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Was in Dresden zu rekonstruieren wäre

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    • Königsbau wrote:

      Der komplette Neubau eines Gebäudes des Historismus, in der Art wie er in eurer Wunschliste aufgeführt wird, war einzig und allein
      Was ist denn mit der Potsdamer Matrosenstation Kongsnæs? Zwar klein aber fein.

      Oder das Trifugium in Leipzig: Leipzig - Historische Innenstadt (Galerie)


      Und auf den Rest gehe ich nicht mehr ein, Energieverschwendung. Ohne Träumer keine gebauten Träume, schreib dir das hinter die Ohren! ;)

      The post was edited 1 time, last by erbse ().

    • Schonmal was von selffullfilling prophecy gehört? Ich würds langsam in "Dresden desease" umbenennen wollen. Statt die Möglichkeiten auszuloten und möglichst viel DAFÜR zu tun, ist bereits die zweite oder Dritte Reaktion auf das Thema "geht nicht, ist nicht, wird nicht".
      Natürlich gibt es Argumente dagegen, aber ebenso dafür. Dass man so völlig kalt erstmal davon ausgeht, dass alles Hirngespinste von Wahnsinnigen sind und in der Summe als realitätsfern abgestempelt wird, erschrickt mich zutiefst. Aber das hab ich in anderen Zusammenhängen hier schon oft kund getan. Hab ich die Wahl nach diversen Reksoo zu streben und in meiner Hingabe nur 50% zu bekommen, dann hab ich zwar nicht alles erreicht, aber doch mehr, als wenn ich von Beginn gemosert hätte: Alles Luftschlösser. Und so möcht ichs lieber mit der Aussage von erbse halten und vertrete den Ansatz:

      erbse wrote:

      Ohne Träumer keine gebauten Träume
      Und wo wären wir, wenn man den Leuten zugehört und Recht gegeben hätte, die gesagt haben, dass eine Frauenkirche aufgebaut und ein rekonstruierter Neumarkt ein Ding der Unmöglichkeit sind?!
    • Zweifeln ist nicht kalt, aber das harte Abbürsten ist es schon.

      Zweifler wird's immer geben. Am Ende sind das Yin & Yang, die Träumer und die Zweifler. Die einen können die anderen beflügeln und den Geist anregen, die anderen wiederum etwas erden und den Fokus auf das Machbare lenken. Doch das Machbare verschiebt sich allein durch Visionen, Fantasien und Träumereien. Nie durch das Festhalten am status quo.
    • RobBerg wrote:

      Und wo wären wir, wenn man den Leuten zugehört und Recht gegeben hätte, die gesagt haben, dass eine Frauenkirche aufgebaut und ein rekonstruierter Neumarkt ein Ding der Unmöglichkeit sind?!
      Äm...... mit Verlaub, aber sowohl die Frauenkirche als auch der Neumarkt wurden weder von den ApHlern angeschoben noch baulich umgesetzt.
    • Mal eine Frage an alle Teilnehmer dieser Diskussion:

      Wollt ihr als Rekofans gar keine Rekonstruktionen mehr in Dresden vorantreiben? Dann können wir den Dresden Thread eigentlich schließen, denn die Webseite setzt sich ja gerade für Rekonstruktionen ein. :D

      Es ist doch so, dass ohne weitere Rekonstruktionen Dresden deutlich schlechtere Chancen hat, Kulturell und wirtschaftlich. Denn je schöner Dresden wird desto mehr Touristen werden kommen! Stellt euch mal vor, Dresden wäre so wie vor 1945. Wie brechend voll wäre die Stadt mit Touristen?

      Die Frage ist also nicht ob weiter rekonstruiert wird oder ob man etwas vorantreiben sollte sondern nur was. Deswegen finde ich den Thread sehr gut! Es kann doch nicht sein, dass die Gesellschaft historischer Neumarkt 2020 aufgelöst wird, weil der Neumarkt 2020 fertig ist. Vielmehr sollte wenn überhaupt nur eine Namensänderung stattfinden. ;)

      Ich schlage deswegen den Neustädter Markt vor. Das scheint mir noch am realistischsten und hat gleichzeitig großes Potential. Es muss auf jeden Fall etwas in der Innenstadt sein. Ein großer Prunkbau wäre auch was.
    • Königsbau wrote:

      Der komplette Neubau eines Gebäudes des Historismus, in der Art wie er in eurer Wunschliste aufgeführt wird, war einzig und allein der eines Eckhauses des Gillitzerblock in Rosenheim.
      Ganz stimmt das nicht. In Frankfurt wurde in den 90er Jahren das Haus Zeil 5 abgerissen und danach nach der Errichtung eines Neubaus in dem ganzen Carree optisch wieder rekonstruiert.

