Quartier Plögerscher Gasthof / Kommandantur

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    • Du hast völlig Recht, Knobelsdorff. An drei Seiten des Quarties ist jeder Entwurf besser geworden. Gute Arbeit des Gestaltungsrates.

      An der Schloßstraße aber ist es nach wie vor ein Drama. 1-3 ist zu groß, zu wuchtig, zu trivial. Da muss man wahrscheinlich wieder drei Parzellen draus mache oder den Barocken Bau rekonstruieren. Schloßstraße 4 gibt es nur einen guten Entwurf (immehin!). Schloßstraße 5 (zusammen mit der Kommandantur) ist auch schwierig.

      Deshalb wird sich der Focus auf die Schloß 1-3 und die Schloß 5 legen. Beide Parzellen haben nich keine befriedigende Lösung. Und das, obwohl der Straßenabschnitt am Steubenplatz so prominent liegt!
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Knobelsdorfff92 schrieb:

      Es scheint so als wären die überarbeiteten Entwürfe schon online!!!!!!!

      potsdamermitte.de/index.php?id=98
      Nicht schlecht, die Entwürfe. Insbesondere die Fassaden zum Alten Markt, die die Fachhochschul-Fassade ersetzen werden scheinen mir sehr gut gelungen zu sein!
      >> potsdamermitte.de/index.php?id=128
      >> großes Bild
      .
    • Konstantindegeer schrieb:

      1-3 ist zu groß, zu wuchtig, zu trivial

      Konstantindegeer schrieb:

      Schloßstraße 5 (zusammen mit der Kommandantur) ist auch schwierig.
      Also ich kann deine Argumentation durchaus nachvollziehen. Dennoch habe ich wenigeer Probleme mit der Schlo?straße 1-3. ICh favorisiere zwar nac wie vor den zweiten Entwurf aber der von den GEnossenschaften hat durchaus aufgeholt. Wichtig bei so einem großen Gebäude ist eine strukturierte Fassade. Wenn mich nicht alles täuscht ist dies hier auch mittels angedeuteter Resaliten geschehen. Was ich mir noch gewünscht hätte wären drei Giebel über den Resaliten. Müssen ja keine übeerdimensionierten sein aber wenigstens angedeutet. Aber seis drum. Viel mehr stört mich bei entwurf 2 die Farbgebung. Es lässt das Gebäude wie eine Verlängerung von Am Alten Markt 17 wirken.

      Zur Schlo?straße 5. Mit sicherheit hätte dieses Grundstück mehr Potenzial gehabt. Aber ich bin doch eigentlich im Großen und Ganzen auch damit zufrieden. Ich bleibe zwar bei dem letzten Entwurf als Favorit der, wie ich finde, noch am besten mit dem Haus NR.4 korrespondiert. Sofern es unser aller Favorit den Zuschlag bekommt. Aber die anderen haben ebenfalls gut aufgeholt.

      Nachdem ich die Übeerarbeitungen gesehen habe bin ich nun sehr optimistisch.

      Anderes Thema: Am meisten positiv überrascht hat mich die Schwertfegerstraße 12. Vorher ein durchweg scheusliches Gebäude mit dem Versuch die triviale Fassade mittels ausgefallener Materialien in Szene zu setzen, hat der jetzige Entwurf scheinbar eine 180° Wende vollzogen und ist zu meinem neuen Favoriten für dieses Grundstück geworden.
    • Hallo zusammen,

      hier meine aktuellen Faforiten:

      Los 1

      bitte umsetzen: Bieter 21067

      Bei weiteren Bieter sind Potsdam-untypisch. Der Eine macht aus dem Achteckenhaus einen Albert-Speer-Verschnitt und beim anderen wird es seltsam Konturlos. Beide Bieter bieten zudem auch nur modernistische Massenware im Nebengebäude, welches dann jedoch prominent in der Friedrich-Ebert-Str. stehen würde. Diese Nebengebäude haben zudem beide auch nur eine gerade Achsenanzahl, auch das wieder Potsdam-untypisch.

      Los 2

      bitte umsetzen: Bieter 21069 oder 21070

      Durch das neue Schrägdach überholt Bieter 21069 meinen bisherigen Faforiten 21070.
      Keine sichtbare Änderung, daher bleibt Bieter 21072 unterirdisch.

