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Aschaffenburg

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    • Aschaffenburg

      Dalbergstraße in Aschaffenburg: Ade, Kopfsteinpflaster


      Ich habe erst letzte Woche gemerkt, dass dem südlichen Abschnitt der Dalbergstraße in Aschaffenburg sein Kopfsteinpflaster abhanden gekommen ist.

      Vor etwas anderthalb Jahren (glaube ich), als ich dieses Foto machte, war es noch da:




      Das nachfolgende Foto habe ich letzte Woche gemacht. Jetzt ist die Straße asphaltiert:





      Man merkt sofort, wie die Straße ohne das Kopfsteinpflaster etwas an Reiz verloren hat. An dieser Stelle merkt man deutlich, wie sehr die Bepflasterung zum Gesamteindruck beiträgt.


      Moderationshinweis (Zeno, 14.05.2010): Ursprünglichen Titel des Stranges als Überschrift dieses Beitrages eingefügt
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    • @ madmellow:

      Im Prinzip hast du schon Recht. Die Dalbergstraße ist wirklich schön, der Verlust des Kopfsteinpflasters ist nicht gerade eine Katastrophe, aber dennoch ein (kleiner) Verlust, der dem Gesamteindruck etwas nimmt.

      Man muss in einem solchen Fall einfach abwägen. Ich kenne nicht den genauen Grund dafür, warum das Kopfsteinpflaster entfernt wurde, bin mir aber ziemlich sicher, dass es wegen der Lärmbelästigung war (denn aus diesem Grund verschwand es auch aus diversen anderen Straßen).

      Kopfsteinpflaster in einer Fußgängerzone, in einer kleinen Nebenstraße, in einer verkehrsberuhigten Straße - alles kein Problem. Aber die Dalbergstraße war die Hauptstraße des alten Aschaffenburg, und auch heute noch ist sie ein vom Autoverkehr stark genutzte Durchfahrtsstraße. Da kann es schon sein, dass die Anwohner sehr stark unter dem Lärm gelitten haben, besonders nachts. Ich hätte zwar vielleicht an ihrer Stelle gesagt: Was soll's, wenn ich draußen ein Auto über das Pflaster knattern höre, dann weiß ich doch wenigstens, dass ich in einer Altstadt wohne (vgl. jene Städter, die aufs Land ziehen und sich dann über den Lärm der Kuhglocken beschweren). Andererseits habe ich aber auch leicht reden: Ich wohne dort nicht, kann also auch nicht wirklich beurteilen, wie groß die Lärmbelästigung war.

      Den vielen Inhabern von Restaurants und Läden in der Dalbergstraße wiederum sollte klar sein, dass ihr Standort jetzt ein wenig an Attraktivität verloren hat.

      Na ja. Aber vielleicht nutzte ich die Gelegenheit, um demnächst mal ein paar Bilder von Aschaffenburg in die Galerie zu stellen (hatte ich ohnehin seit einiger Zeit vor).
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    • Re: Dalbergstraße in Aschaffenburg: Ade, Kopfsteinpflaster

      "Restitutor Orbis" wrote:

      ...Man merkt sofort, wie die Straße ohne das Kopfsteinpflaster etwas an Reiz verloren hat. An dieser Stelle merkt man deutlich, wie sehr die Bepflasterung zum Gesamteindruck beiträgt.


      Ich stimme Dir vollkommen zu ! In dem Dörfchen scheinen wohl jetzt
      erst die Verkehrsdoktrinen der Nachkriegszeit zu wirken - dabei sind
      wir schon Jahrzehnte weiter. :x
    • Also ehrlich gesagt finde ich es gerade dort absolut nicht schlimm, klar, vorher war besser, aber ich denke wenn man hier den optischen Vorteil gegen Lautstärke und deutlich schlechteres Bremsverhalten abwägt, kommt man zu dem Schluß dass es so wirklich besser ist.

      Schöner fänd ich es, wenn in unseren Fußgängerzonen mal die häßlichen megaglatten Pflastersteine gegen Kopfsteinpflaster oder ähnlich wirkendes Material ausgetauscht wird. Wenn dann noch die Werbung etwas zurückhaltender gestaltet wird, kann man auch architektonisch häßliche Innenstädte enorm aufwerten.

