Nürnberg - realistisch in Bildern (Galerie)

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    • Nürnberg - realistisch in Bildern (Galerie)

      Hallo,
      Nürnberg wird immer als mittelalterliche Stadt beworben. Das stimmt nicht ganz. Vorallem ist Nürnberg eine hochmoderne Stadt.
      Hier realistische Bilder.



      Nürnberg befindet sich in einem Bauboom.


      Ich näher mich der Lorenzkirche


      Am Marientorgraben geht es weiter zu der neuen Stadtbibliothekt



      2012 wurde die neue Stadtbibliothek eröffnet. Sie befindet sich mitten in der Alstadt von Nürnberg

      D

      Die Katharinenruine





      Von innen



      Aussicht



      Aussicht zum Laufer Tor
      Bilder
      • Stadtbibliothek Nürnberg (6).jpg

        204,37 kB, 800×600, 208 mal angesehen
    • Gäbe es nicht immer wieder historische Anknüpfungspunkte auf den Bildern, man wüsste nicht in welcher Stadt man sich befindet. Das "moderne" Nürnberg unterscheidet sich nicht vom "modernen" Stuttgart, industrielle Funktionsarchitektur ohne jeglichen Bezug zum Ort.
      In dubio pro reko

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Stuegert ()

    • Deswegen hat es mich - obschon CLUB-Fan - auch nie sonderlich nach Nürnberg hingezogen, sondern in das von meiner Geburtsstadt Amberg gleich weit entfernt gelegene Regensburg. (Zum Studium dann einst nach Leipzig.)

      Dennoch vielen Dank für diesen realistischen Einblick auf das zeitgenössische Nürnberg!
      "Wenn wir die ehemalige Schönheit der Stadt mit der heutigen Gemeinheit verrechnen, kommen wir, so die Bilanz, aufs direkteste in den Schwachsinn." (E.H.)
    • Danke für die Bilder, die gut illustrieren, warum man in Nürnberg auch viel über die Hässlichkeit der Stadt diskutiert. Das hast du nämlich virtuos eingefangen, so ziemlich die hässlichsten Seiten der Stadt, die auch gleich die jüngsten der Stadt sind. Besonders die missratene Stadtbibliothek ärgert mich jeden Tag aufs neue, denn da wäre mit vergleichbarem Aufwand auch eine Rekonstruktion des Bestandsgebäudes in den Ursprungszustand möglich gewesen, so hat der Bau eigentlich ausgesehen:

      presse.nhg-nuernberg.de/seiten…125Jahre/Luitpoldhaus.jpg

      Stattdessen wurde dieser hässliche braune Kasten mit Flachdach daraus gemacht, der absolut gar nichts Altstadttypisches hat und somit kein Aushängeschild für Nürnberg sein kann.Mir als Architekturfan ist er sogar peinlich.
    • Ich erinnere mich noch, als ich mit einem baugeschichtlich einigermaßen unbedarften Freund, wenn auch Akademiker, nach Prag fuhr und er zunächst gar nicht verstehen konnte, warum ich - wie fast alle - von der Stadt schwärme.
      Die Außenstadtteile, vor allem entlang der großen Ausfallstraßen aus dem Auto fotographiert, sehen fast überall gleich brutal aus.

      Ich bin in Nürnberg immer gerne zu Gast, weil es einfach für eine BRD-Großstadt eine außergewöhnlich große und abwechslungsreiche Fußgängerzone/Innenstadt besitzt, die in nicht eringen Teilen historisch geprägt und auch außerhalb der Einkaufszeiten lebendig urban ist.
      Dies ist mehr, als die meisten vergleichbar großen BRD-Städte bieten, wenn gleich es mich immer ärgert, daß man nicht an die Stärken anknüpft, sondern heute noch diesen modernistichen Mist baut, der gerade nicht Nürnbergs Stärke ist.

