der französischen Besatzung als frz. Botschaft erbaut von Georges-Henri Pingusson, der als Schüler von le Corbusier galt. Seit 2014 steht es leer, da das Ministerium in die alte Post nach St. Johann gezogen ist:







      An der Heuduckstraße, das Hochhaus des Jugendamts:



      Gegenüber, das Ludwigsgymnasium, das älteste Gymnasium der Stadt, welches in einen Neubau aus den 50er Jahren untergebracht ist. Dieser erinnert ein wenig noch an die neuklassische Architektur der 1930er:


      Zurück in der Hohenzollernstraße. Der Seitenflügel der Handwerkskammer wurde im postmodernen Stil errichtet. Eigentlich ganz interessant, nur hat man bei der Materialwahl mit dem dunklen Granit und das Flachdach Fehler gemacht mMn..





      Weiter ostwärts, ein Hotelgebäude...






      und eine andere, ziemlich außergewöhnliche Anlage der Postmoderne:





      Gegenüber typische 50er Jahre Bebauung...







      Die Straße mündet in die ebenfalls von Nachkriegshäusern geprägten Eisenbahnstraße: