Quartier Plögerscher Gasthof / Kommandantur

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Hallo Forianer,

      damit auch in Zukunft die einzelnen Bauabschnitte in der neuen Alten Mitte Potsdams voneinander unterscheidbar und leicht zuordbar sind, entsteht hier nun der Strang zum neuen Block III. Dieser befindet sich auf dem südlichen Teil der ehemaligen Fachhochschule.

      Der Block III grenzt an den Alten Markt, die neue verlängerte Schloßstraße, die verbreiterte Friedrich-Ebert-Straße und die neue verlängerte Schwertfegerstraße. Zur Zuordnung der historischen zu den heutigen Namen dient die Tabelle.
      Himmelsrichtungheutiger / zukünftiger Straßennamehistorischer StraßennameBemerkung zur neuen Straße
      SüdenSchloßstraßeSchloss Straßeneu angelegt
      WestenFriedrich-Ebert-Str.Hoheweg Straßeum 9 Meter verbreitert
      NordenSchwertfegerstraßeSchwertfegerstraßeneu angelegt
      OstenKaiserstraßeAlter Marktneu angelegt

      In diesem Block sind zwei Leitfassaden verpflichtend neu zu errichten.
      1. Alter Markt 17, (Bildlink, Bildlink)
      2. Plögerscher Gasthof / spätere Kommandantur (Bildlink)

      Weiterhin gelten für das Gebäude der
      3. Acht Ecken Kreuzung, (Bildlink) und
      4. Alter Markt 13/14 (Bildlink)
      strengere Gestaltungsrichtlinien, müssen jedoch nicht ornginalgetreu errichtet werden.

      Dieses Quartier grenzt damit die folgenden Stadtplätze ab:
      Alter Markt
      Steubenplatz
      und bildet an der Acht Ecken Kreuzung ebenfalls einen kleinen Stadtplatz aus.

      Auf dem Steubenplatz stand ehemals das Denkmal für den preussischen Generalmajor und Feldinspekteur von Steuben. Das nachgegossene Denkmal befindet sich heute in der Schloßstraße hinter dem Marstall und soll nach Abschluss der Bauarbeiten des Quartieres wieder an seinen ursprüglichen Platz auf den Steubenplatz versetzt werden.

      Grüße
      Luftpost
      Brandenburgische Bauordnung
      § 8
      Gestaltung
      (1) Bauliche Anlagen sind nach den anerkannten Regeln der Baukunst durchzubilden und so zu gestalten, dass sie nach Form, Maßstab, Verhältnis der Baumassen und Bauteile zueinander, Werkstoff und Farbe nicht verunstaltet wirken.
      (2) Bauliche Anlagen sind mit ihrer Umgebung derart in Einklang zu bringen, dass sie das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild nicht verunstalten oder deren beabsichtigte Gestaltung nicht stören.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Luftpost ()

    • Schön. Nur eine kleine Korrektur: die Schlosstraße hiess auch früher so (anbei der Berghaus-Plan von 1840). Der Plan ist der erste Potsdam-Plan mit Hausnummern.



      Zudem sind die Wiki-Artikel zu empfehlen:

      - Steubenplatz, ehem. Fiakerplatz
      - Alter Markt

      Die Kaiserstraße schrieb sich vor der Einführung der Rechtschreibung auch Kayser und war nach einem dort ansässigen Hutmacher benannt. Der älteste bekannte Namen für die Straße/Gasse ist deshalb auch Hütergasse.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Ich möchte Euch die Entwürfe etwas systemmatisch vorstellen.

      Ingesamt geht es bei Block III um den Südblock des ehem. Institut für Lehrerbildung, das lange von der FH Potsdam genutzt wurde. Verkauft werden 9 Lose mit 15 Parzellen, die den historischen Grundstücken vor 1945 entsprechen. Nikolaikirche und Stadtschloß sind in dem Plan mit den Losen gut erkennbar.

      Der jeweilige Sieger der Wettbewerbslose erhält eine Option zum Abschluß eines Kaufvertrages zum heute bekannten, günstigen Festpreis. Für Teile des Areals stehen Fördermitetl für preisgebundenen Wohnungsbau zur Verfügung. Erst nach Baugenehmigung darf der Gewinner kaufen. Beteiligen konnten sich ausschliesslich Bauherrn zusammen mit Architekten. Etwa die Hälfte interessierter Investoren ist begründungslos durch eine Vorauswahl gestrichen worden.



      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Konstantindegeer ()

    • Zuerst kommt Los 1, der südwestliche 8-Eckenbau (Original von Gontard), stark kriegsbeschädigt. Hiermit zusammen hängt das Grundstück an der heutigen Friedrich-Ebert-Straße 115.

      Die historische Situation:



      Ein Fotos des historischen Baus:




      Der erste Bieter (1A), der leider kein Rendering abgegeben hat.



      Bieter Nr. 1B, vermutlich ein bekannter, kleiner lokaler Bauträger mit einem Potsdamer Architekten. Das 8-Eckenhaus ist eine Quasi-Reko, dafür kommt die Friedrich-Ebert-Straße sehr modern daher. Mich erinnert das Haus an die Bank von Gehry am Berliner Pariser Platz. Da käme es in der Realierung sicher auf die Materialien an. Konsequenterweise müsste man dies mit einem Architekturbeton machen.

      Die Dachflächenfenster sind aus meiner Sicht überall problematisch, hier sollte man alternativ Gauben testen. Leider sind schon am Palast Pompei an der Humboldtraße DFF zugelassen worden.



      Bieter 1C, vermutlich der Architekt der Genossenschaften. Das 8-Eckenhaus sieht nach München aus und die FES 115 ist völlig verhunzt, die abstrakt-brutale Fassade stößt mich sehr ab.



      Meine Empfehlung: 1B auf den ersten Platz. An der Platizität des 8-Eckenhauses und dem Bauschmuck würde ich noch arbeiten. Für die FES bräuchte man Materialproben.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Nun weiter in die Schwertfegergasse, die Nordseite des Quartiers. Hier ist zu bedenken, dass über diese Straße die TG-Einfahrten des Quartiers abgewickelt werden sollen. Die Bauten waren historisch zwischen den prunkvollen Eckbauten zurückhaltend und haben durch ihre Geschossigkeit der Nikolaikirche, die in vielen Animationen gar nicht dargestellt wird, inszeniert.

      Historisch überblick und die ersten beiden Bauten (Schwertfeger 11 und 12):






      Der erste Entwurf für das Los 2 (2A). Hier wird die Schwertfegerstraße 12 weitgehend rekonstruiert und die Nummer 11 mit einem modernen bau unter Verwendung der Sternpaneele aus Bleck der alten FH verblendet. In den Unterlagen hat der Architekt einen pfiffigen Öffnungsmechanismus für die Paneele ersonnen, schliesslich liegt Wohnungsbau dahinter.




      2B ist wieder der Entwerfer der Genossenschaften: die Fortführung des Fassaden-Paneels auf das Dach wirkt ungelenk und der Entwurf für die Hausnummer 12 ist m. E. eine Frechheit an Trivialität.




      Entwurf 2C würde ich dem Büro Grüntuch/Ernst zuschreiben, das am Berliner Hackeschen Markt etwas Ähnliches abgeliefert hat. Hoffentlich in Potsdam chancenlos.



      Meine Empfehlung: 2A ist das beste, die Idee mit den Paneelen ist nicht exklusiv aber eine schöne Reminiszenz. Ich würde gern noch alternative Dächer sehen.

      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Los 3 bzw. 4 bietet die größte Varianz:


      3A sieht aus wie das Haus von Dietz/Joppien in der Brauerstraße.




      3B ist aus meiner Sicht extrem unentschlossen und schwach.




      3C ist ein klarer Entwurf aus dem Berliner Büro Höhne. Gründerzeitlich inspirert kein schlechtes Haus, aber für eine barocke Gasse zu spröde. Wirkt seltsam blutleer.




      3D ist der klare Entwurf der Genosssenschaften, die beiden Neubauten Schwertfeger 12 und 13 klar aus der Feder von van Geisten/Marfels (oder klar imitiert). Ich kann mit dieser abstraktion überhaupt nichts anfangen, bleibt klar unter den Möglichkeiten.



      Meine Empfehlung: Ich würde Höhne überarbeiten lassen. Ggf. kann das Büro noch mehr an Plastizität und vielleiecht sogar eine baukünstlerische Äußerung? Zudem würde ich die Abstände des Rasters ändern, dass sich mehr Spannung und vielleicht sogar etwas Poesie in Fassade schleicht. Die Achsen 3 und 5 etwas näher zum Mittelteil?

