Potsdam - Neubauquartier III am Alten Markt

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    Ich meine das mittlere Haus in oben verlinkter Visualisierung. Das dritte Haus von links. Das wurde sehr wohl überarbeitet. Sonst hätte es ja nicht seine Gauben verloren. :wink:


    Die Fassade von dem langen Gebäude sieht jetzt aber doch ganz gut aus. Vorhin hatte ich die Darstellung nur auf dem matschigen Handy-Display gesehen. Wirkt auf einem richtigen Monitor aber deutlich besser.

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    Ich meine das mittlere Haus in oben verlinkter Visualisierung. Das dritte Haus von links. Das wurde sehr wohl überarbeitet. Sonst hätte es ja nicht seine Gauben verloren.

    Genau das meine ich auch. Da wurde einfach nicht der richtige Entwurf in die Visualisierung integriert. Hoffentlich! Eigentlich müsste der von mir verlinkte Entwurfe noch aktuell sein. Vermutlich wurde die Visualisierung nicht von der Stadt, sondern vom Bauherren erstellt und dem stehen nicht alle Pläne bzw. Entwürfe zur Verfügung, um eine korrekte Visualisierung zu erstellen. Ich vermute der in der Visualisierung zu sehende Entwurf für Schloßstraße 4 ist deren eigener Wettbewerbsbeitrag.

  • Ne, dann reden wir aneinander vorbei. Ich meine das breite Haus in Los 7. Das scheint mir überarbeitet worden zu sein.

  • Da ist doch nur das Zahnschnittgesims verschlichtet worden, sonst alles dasselbe. Die Farbe bestimmt zum Schluß eh' die Denkmalpflege.

    „Kreativität entsteht nicht durch Überfluß sondern durch Mangel.“
    Richard David Precht

  • Auf die Lampen neben dem Eingang und den Steinsockel unterhalb des Ladeneinbaus ist auch verzichtet worden. Zudem hat man "schwarze Löcher" neben dem Haupteingang geschaffen. Oberflächlich hat sich zwar nicht viel verändert, aber hier wurde das Haus um kleine Details subtil vereinfacht, die die Fassade nun etwas strenger und plumper als vorher erscheinen lassen. Schade.


    Man möchte gar nicht mit Ornamenten anfangen, aber hier wurde der kleine Rest an Gestaltungselementen auch noch geopfert. Offenbar war das schon für manche Augen zu verspielt.

  • ^Hä? Die Straßenleuchten gehören doch gar nich zum Projekt. An den Alten Markt kommen Schinkelleuchten wie sie schon da sind - da hat Carsten Vogel nichts weggelassen.

    Und der Sockel - ob nun Putz oder Sandstein bleibt auch gleich.

    Was sollen denn die "schwarzen Löcher" sein? Nur weil die Fenster dunkel dargestellt sind haben sie sich ja nicht geändert . Also ich kann nur den Wegfall des Zahngesimes festellen, das eigentlich auch nur unterhalb eines Daches verwendet wird, da der Zahnschnitt ja stilisierte Balkenköpfe darstellt. Das hat am Hauptgesims nichts zu suchen. Das neue Gesims entspricht dem Vorgängerbau.


    Deshalb ist das nichts "vereinfacht" worden. Insofern kann ich die Kritik nicht nachvollziehen.

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    Richard David Precht

  • Ich rede von Los 8 und nicht von Los 6; dass die Straßenleuchten nicht zum Projekt gehören ist klar und ich habe diese auch nicht gemeint.

    Ich habe hier eine kleine Gegenüberstellung mit den monierten Punkten:

    klick

    Wenn man genau hinschaut, erkennt man sogar Quersprossen in den Fenstern im 3. Stock, die nun weggelassen wurden.

  • ^In einem Wettbewerbsverfahren wird nicht die Form der Eingangsleuchten geklärt, Tommystyle. Der Bauherr hat Fertigstellung in Rücksprache mit der Denkmalpflege (Umgebungsschutz) die Möglichkeit viele verschiedenen Lampen zu montieren. Auch die Fensterteilung finde ich jetzt nicht entscheidend - ob es jetzt ein Oberlicht gibt oder nicht. Das gilt auch für die Eingangstür. Diese Details werden in der Umsetzung entschieden und auch dort spielen Kosten eine Rolle.


    Nennenswert ist die Änderung des Hauptgesimses, die jedoch jetzt dem historischen Original entspricht. Deshalb kann ich den angeblichen Qualitätssprung nach unten nicht nachvollziehen.

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    Richard David Precht

  • ich schon. Extrem schade. Ob das so näher am "Original" ist, ist mir egal. Beim ursprünglichen Entwurf stimmten die Proportionen und er hatte jeden Menge schöne Details.


    Der neue Entwurf müsste eigentlich von Dir Konstantin, ebenso massiv als "Brutaloklassizismus" kritisiert werden, wie bei der neuen Alten Post.

  • Unsinn. Der Bau hat mit dem Grobklassizismus der Volksbank stilistisch gar nichts zu tun, das sagt einem schon der erste Blick. Und wenn Jetzt plötzlich die Übernahme von originalen Details der Vorgängerbauten falsch ist wird's doch sehr manieristisch. Mir ist Originalität eben schon wichtig.

    Aber wer meckern will wird immer etwas finden. Da sollte man sich mal mit den Achteckenhäusern beschäftigen. Ich bin mit der Front zum Alten Markt ganz zufrieden.

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    Richard David Precht

  • Im übrigen, Konstantin, kannst Du hier nicht auf ein originales Vorbild verweisen. Denn Dein von Dir oben verlinktes Bild zeigt ein Haus in der ehemaligen Kaiserstraße.


    29502-klingnersches-haus-alter-markt-17-und-16-jpg


    Bei dem Neubau handelt es sich jedoch um die Schlossstraße. Das ist zwar die gleiche Ecke, aber 90⁰ gedreht. Verweis auf Originalität ist damit hinfällig. Das Haus ist somit eine Neuschöpfung. Warum da dann weniger Details dann besser sein sollen, erschließt sich mir nicht.

  • Nein, die Postkarte zeigt den Alten Markt 16, künftig wohl Alter Markt 3.


    Das Eckhaus von Knobelsdorff (Klingnersches Haus) ist ja gut erkennbar, ebenso der Palast Barbaran da Porto. Die Kaiserstraße schließt rechts hinten an.


    Apropos Klingnersches Haus: die Attikafiguren der Rekonstruktion sind fertig, die zum Schluß wieder den Bau zieren werden:


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    Richard David Precht

  • Bild der Block III - Baustelle von heute, die Grube ist deutlich tiefer geworden seit letztem Mal:


    Das Bild ist von mir und darf verwendet werden.