Dresden - der Altmarkt

  • ja, glücklicherweise liegt er heute eher abseits und ist leicht zu vermeiden...

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • @octavian: "wann das die Dresdner nur endlich einmal lernen...?"
    Sind eigentlich wirklich "die Dresdner" das Problem? Ich dachte eher die bornierten Stadtpolitiker, Stadtbauräte oder wie das bei euch heißt?
    Der NM ist doch zumindet mW im Wesentlichen ein reines Bürgerprojekt, gelebte Basisdemokratie sozusagen, weil sich erstmals in D engagierte Bürger gefunden haben, die sich mit der Verschandelung ihrer Stadt nicht abfinden wollten, oder irr ich mich?

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Na das kann ja wieder ne Diskussion geben... Schau Dich mal ein wenig im Forum um, Ursus, die (unerquickliche) Thematik hatten wir schon an vielen Stellen.

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Tut mir leid, ich weiß drüber nix, und hab auch nichts drüber gefunden.
    Ich bin halt von auswärts.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Was sollen eigentlich "Die Dresdner" , welche von einigen Forumsmitgliedern hier öfter einmal für die ästhetischen Verfehlungen der jüngeren Dresdner Baugeschichte haftbar gemacht werden, eigentlich eurer Meinung nach tun ? Würde mich wirklich mal interessieren.
    Privates Engagement ist in einer ausreichenden Größenordnung nicht machbar, da es im ehemaligen Osten keine vermögende Oberschicht gibt. (siehe GHND-Projekt/ Spenden reichen hinten und vorne nicht). Also bleibt das Gestalten an der Politik hängen, die in unsrer Demokratie das Sagen hat. Nun ist in Dresden die CDU am Ruder, der man sicher den größten angenommenen Konservatismus und ökonomischen Pragmatismus zutrauen würde, aber was geschieht: Man hängt sich, aus eigener Unsicherheit heraus , an das unfehlbare Urteil allgegenwärtiger Berater/Komissionen. Diese sind durchsetzt von Ideologen und Intellektuellen (auf keinen Fall abwertend gemeint!!) , welche partout keine rückwärtsgewandte Deutschtümelei in der Architektur haben wollen. Das ist einfach so, ein Fakt und nicht zu ändern.
    So wie der Neumart/Altmarkt aussieht ist dies das heutige Ergebnis jener Kompromissuche zwischen ein bischen von allem.


    Was wäre die Alternative:
    SPD wählen - dann hätten wir wahrscheinlich heute 2 gute Rekos und den Rest würde richtige Moderne einnehmen.
    Die Linke wählen - da würde noch gar nichts stehen - denn jegliches Geld bräuchte man für Hartz 4 und Schulen und die Armut in der Welt.
    FDP wählen - ähnliches Ergebnis wie mit der CDU, nur vielleicht noch ein Stockwerk höher, für bessere Rendite.
    Die Grünen wählen - Fahrradfreundlicher Neumarkt mit ÖPNV-Anbindung und Solarzellen auf allen Ökobarockhäusern.
    Die NPD wählen - na das sparen wir uns lieber (obwohl das Ergebnis architektonisch vielleicht weniger modern wäre?!)


    Also, was sollen "Die Dresdner" in der unserer Zeit gemäßen Demokratie machen. Bin wirklich mal auf Antworten gespannt.


    P.S. Vielleicht sollten sie alle etablierten Parteien davonjagen und die DRP (die Dresdner RekoPartei ) gründen, die Wahl gewinnen und dann mit dem Geld eines neueingeführten "Rekonstruktions-soli" in Höhe von "ziemlich viel Geld" loslegen und alles was schön war rekonstruieren.

  • Quote

    P.S. Vielleicht sollten sie alle etablierten Parteien davonjagen und die DRP (die Dresdner RekoPartei ) gründen, die Wahl gewinnen und dann mit dem Geld eines neueingeführten "Rekonstruktions-soli" in Höhe von "ziemlich viel Geld" loslegen und alles was schön war rekonstruieren.


