Spenden von deutschstämmigen Amerikanern - Wie Interesse wecken?

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    • Spenden von deutschstämmigen Amerikanern - Wie Interesse wecken?

      In den USA leben bekanntlich viele deutschstämmige Amerikaner. Gemäß Wikipedia sind aktuell ca. 45 Millionen Amerikaner deutscher Abstammung.
      Aus eigener Erfahrung weis ich, dass diese größtenteils ein sehr positives Verhältnis zu Ihrer alten Heimat haben (wenn auch oberflächlich).
      Zum Teil sind diese Deutsch-Amerikaner auch patriotischer als die Deutschen selbst und leben dabei eine Art von "peusdo kliesche Kultur" aus.
      Ala Bayern, Weißbier, Würstchen, Lederhose etc...

      Ich stelle mir nun die Frage wie man diese Amerikaner nun für das echte Deutschland mit seinen Rekoprojekten begeistern könnte. Diese sind ja größtenteils völlig unbekannt. Zum Teil wissen die jüngeren auch garnicht, dass es Amerikaner/Engländer waren die, die Deutschen Städte in Schutt und Asche gebombt haben.

      Außer dem von Günter Blobel gegründeten Friens of Dresden trust ist mir kein Anliegen bekannt, dass in den USA für unsere Sache wirbt.

      Habt Ihr Ideen, Vorschläge wie man das ändern könnte? Meiner Meinung nach gibt es dort viel Potenzial nach oben.
    • Da sprichst du ein sehr wichtiges Thema an Sir Moc!

      Ein paar mal hatte ich darüber schon nachgedacht und wohl in verschiedenen Fäden mich dazu geäußert. Da schlummert ein Riese, der geweckt werden will! Bedenken wir, dass ein Großteil der Spenden für den Wiederaufbau von Dresdner Frauenkirche und Berliner Schloss von US-Amerikanern stammt (ob nun dt. Herkunft oder nicht). Auch im SSC-Forum begegnen mir immer wieder US-Amerikaner mit deutschen Wurzeln, der sehr interessiert sind und sich auch in Deutschland engagieren, für diverse Reko-Projekte.

      Ich denke, dass wir gerade über die Stammbaum-/Genealogie-Kreise da guten Zugang erhalten könnten. Diese Leute sind eh schon sehr historisch interessiert, sie erforschen ja ihre Familienwurzeln. Die bekommt man dann auch leicht auf baukulturelle Projekte gelenkt.

      Eine größere Festivität, wo wir auf unser Anliegen aufmerksam machen könnten, ist die jährlich im September stattfindende Steuben Parade in New York City. Dafür habe ich auch einen Kalendereintrag angelegt:

      German-American Steuben Parade
    • Die Parade war mir bisher nicht bekannt. Das ist aber eine gute Idee. Im Wikipediaartikel dazu steht, dass
      die Mitglieder des Komitees Repräsentanten der großen deutschamerikanischen Vereine aus der Region New York sind.
      Man könnte diese Vereine direkt anschreiben und auf Rekovorhaben hinweisen. Das sie einfach mal ein bisschen Werbung machen etc.

      Eine weitere Idee könnte sein deutschstämmige Promis anzuschreiben und als Schirmher/in für deutsche Altstadtvereine zu gewinnen. Dies würde sicherlich eine enorme Öffentlichkeitswahrnehmung hervorrufen.
      Ich denke da z.B. an Sandra Bullock, sie hat 12 Jahre lang in Nürnberg gelebt. Sie spricht fließend deutsch und wirbt auch in div. Talkshows stets für Deutschland. Vielleicht könnte es ihr ein Anliegen sein zumindest die Altstadtfreunde mit Ihren 7000 Mitgliedern als eine Art Schirmherrin/ Maskotchen zu unterstützen. Wenn sie dort ab und an was twittern würde, hätte dies bestimmt eine ernorme Wirkung.



