Straßburger Architekten - Skjold Neckelmann (1854-1903)

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    • Straßburger Architekten - Skjold Neckelmann (1854-1903)

      Neckelmann wurde in Hamburg geboren und war dänischer Staatsbürger, aber praktisch nur in Deutschland als Architekt tätig. Trotz seiner kurzen Schaffenszeit realisierte er eine ganze Reihe von stadtbildprägenden Bauten in Straßburg, teilweise gemeinsam mit dem gebürtigen Kölner August Hartel, der ebenfalls sehr früh verstarb.

      Nach dem Studium in Wien erhielt er den Zuschlag für den Bau des Landegewerbemuseums in Stuttgart, dem heutigen Haus der Wirtschaft, gefolgt von einer Berufung als Professor für Städtebau ebenfalls in Stuttgart.

      Parallel dazu entwarf er eine Reihe von Bauten für Straßburg: Justizpalast und Jung-Sankt-Peter (katholisch) sowie am Kaiserplatz das Bibliotheksgebäude sowie das Parlamentsgebäude. Nicht realisiert wurde sein Entwurf für das Hauptpostamt, dieser Entwurf kann hier angezeigt werden.

      Nach dem frühen Tod seines Kompagnons Hartel, der zuvor zum Dombaumeister in Straßburg ernannt wurde und erst den Bezug von Neckelmann zu Straßburg hergestellte, realisierte er mit dem Justizpalast sein letztes Gebäude im Alleingang. Kurze Zeit später mußte er bereits 1901 aus gesundheitlichen Gründen seine Tätigkeit vollständig aufgeben und starb schon 2 Jahre später.
    • Neckelmann stellt meiner Meinung nach ein Kuriosum in der deutschen Architekturgeschichte dar. Er propagierte einen für Deutschland völlig fremden Stil, der sich eher zum italienischen oder französischen Akademismus zuordnen lässt. Äußerst seltsam, dass man nebst Bauten wie dem Hauptbahnhof in Metz u.a., die ja mit teutonischer Wucht trotzen, solche Bauformen für so repräsentative Gebäude anwandte.