      Los 4: Für die Schwerfegerstraße 12 würde ich den klassizistischen Bau 4A empfehlen.



      4B:

      4C:

      4D:
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Konstantindegeer ()

    • Ich halte 3 B für besser, weil in seinem Understatement potsdamerischer. So unoriginell und kraftlos ist das gar nicht mit seinen Vorkragungen im Fensterbereich. 3C passt mEnicht recht mit seinen Backsteinen und franz. Balkonen. Insgesamt kenne ich mich dahingehend nicht aus, ob Los 2A, das ja eine Reko vorsieht, jetzt vom Tisch ist oder nicht? Oder sind die Nachbarhäuser jeweils nur Platzhalter?
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Der letzte Bau der Schwertfegerstraße vor der Ecke zum Alten Markt ist mit der ecke und einem Bau am Alten Markt zu dritt zu Los 5 zusammengefasst:

      Hier die historischen Aufnahmen der Ecke. Der Bau war nach dem Brand der Nikolaikirche 1797 beschädigt und wurde aufgestockt.




      Entwurf 5A, wieder die Genossenschaften. Die Putti am Alten Markt werden trotz anderslautender Aufgabe weggelassen, das Relief wird zitiert:



      5B:

      5C:

      5D:

      Meine Entschätzung: Alle Eckbauten sollten nochmal an den Gesimsen feilen. Die Rundbögen im EG mit Sonnen zu füllen finde ich schön und sehr typisch. Attikafiguren, Dreiecksverdachungen und Relief sollten schon sein.
      Bei den Seitenbauten am Alten Markt und an der Schwertfegerstraße bin ich ratlos.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Konstantindegeer ()

    • Losbeste Lösungschlechteste Lösung
      #1Bieter 21066Bieter 21068 das Achtecken Haus wirkt wie Adolf Speer und daneben befindet sich autistischer Würfelhusten
      #2Bieter 21070Bieter 21072 unpotsdamerischer Glaskasten. Am Tage hart spiegelnd und in der Nacht schauen wir den Bewohnern beim Duschen zu... Dann lieber eine der beiden FH-Fugen.
      #3Bieter 21074 oder Bieter 21075Alles andere ist entweder unpotsdamerisch, ohne Gestaltungsanspruch oder 50er Jahre Revival... Insgesammt haben im Los 3 keine der Entwürfe den Anspruch der anderen Lose erreicht. Die Schlechtesten sind nicht unterirdisch und die Besten sind mäßiges Mittelmaß. Dabei war es gerade dieses Haus, welches auf jeder Postkarte der Schwertfegerstraße, mit Hintergrund der Nikolaikuppel, zu sehen ist.
      #4Bieter 21081 toll, ein Retro des ehemaligen Gotischen Hauses am Platz der Einheit.
      Aber auch 21078 hat Potsdam gut verstanden und neu interpretiert.
      Unterirdisch ist Bieter 21080. Mit Schießscharten-Fenstern, wie bei der IHK, wirkt das Haus wie aus den 80ern des vergangenen Jahrhunderts.






      Irgendwie scheinen es einige der Entwürfe mit den 50er-Interpretationen aus der noch guten Wiederaufbau-Zeit in Potsdam zu haben. Der Entwurf von Bieter 21079 ist nicht schlecht, wirkt aber doch sehr aus der Zeit gefallen.
      #5Bieter 21086 ein hoffentlich wahr werdender Traum. Alles da, was Potsdam so besonders machte, bis hin zum Mezzaningeschoss. Einfach toll.





      Gaanz dicht gefolgt von 21085, die das Mezzanin wohl nicht so deutlich ausprägen wollten...
      Selbst die beiden Schlechtesten dieser Bieter sind immer noch besser, als der Beste aus #3. Daher wäre es nicht fair, hier auch nur einen schlechten zu benennen.
      #6Bieter 21088 hervorragende Umsetzung von Potsdamer Baugestaltung.Während in #5 alle Bieter sehr qualitätsvoll bauen möchten, sind hier die Abstände zwischen gestalterischen, gehaltvollen und langlebigen Anspruch zu modernistischen, autistischer, selbstgefälliger und damit anspruchsloser und wenig langlebiger "Gestaltung" am größten. Platz 1 der Grausamkeit ist Bieter 21089 wie auch Bieter 21092, die anscheinend den gleichen Entwurf abliefern.






