Feuchtwangen

  • Es handelt sich wohl um das Areal zwischen den Straßen Am Spittel, Spitalstraße und Museumstraße.


    Die Beschreibungen der drei Häuser, die abgebrochen werden sollen, aus der bayerischen Denkmalliste:


    Spitalstraße 7: Wohn- und Handwerkerhaus, Färberhaus, zweigeschossiger, traufständiger Satteldachbau mit vorkragendem Giebel und Zwerchhaus mit Schweifgiebel, zum Teil Fachwerk, dendro.dat. 1717/18, Umbauten Ende 19. Jh.


    Spitalstraße 9: Wohnhaus mit Metzgerei, zweigeschossiger Massivbau mit Satteldächern und Putzgliederung, nördliche Hälfte giebelständig mit barockisierendem Schweifgiebel, südliche Hälfte traufständig und mit Fachwerkzwerchhaus mit Zeltdach sowie Fachwerkschleppgauben, von Johann Stieglitz, 1906, im Kern älter.


    Museumstraße 16: Scheune, erdgeschossiger, weitgehend unverputzter Satteldachbau, Traufseiten Bruchsteinmauerwerk, Giebelseiten in Fachwerk, dendro.dat. 1681/82.


    Bild von Spitalstraße 7:



    Feuchtwangen, Spitalstraße 7-002 [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], by Tilman2007, from Wikimedia Commons


    Ein Bild von Spitalstraße 9 ist im Artikel.

  • (...) Ruh verweist auch darauf, dass schon früher in die Altstadt eingegriffen wurde: Oben, am einzig erhaltenen Stadttor, wurde vor etwa 15 Jahren eine moderne Sparkasse gebaut. Und unweit des Marktplatzes befindet sich sogar eine Tiefgarage. (...)

    Na, wieso sagen die das nicht gleich?! Wenn die Altstadt eh schon nicht mehr vollständig ist, kann der Rest ruhig auch noch weg. - Welch ein lahmes und armseliges "Argument" für den großflächigen Abriss.


    Das erscheint mir wieder nach jahrelangen Versäumnissen und Fehlern der Stadt, die jetzt auch noch durch solch eine dumme Maßnahme ausgebügelt werden sollen.


    Ein Neubau durch die Diakonie, wird wohl kaum die Altstadt wiederbeleben können.

  • Quote from SZ

    Nun aber hat der Bürgermeister ein Unternehmen gefunden, das in die Altstadt will: Die Diakonie soll einer der Mieter im Neubauprojekt werden. Geplant sind vier Häuser, die um einen Innenhof angeordnet werden und Platz für etwa 60 Wohnungen und Appartements für Alte, Alleinerziehende und Singles bieten - die Stadt spricht von einem Mehrgenerationenprojekt

    Dasselbe überall. Wohnraum wird knapp, es gilt vorhandene Kapazitäten besser zu nützen.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Zitat aus dem Artikel:

    Quote

    Und unterhalb der Altstadt locken die großen Einkaufsmärkte.

    Das hat die Politik doch selbst zu verantworten. Sie hat die Genehmigungen für den Bau der großen Einkaufsmärkte erteilt, die nun der Altstadt einen Teil der Kundschaft abziehen. Mit fragwürdigen Neubauprojekten wird das nicht zu korrigieren sein.