      "seht her, in Nürnberg meiner alten Heimatstadt bauen sie gerade das Pellerhaus wieder auf -> amazing!, donate here..." :D
    • Idee:
      Ich habe diese Liste mit deutschen Vereinen in den USA gefunden. Man könnte jedem Verein ein Exemplar des Berliner Extrablattes zum Stadtschloss zukommen lassen. Vielleicht motiviert dies dort jemanden ein paar $$$ zu spenden.
      Was haltet ihr von der Idee? Wer würde diese mit abarbeiten?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sir Moc ()

    • Gerade auf diesen Strang gekommen! Sehr gute Idee Sir Moc!
      Gottseidank sind deutlich mehr als 45 Millionen Amerikaner Deutsch. Wiki gibt "nur"
      die an die ausschiesslich Deutsch sind, also die die sich noch nicht ausschlieslich sich als Amerikaner sehen.
      Ebenso nicht die, die Deutsch als "Nebenfach" haben.

      Unter Deutsch laufen uebrigens auch Flandern, die Niederlaender, Luxemburg, Schweitz, Oesterreich, Sued Tirol,
      Lichtenstein, Siebenbuergen und auch noch zum Teil Schlesien. Die meist aelteren Polen sprechen ja Deutsch.
      (Ich war auf ein Polnisches Fest und unser Tisch sprach komplett Deutsch. Als einer "boese" fragte meinte die Hellen,
      das man sie wohl sonst erschossen haette in Polen. Der hat vieleicht bloed gekuckt! lol. Deswegen sind die dann auch nach Kanada. Ihren Mann haben die boese zerschunden mit Zwangs-arbeit unter Tage. Aber diese Leute liefen alle unter "Polnisch") Dann kommen dazu viele Deutsche, naja, ich will sie mal im guten "Sekten" nennen. Da haben wir 28 Gruppen. Die sind aber alle harmlos. Auch sind manche sehr Weltoffen.
      Auch fehlen Kanada und Mexico. Viele Deutsche Familiennamen sind aber verloren gegangen, der anti-Deutschen Progromen wegen. "Kauf nicht bei Deutschen" an den Auslagen der Geschaefte und so. Das fing um 1880 hier in Kanada an und ging bis in die 70`ger. Die Markierung "Made in Germany" wurde so erfunden in den zwanziegern und fing so an. )

      Tja, insgesamt wohl 150 Millionen Menschen ohne Kanada. Bei dem Deutschen Verrein in Halifax ist der Vorsitzende Schweitzer, fuer Finanzen ist eine Niederlaenderin zustaendig. Fuer Kultur eine Belgierin. Ist in Europa ganz anders habe ich gehoert.

      Das Groesste Fest Kanadas ist uebrigens ein Oktoberfest. Es findet in Kitchener statt. Die Stadt hies mal uebrigens Berlin!
    • Bohnenstange schrieb:

      Unter Deutsch laufen uebrigens auch Flandern, die Niederlaender,

      Tja, insgesamt wohl 150 Millionen Menschen ohne Kanada. Bei dem Deutschen Verrein in Halifax ist der Vorsitzende Schweitzer, fuer Finanzen ist eine Niederlaenderin zustaendig. Fuer Kultur eine Belgierin. Ist in Europa ganz anders habe ich gehoert.
      Stimmt! Da haben die nach Frankreich modellierte Nationalstaaten des 19. und 20. Jahrhunderts wirklich ganze Arbeit geleistet. Ich wohne ja nur 5 km. von der BRD-Grenze entfernt, aber kann mich trotzdem nicht als Deutscher sehen. Nur 100 Jahre her war die Situation eine voellig andere, da man damals ueber die Grenze noch derselbe Dialekt pflegte wie hier. Mittlerweile werden im Kreis Kleve aber kaum noch Dialekte gesprochen (preussifizierung), und hier in Ostbrabant/Nordlimburg/Suedgeldern wohl auch immer weniger (hollaendisierung)...
    • Sir Moc schrieb:

      Ich habe diese Liste mit deutschen Vereinen in den USA gefunden. Man könnte jedem Verein ein Exemplar des Berliner Extrablattes zum Stadtschloss zukommen lassen
      Super! Die Liste ist eine gute Ausgangsbasis. Auch die verschiedenen Unis/Fakultäten und Vereine für klassische Architektur sollten wir einbeziehen, siehe z.B. hier.