      Los 3
      Ich bleibe enttäuscht. Alle drei sich noch im Rennen befindlichen Entwürfe sind nicht gut und nicht schlecht und bleiben unteres Mittelmaß. Am ehesten würde ich zu 21074 tendieren, wenn wir denn in einer auskragenden Fachwerkstadt einen Neubau setzen müssten. Tun wir aber nicht, Potsdam ist von Putzfassaden und Backstein geprägt.
      Bieter 21073, der der Putzfassade am Ehesten entspricht, kommt mir zu glatt und nichts daher. Das wirkt wie ein Hinterhaus. Wenigstens stimmt die Achsenanzahl. Wenn man hier die drei mittleren Achsen betont hätte...
      Diese Naturkunststeinblöcke bei Bieter 21075 wirken immer noch wie sanierte Platte.

      Los 4

      Tolle Entwicklung bei Bieter 21079! Die Backsteinpfeiler sind weg und wurden durch Verputzte ersetzt. Gute Entwicklung. So sieht's nach einem neu interpretierten Potsdamer Stil aus. (Ziegel hätte ich ja auch akzeptiert, nur nicht als aufgemauerte Pfeiler, sondern anstatt des Putzes. Und die Pfeiler dafür verputzt. Im ersten Entwurf war das aber seltsam-Potsdam-untypisch verdreht.) Nur im Erdgeschoss bitte diese Natursteinplatten entfernen und ebenfalls durch Putz ersetzen!

      Bieter 21081 gefällt mir auch weiterhin ausgesprochen gut. Aufgrund der Entwicklung von 21079 kann ich nun keinen klaren Favoriten identifizieren. So muss das sein, dann stimmt die Auswahl!

      Los 5
      Drei sehr gute Entwürfe wurden teils nochmals verbessert. Doch leider nur im herausstechenden Eckgebäude.

      Der beste verbliebene Entwurf für das Haus "Alter Markt 13/14" kommt von Bieter 21085, bei gleichzeitig den unterirdischsten Nachbargebäuden. Daher fliegt der aus meiner Auswahl.
      Der Bieter 21084 bietet eine gegliederte Fassade im Alter Markt 13/14 (zumal auch mit der Plastik auf dem Mittelrisalit). Richtig überzeugen kann er jedoch in der Schwertfegerstraße. Diese Gebäude mit den Rundbogenfenstern würde einen schönen Endpunkt der Straße setzen. Toll. Insbesondere der kleine Arkaden-Bereich. Umso mehr fällt das Nachbargebäude am Alten Markt ab. Der fehlende Dachüberstand kennzeichnet es als kurzlebigen modischen Entwurf der heutigen Tage. Schon in wenigen Jahren wird der Eigentümer die Fassade neu sanieren müssen, da der hiesige doch häufige Regen solche Fassaden, die ungeschützt diesem ausgeliefert sind, schnell verdrecken und veralgen lassen.
      Daher empfinde ich nun den Entwurf von Bieter 21083 am besten. Auch hier wieder ein toller Entwurf des Nachbargebäudes in der Schwertfegerstraße und ein ansprechender Entwurf des Nachbargebäudes am Alten Markt. Doch bitte, bitte: ersetzt diese monströsen und unpraktischen Viereck-Klotz-Gauben durch wenigstens eine Fledermausgaube, wenn da schon die Putten nicht wiederkommen. Dagegen kann selbst Konstantin nichts haben.

      Weiter im nächsten Post...

      Grüße
      Luftpost
      Brandenburgische Bauordnung
      § 8
      Gestaltung
      (1) Bauliche Anlagen sind nach den anerkannten Regeln der Baukunst durchzubilden und so zu gestalten, dass sie nach Form, Maßstab, Verhältnis der Baumassen und Bauteile zueinander, Werkstoff und Farbe nicht verunstaltet wirken.
      (2) Bauliche Anlagen sind mit ihrer Umgebung derart in Einklang zu bringen, dass sie das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild nicht verunstalten oder deren beabsichtigte Gestaltung nicht stören.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Luftpost ()

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      Los 6

      Mit Abstand einer der beiden besten Entwürfe, der nicht durch strenge Gestaltungsvorgaben zu dieser Richtung gezwungen wurde: Bieter 21088. Unbedingt umsetzen.


      Dagegen bleibt 21091 ok bis unterirdisch. Das linke Gebäude geht durchaus und würde gefallen, wenn nicht da der 4-achsige Klotz daneben stünde...

      Los 7

      Bieter 21094 bleibt die bessere architektonische Wahl. Auch wenn sich 21093 deutlich verbessert hat. Die Einführung eines Mittelrisalits hat dem Monstrum gut getan. Bleiben diese Klotzgauben auf dem gesamten Dach, die es weiterhin missraten-verunstaltet aussehen lassen....