      Vergleich:

      Dortmunder Hellweg, zwar einige schöne Gründerzeitler aber die fallen zwischen der ganzen Werbung nicht auf, zusätzlich ein richtig häßliches Pflaster:


      Prinzipalmarkt in Münster, fast ausschließlich angenehme 50er-Jahre Bebauung aber eine historische Pflasterung und Einschränkungen bei der Fassadenwerbung:

      Quelle: http://www.prinzipal-markt.de">www.prinzipal-markt.de
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • @ Booni:

      Yep, dein Vergleich ist sehr aufschlussreich.

      Ich würde aber im Fall der Aschaffenburger Dalbergstraße schon von einem gewissen Qualitätsverlust im Gesamtbild sprechen. Er hält sich zugegebenermaßen in Grenzen, zumal das Kopfsteinpflaster zwar von der Fahrbahn, nicht aber vom Bürgersteig verschwunden ist.

      Wie ich schon sagte, kann ich das Ausmaß der Lärmbelästigung nicht einschätzen. Sollte es aber tatsächlich sehr hoch sein, dann habe ich durchaus Verständnis für die getroffene Entscheidung (trauere aber trotzdem dem vorherigen Zustand hinterher). Ein bisschen Geldverschwedung bleibt es dennoch, denn einige Personen im meinem Bekanntenkreis meinen sich daran zu erinneren, dass das Kopfsteinpflaster vor gar nicht langer Zeit erst erneuert worden war.

      Na, wer weiß, was zukünftige Verkehrsplanungen bringen... vielleicht wird es in einigen Jahren mal so sein, dass der Verkehr über andere Wege läuft und die Dalbergstraße zu einer verkehrsberuhigten Straße gemacht wird, dann könnte das Kopfsteinpflaster zurückkehren.

      Hier nochmal ein Vergleich, diesmal mit Blick in Richtung Main. Das alte Bild (mit Kopfsteinpflaster) ist ein wenig dunkel, vermittelt aber dennoch, denke ich, den richtigen Eindruck:





      Heute, auch in Richtung Main, aber aus einer etwas anderen Perspektive:



      (Das Fachwerkhaus, das hier groß im Bild ist, kann man auf dem alten Bild oben auf der rechten Seite erkennen)
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    • schade ist es schon um das pflaster, aber eine stark befahrene straße sollte man schon asphaltieren. vielleicht hätte man den verkehr ja auch umleiten können... man müsste die situation genauer kennen, um ein urteil abzugeben.

      viel eindringlicher finde ich den vergleich bzgl. der außenwerbung. mir ist das schon oft aufgefallen, wie diese unzähligen leuchtreklamen, plastik- und blechschilder das starßenbild beeinträchtigen. münster hat hier sehr weise gehandelt - und deshlab kommen sicherlich auch ncht weniger leute in die geschäfte.
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • bin wieder mal ziemlich überrascht über die antworten hier im forum und dass nur so wenig kritik gegen die beseitigung des pflasters kommt :augenrollen: auch wenn man die situation vorort nicht kennt

      der verlust ist augenscheinlich, v.a. für das ensemble.

      was für eine argumentation ist das denn?
      weil es sich um eine hauptdurchgangsstrasse handelt, ist es zu rechtfertigen das man das pflaster wegen des "lärms" enfernt?
      sehr pragmatisch und modernistisch gedacht. genau diese argumentation ist übrigens immer wieder der feind einer alten stadt.


      wenn nicht alles "chic" aussieht, oder umstände bereitet, dann wird es eben beseitigt.

      schon einmal an eine verkehrsberuhigte zone gedacht?
      hätte man sich nicht auch gedanken machen können, wie man den verkehr in der altstadt besser verteilt ? solche hau-ruck-methoden sind doch sehr kleingeistig.
      die asphaltierte strasse wird jedenfalls nicht zum langsamfahren einladen im gegensatz zu einem schönen pflaster, wie es im vorfeld bestand. aber das hätten die anwohner, wenn sie denn den anstoß zu dieser veränderung gaben, dann auch verdient. aschaffenburg - zurück zur autogerechten stadt. herzlichen glückwunsch...


      das dortmunder beispiel ist werbungstechnisch die übliche banale entwicklung. die verbauten gründerzeitfassaden tragen hier leider nichts mehr zur verbesserung der situation bei. vom pflaster sieht man zu wenig, als dass man eine aussage treffen könnte. es dürfte an der miserablen situation jedoch nichts ändern.


      Jeder, der sich die
      Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

      www.archicultura.ch

    • "Stefan" wrote:

      der verlust ist augenscheinlich, v.a. für das ensemble.

      was für eine argumentation ist das denn?
      weil es sich um eine hauptdurchgangsstrasse handelt, ist es zu rechtfertigen das man das pflaster wegen des "lärms" enfernt?
      sehr pragmatisch und modernistisch gedacht. genau diese argumentation ist übrigens immer wieder der feind einer alten stadt.



      Wenn es um Beispiele wie Aschaffenburg geht, bin ich nicht deiner Meinung. Stell dir vor, sämtliche bauliche Infrastruktur wäre zurückgesetzt ins Mittelalter mit der Technik von heute. Es würde das reinste Chaos herrschen. Es wäre wie mit ungleichen Formen, die nicht aneinander passen wollen und so auch nicht miteinander funktionieren.

      Vor hundert Jahren, hat man Architektur ohne den Übermaß nehmenden Verkehr geplant. Herausgekommen sind wunderschöne Fassaden mit unpassend hässlichen Farben davor geparkter Automobile. Das Gesamtbild wird gestört. Jedoch ist die Symbiose beider Arten unwiderruflich. Wir brauchen beides.

      Ähnlich verhällt es sich mit dem Pflaster, wobei ich hier ausdrücklich erwähne, dass die Attraktivität fast nicht gestört wird, da eben hier mit Augenmaß an den Erhalt des Kopftsteinpflasters auf dem Fußweg gedacht wurde. Anderswo hätte man doch gleich sämtlichen Boden entfernt und modernisiert.

      Schnellere und somit auch für die dortige Baukultur gefährdende (falls in einer Kurve geradeaus rutschende) Autos brauchen heutzutage eben einen mit der Zeit gehenden Strassenbelag. Niemand fährt heute noch mit Kutschen zur Arbeit.

      Kleinvieh macht auch Mist aber so klein, wie der Mist hier ist, wäre es typisch Deutsch darüber zu jammern!
    • Um auch noch meinen Senf hinzuzugeben: Ich laufe mindestens zweimal im Monat die Dalbergstraße entlang und natürlich ist der Verlust des Kopfsteinpflasters schade, da die Asphaltierung das Ensemble beeinträchtigt - somahl in letzter Zeit einige Fachwerkhäuser schön restauriert wurden.

      Im übrigen gibt es eine Umgehungsstraße, so dass der Durchgangsverkehr hier eigentlich ausbleiben dürfte. Allerdings steht weiter oben (kann man auf dem ersten Bild ganz oben ein wenig erkennen) eine große Tiefgarage am Theater, wo wir beim eigentlichen Übel, dem Theaterplatz wären, der so ziemlich die Städtebautristesse von AB widerspiegelt.

      Momentan scheint dieser Platz neu gestaltet zu werden, ein Bauschild habe ich allerdings bis jetzt vergeblich gesucht - was nichts Gutes vermuten lässt.
    • Zum Theaterplatz:

      Für alle Nicht-Ortskundigen, die Dalbergstraße führt nach Nordosten hin am Theaterplatz vorbei, bevor sie dann am Stiftsplatz, den ich in der Galerie gezeigt habe, vorbeigeht. Auf dem Theaterplatz befindet sich der von spacecowboy bereits erwähnte Tiefgaragen-Bunker.

      Was das Bauprojekt am Theaterplatz betrifft, so ist von einem neuen Glas-Bauwerk, der "Stadt-Loggia", die Rede (Entwurf: Scheffler/Lautenschläger). Die CSU hatte sich für den historisierenden Entwurf von Harling ausgesprochen, konnte sich damit aber nicht durchsetzen.

