Klein Vielen - Rekonstruktion der Jahn-Kapelle

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Klein Vielen - Rekonstruktion der Jahn-Kapelle

      Klein Vielen ist eine Gemeinde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte im Süden Mecklenburg-Vorpommerns (Deutschland) im Nationalpark-nahen Dreieck zwischen Neustrelitz, Neubrandenburg und Waren (Müritz).

      Zu der Gemeinde gehören die Ortsteile Hartwigsdorf, Adamsdorf, Liepen, Brustorf und Peckatel.


      Der Ort hat einiges Interessantes zu bieten, siehe: Liste der Baudenkmale in Klein Vielen



      commons.wikimedia.org/wiki/Fil…len_in_MSE.svg?uselang=de
    • Grabkapelle / Jahn-Kapelle Klein Vielen auf dem Klingenberg - Teilrekonstruktion

      Aktuell wird die wunderbare Jahn-Kapelle von 1851 im einstigen Gutspark saniert, sie ist eines der aufwändigsten Bauwerke Mecklenburg-Vorpommerns, das mitten in der Landschaft liegt:

      NDR Nordmagazin Video: Letzter Schliff für Grabkapelle Klein Vielen

      Der Förderverein: kleinvielen-jahnkapelle.de/

      Kapelle auf dem Gemälde von Ludwig Streitenfeld (1921) im Vergleich mit 2016:


      Quelle: kleinvielen-ev.de/?page_id=83

      Innenansicht 2016:


      commons.wikimedia.org/wiki/Fil…elle_Innen.jpg?uselang=de


      commons.wikimedia.org/wiki/Fil…_Kapelle_Geruestetage.jpg

      Rekonstruktion des Dachreiters im Januar 2017:


      commons.wikimedia.org/wiki/Fil…Dachreiter.jpg?uselang=de

      Infos:
      "Die Jahn-Kapelle auf dem Klingenberg ist eine Grabkapelle aus Backsteinmauerwerk, die der Eigentümer des Gutes, Eduard Rudolph Jahn (1816–1890), in Klein Vielen bei Neustrelitz in Mecklenburg zu Ehren seiner verstorbenen Frau und seiner Tochter im Jahr 1851 errichten ließ. Sie befindet sich im ehemaligen Park des nicht erhaltenen Gutshauses.

      Die Pläne für das Bauwerk werden dem Architekten Friedrich Wilhelm Buttel zugeschrieben, der Schüler Karl Friedrich Schinkels war und unter anderem die Restaurierung der Neubrandenburger Marienkirche geplant hatte. Die sorgfältige Ausführung der Detailformen der Kapelle wie zum Beispiel des Fenstermaßwerks erinnert an den neugotischen Turmaufsatz der Neubrandenburger Kirche. Die ungewöhnliche Gestaltung als achteckiger neugotischer Zentralbau mit basilikalem Aufbau ist bemerkenswert und geht typologisch auf die oktogonale Form der Grabkirche in der frühmittelalterlichen Architektur (wie zum Beispiel die Grabkirche Mettlach) zurück.

      Nutzung/Erhaltung
      Nachdem das Gutshaus in Klein Vielen bereits 1947 abgebrannt war, geriet die Kapelle infolge längerer Vernachlässigung und Vandalismus in Verfall. Die Gemeinde Klein Vielen bemüht sich in Zusammenarbeit mit dem 2009 eigens gegründeten Förderverein Jahn-Kapelle Klein Vielen und dem örtlichen Kulturverein Klein Vielen e.V. um die Erhaltung des Bauwerks. Erste Förderer sind die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die Europäische Union, die ein Projekt aus LEADER-Mitteln ko-finanziert. Eine spätere Nutzung für touristische und kulturelle Zwecke wird unter dem Motto „Ein Belvedere zwischen Lieps und Havelquelle angestrebt."

      Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Jahn-Kapelle_Klein_Vielen
    • Herzliches Hallo an das Forum! Viele großartige Neuigkeiten aus Klein Vielen:

      Flankierend zu den erstaunlichen Entwicklungen im benachbarten Neustrelitz, gibt es auch für die Arbeit an der Jahn-Kapelle Glückliches zu berichten. Der Förderbescheid ist gekommen und so kann der dritte und letzte Bauabschnitt begonnen werden. Die 16 Fialen und auch die 16 Fenster des Oktogons werden nun ergänzt.

      Seit Erbses umfassenden Auftaktpost ist bereits Einiges passiert. Noch ist die Kapelle eingerüstet doch dahinter verbirgt sich all das bereits Erreichte:

      Die Klempner der Firma Hanke haben ganze Arbeit geleistet und im Herbst vergangenen Jahres die Turmhaube vollendet.

      Auch die für Buttel charakteristischen Formsteine (Sechspass, Blumenschmuck und Dergleichen.) wurden allesamt nachgefertigt und eingepasst. Der gesamte Hauptbau ist nun saniert und nach den vielen Jahren der Verwahrlosung nun dauerhaft gerettet.

      Bereits im März konnte der 1. Bauabschnitt mit dem Setzten der fantastischen Arbeit aus Peenemünde -der goldenen Kreuzblume- vollendet werden.

