Nürnberg - realistisch in Bildern (Galerie)

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    • Heute wurde die Norisbucht am Wöhrder See eröffnet.
      Hier ein Nachguss des Tritons vom Neptun-Brunnen.


      Es ist schon ziemlich cool. Auf der anderen Straßenseite befindet sich der Campus der Technischen Hochschule. Für Studenten ist es bestimmt eine nette Abwechslung. Ab heute ist es erlaubt in der Norisbucht zu baden. Es ist der einzigste Flussbadestrand Deutschlands mit selbstcirculierendem Wasser.





      Hier einer der größten Wohnanlagen Nürnbergs, genannt Norikus. Unnötig zu erwähnen, dass mir dieses Gebäude nicht gefällt.




      Für die Bewohner freue ich mich natürlich...
      Bilder
      • Norisbucht1.jpg

        132,7 kB, 800×600, 10 mal angesehen
    • Als Kontrast: So kann man Nürnberg auch fotografieren. Aus "lifeofgermany" auf Instagram.

      instagram.com/p/BkQi2RdnG9P/?u…heet&igshid=1jegg5qbr8j86

      instagram.com/p/BkWch95nXq8/?u…heet&igshid=14gsb4ysscomn

      instagram.com/p/BkNHAqZnr8F/?u…heet&igshid=10dkaec3kh7d8

      Ganz erstaunlich bei Nürnberg finde ich den Umstand, dass trotz allem mit einigem Abstand eine gute Gesamtwirkung erzielt werden kann. Man darf halt bloß nicht zu sehr auf das Detail schauen. So ja auch beim Blick von der Burg auf die Stadt.

      Das dürfte einer der Gründe für die dort vielfach vertretene Ansicht vom gelungenen Wiederaufbau sein. Und den Touristen gefällt's auch. Was will man denn mehr...
    • Die Dachlandschaft und Kleinteiligkeit der wiederaufgebauten Nürnberger Altstadt ist schon grandios. Überwiegend. Durch die fehlenden Fassaden, Höfe und netten Details fehlt aus Fußgängerperspektive allerdings der Augenzucker.

      Es braucht einfach dringend einige Rekonstruktionen von Leitbauten, sowie bei simplen Füllbauten mindestens Sprossenfenster und einige Details. Man könnte das Ganze ja durchaus auch neu interpretieren, so wie man das bei den Fassadenbemalungen der einfachen Wiederaufbauhäuser in der Altstadt von Danzig macht. Und einige unmaßstäbliche Bausünden müssen einfach mittelfristig weg.
    • Ja, der Hauptmarkt ist der wichtigste Angriffspunkt für Leitbau-Rekonstruktionen. Allein durch den Christkindlesmarkt ist ja hier das Schaufenster der Stadt. Ebenso die Straßen und Gassen zwischen Burg und Hauptmarkt sollten im Fokus stehen, und die Plätze an den Hauptkirchen.

      Eine Leitbau-Rekonstruktion am Hauptmarkt würde für den Anfang schon genügen, um die Stadt endlich wachzurütteln! Man könnte sich etwa den Generali-Eckbau am Schönen Brunnen vornehmen, dort in der Ecke könnte dann mit der richtigen Fotoperspektive die erste Ecke "Alt-Nürnberg" am Markt wieder erstehen. Quasi die Römerberg-Ostzeile Nürnbergs.
    • Grundsätzlich ist der Nürnberger Wiederaufbaustil ja nicht schlecht. Obgleich er zwar in den Details die Moderne zeigt, nimmt er im Großen und Ganzen meist doch lokale Traditionen auf und vermag es, ansatzweise so etwas wie ein "Altstadtflair" zu erzeugen. Darin kann man auch den Grund sehen, warum Nürnberg trotz allem bei Touristen, gerade Amerikanern, auch heute noch so gut ankommt. Denn wenn man nicht so anspruchsvoll ist wie wir ApHler, dann kann Nürnberg wohl wirklich begeistern, angesichts der großartigen erhaltenen Einzelbaudenkmäler, die eingebettet sind in ein Häusermeer, das, wenn man nicht so genau hinschaut, doch noch irgendwie einen heimeligen Eindruck von "good old Germany" vermitteln kann. Wären Städte wie Köln, Magdeburg oder Pforzheim auf dieselbe Art und Weise wiederaufgebaut worden, dann könnte ich sie heute trotz allem als wirklich schön annehmen. Der Nürnberger Wiederaufbaustil, den ich auch für gelungener halte als den Würzburger, lässt wenigstens die Historie erahnen, anstatt sie zu negieren. Aber dennoch werde ich doch nicht so richtig warm mit Nürnberg, einfach, weil der Nürnberg-Stil in meinen Augen nicht angemessen für Nürnberg ist. Nürnberg war DIE deutsche Mittelaltermetropole, wurde nicht umsonst als "des Reiches Schatzkästlein" bezeichnet und hatte eines der großartigsten Stadtbilder weltweit zu bieten. Es gibt wohl kaum eine andere Stadt, die für die deutsche Kulturseele eine derartige Rolle gespielt hat wie Nürnberg. Angesichts dessen kann ich den mediokren Status quo nicht akzeptieren. Man sollte wirklich versuchen, dieser großartigen Stadt mit Rekonstruktionen nach und nach ihr altes Gepräge wieder zurückzugeben, auch die typischen Nürnberger Nachkriegshäuserzeilen wirken ganz anderes, wenn sie hin und wieder von richtig historisch erscheinenden Fassaden unterbrochen werden. Denn der Nürnberg-Wiederaufbaustil funktioniert nicht für sich genommen, er ist kein Statement, sondern nimmt sich so weit zurück, dass er nur als Rahmen dienen kann, um das Eigentliche zu ergänzen.
    • Triforium schrieb:

      Denn der Nürnberg-Wiederaufbaustil funktioniert nicht für sich genommen, er ist kein Statement, sondern nimmt sich so weit zurück, dass er nur als Rahmen dienen kann, um das Eigentliche zu ergänzen.
      Das ist der entscheidende Punkt. Das jetzige Stadtbild bietet in weiten Teilen bereits einen guten Rahmen, doch das Meisterwerk darin ist sehr lückenhaft. Es braucht einfach diverse wichtige Leitbauten (v.a. Eckbauten) und Traditionsinseln (v.a. Plätze), um das Bild stimmig zu füllen.
    • Was Triforium und erbse vorstehend schreiben, bringt es auf den Punkt. Doch möchte ich noch hinzufügen, dass unbedingt auch zusätzlich noch einige der großartigen Innenhöfe rekonstruiert werden sollten, die auf wunderbare Weise das Wesen der alten Kaufmannshäuser ausstrahlen. Das gehört zu Nürnberg m. E. unbedingt dazu. Alleine der Pellerhof, so herrlich er auch ist, ist nicht ausreichend. Es wurden hierzu in diesem Forum viele, wunderschöne, alte Fotos der alten Nürnberger Innenhöfe eingestellt, die davon ein beredtes und anschauliches Zeugnis geben.