Traben-Trarbach

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    Die Abstimmung für das Gebäude des Jahres 2018 ist geöffnet! Abstimmungsende ist am 15. November 2018. Bitte gebt bis dahin Eure Stimme ab.

    • Gegenüber wird das Hotel "zur goldenen Traube" saniert bzw. hinter den alten Fassaden neu gebaut. Soll dieses Jahr eröffnet werden. War diese Woche in Traben-Trarbach im Zeitreisemuseum und konnte mich mit der Eigentümerin unterhalten, die den Gebäudeblock am Stadtturm aufwändig saniert hat und dort neben einem Cafe und Ferienwohnungen in einem alten Saal auch dieses Museum eingerichtet hat. Das Hotel "zur goldenen Traube" war wohl wegen über Jahrzehnte fehlender Investitionen ziemlich runtergekommen und wird nun nach der Sanierung mit modern gestalteten Zimmern aufwarten.
      Zum Flächenabriss habe ich sie auch befragt. Sie steht als Bewohnerin dem Abriss positiv gegenüber. Ein Hauptproblem in Trarbach scheint der Mangel an Parkplätzen zu sein... sie hätte sich auf dem Platz ein attraktiv gestaltetes Parkhaus gewünscht. Der wird aus meiner Sicht erfreulicherweise nicht kommen. Der Abriss der Bestandsbebauung wurde mit dem Argument gutgeheißen, dass die Häuser absolut runtergekommen waren. Das Argument fand ich interessant, da sie selber so eine runtergekommene Bude saniert hat. Sie hat allerdings auch klargestellt, dass eine Neugestaltung der Freifläche über Jahre nicht stattfinden wird, da der Platz zunächst als Lager für das Material zur Sanierung der Straßen in Trarbach genutzt werden wird.
      Für mich ist der Abriss der Fassaden mit teilweise noch gut gegliederten Fassaden incl. Fensterverdachungen etc. schmerzlich. Bei einer ansprechenden Gestaltung incl. Aussengastronomie und Bepflanzung könnte der Platz allerdings ein Gewinn für den Stadtteil sein, zumal die Rückseite des Rathauses attraktiv ist. Allerdings wird diese wohl durch einen modernistischen Anbau verschandelt werden und der Platz letztlich wegen der Priorität der Parkplätze zumindest teilweise als Parkfläche missbraucht werden.
      Man kann nur hoffen, dass die Abrisse nicht zunehmen werden. Ausserhalb der Fussgängerzone stehen nämlich fast alle Ladenlokale bzw. komplette Gebäude leer, die sich in einem ebenso schlechten Zustand befinden wie die Gebäude in dem abgerissenen Block.
    • Ich habe mir den SWR-Beitrag nochmals angeschaut. Die Argumentation der beiden dort befragten Herren erscheint mir widersprüchlich. Einerseits wünschen sie sich weniger Verkehr in den engen Gassen des Ortes, andererseits soll auf dem neuen Platz ein Parkplatz geschaffen werden, der ja auch Verkehr anziehen wird. Es sei denn, die meinen mit Verkehr nur den Parkplatzsuchverkehr. Einerseits schaffen sie also einen Parkplatz, andererseits soll der Platz erst mal offenbar nur als Materiallager dienen, wiederum andererseits wird von einer attraktiven Ortsmitte gesprochen. Für mich klingt das alles etwas unausgegoren. Dass irgendetwas getan werden muss, ist allerdings klar. Der Ort leidet offenbar unter Abwanderung bzw. Schrumpfung an Einwohnern. Daraus entstehen die ganzen Probleme wie Leerstand, verfallende Häuser. Der Ort müsste also attraktiver gemacht werden. Dazu muss Geld in die Hand genommen werden. Relativ kopflose Flächenabrisse ohne nachhaltiges Konzept sind allerdings das fragliche Mittel.
    • In der Sendung des SWRs "Expedition in die Heimat" wird für ein paar Sekunden über den abgerissen Block geredet und ab Minute 20 wird mit einer kurzen Drohnenaufnahme das Areal von oben gezeigt :

      ardmediathek.de/tv/Expedition-…46790&documentId=52679036
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