      Auch im vergangenen Winter, als die Baustelle ruhen musste, hat der Förderverein und die aktive Gemeinde in Klein Vielen Tatsachen geschaffen. Zuvor hatte die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Rücksprache mit dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege die denkmalpflegerische Zielsetzung für den Gutspark Klein Vielen, die Allee und den Klingenberg genehmigt. Dank des Bürger-Subbotniks nähert sich nicht nur die Kapelle selbst, sondern auch der Klingenberg dem Zustand der Erbauerzeit an. Hübsch durchforstet, ist das Denkmal nun auch von Weitem wieder sichtbar. . Nach meinem Geschmack sollte man sich dabei perspektivisch gesehen, nicht nur am Unterwuchs und den wildwuchernden Robinien zu schaffen machen sondern auch strategisch ausgewählt ein paar der älteren Bäume fällen, um die Kapelle so noch besser herauszuarbeiten.

      Die beiläufige Wiederherstellung der Feldsteinmauer möchte ich besonders loben, da gerade solche Details den Charme eines stimmigen Gesamtbildes ausmachen.

      Da lebende Architekten in diesem Forum zum Teil einen sehr schlechten Ruf haben, möchte ich an dieser Stelle noch die Gelegenheit nutzen und Lanze brechen für Christian Peters aus Neustrelitz, der sich hier auf hervorragende Weise für die Interessen des Gemeinwesens einsetzt. Hier im Forum ist er bereits in der Debatte um den Wiederaufbau des Schlossturms positiv aufgetaucht.

      Gerne werde ich in Zukunft öfter aus Mecklenburg-Strelitz berichten, dann auch mit eigenen Baustellenupdates. Zum Beispiel scheint es mir, als hätte die Fertigstellung des Rekonstruktionsprojektes "barocker Schlossgarten" Neustrelitz vor lauter Aufregung um den Schlossaufbau glatt den Sprung ins Forum verpasst. Oder habe ich etwas übersehen?
    • Strelizius wrote:

      Gerne werde ich in Zukunft öfter aus Mecklenburg-Strelitz berichten, dann auch mit eigenen Baustellenupdates.
      Hallo Stelizius, Danke und Willkommen hier im Forum! :blumen:
      Wir haben in den letzten Jahren oft auf einen gleichnamigen Blog verlinkt (der vermutlich deiner ist?), wenn es um den neuesten Stand der Dinge zum Neustrelitzer Residenzschloss ging. Wir freuen uns wenn du uns über die Region auf dem Laufenden hältst, denn schließlich bist du die Quelle vor Ort!
    • Danke sehr Maecenas. Gut vermutet, aber da muss ich passen. Das Gute daran: So sind wir Zwei, die berichten. Strelitzius und Strelizius.

      Im Zusammenhang mit diesem Namen noch weitere Trivia:

      Wikipedia zur Paradisvogelblume:
      "(...) Die Art heißt also direkt übersetzt „Strelitzie der Königin“ und ehrt damit die damalige britische Königin Charlotte, eine geborene deutsche Prinzessin Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz doppelt."

      Die Stadt Neustrelitz verweist auf ihrer Internetseite auf die weiteren Hintergründe:

      "Königin Charlotte von Großbritannien war 1744 als Prinzessin Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz in Mirow geboren worden.
      Klug und couragiert hatte sie als 16-Jährige mit einem Brief an Friedrich den Großen einiges Aufsehen erregt. Darin schilderte sie das Elend, das der Siebenjährige Krieg über ihr Vaterland gebracht hat und bat um Hilfe für die verzweifelten Menschen. Dieser Brief erweckte das Interesse des jungen englischen Königs Georg III., der schon bald vom Charakter wie von der Schönheit der Verfasserin so begeistert war, dass er Brautwerber nach Mecklenburg-Strelitz schickte.
      Im September 1761 heirateten Georg und Sophie Charlotte. Noch im selben Monat wurde die 17 Jahre alte Prinzessin zur Königin Charlotte von Großbritannien gekrönt.
      Sie gebar 15 Kinder und stand 57 Jahre lang an der Seite ihres Gemahls an der Spitze des britischen Empires. Im November 1818 starb Queen Charlotte, im Januar 1820 Georg III., beide hoch betagt. "

      Ganz nebenbei wurden auch alle weiteren Schwestern aus dem Geschlecht der Mirokesen in die besten europäischen Königshäuser vermittelt. Therese z.B. wurde zur Hochzeit nach Bayern geschickt. Weshalb dort alljährlich das Oktoberfest gefeiert wird. Das mal zur allgemeinen Gaudi.

      Zurück zur Kapelle:

      Verkürzen wir doch die Wartezeit bis zu einem umfassenden aktuellen Baustellenupdate mit dem einziges Baustellenbild, welches ich diesen Sommer gemacht habe.
      Trotz Baustellengerüst erkennt man den Zustand des Eingangs und der Fialenschafte, sowie einige der neuen Formsteine.
      Da es sich um eigenes Bildmaterial handelt, traue ich mich mal es direkt einzubinden:


      Abschließend noch ein feines Video, welches den Stand der Arbeiten im Bewegbild zeigt, auch die fantastische Kulturlandschaft am unmittelbaren Eingang zum Nationalpark Müritz wird per Drohne in Szene gesetzt.

      VIDEO


      Vielleicht kann der Strang passenderweise noch in "Klein Vielen - Rekonstruktion der Jahn-Kapelle" umbenannt werden.