      P.S. Die Motivauswahl betont auch eher das Schlechte, z.B. Königsstraße. Es entsteht auf obigen Bild der Eindruck, daß es sich hierbei um eine stark befahrene Straße handele; mit einem Glaskasten in der Mitte des Fotos. Dies ist nun einmal nicht der wesentliche Eindruck, wenn man sich dort aufhält (trotz Kaufhof in dieser Straße).
    • Eduard schrieb:

      P.S. Die Motivauswahl betont auch eher das Schlechte, z.B. Königsstraße. Es entsteht auf obigen Bild der Eindruck, daß es sich hierbei um eine stark befahrene Straße handele; mit einem Glaskasten in der Mitte des Fotos. Dies ist nun einmal nicht der wesentliche Eindruck, wenn man sich dort aufhält (trotz Kaufhof in dieser Straße).
      Leider ist das Königstor mit diesem Glaskubus verunstaltet, der die Touristikinformation beherbergt und als Eingangstor zur Innen- und Altstadt dient. Rekonstruktionsbestrebungen der beiden Ecktürmchen des Künstlerhauses (Kriegsverlust), die bestens zur Eingangssituation gepaßt hätten, wurde leider vor etwa 20 Jahren eine klare Absage erteilt, und auf dieses dann doch sehr langlebige "Provisorium" bestanden. Mit der richtigen Politik ließe sich dieser Zustand allerdings sehr schnell ändern, da dieser "Glasschrott" und das Künstlerhaus in städtischem Eigentum stehen. Mit Herrn Maly als OB, der nach wie vor das sachlich-kühle Modernistische bevorzugt, wird das allerdings so schnell nichts werden.
      Dazu fiele mir noch Ernst Reuter ein, mit "Schaut auf diese Stadt!". Gilt auch für Nürnberg.
      Ich bin sicher kein Verfechter der "Traditionelle um jeden Preis", aber ich bin gegen die "Trostlosigkeit und Langeweile im zeitgenössischen Bauen". dto.
    • Letzter Blick zum Nibelungenviertel. (Dort wohnte ich einst. Es ist schon lange her)
      Weiter geht´s zur Bundesagentur für Arbeit




      Hier schlagen bestimmt die Herzen der Modernisten höher. Aber seht selbst.











      Mit dem Namen "Scharrer" verbinde ich sehr viel negative Architektur in Nürnberg.
      Hier an der Scharrerstraße...





      Fortsetzung folgt.....
      Danke für die Kommentare. Sobald ich Zeit habe, werde ich darauf eingehen.
    • @Franka, niemand bestreitet die Authetizität deiner Bilder. Ich halte es allerdings für zweifelhaft, ob aus dem Auto aufgenommene Fotographien der modernsten (= meistens häßlichsten) Ecken der Stadt repräsentativ für diese sind.

      Wie oben schon jemand geschrieben hat: Diese "modernen" Ecken könnten in jeder Stadt stehen, weil jede Stadt, auch Prag, Wien, Budapest, irgendwo diese Plattenbauten hat. Die Frage ist halt: Wie repräsentativ sind diese Bilder für die ganze Stadt, insbesondere die Innenstadt? MMn führen deine Bilder hier für Nürnberg als Ganzes in die falsche Richtung. Beispiel:
      - Königsstraße: Dein Bild wurde von außerhalb der Straße entlang des Umgehungsringes aufgenommen. Liefest du von der Königspassage zu Fuß in die Straße, wäre der Eindruck ein komplett anderer. Natürlich wäre eine Reonstruktion anstelle des Glasbuden-Tourismusinfo-Würfels schöner, dennoch bleibt die Nürnberger Königsstraße für BRD-Verhältnisse eine sehr ordentliche bis schöne innerstädtische Einkaufsstraße. Der - rekonstruierte bzw. neugebaute - Handwerkerhof wäre in Städten wie Hannover, Stuttgart, Bochum oder Dortmund DAS touristische Aushängeschild. In N ist es ein netter Eingang in die Innenstadt.

      Freilich kann man auch in der Sebald und vor allem der Lorenz funktionalistische Ecken der Fußgängerzone fotographieren. Bestreitet niemand. Nur es gibt halt noch die vielen, vielen schönen und lebendigen Orte.

      Nürnberg ist mit Leipzig und Dresden, die jeweils ihre eigene Geschichte haben, das Beste, was die BRD in dieser Größenklassen anzubieten hat.