      Dann folgt der nächste 30er Jahre Bau mit Bieter 21090. Während Bieter 21091 mit Belanglosigkeit keinen Gestaltungswillen zeigt. Dies erinnert mich frappierend an die Brauerstraße 1, die ebenso ein belangloses Hinterhaus werden wird.
      #7Bieter 21094 bietet wenigstens eine platische Fassade neben dem Alten Markt 17...Bieter 21093 zeigt eine Fassade, die mir so schon X mal unter gekommen ist und in jeder beliebigen Stadt stehen kann. Aber gegenüber der Paradeseite des Alten Markts? Soll der, muss der so abgewertet werden?
      #8Bieter 21098 mit klarer klassizistischer Aussage passt zu Potsdam.





      Eigentlich wäre hier der 1. Platz an Bieter 21097 gegangen. Doch was sollen die beiden Rundbogen-Fenster unsymmetrisch auf 2 Etagen verteilt? Gestaltungsanspruch ist vorhanden und anscheinend auch Potsdam verstanden doch dann den eigenen Anspruch durch Asymmetrie aufgelöst?
      Hinten liegt Bieter 21099. Hinterhofiger und unpotsdamerischer geht es nicht. 4-Achsige Häuser konzipieren nur Architekten für Potsdam, die entweder sich mit dieser Stadt nicht beschäftigt und auseinander gesetzt haben oder bewusst a-historisch der Stadt Kontra geben wollen. So wird aus einem möglichen Ensemble autistische Einzeldarstellung gemacht.
      #9Die Alte Kommandantur wird nur in einem Fall ansprechend eingefasst: Bieter 21104Die anderen Entwürfe haben es geschafft, durch die Kommandantur so von sich abzulenken oder so gering abzuschneiden, dass sie selbst marginalisiert werden. Wirklich schlecht erscheint keiner, jedoch ist der mit der entscheidend geringsten Darstellung auch derjenige, der wahrscheinlich am Schlechtesten hier wird: Bieter 21105 erinnert mich massiv an das neue Gebäude der Kassenärztlichen Vereinigung in der Pappelallee. Und das ist nun wirklich keine architektonische Höchstleistung...


      Grüße
      Luftpost
      Brandenburgische Bauordnung
      § 8
      Gestaltung
      (1) Bauliche Anlagen sind nach den anerkannten Regeln der Baukunst durchzubilden und so zu gestalten, dass sie nach Form, Maßstab, Verhältnis der Baumassen und Bauteile zueinander, Werkstoff und Farbe nicht verunstaltet wirken.
      (2) Bauliche Anlagen sind mit ihrer Umgebung derart in Einklang zu bringen, dass sie das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild nicht verunstalten oder deren beabsichtigte Gestaltung nicht stören.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Luftpost ()

    • Weiter geht es mit der kleinen Parzelle Nummer 6 am Fuße der Nikolaikirche. Die Parzelle liegt zwischen dem Eckgrundstück des Klingnerschen Hauses (Knobelsdorff) an der Ecke zur zum Stadtschloss und der gerade eben besprochenen Ecke mit den feuerlöschenden Putti.

      Historisch ist hier das Grundstück (Nummer 2 von links) gut zu erkennen:



      6A:

      6B:

      Nochmal 6B:

      6C:

      6D:

      Auch hier neige ich zur klassizistischen Varinate 6A, bei 6C müsste m. E. alles oberhalb der Attika nochmal grundsätzlich überdacht werden.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Nun das Los 7: Die Leitfassade des Klingnerschen Hauses von Knobelsdorff (Reko) und die Nachbarparzelle (früher 3 Parzellen) Richtung Osten in der Schloßstraße, mit der vollen Breitseite zu Stadtschloß und Steuebenplatz.