      Ich bin allerdings kein Freund von "Bettelbriefen". Erstmal gilt es einen Kontakt herzustellen, ohne mit der Tür ins Haus zu fallen. ;)
    • Ich habe soeben an alle Vereine in dieser Liste von Alabama bis Kalifornien (A-C) mind. ein Exemplar des Extrablattes geschickt.

      Da die Eingaben vor dem verschicken vom Förderverein geprüft werden, habe ich einen Hinweis ins Feld auf der Extrablatt Seite geschrieben, dass dies eine Aktion unseres Forums ist.

      Ebenso habe ich beim Förderverein angerufen und Sie auf unsere Aktion hingewiesen.

      Möchte sich noch jemand beim abarbeiten der Liste beteiligen? Buchstabenweise? Zum Teil sind die Seiten in der Liste auch offline.
    • man sollte ihnen aber auch ein konkretes, möglichst ehrgeiziges Projekt vorlegen. Und wo gibt es ein solches aktuell?
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Ja, aber gerade in N muss das auch seitens der Stadt bewilligt werden. Nicht alles ist ein rein finanzielles Problem. Man kann nicht jemanden für Projekte anschnorren, die rechtlich oder politisch nicht durchführbar sind...
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • ursus carpaticus schrieb:

      man sollte ihnen aber auch ein konkretes, möglichst ehrgeiziges Projekt vorlegen.

      Den Turm der Garnisonkirche? Für die Scharmützel, die die Deutschen vom Spenden abhalten interessieren sich die Amerikaner wahrscheinlich wenig.
      98% of everything that is built and designed today is pure shit. There's no sense of design, no respect for humanity or for anything else. Frank Gehry
    • ja, so gesehen wäre das ideal.
      Irgendwie hätte ich auch an die Marienkirche zu Wismar gedacht.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Ich hatte mich darum schon einmal Gedanken gemacht. Davon weiss das Forum auch noch nicht.


      - Die Deutschen Zeitungen wollen meist Geld fuer Inserate. Diese Zeitungen warden auch eher von Deutschen Urlaubern oder Frisch Ausgewanderten oder Deutschen die fuer ein peer Jahre hier Arbeiten gelesen.

      - Religioese Gruppen wie die Lutheraner waeren gut.

      - Ich bin Katholisch. Stehe ich auch zu. Mit dem Katiliken habe ich eher Verbindungen, denn...
      Ich bin Mitglied bei den "Knechten des Kolumbus". Mit Haupsitz und gegruendet in Connecticut 1882.
      Ich bin zwar "nur" ein einfaches Mitglied driten grades, (es gibt vier grade) aber hier koennte man was machen.
      Ich hatte schon einmal an die Knechte des Kolumbus gedacht als es um Moeglichkeiten in MV ging Kirchen wiederaufzubauen. Notfalls mit anderer Nutzung.