      Ansonsten sind für den Platz geplant: Schattige Sitzplätze, ein flacher Wasserlauf, eine Stelenreihe, eine 6 Meter hohe Sonnenuhr, "Linien aus poliertem, kontrastfarbigem Gestein im Granitbelag des Platzes".
      http://www.menschenrechtsfundamentalisten.de
    • Zum Thema "Kopfsteinpflaster und Straßenlärm" aus der Wikipedia:

      PKW und LKW auf Kopfsteinpflaster erzeugen einen bis zu 15 dB erhöhten Lärmpegel im Vergleich zum glatten Asphalt, und das schon bei sehr geringen Fahrgeschwindigkeiten. Der zusätzlich zum Motorengeräusch entstehende Lärm aus dem sich wiederholendem "Aufprallen" der Reifen auf die einzelnen konvexen Steinflächen erzeugt am Fahrzeugchassis niederfrequente Schwingungen, die sich durch die Luft, aber auch als sogenannter Körperschall bis in den Untergrund zurück in die Straßenbebauung ausbreiten können.

      Im Gegensatz zu normalen Asphaltdecken überwiegt schon bei niedrigen Fahrzeuggeschwindigkeiten das Rollgeräusch das Antriebsgeräusch (ab ca.10 Km/h)!

      "Zum Vergleich: Die Kopfsteinpflaster des Städtchens D. zeigten Lärmwerte von bis zu zehn bis elf Dezibel über jenen von Asphaltbeton-Belägen. Eine Pegelminderung um drei Dezibel, der Einheit, mit der Geräusche gemessen werden, entspricht etwa einer Halbierung der Verkehrsmenge. Dies bedeutet eine klare Verbesserung, nicht aber eine Halbierung des Lärms. Macht ein einzelnes Auto in einem bestimmten Abstand einen Lärm von 70 dB(A), so erhöht sich der Gesamtgeräuschpegel mit einem zweiten nicht auf das Doppelte, sondern etwa um drei Dezibel auf 73 dB(A). Erst eine Veränderung um zehn dB wird vom Menschen als doppelt bzw. halb so laut empfunden." ( Zitat aus: Lärmschutz an der Quelle: Leise Hoffnung mit leisen Strassenbelägen UMWELTPRAXIS Nr. 8 / März 1996 Seite 35 ( Tiefbauamt Zürich ))

      "Die um 15 dB(A) höheren Geräuschemissionen des Kopfsteinpflasters bedeuten, daß ein einzelnes Fahrzeug so laut ist wie 32 Fahrzeuge auf Flüsterasphalt." Zitat aus: Hamburger Abendblatt Nr.255,Seite 35, "Leise Reifen auf Flüsterasphalt",(ohne Jahresangabe).

      "Pflaster ist lauter", bestätigt Christoph Schröder von der Baubehörde. Straßen wie die Osterstraße, der Bahrenfelder Steindamm, die Landwehr oder der Eppendorfer Baum waren vor ihrer Asphaltierung rechnerisch um vier bis fünf Dezibel lauter. Erhöht sich der Lärmpegel um drei Dezibel, verdoppelt sich die Schallintensität. Erst bei einer Erhöhung um zehn Dezibel haben die Leute jedoch das Gefühl, es sei doppelt so laut. "Der subjektiv empfundene Effekt dürfte deutlich größer sein", vermutet Popp. Denn Phänomene wie etwa klappernde und knallende LKW-Aufbauten würden von den Rechenmodellen nicht erfasst. (Zitat aus: taz Hamburg Nr. 7260 vom 17. Januar 2004, Seite 28)
      [...]
      Kein Austausch des Kopfsteinpflasters ?
      Kurzfristige Entspannung könnte nur erreicht werden durch eine Herabsetzung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h auf 30 km/h sowie eine Neuregelung des Verkehrsflusses mit Hilfe von Einbahnstraßen, Sackgassen und "Durchfahrt nur für Anlieger"-Verboten usw. unter Berücksichtigung des gesamten Quartiers sowie eine Verdeutlichung der geschwindigkeitsbeschränkenden Ausschilderung (Reinigung der älteren Schilder und grossflächige Neubeschilderung besonders links und rechts der Quartierseinfahrten), Nur durch drastische Verminderung der Fahrzeugzahlen und der tatsächlichen Fahrgeschwindigkeit auf maximal 10 Km/h könnte eine nachhaltige Verbesserung der Lärmemission von Kopfsteinpflaster erreicht werden. Die Problematik für den Fahrradverkehr wird dadurch aber nicht beseitigt.

      Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenl%C3%A4rm\r
      de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenl%C3%A4rm

      Dennoch: Das Ganze bleibt merkwürdig. Im nahe gelegenen Seligenstadt hat man vor wenigen Jahren erst in der Bahnhofstraße Kopfsteinpflaster neu verlegt, in Aschaffenburg hingegen entfernt man es... gut, Aschaffenburg ist etwas mehr als dreimal so groß wie Seligenstadt, aber dennoch ist die Bahnhofstraße für die Verhältnisse einer Kleinstadt ebenfalls dicht befahren - das hat die Seligenstädter aber nicht daran gehindert, dort Kopfsteinpflaster zu verlegen.

      Außerdem: Kürzlich erst bin ich in einem Neubaugebiet hier in der Gegend durch verkehrsberuhigte Straßen gefahren. Die Straßen dort sind auch gefplastert, nicht asphaltiert. Die Bepflasterung dort war eigentlich ziemlich geräuscharm. Natürlich handelt es sich nicht um eine "Polter"-Bepflasterung im Altstadt-Look, d. h. es macht optisch nicht so viel her... aber es sieht doch immer noch viel besser aus als Asphalt! Warum hat denn niemand an diese Lösung gedacht?
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    • Was das Bauprojekt am Theaterplatz betrifft, so ist von einem neuen Glas-Bauwerk, der "Stadt-Loggia", die Rede (Entwurf: Scheffler/Lautenschläger). Die CSU hatte sich für den historisierenden Entwurf von Harling ausgesprochen, konnte sich damit aber nicht durchsetzen.


      Scheffler... das war doch der Herr, der im DAM den Ausdruck "lupenreiner Populismus" für die Bestrebungen zum Wiederaufbau eines Teils der Frankfurter Altstadt gebraucht hat.

      So präsentiert sich mittlerweile die Stadt-Loggia (die Aufnahme ist etwa 2 Wochen alt, glaube ich):



      Das Schild nebendran weist übrigens darauf hin, dass die Umgestaltung des Theaterplatzes in drei Schritten verläuft und dass man ja nicht vom gegenwärtigen (also unfertigen) Eindruck ausgehen möge.
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    • Furchtbar, was soll daran nach Verwirklichung der nächsten Schritte noch besser werden? In ca. 25 Jahren wird mit viel Tamtam ein Fest gefeiert werden, dann nämlich, wenn dieses dann heruntergekommene, vollgepinkelte, verschmierte und mit wilden Plakaten und ihren Überresten übersäte Gestell wieder abgerissen wird.
    • Die Assoziation die ich hatte, als ich den Begriff Stadt-Loggia gelesen habe war in etwa die gleiche, als wenn man außerhalb Italiens von "Piazza" statt Platz spricht. Nämlich: Treffpunkt der Stadt, viel Leben,
      Freizeit, das Leben genießen, vor allem aber südländisches (mediterranes) Lebensgefühl. Man kennt ja des Deutschen Sehnsucht nach dem Land in dem die Zitronen blühen. Wird also die Bezeichnung "Loggia" gezielt verwendet um eben diese Sehnsucht zu befriedigen und etwas ähnliches zu schaffen, einen stark frequentierten Stadtraum in dem man sich gerne aufhält? Dabei hat man allerdings vergessen, dass dazu vor allem eine ansprechende (architektonische) Formensprache gehört. Die ist aber nach meinem Verständnis bei diesem "Gestell" nicht gegeben, das ganze ist mir zu "akademisch" soweit man das so sagen kann.

      Ist übrigens ein spannenender Kontrast zu dem Lebkuchenhäuschen auf der linken Seite, auch die Farbe ist irgendwie frech. :zwinkern:
      Wenn du ein Haus baust, denke an die Stadt (Luigi Snozzi)
    • :zwinkern:
      Stimmt, es ist sehr spannend - so sehr, dass ich auf einmal das dringende Bedürfnis nach Ent-Spannung verspüre...

      Aber, Stephan, wir müssen stets eins im Hinterkopf behalten: "Es eignet sich nicht jedes Thema zur demokratischen Debatte." (Scheffler)

      Tja, wozu dient das Ding? Ich weiß es nicht genau, vielleicht muss ich noch mal auf dem Schild nachlesen. Ich glaube aber, es gab auch mal einen Artikel im Main-Echo, der sich damit befasste, dass ein Großteil der Aschaffenburger sich ebenfalls darüber wundert, wozu das Teil gut sein soll. Vermutlich ist es einfach nur dekorativ zu verstehen... :gg:
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