      Historisch mit dem barocken Haus Schloßstraße 1-3:

      Das gründerzeitliche Haus Schloßstraße 1-3 in Neo-Renaissance:

      7A:

      7B:

      7C:

      Für die Parzelle Schloßstraße 1-3 hat sich die Stadt vorbehalten, einen weiteren Wettbewerb verlangen zu können. Davon sollte die Stadt Gebrauch machen - nichts Richtiges dabei. 7B ginge noch - in der parzelle Schloßstraße 1-3 aber viel zu mächtig. Bitte nochmal - ggf. die Parzellen wieder in drei Einzelgrundstücke aufteilen.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Konstantindegeer ()

    • Los 8 ist der kleine Bau der Schloßstraße 5, der historisch so aussah. Das haus wird mit einer kleinen Fuge an den Plögerschen Gasthof (Leitfassade, Rekonstruktion) angeschlossen, weil durch die Westverschiebung der Friedrich-Ebert-Straße der ehem. Gasthof "Prinz von Preußen" wegfällt.



      8A:

      8B:

      8C:

      8D:

      8E:

      In Frage kommen für mich eigentlich nur B und E, der Rest ist mier zu manieristisch oder zu banal.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Und zum Schluß der Plögersche Gasthof, seit den Freiheitskriegen bis 1945 Stadtkommandantur und die Parzelle Schloßstraße 5 als Los 9:

      9A:

      9B:

      9C:

      9D:

      Skurril: 9B und 9C weisen beide Zitate der FH-Paneele und irgendwelche gründerzeitlichen Gußsäulen im Erdgeschoß auf, die völlig ortsfremd sind. 9A ist schlicht banal. Meine Empfehlung: 9D.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Meine Empfehlungen zu den Fassaden

