Quartier Plögerscher Gasthof / Kommandantur

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    Jahreshauptversammlung 2019: 1. und 2. Juni in Balingen/Zollernalb. Mach mit!

    • Na, die Sache geht langsam in die entscheidene Runde. Die Stadt hat nach den Protesten der Neudenker gegen den Abbruch der FH und gegen eine angebliche Verdrängung sozial Schwacher aus der Innenstadt (auf dem FH-Areal waren ja vorher null Wohnungen) vor Beginn des Vergabeverfahrens die Errichtung von sozial- und preisreduziertem Wohnraum in den Vergabekriterien stark begünstigt. Damit wollte die SPD-Stadtverwaltung (andere Parteien sind ja in Potsdam im Magistrat nicht mehr vertreten) den Aktivisten den Wind aus den Segeln nehmen.

      Nun haben haben drei Potsdamer Genossenschaften bei allen 9 Losen mitgeboten und bieten in vielen Losen ebendiese Wohnungen. Die Genossenschaften hatten zwar in der ersten Runde der Bieter die architektonisch schlechtesten Entwürfe (einzusehen unter potsdamermitte.de) liegen aber durch die hohe Bewertung der Nutzung in der Bewertung trotzdem in der Spitzengruppe. Die Nutzungen der anderen Bieter, die bis 60 % der Bewertung ausmachen (40 % Architektur) sind nichtöffentlich.

      Bis Ende Januar mussten nun alle 27 Bieter, die die erste Stufe überstanden hatten, ihre Entwürfe nochmals überarbeiten. Hiervon haben wohl 23 Bieter abgegeben. Diese nach intensiven Gesprächen teilweise stark überarbeiteten Entwürfe werden ab dem 26.2.18 im Netz gezeigt (wie oben). Im März tagt das eine Jury aus Fachpreisrichtern und Komunalpolitikern, die der SVV pro Los einen Bieter empfiehlt. Vor der Sommerpause soll abschliessend entschieden werden.

      Bis dahin wird bei diesem Hauen und Stechen und der Stimmungsmache über die Medien bleiben. Ein Beispiel ist heute die PNN, wo die Genossenschaften über die Linken versuchen ihre Interessen nach vorn zu schieben. Zwar sind 30 Sozialwohnungen mehr oder weniger in Potsdam wohnspolitisch irrelevant - für Presse reichts aber. Das wird bis zum Sommer weitergehen.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Schlimm. Gerade im Block III sollte die Architektur höher bewertet werden, da dieser unmittelbar auch repräsentativen Charakter hat. In Block IV könnte von mir aus auch über die architektonische Qualität, mit der minimalsten Erfüllung der Gestalltungsrichtlinien (abgesehen von den Eckbauten), gearbeitet werden.

      Konstantindegeer wrote:

      angebliche Verdrängung sozial Schwacher aus der Innenstadt (auf dem FH-Areal waren ja vorher null Wohnungen)
      Genau dieser Gedanke geht mir auch immer wieder durch den Kopf. Absoluter Blödsinn diese Parole. Zumal ich bezweifle, dass Potsdams Wohnungsproblem in der Mitte gelöst werden kann.
    • Zur Bewertung: die SVV hat beschlossen 40 % der Gummipunkte für die Architektur und 60 % für die Nutzungen zu vergeben. Nur sind die Nutzungen bis auf den geförderten Wohnungsbau nicht bekannt. In den Veröffentlichungen sind sie meist nur allegemein beschrieben (Gewerbe...).

      Man kann davon ausgehen, dass bekannte Gewerbe, wenn sie in das areal wollen, auch noch hinter den Kulissen Druck machen.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Ich habe mal, anhand der Straßenansichten aus den konkreteren Angaben, meine Favoriten zu einem Gsamtbild zusammengefügt. Ich enschuldige mich vorab für die schlechte Qualität aber ich denke man kann es trotzdem erkennen. :computer:
      Files
    • Schöne Arbeit. Allerdings hast Du Entwürfe verwendet, die schon ausgeschieden sind. Zudem werden am kommenden Montag (26.2.18) die Überarbeitungen der verbliebenen Entwürfe auf potsdamermitte.de veröffentlicht. Hoffentlich machst Du Dir die Arbeit nochmal...
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Ich dachte z.B. 21088 auf der Seite Alter Markt und das Klingnersche Haus auf der Schloßstraße - aber das ist eh' einerlei, da Montag ja neue Entwürfe kommen. Ich hörte die Änderungen sind recht umfangreich. Streckenweise haben die Bieter zwei Stunden bei der "Zwangsberatung" durch die Stadt gesessen, bei der Änderungswünsche geäußert wurden.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Die Stadt hat ja zu Beginn des Verfahrens immer behauptet private Bauherren seien ihr die liebsten. Unter dem Druck der FH-Erhalter hat man dann das Thema "Nutzungsprivilegien" in das Vergabeverfahren eingerührt, da.h. der Nutzung 60 % der Vergabeentscheidung eingeräumt.

      So liegen heute die schlechtesten Architekturen (der Genossenschaften) leider vorn - hört man aus der Politik. Wie das Auswahlgremium unter Beteiligung des Gestaltungsrates das Dilemma löst wird interessant sein. Mitteschön hat zwar (erstmalig in Potsdam) durchsetzen können, dass die Architektur VOR Vergabe öfefntlich gezeigt wird aber die Nutzungen sind leider für die Unterschiedlichen Entwürfe nur grob bekannt. So kann das Entscheidungsgremim über die Bewertung der Nutzungen noch einiges modulieren.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Aber sein wir doch mal ehrlich, ungeachtet der Tatsache, dass wir noch nicht die überarbeiteten Entwürfe kennen, ist es doch jetzt Blödsinn von Seiten der Politik sich nur auf die "Nutzungsprivilegien" zu versteifen. In diesem Fall wäre der komplette Wettbewerb eine Lachnummer und man hätte das Areal von vornherein den Genossenschaften überlassen sollen.
      0815 Architektur war ja eben das, was man nicht mehr haben wollte. Aber schließlich ist ja im Herbst OB-Wahl...........
    • Genau, im Herbst ist OB-Wahl und der Amtsinhaber Jacobs tritt nicht mehre an. Allein vier linke Bewerber rühren jetzt die Trommel für noch mehr Sozialwohnungen in der Potsdamer Mitte, obwohl am Alten Rathaus und am Wilhelmplatz schon rund 4.000 kommunale und genossenschaftliche Wohnungen stehen. Zwischen den Bewerbern der SPD, der Linken, der Grünen und der Anderen eine wahrhafte Olympiade der vermeindlichen Gerechtigkeit ausgebruchen, so wankt auch schon der Beschluß den Staudenhof 2022 abzureissen.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • @ erbse: auch wenn es nicht zwingend in dieses Forum gehört möchte ich dir deine Frage beantworten:
      • Mike Schubert (SPD)
      • Martina Trauth (parteilos/die Linke)
      • Götz Friedrich (CDU)
      • Jenny Armbruster (Bündnis 90/die Grünen)
      • Lutz Boede (die Andere)
      Wer für die Freien Demokraten oder für die Alternative für Deutschland antritt ist noch unklar. Übrigens hat Jenny Armbruster (Bündnis 90/ die Grünen) folgende Aussage zum Umbau der "historischen Mitte" gemacht: Ein Plattenbau nahe dem zentral gelegenen Alten Markt könne stehen bleiben. Sie deutete hier Kompromissbereitschaft an.

      taz.de/!5477753/
      (Quelle: die taz, 28.01.218)
    • Vor allem die potentiellen Entwürfe der Genossenschaften haben sich zum Positiven verändert. Wären zwar immer noch nicht meine erste Wahl aber sie sind nicht mehr so katastrophal wie vorher. Was allerdings immernoch übeerhaupt nicht geht ist die Schloßstraße 4. Die Variante der Genossenschaften ist langweilige Lückenarchitektur. Ideenlos und trivial. Dafür ist der andere Entwurf der noch im Rennen ist einer meiner absoluten Favoriten. Einfach nur fantastisch gelöst. Grandios!