      - Auch mit der Justiz bin ich schon im Gange. Der Vater meiner Freundin ist weit oben in der Justiz und ich bin schon am druecken.
      Es geht um folgendes: Hier in Halifax werden Gebaeude gerne nicht ganz mit Genehmigung gebaut. Ich will jetzt nicht mein Nest beschmutzen wie es Deutsche gerne tun, aber das ist hier halt praxis. Beispiel: Zwoelf Stockwerke sind von der Stadt genehmigt, fuenfzehn werden gebaut. Oder: Zwanzig Meter muss das Neubau Viertel von dem Oefentlichen See wegsein, der Investor schiebt die Haeuser auf fuenf Meter an die Wasserkannte ran. Die Taeter sind immer die gleichen und in der Vergagenheit hat man das Problem geloest indem man den Stadtrat dan zum Luxusessen eingeladen hat. Am besten mit Alcohol und in Nobel Hotel. Der Rat hat dann meistens nachtraeglich die Verstoesse der Investoren genehmigt. Das hat man viel zu oft gemacht und in Zeiten der Globalisierung nimmt der Druck vom Volk und aus der Hauptstadt Ottawa zu. Jetzt kommt noch die Europaeische Union mit Nafta und naja. Jetzt macht man halt sauber. Jedes Vergehen wird jetzt bestraft mit Strafgebuehren. Die Richter haben eine Liste mit Gemeinnuetzigen Vereinen und Einrichtungen.
      Ich bin gerade dabei unseren "Stadtbild Deutschland" in die Liste zu bekommen.

      Beispiel: Haeuser absichtlich falsch gebaut: Der Richter hat fuenf Millionen an Strafe verhaengt. Zu Zahlen inerhalb von Zwoelf Monaten an fuenf Vereinen. Ist eine Wahre Geschichte.
      Da moechte ich "Stadtbild Deutschland" den Richtern erklaeren. Denn diese duerfen aussuchen wohin und wieviel zu Zahlen ist. ( Bloede Kisten gebaut, als Strafe das Pellerhaus bezahlt) Gefaellt mir ganz gut.
      Muss nur noch klappen. Ich hab nichts in trockenen Tuechern.
    • Markus schrieb:

      Bezüglich Nürnberg, Topler- oder Pellerhaus bzw. Augsburg, Welserhaus insbesondere habe ich mir das auch immer mal wieder gedanklich vorgestellt: Wie schön wäre es (wie seinerzeit bei der Rothenburger Stadtmauer), wenn der eine oder andere, der ein paar Millionen übrig hat, sich dafür einbringen würde...

      Super Idee! Bloss die Nuernberger Altstadfreunde machen alles ohne Internet!
      Ich hatte Vorgeschlagen das mir die Nurenberger vorher/nachher Bilder schicken fuer das
      Skyscrapecity Forum mit Paypal Spendenadresse. Keine Antwort, nichts. Noch nicht mal hier im Forum.
      Die haben mehrere hundert Haeuser mit alten Schmuck dekoriert oder rekonstruiert und man findet
      keine Bilder der Arbeit. Nichts. Die haben Brunnen rekonstruiert. Man findet keine info darueber. Nichts.
      Der Verein hat jetzt erst drei Haeuser geerbt bekommen und ein Haus gekauft. Weiss ich durch die Zeitung durch zufall. Dem Verein gehts besser als allen anderen Vereinen. Man bekommt auch kein Rat wie man was machen sollte. Nichts. Vieleicht koennte mal jemand von Euch den Vorsitzenden anrufen. Ist doch laecherlich....

      Der Neumarkt Dresden hat das anders gemacht. Viele Mitglieder sind dort uebrigens Italiener. Das Britisch Hotel wurde deswegen auch fuer eine Italienischen Firma Wiederaufgebaut. Das laesst sich Nuernberg alles entgehen. Ist doch schade.
    • Neu

      Ich möchte an dieser Stelle nochmal den Strang hervorheben und die Diskusion fortsetzen.

      In der Zwischenzeit habe ich per Mail Kontakt zum Förderverein des Berliner Stadtschlosses aufgenommen. Sie sind bereit Amerikanische Heimatvereine (im großen Stil) anzuschreiben wenn wir Ihnen eine Liste mit diesen zukommen lassen. Ich hatte bisher nur diese Liste gefunden. Kennt jemand noch mehr oder andere Listen?
    • Neu

      Die Liste scheint leider recht veraltet zu sein, kaum ein Link funktioniert noch.

      Diese Liste: gauverband.com erscheint mir aktuell zu sein, beinhaltet aber nur einige der Vereine der Cazoo-Liste, aber dafür ist noch Kanada dabei. (Schwerpunkt Bayern)
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