• Da zeigt sich doch einmal mehr, wie toll mit einfachsten Mitteln traditioneller Architektur wirklich wertige Fassaden geschaffen werden können. Und das hier im kommunalen Wohnungsbau einer nicht sonderlich wohlhabenden mittelgroßen Kommune in Brandenburg...

    Warum nicht auch so in größeren Kommunen wie z. B. Magdeburg etc.!

    Sowas sollten wir unbedingt wohlwollend begleiten. Der Verein könnte sich ja zum Beispiel auch motivierend gegenüber der Stadtverwaltung und WoWi FFO äußern und weitere ähnlich gelagerte Projekte anstoßen.

  • Weiß nur nicht, ob man das als "einfachste Mittel" bezeichnen kann. Die Fassade ist doch recht plastisch und damit aufwendig und vom Material sicher nicht so billig wie der klassische Investmüll. Andererseits ist sie auch nicht traditionell. Die Größe der Fenster entspricht absolut nicht dem klassischen Formempfinden und ist eindeutig modernen Bedürfnissen geschuldet.

  • Dieses genannte Gebäude und das Bollfrashaus sind eigentlich die einzigen Neubauten von FF/O die sich in die noch baulich verbliebende Altstadt gut einfügen.

    Mehr in Richtung Stadtreparatur um das Alte und Neue Rathaus ist nicht zu erwarten.Denn das seit Jahren leer stehende 60er Jahre Schulgebäude neben dem Neuen Rathaus wurde Kurzerhand unter Denkmalschutz gestellt. Also ist auch für dieses Altstadtarial keine städtebauliche Verbesserung in Aussicht.

  • keine städtebauliche Verbesserung in Aussicht.

    Und das wird sich vermutlich durch die 'Teuerung' der Maßnahmen am alten Kino, so es denn unter gegebenen Umständen überhaupt 'historisch' fertig gestellt wird, auch so schnell nicht ändern. 🥺

  • Weiß nur nicht, ob man das als "einfachste Mittel" bezeichnen kann. Die Fassade ist doch recht plastisch und damit aufwendig und vom Material sicher nicht so billig wie der klassische Investmüll. Andererseits ist sie auch nicht traditionell. Die Größe der Fenster entspricht absolut nicht dem klassischen Formempfinden und ist eindeutig modernen Bedürfnissen geschuldet.

    Im Vergleich zu üppig prunkvollen Gründerzeitlern oder auch modernistisch und auch in der Wartung aufwändigen Pfosten-Riegel-Fassaden bzw. Alocobond-Blechkisten würde ich das schon als eher klassisch-einfaches mittel sehen. Und auch aus meiner eigenen beruflichen Erfahrung im Bauwesen ist eine derartige Fassadengestaltung auch nicht als den allergrößten Preistreiber zu identifizieren. Aber klar, im Vergleich zum leider viel häufigeren WDVS-Mist ist das natürlich aufwändiger.

    Man nimmt es vielleicht nicht als "traditionell" im Verhältnis zu einem historisierenden Patzschkebau wahr - aber Backstein als typisches Fassadenmaterial der ehemaligen Altstadt von FFO, Lochfassade und stehendes Fensterformat sowie die exakte Orientierung an einem für FFO vor 1945 tyischen Dachneigungswinkel würde ich da durchaus als vergleichsweise angenehm traditionell bezeichnen, selbst wenn es natürlich auch heutigen Bedürfnissen entsprechen soll.

  • Mir gefällt bei der modernen Häusergruppe insbesondere, welchen Anteil der steile Dachbereich an der Gesamthöhe der Bauten hat (allein dadurch entsteht eine angenehm traditionelle Anmutung trotz moderner Gestaltung. Außerdem werten horizontale Gliederungen (Bänderungen sowie Gesimse am Erdgeschoss) die verputzten Fassaden der Gebäude auf.

  • Die Umsetzung finde ich in jedem Fall ansprechender als diese:

    Sieht aus, wie ein großes Akkordeon :daumenhoch:

    Würde man es in die Breite strecken und zehnmal dreimal so groß bauen, würde es als dezidiert modernes Gebäude tatsächlich sogar funktionieren. Natürlich ist das in keinster Weise altstadttauglich, aber wäre bei weitem nicht so lächerlich, wie diese Quetschkomode.

  • Und diese Quetschkomode zeigt sich präsent in Richtung Oder... aktuell ist davor noch Baustelle, aber die Uferpromenade und die vorbeifahrende Schifffahrt dürfte dieses Teil sehr präsent wahrnehmen, wenn es fertig ist...gleich daneben heftet sich dieser Prachtkonzertsaal an historisch massives Gemäuer.

  • Dieses 'Hochhaus' ist der Oderturm mittlerweile (seid locker 30Jahren) 'Markenzeichen' der Stadt...

    In seiner Dachetage findet sich das Turm24, ein Café, welches erstaunlicherweise wohl sogar die Corona-Phase überstanden hat und ähnlich einem beliebten Spandauer Dachetagen-Restaurant einen 'schönen Ausblick' über die Stadt verspricht..das werde ich in naher Zukunft mal nachprüfen, so es wirklich noch möglich ist. Internet und Realität deckt sich da hier leider nicht immer, da man sich hier teils noch immer in einer Gesellschaft wähnt, die die Möglichkeiten des Internets immernoch zu verkennen mag, bzw. sich gezielt dagegen wehrt und da in gewisser Weise unternehmerisch historisierend unterwegs ist. OK, OffTopic, zurück zum 'schönen Blick' vom Oderturm. Vermutlich muss man die Lennè-Passagen optisch versuchen von dort auszublenden. Der Oderturm ist mitten im Zentrum umsäumt von Lennèpassagen, Brunnenplatz, Cinestar, Rathaus und St.Marien, Uni Viadrina, Verwaltungsgericht, Logenhaus der Viadrina, Postamt mit Postbankfiliale und Zehmeplatz.

    Hier seht ihr den Oderturm, der einen guten Orientierungspunkt abgibt, aus grober Richtung Gubener Vorstadt mit Blick über das Gelände der Historischen Straßenbahn.

    1000059516.jpg

    Die Nutzer des Geländes, den Verein historischer Straßenbahnen, kann man sich hier näher anschauen. Im YouTube-Video sieht man durch sie auch ein wenig (nicht ganz aktuell) von der Stadt.

    Über uns - Historische Straßenbahnen Frankfurt (Oder) e.V.

    External Content youtu.be
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.


    Auf das Gelände der Teamfreunde kommen wir gleich zurück. Jetzt befinden wir uns ersteinmal an der Kreuzung Fischerstraße - Richtung Gertraudenplatz an der Druckerei des Märkischen Medienhaus. Der restliche Teil der Fischerstraße verdient sich einen eigenen Beitrag.

    Blick vorbei am Komplex des Märkischen Medienhaus zur Gertraudenkirche (Dr.Martin-Luther-Str.) mit Gertraudenplatz. Im oberen Teil ist die g-maps-Ansicht von 06'22 und unten mein Bild vom 02'26 zu sehen:

    1000061072.jpg

    Im Folgenden seht ihr den Gebäudekomplex des Märkischen Medienhaus mit der Verlagsdruckerei, das eindrucksvoll wiederhergestellte Haupt'empfangs'haus enthalte ich Euch an dieser Stelle vor. Davon gibt es reichlich Bilder im Netz:

    1000059543.jpg

    Im oberen Bild seht ihr wieder eine Aufnahme vom 02'26 und zum Vergleich im unteren Bild links die ältere Aufnahme von g-maps von 06'26.

    1000061076.jpg


    Wir gehen unter dem Verbindungsgang zur Druckerei hindurch in Richtung Tramgelände:

    1000059534.jpg

    Kurz nach diesem Durchgang zeigt sich direkt vor dem Tramgelände dieses Gebäude, welches hoffentlich nicht noch allzu lange auf Restaurierung warten muss 😢:


    Edit:

    Dank der Galerie mit hilfreichen Infos von Christoph Bellin hat dieses Gebäude jetzt auch bei mir einen Namen 🙏🏼:

    "...portal der historischen Villa Finkenstein in der Fischerstraße von Frankfurt/Oder, das Gebäude steht leer, der Putz bröckelt ab und die unteren Fenster sind zugemauert. Barockes Landhaus, errichtet 1780 - Architekt Martin Friedrich Knoblauch. Später als Verwaltungsgebäude genutzt; Das Wohnhaus steht unter Denkmalschutz...." © Christoph Bellin /

    Zustand 02'26 - Bilder von mir

    1000061086.jpg

    Immerhin ist das Dach soweit dicht, auch sonst soweit gesichert und halbwegs trockengelegt, dass man hoffentlich nicht noch weitere vier Jahre und mehr auf weitere Schritte warten muss.

    1000059529.jpg

    Vergleich g-maps 06'22:

    1000061079.jpg

    Auf dem Gelände der Straßenbahnfreunde werden gerade ein paar Hallen zu Parkhäusern umgebaut:

    1000061083.jpg

    Auch das gehört noch zum Gelände der Tramfreunde und wird hoffentlich nicht irgendwann einfach weggerissen.

    1000059349.jpg


    1000059510.jpg

    Und zum Abschluss gehen wir ein ganzes Stück weiter Richtung Zentrum zur St.Marienkirche, denn in ihrer Umgebung hat sich in den letzten vier Jahren ja Einiges getan, wie ihr wisst:

    Die erhaltene Malerei lässt sich durch diese Scheiben und den Spiegelungen der rückwärtigen Gebäude kaum erkennen. Gut, dass es ein Schild gibt 🙄:

    1000059309.jpg

    So sah es noch 2022 aus:

    1000061069.jpg


    Und hier nun eine sehr schöne Entwicklung der letzten vier Jahre wieder mit g-maps Bildern von 06'22 im Vergleich. Wenn ich mich Recht erinnere war dieses Gebäude bereits in der Kandidatenliste für den diesjährigen Stadtbildpreis!? :

    1000061087.jpg

    1000061091.jpg


    Das soll für den Moment erstmal reichen.👋🏼🙂

  • Im II. Weltkrieg wurde die St. Marienkirche zu Frankfurt/Oder sehr stark zerstört. Der Marienaltar befindet sich seit 1943 in der St.-Gertraud-Kirche, der aus der 1945 größtenteils zerstörten St.-Marien-Kirche stammt, wie auch weitere kostbare Schätze der Marienkirche.

    Im Gotteshaus St. Gertrud fanden Aufnahme: neben dem Marienaltar von 1489 mit 41 Figurenreliefs auch die Bronzetaufe von 1376 nebst einem riesigenen, siebenflammigen Bronzeleuchter aus der 2. Hälfte des 14. Jh., welcher von vier Adlern getragen wird. Ferner befindet sich, gleichfalls von St. Marien stammend, ein bemaltes Holzrelief im Chor der Kirche. Dieses zeigt Jesus im Kreise seiner Jünger, darunter der ungläubige Thomas. Hier findet der Besucher zu seinem Erstaunen eine wohl singuläre Szene vor: die Hauptfiguren haben bewegliche Hände aus Holz, welche man unter Aufsicht berühren und sogar bewegen darf. Ich war von der Großartigkeit dieser gotischen Ausstattung wirklich begeistert.

  • Der Oderturm ist in diesem Jahr schon ganze 50 Jahre das Markenzeichen der Innenstadt.

    Der Bau des Oderturms mit seiner komplexen Fussbebauung erfolgte zwischen 1968-1976.

  • Bei meinem heutigen Tanktrip hab ich mich noch am Bahnhof in Frankfurt/Oder rumgetrieben...

    Ich habe eine architektonische Guillotine entdeckt... für mich persönlich ein Anwärter für das hässlichste Gebäude der Stadt...

    Wie kann man das einem eigentlich schönen Haus dieser Art antun!? Das hätte wirklich schön restauriert werden können und sich optimal in die Denkmalgeschützte Umgebung in Bahnhofs-Nähe einfügen können...

    Diese Seite hat die Erklärungen zu den Gebäuden um die Ferdinandsstraße und Umgebung bereits schön aufbereitet. Wer sich für interessiert wird hier fündig.

    https://hansest%c3%a4dte.photos/photo/neu-halb…oder-Ek6RdDreHs

    In meinem Album findet ihr dazu die heute aktuell geknipsten Impressionen..von Bahnhof, Ferdinandsgasse, Kiliansberg, rüber Richtung Neuberesinchen.

    Fotohosting von Stadtbild Deutschland
    Kostenloses Bilderhosting von Stadtbild Deutschland
    aph-bilder.de