      LosBeste Lösung mMnSchlechteste Lösung mMn
      Nr. 1Hm sehr schwierig da die meisten belanglos sind beim rechten
      Nachbargebäude. Bieter 21067 hat wenigsten an der Fassade Gesims. Und Bieter 21068 hat zwar monotone Fassade, aber wenigstens Kleinteiligkeit!
      Bieter 21066, da die rechte Fassade doch recht monoton wirkt, die Gesimse zu breit und anscheinend sind die "Fenster" mit durchsichtigen Glasbrüstungen Loggien :daumenunten:
      Nr. 2Auf jeden Fall Bieter 21069 da das linke Nachbargebäude mitrekonstruiert wird. Zudem mit der Wabenfassade der FH ein Art
      "Kompromiss" für DDR-Nostalgiker
      Die beiden anderen: Bieter 21070 und vorallem das Glasmonster vom Bieter 21072 welches ein echter Fremdkörper ist...
      Nr. 3Schwierig. Es gibt mehrere ansprechbare Entwürfe wie der vom Bieter 21077 hier sind die Galerien schön klassizsitisch mit Säulen gegliedert, ist zwar mehr koloniale Architektur, und nicht der von Potsdam. Am Besten gegeignet jedoch sei der Entwurf von Bieter 21073 mit Balkons und der klassizistisch anmutigenden geriffelten Fassade. Aber auch Bieter 21074 hat es sehr kleinteilig gestaltet und teilweise mit interessanten Gliederungen!Ganz klar Bieter 21076 extrem plumpe Fassade.. aber auch die Backsteinfassade die ein wenig an die 20er Jahre erinnert von Bieter 21075 passt nicht hier rein...
      Nr. 4Favorit wäre hier Bieter 21078 mit seiner vornehmen klassizistischen Fassade, welche mit hervortretenden Mittelrisalit sehr zu Potsdam passt. Aber auch Bieter 21081 ist ganz interessant. Hier hat man in den oberen Stockwerken innovative und doch traditionell anmutenden Festern mit Spitzen entworfen :daumenoben: Passabel ist auch noch Bieter 21082 mit seiner recht gegliederten Fassade!Eine Zumutung ist Bieter 21080. Und auch beim Bieter 21079 sind die Proportionen mangelhaft, auch wenn es gut gemeint ist!
      Nr. 5Mehrere Entwürfe würden mich ansprechen. Die Reko des Eckbaus wäre beim Bieter 21085 am Gelungenste, da im Erdgeschoss die Halrosettenverzierungen über den Fenster angebracht wurden sowei die Figuren oberhalb des Risalits sind dabei. Negatif hier die kalte Nachbarbebauung. Bieter 21086 hat zwar eine nicht 1:1 Reko, aber die Nachbarhäuser sind behutsamer. Bieter 21084 Leitbau ist hier halbwegs gelungen, die Umgebung ist schlicht, aber akzeptabelKann man nicht so sehr sagen, aber beim Bieter 21083 ist der Eckbau sehr schlecht ausgeführt ohne Figuren beim Dachabschluss! Jedoch sind hier die Nachbarbauten sehr ansprechend.
      Nr. 6Auch hier teilweise eine Qual der Wahl: Bieter 21088 hat zwar durch seine harmonisch klassisch gegliederten Fassaade und dem tollen Innenhof die Nase vorn, aber auch Bieter 21090 hat sich angestrengt. Die Fassade ist schlicht, aber harmonisch von der Gesamtansicht. Im Erdgeschoss, sehr klassiche Rundbögen! Bieter 21091: hier bin ich gespalten. Der linke Bau ist zurückhaltend und mit großem Tor, welches ein Pluspunkt ergibt. Nur der rechte Nachbarbau ist unpassend mit den zu großen Fenstern.Natürlich die beiden hier Bieter 21089 und Bieter 21092 welche extrem störend sind und total die Harmonie im Viertel kippen können.
      Nr. 7Hier kann nur Bieter 21094 überzeugen. Die Nachbarbauten sind hier am klassichsten!Bieter 21093 ist eine Katastrophe mit den langweiligen 0815 Fassaden neben dem Leitbau. Nur die Kleinteiligkeit ist positiv. Bieter 21095 ist noch monotoner. Hier sind die Nachbarbauten gegnüber vom Landtag wie ein Gebäuderiegel viel zu aufgebäht!
      Nr. 8Klarer Sieger ist hier Bieter 21098 mit seiner angenehmen klassich gegliederten Fassade. Der Abschluss zum Dach ist top cclap:) Bieter 21097 hat zwar offensichtlich Verzierungen des "Originals" übernommen, aber nur auf die Fassade draufgeklatscht und die neuen Fenster ganz woanders gelegt... Ein wenig klassische Gliederung findet man zwar beim Bieter 21101 sogar mit Dreiecksgiebel in der Mitte, aber es bleibt viel zu steril, voralem die Fenster. Völlig unterirdisch sind jedoch Bieter 21100 und Bieter 21099 welches sehr fade aussieht!
      Nr. 9Hier gibt es eigentlich keine klaren Sieger. Nur weniger schmerzvolle Lösungen. Klar ist dass der Eckbau eine Leitfunktionen überall haben wird. Bei den Nachbargebäuden ist Bieter 21105 relativ ausreichend. Hart an der Schmerzensgrenze ist Bieter 21104: hier sind die rechten Nachbarbauten mit verglasten? Ballustrade zwar nicht der letzte Schrei, aber das geringere Übel. Gut dagegen die angeutende klassische Fassade zur Friedrich-Ebert Straße.
      Als abstoßend empfinde ich das Nachbarhaus beim Bieter 21102 mit viel zu großen Fenstern. Schließlich Bieter 21103 wo die Nachbarfassaden zur Friedrich-Ebert Straße zwar wenigstens kleinteilig sind, aber viel zu schlicht. Das Nachbarhaus zur Schlossstraße fühlt sich sehr plunp an!
      Um zur Facebookseite des Ortsverbandes Saarbrücken zu gelangen klickt mich !
    • Bei Potsdam-TV gibt es einen kleinen Bericht über die Info-Box am Alten Markt, in der all die obigen Entwürfe mit Bildern und einem Modell (zum "ausprobieren") ausgestellt sind. Hier der >> Beitrag

      Das Lokalblättchen PNN lobt indes die o.g. Informationspolitik als auch die Tatsache, dass Lob und Tadel des gemeinen Publikums für die einzelnen Entwürfe wohl tatsächlich bei der Endauswahl Anfang kommenden Jahres berücksichtigt werden soll. Ich hoffe daher doch sehr auf die strengen Blicke von "Mitteschön". Über so viel Basisdemokratie müssten sich die Genossen Thomczak und Boede doch eigentlich wahnsinnig freuen ;) (>> Link PNN)
      .

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kralle ()

    • Die Farben sind völlig uninteressant, weil diese ohnehin später von der Denkmalpflege festgelegt werden. Die Leitfassaden werden wie ein Denkmal behandelt und die restlichen Fassaden müssen den Umgebeungsschutz der Leitfassaden, des Stadtschlosses, der Nikolaikirche und der anderen Bauten des Alten Marktes einhalten. So haben sich im Baufeld an der Alten Fahrt auch schon erhebliche Veränderungen ergeben.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft