• In Goseck in Sachsen-Anhalt entsteht zur Zeit eine spektakuläre Rekonstruktion, die bis zu 100 000 Besucher pro Jahr anlocken soll. Es handelt sich um ein etwa 7000 Jahre altes Sonnenobservatorium, dessen Reste in den 1990er Jahren in Goseck, unweit des Fundorts der Himmelsscheibe von Nebra entdeckt wurden. Vergleichbar mit Stonehenge, aber doppelt so alt!
    Die Anlage besteht vor allem aus Holzpalisaden. Es könnte sich um das älteste bekannte Sonnenobservatorium überhaupt handeln.


    http://www.mdr.de/kultur/1983803.html

  • Sehr interessant...nur allerdings wird es, wie alles in Deutschland, total untergehen und von der Welt eh übersehen. :lachen:
    Auch wenn es wohl sehr bedeutend ist...Glaub kaum das viel mehr Touristen sich dorthin verirren werden.


    Übrigens, ist die Himmelsscheibe nun echt, oder nicht? Streiten die nicht immer noch darum? Ziemlich verwirrend das ganze!

  • Die Nebrascheibe hat mit Goseck nichts zu tun. Sie ist viel später;
    nämlich in der Bronzezeit entstanden.
    Erstaunlich finde ich auch immer wieder die Stonehengefanatiker,
    die aus jedem Stein dort etwas herauslesen möchten. Dabei wurden
    die damals irgendwie verstreuten Findlinge einfach "unwissenschaftlich"
    im 19. Jhd. wieder zu einem "Observatorium" aufeinandergestapelt.
    Stonehenge hat in etwa einen wissenschaftlichen Wert, wie der
    Ruinenberg in Potsdam. :lachentuerkis:
    Für Goseck hingegen gibt es archäologische Beweise. :zwinkern:

  • und in 30 Jahren haben wir dann das Thema wie mit den Externsteinen: War doch nix...
    da findet man ein paar Reste von Rammlöchern in der Bodenstruktur und schon weiss man, wozu die Konstruktion gedient hat... naja, wir alle wissen ja (woher eigentlich?) dass in der Frühgeschichte sonnenobservatorien gebaut wurden, also muss das ja wohl sowas sein. und dann rekonstruieren wollen... mich schwant ein neorekonstruktivismus á la Saalburg, stonehenge, etc.


    aber wenns Touris anlockt, immer gerne

    "... es allen Recht zu machen, ist eine Kunst, die niemand kann..." (Goethe)