      Los 8

      Mit Bieter 21098 liegt der zweite beste Entwurf vor, der nicht den Gestaltungsvorgaben geschuldet ist. Auch dieser ist zwingend umzusetzen!
      Hat sich auch nur irgendwas an 21100 verbessert?

      Los 9

      Alle Bieter haben die Kommandantur originalgetreu wieder zu errichten, daher werden das / die Nachbarhäuser bewertet.
      Bester Entwurf für die Schloßstraße ist Bieter 21104. Kleinteilige Struktur, Potsdam-typisch. Sogar eine weitere Fassade einer historischen angelehnt nachempfunden. Sehr schön.

      Auch Bieter 21105 geht noch, auch wenn das Nachbarhaus ein Naturstein-Monstrum wird. Kein bisschen Potsdam-typischer Putz ist an dem doch sonst ganz ansprechend gegliederten Bau.
      Mir nicht gefallen will 21103. Der Nachbar-Bau erinnert mich frappierend an den Neu-Entwurf des Montierungshauses am Kanal. Und auch dort ist dieses seltsam unförmig mit diesen verbeulten, abgeschnittenen Säulen. Diese tauchen nun hier wieder auf und lassen das Haus auf diesen beiden untersetzen Stelzen seltsam stehen...

      Grüße
      Luftpost
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    • Ich finde bei allen Losen ist es besser geworden und es lassen sich Entwürfe finden die passen. Einzug die Schloßstraße 1-3 ist bei beiden Entwürfen zu groß und zu mächtig. Hier hatte sich die Stadt vorbehalten einen weiteren Fassadenwettbewerb zu fordern. Das sollte man unbedingt tun.

      Alternativ schlage ich vor das Haus wieder in drei Parzellen aufzulösen; die Kleinteiligkeit täte der Abwicklung der Schloßstraße gut. Mal schauen, was das Auswahlgremium empfiehlt.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Im Großen und Ganzen ein informativer Artikel, der allerdings viele kleine Fehler aufweist. Mal ganz abgesehen von der falschen Verwendung von architektonischen Fachtermini, werden falsche Tatsachen an den Mann gebracht. Beispielsweise die Anzahl von Leitfassaden. Hinzu kommt die, wie ich finde, zu klein geredeten Veränderungen. Ich will dem Autor keine böse Absicht unterstellen aber es liest sich bisschen so als hätte er sich die Entwürfe nur sporadisch angeguckt. Wie wichtig selbst kleinste Details für ein harmonisches Gesamtbild sein können scheint ihm nicht so ganz klar zu sein. Aber dies zu erkennen ist eine Fähigkeit, die heutzutage rar geworden ist. Ob nun die "Fuge" das spannendste Grundstück ist wage ich zu bezweifeln. Aber das ist nun mal der individuellen Wahrnehmung überlassen.

      Also: Für die Verhältnisse der PNN ist das ein neutral informativer Artikel (ist man sonst eher nicht gewöhnt). Find ich so gesehen ganz gut. Allerdings sind manche Passagen für den unbedarften Leser irreführend, der sich, anders als wir hier, nicht so intensiv mit der Thematik befasst.
    • Gut beobachtet, Knobelsdorff. Ich hätte es nicht besser schreiben können. Die Fuge z.B. ist in der schmalen Schwertfegerstraße an einem KfZ-Wendeplatz vor einer TG-Einfahrt. Das muss man doch immer im Kontext sehen, wozu deine Fassadenabwicklungen sehr zu betragen.

      Man darf auch nicht vergessen, dass sich die Fassaden mit Leitfunktion und auch die mit Gestaltungsvorgaben unter der Beratung der Denkmalpflege noch verändern werden. Das war auch beim 8-Eckenhaus-Neubau zu bemerken - da leistet die Denkmalpflege viel Detailarbeit ausserhalb ihres Kernaufgabengebietes.

      Hier mal exemplarisch der Wettbewerbsgewinner (Dietz-Joppien) und die Fassade, die jetzt ausgeführt wird.



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    • Ich tippe mal dass ein Großteil des Quartiers an die Genossenschaften geht. Ich denke dass das der politische Wille vor der Wahl ist. Nur hätte man sich den Wettbewerb dann sparen können. Denn da haben viele Leute bestimmt richtig Geld rein gesteckt. Ich hoffe dass es ein fairer Wettbewerb war und keine Alibiveranstaltung .
      APH - am Puls der Zeit
    • Gewonnen haben die am wenigsten Schlechten, nicht die Guten. Wenn die Wohnungsbaugenossenschaft "Karl Marx" mit Andrea Palladio den Palazzo Valmarana baut - dann ist das Potsdam.
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