      commons.wikimedia.org/wiki/Fil…n_Nordwesten-20110705.jpg

      Zu der weiteren Diskussion habe ich ja schon geschrieben, will es aber noch einmal verdeutlichen, dass in Dresden die Problematik eine andere als zum Beispiel in Frankfurt ist. In Frankfurt bin ich gegen zu große Luftschlösser, weil dies Widerstände gegen Rekonstruktionen erzeugen würde, die die ganze Idee in zu massive Auseinandersetzungen führt. Stichwort Schirn (ein beliebtes Kunstmuseum abreißen; es gäbe einen Aufschrei in der Öffentlichkeit) oder das Areal östlich des Doms (Wohngebäude abreißen; es gäbe massive Proteste gegen Entmietung und Gentrifizierung). Das hat keine Chance, weshalb eine Konzentration auf machbare Projekte erfolgen sollte. In Dresden liegt die Sache anders. Dort wären solche Widerstände nicht zu erwarten. Da hier viele Freiflächen vorhanden sind, niemand also verdrängt oder bedroht wird, ist es einfach eine Frage des Willlens. Und den kann man bei den heute Willenlosen womöglich entfachen, wenn ein williger Investor auftritt. Es ist also in Dresden eine Frage des Geldes. Des Willens eines Geldgebers. Hat man einen solchen gefunden, kann vieles gehen, was jetzt noch "unmöglich" erscheint.
    • porc wrote:

      Ich schlage deswegen den Neustädter Markt vor. Das scheint mir noch am realistischsten und hat gleichzeitig großes Potential. Es muss auf jeden Fall etwas in der Innenstadt sein. Ein großer Prunkbau wäre auch was.
      Na dann - nur zu: Verein gründen, Mitglieder sammeln, Broschüren schreiben und drucken lassen und Vorträge, Vorträge, Vorträge.
      Hier im APh erreichst du nur die - leider! - wenigen, die eh schon dafür sind....
    • So wird man uns nie ernstnehmen. Aber bitte, dann ergehen wir uns eben in Wunschträumen und pfeifen diejenigen aus, die mit ihren Zweifeln nur als Spielverderber gelten. Ich beteilige mich an diesem Quatsch nicht mehr. Es wäre sinnvoller, in Dresden angesichts der erschütternden Fakten mehr Baukultur einzufordern. Aber das ist wohl zu fantasielos und pragmatisch gedacht.
      In dubio pro reko
    • Das Gilgenhaus ist in erster Linie eines: ein Kind seiner Zeit. Dh es wurde im Rahmen dieser Zeit und mit den dort zur Verfügung stehenden Mitteln errichtet. Damals war menschliche Arbeitskraft, insbesondere was hochwertiges Handwerk betrifft, weit erschwinglicher als heute.

      Speziell gegen das Gilgenhaus würde sprechen:
      - der selbst für ein Historismusgebäude exorbitante Aufwand an Gestaltungselementen
      - die - um es gelinde zu sagen - formale Eigenwilligkeit. Es gibt einfach viele formal gelungenere Bauwerke aus dieser Zeit. Der Bau ist auch unter Liebhabern überkommener Architektur umstritten. Rekogegner könnten hier sehr wohl auf rein ästhetischer bzw kunsthistorischer Ebene einhaken.
      - die städtebaulich hoffnungslose Lage. Mit Verlaub - derartige Solitäre haben wir im Westen genug, und der ästhetische Reiz einer solchen Situation hält sich in Grenzen. Dazu ist das Gilgenhaus nicht als Solitär angelegt gewesen (wie zB ein Sommerpalais), sondern als Bestandteil einer historistischen Platzanlage.
      Es ist besser, Mittel für Projekte einzusetzen, die eine stärkere Wirkung erzielen.

      Für Dresden würde mir abseits vom NM da momentan wenig Realistisches einfallen. Ich fürchte, man wird sich mit dem Erreichten begnügen müssen. Das ist eigentlich eh wahnsinnig viel.
      Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
      14. Buch 9. Kapitel
      Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.
    • Also Projekte am Neustädter Markt sind verdammt realistisch. Und müssen intensiv forciert werden. Mit dem Narrenhäusel geht's ja hoffentlich bald los. Dann muss es dort und an der Meißner weitergehen.

      Auch gegen das Belvedere auf der Brühlschen Terrasse dürfte wenig sprechen. Das wäre ein hochattraktiver Standort für ein Café oder Restaurant.

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    • Also die Annahme mit dem Herbeischaffen eines willigen Investors wäre das Projekt schon in trockenen Tüchern scheint mir angesichts der Dresdner Realitäten erst die halbe Miete zu sein. Die GHND hatte schon einige willige Investoren motivieren können. Aber das liebe Stadtplanungsamt mit seinem Bau-bgm hat so manchen einfach ignoriert und abblitzen lassen.
      Wie wir ja wissen, dort an dieser Schaltstelle bräuchte es erst einmal eine Änderung, die in Richtung Wohlwollen für klassische Architektur und Offenheit für die Geschichte Dresdens gehen muß.
    • erbse wrote:

      Also Projekte am Neustädter Markt sind verdammt realistisch.
      Seh ich nicht so. Und was sollte eine Zeile aus der Rampischen ohne jegliches Vis-à vis und so verloren neben einer Stadtautobahn?
      sollte man sich da nicht besser gleich überlegen, die Rampische als Ganzes irgenwo anders wiederzuerrichten?

      Sicher unrealistisch, aber man muss sich fragen, was am Neustädter Markt derzeit zu gewinnen wäre.
      Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
      14. Buch 9. Kapitel
      Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.