• In Mittelndorf bei Sebnitz verschwand in den letzten Monaten der stattliche, 1863 errichtete Gasthof Mittelndorf. An seiner Stelle soll nun ein Bolzplatz eingerichtet werden. Ein Video zeigt den grässlichen Akt der Zerstörung:


  • Es ist aber bemerkenswert, dass die Natursteingewände der Tür- und Fensteröffnungen sowie die Gurtgesimse alle vorher noch ausgebaut wurden. Wo die wohl hinkommen werden?

  • Das markante Eckhaus an der Kreuzstraße wurde durch einen Brand stark beschädigt und wird abgerissen


    https://www.saechsische.de/plu…z-brennt-aus-5083310.html


    Den Abrisswunsch der Hertigswalder Straße 18 konnte das Denkmalamt abwehren, aber dennoch muss nun aus Sicherheitsgründen das Dach abgerissen und die Ruine gesichert werden.


    https://www.saechsische.de/hau…d-abgerissen-5098395.html

  • Ich habe mir erlaubt, die beiden im vorigen Beitrag von DarkVision erwähnten Häuser zu ermitteln.


    Hier das im Juni 2019 niedergebrannte Eckhaus vor dem Brand:


    Sebnitz, Kreuzstraße 23 (Foto: SchiDD, 15. April 2018, CC-BY-SA-4.0)


    Ich mag solche Häuser. Sie haben eine Persönlichkeit. Es ist wirklich traurig, dass das Haus nicht erhalten blieb. Es beherbergte laut Denkmalliste einst die Kunstblumenfabrik Josef Hentschel. Ich hätte es für ein Wohnhaus gehalten. Datiert wird es auf 1893.


    Hier das zweite Haus aus dem vorigen Beitrag, Hertigswalder Straße 18:


    Sebnitz, Hertigswalder Straße 18 (Foto: SchiDD, 30. März 2018, CC-BY-SA-4.0)


    Hoffentlich kann dieses Haus noch gerettet werden. Es ist ein typischer Gründerzeitler des Dresdner Raumes aus der Zeit um 1890. Man erkennt dies an dem spezifischen Rot der Ziegel, das für diese Region charakteristisch ist, und an den Fenstereinfassungen. Die Erdgeschosszone ist noch in ihrer originalen Gestalt erhalten. Ein schönes Detail ist das alte Gitter, das die Lücke zum Nachbarhaus schließt. Ich mag diese Lücken zwischen zwei Häusern, die man in Kleinstädten recht häufig findet (nicht nur in Sachsen). Das rechte Nachbarhaus ist in gutem Zustand.


    Das Haus Hertigswalder Straße 16 (Foto: SchiDD, 30. März 2018, CC-BY-SA-4.0)


    Es ist ein klassizistisches Gebäude von 1840. Daneben die 14 ist sogar ein Umgebindehaus aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.


    Hertigswalder Straße 14 (Foto: Dr. Bernd Gross, 13. April 2014, CC-BY-SA-3.0)


    Mit geschlossenen Fensterläden sieht es auch gar nicht mal so afrikanisch aus. Einst wohnte hier ein Leineweber.


    Hertigswalder Straße 14, Detail (Foto: Lupus in Saxonia, 10. April 2019, CC-BY-SA-4.0)


    Auch links von dem Gründerzeitler Hertigswalder Straße 18 steht ein Umgebindehaus aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.


    Hertigswalder Straße 20, Detail (Foto: Lupus in Saxonia, 10. April 2019, CC-BY-SA-4.0)


    Ich bin in Latein nicht besonders gut, würde aber meinen, dass man den Namen des Fotografen mit "Sachswolf" übersetzen kann.


    Hertigswalder Straße 20, Detail (Foto: SchiDD, 30. März 2018, CC-BY-SA-4.0)


    Hertigswalder Straße 20 (Foto: Dr. Bernd Gross, 13. April 2014, CC-BY-SA-3.0)


    Hertigswalder Straße 20 (Foto: Dr. Bernd Gross, 13. April 2014, CC-BY-SA-3.0)


    Hier besteht zwischen beiden Häusern eine ganz schmale Lücke. Schon aus Ensemblegründen wäre es wichtig, den Gründerzeitler Hertigswalder Straße 18 zu erhalten. Das übernächste Haus, die Nr. 22, ist wieder ein Gründerzeitler von städtischem Charakter. Es wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut.


    Hertigswalder Straße 20 und 22 (links) (Foto: SchiDD, 30. März 2018, CC-BY-SA-4.0)