      Ich könnte ebenso durch Heidelberg, dieser wunderbaren Stadt, fahren, und vom Bismarckplatz, dem Adenauerplatz, dem Römerkreis und dem Areal entlang der Stadtwerke bis zum Hauptbahnhof mindestens gleich brutale Fotos aus dem Auto schießen. Ändert nichts daran: Heidelberg ist wunderbar!
      Herz und Seele bilden die Innenstadt. Betonbrutalismus- wie übrigens im Guten auch Historismus - findet man in jeder Großstadt, nichts Besonderes.
    • Nürnberg ist mit Leipzig und Dresden, die jeweils ihre eigene Geschichte haben, das Beste, was die BRD in dieser Größenklassen anzubieten hat.
      Was sind das für willkürliche Vergleiche... oder gar Superlative...
      Reisen bildet. Schon mal was von Erfurt gehört?
      zuvor schon ein Vergleich mit Prag oder Wien...
      Auf der anderen Seite Bochum.Weißt du überhaupt, was du schreibst?

      In Wahrheit IST Nürnberg eine schreckliche Stadt. Die ruhmreiche Geschichte und ihre vereinzelten Rudimente (völlig realitätsfern: "die vielen, vielen schönen und lebendigen Orte") machen die Sache nur schlimmer, denn sie zeigen, was einmal war bzw heute noch möglich wäre bzw wie rücksichtslos und barbarisch der Wiederaufbau war.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Nicht zu vergessen dass im selbstwussten Selbstbild der Stadt auch von offizieller Seite auch die Baukultur der Nachkriegszeit betont wird. Es geht also nicht nur darum wie die Stadt bis 1945 ausgesehen hat, sondern auch wie ihr Wiederaufbau begonnen worden ist, damit wirbt die Stadt immernoch aktiv und distanziert sich damit bis heute von einem Städtbaulichen Selbstverständnis wie es im restlichen Deutschalnd der Fall ist.
      Leider hat man aber die Rahmenbedingungen dieser Wiederaufbaustrategie nach etwa 15 - 20 Jahren nach kriegsende vollkommen über Bord geworfen, und hätten sich nicht die Altstadtfreunde gegründet wäre unendlich viel verloren gegangen. Hinzu kommt genau was Edouard sagt: Mit dem Mauerfall ist nun eine Konkurrenz aufgetaucht, mit der die Karten in der Preisklasse der Halbmillionenstädte neu gemischt werden müssen: Leipzig und Dresden sind hinsichtlich des Wiederaufbaus und der Stadtbildattraktivität eine starke Konkurrenz, die es für Nürnberg so bis 1990 nicht gab. Leider merkt man das in Nürnbegr nicht so, da die Verantwortlichen nicht gerne über den Tellerrand hinaus schauen, und die Hotels durch die wirtschaftlich erfolgreiche Messe und brummende Wirtschaft voll sind. Das wird eben seitens der Stadt vermengt und nicht ausreichend differenziert untersucht.
    • ursus carpaticus schrieb:

      Nürnberg ist mit Leipzig und Dresden, die jeweils ihre eigene Geschichte haben, das Beste, was die BRD in dieser Größenklassen anzubieten hat.
      Was sind das für willkürliche Vergleiche... oder gar Superlative...Reisen bildet. Schon mal was von Erfurt gehört?
      zuvor schon ein Vergleich mit Prag oder Wien...
      Auf der anderen Seite Bochum.Weißt du überhaupt, was du schreibst?
      (...)
      Ich möchte mal kurz anmerken, wie schade ich es finde, dass in derartigen Aufzählungen immer Halle (Saale), der etwas kleinere Nachbar von Leipzig, vergessen wird. Immerhin die größte unzerbombte Stadt in ganz Deutschland. Eine größere Altbaudichte auf dermaßen viel Raum wie dort gibt es nirgendwo sonst. Auch nicht in Erfurt und erst recht in Leipzig und Dresden nicht. Die Stadt kann zusammen mit Leipzig und Erfurt meiner Meinung nach problemlos als Vorbild für alle anderen Großstädte in Deutschland herhalten. Aber wir weichen ab, zurück zu Nürnberg! :D
    • ursus carpaticus schrieb:


      In Wahrheit IST Nürnberg eine schreckliche Stadt.
      Dieses Urteil sei dir natürlich zugestanden. Prinzipiell lehnst du ja alles in der BRD und im Besonderen in Franken und Baiern ab. Nun gut, provozieren mit deinem Absolutheitsanspruch willst du freilich auch immer. Es ist in Ordnung, ich denke, man kann dich und die Gründe deines Tuns dann doch einigermaßen einschätzen. Man sollte dir gar nicht mehr antworten; zumindest falls du dich nicht eines anderes Tones befleißigst.

      Erfurt ist eine wunderbare Stadt, stelle ich aber in die Größenklasse Augsburg, Karlsruhe etc. Halle gehört auch dazu.

      Natürlich könnte mit einfach Mitteln in N vieles verbessert werden und ja, leider geschieht hier aktuell wenig/nichts. Dennoch ändert dies nicht am Gesamturteil. In der Klasse +/- 500.000 gehört N zum Besten der BRD.
      Und wer in der Innenstadt nicht viele schöne Plätze findet, muß eine zeimliche (und voreigenommene) Mißmuschel sein.

      Touristen und Tagesbesucher sind vielleicht nicht die größten Architekturexperten und mit Sicherheit keine Puristen - letzteres ist vielleicht sogar ganz gut, um nicht mit Scheuklappen ideologisch zu deduzieren - dennoch steht ihr Urteil fest: N ist insgesamt ganz schön, lebendig, urban und heimelig. Finde ich auch so.

      Wer - mit einem gewissen Recht - über N schimpfen will, der möge die Innenstadt (in der Gesamtsicht) kritisieren, den Fotostrang hier mit Bilder eklektizistisch aus dem gesamten Stadtgebiet aus dem Auto aufgenommen zusammengetragen, halte ich für eine schlechte Grundlage für ein Urteil.
      Was kommt als nächstes? - Die Trabantensiedlung Langwasser sechs Kilometer außerhalb der Innenstadt? Der Lidl und die Werkstatt am Stadtrand?
    • Aber das Thema ist nicht die Innen-/ Altstadt, so wie ich das verstanden habe:

      Franka schrieb:

      Nürnberg wird immer als mittelalterliche Stadt beworben. Das stimmt nicht ganz. Vorallem ist Nürnberg eine hochmoderne Stadt.
      Hier realistische Bilder. [...]
      Das seh ich auch so. Das ist wie mit Köln, wo bei allen Bausünden immer der Dom vorgeschoben wird, als ob der Dom Köln wäre. In Nürnberg hab ich langsam auch das Gefühl (hab mich mit N, ebenso wie mit FFM, vorher nie wirklich beschäftigt), dass man sich auf dem verbliebenen und gewesenen Aspekten der alten Stadt ausruht und sie (siehe Tourismus) immer vorschiebt.

      Hier soll es wohl um das gesamte, (real(e)istische) Nürnberg gehen, mit Schwerpunkt das was eben nicht Innenstadt und Mittelalter ist. Wie schaut es da aus?
      Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.
    • Eduard schrieb:

      Wer - mit einem gewissen Recht - über N schimpfen will, der möge die Innenstadt (in der Gesamtsicht) kritisieren, den Fotostrang hier mit Bilder eklektizistisch aus dem gesamten Stadtgebiet aus dem Auto aufgenommen zusammengetragen, halte ich für eine schlechte Grundlage für ein Urteil.
      Was kommt als nächstes? - Die Trabantensiedlung Langwasser sechs Kilometer außerhalb der Innenstadt? Der Lidl und die Werkstatt am Stadtrand?
      Ja, das stimmt auch. Aber etwa in St. Sebald-Ost kann man auch sehr viel eher Gruseliges ablichten, richtiges Altstadtflair gibt es dort ja fast nirgendwo mehr, obwohl es vor dem 2. Januar 1945 das Herz des alten Nürnbergs war.