    Warum eigentlich nicht?! Im Prinzip genau das: sich politisch und/oder publizistisch einmischen, auf die Straße gehen, in die etablierten Parteien eintreten und da was verändern (oder wenn man bereits Mitglied ist, den Großkopferten auf die Füße treten), bei Kommunalwahlen solche Politiker gezielt abwählen, die gegen Rekos sind oder sie massiv unter Druck setzen, de Politikern mit aller Deutlichkeit zeigen, daß man für Rekos ist und das zur Grundlage seiner nächsten Wahlentscheidung machen wird (was meinst du, wie schnell die dann für Rekos sind!) ... oder halt tatsächlich eine eigene Partei gründen. Beispiele für erfolgreiche Wählervereinigungen auf kommunaler Ebene gibt es in der Bundesrepublik zu Hauf (jedenfalls in den alten Ländern).
    Der Möglichkeiten sind viele.

  • Ja, der Möglichkeiten sind und waren viele, auch hier im Forum gab es genügend. Nur wer hat sich höflich raus gehalten? Vossi, tut mir leid, aber was Du schreibst, könnte ich Dir seitenweise argumentativ widerlegen. Hab nur keine Lust mehr. :zwinkern:

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
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  • Quote

    rückwärtsgewandte Deutschtümelei


    Ich gehe mal davon aus, daß diese polemische Phrase als ein Zitat gedacht und in Anführungsstriche gesetzt gemeint war.

  • Quote from "Heimdall"


    Ich gehe mal davon aus, daß diese polemische Phrase als ein Zitat gedacht und in Anführungsstriche gesetzt gemeint war.


    Ist bei Lichte besehen egal. Der russische Telegrafenmast ist das "heutige Ergebnis jener Kompromissuche zwischen ein bischen von allem" (Zitat Vossi). Das zeichnet unsere Demokratie aus und macht sie stark.

  • Heute Morgen schlug ich die DNN auf und konnte den in beeindruckendem Tempo stattfindenden Abriss des unter Denkmalschutz stehenden Kaufhaus Knoop/HOWA/Intecta sehen, schade!
    Das Gebäude hatte ja als einziges Privatgbäude den Krieg und dann den Flächenabriss übertstanden, dem ja noch sehr spät andere Kaufhausruinen am Altmarkt, wie das Alsberg oder das DeFaKa, zum Opfer gefallen sind. Jedenfalls muss es als HOWA so gegen 1953 eröffnet worden sein. Vor kurzem hatts ich in einem Buch mal eine Abbildung gesehen, auf der das HOWA auf dem Höhepunkt der Nationalen Tradition der DDR in einer Umbauvariante mit einer monumentalen Pilasterfassade verkleidet war, da der neusachliche Bau wohl nicht mehr ins Bild zu passen schien. Leider kann ich die Abbildung nicht mehr finden. Falls sie aber jemand hat, würde ich darum bitten, sie einmal reinzustellen. Ansonsten bleibt die Frage, ob das Gebäude mit seiner Maskerade auch abgerissen worden wäre.


  • Ich habe mal geschaut. Also wer einen rekonstruierten Neumarkt will muß NPD wählen... :zwinkern::augenrollen:

  • Quote from "bilderbuch"

    Heute Morgen schlug ich die DNN auf und konnte den in beeindruckendem Tempo stattfindenden Abriss des unter Denkmalschutz stehenden Kaufhaus Knoop/HOWA/Intecta sehen, schade!
    Das Gebäude hatte ja als einziges Privatgbäude den Krieg und dann den Flächenabriss übertstanden, dem ja noch sehr spät andere Kaufhausruinen am Altmarkt, wie das Alsberg oder das DeFaKa, zum Opfer gefallen sind. Jedenfalls muss es als HOWA so gegen 1953 eröffnet worden sein. Vor kurzem hatts ich in einem Buch mal eine Abbildung gesehen, auf der das HOWA auf dem Höhepunkt der Nationalen Tradition der DDR in einer Umbauvariante mit einer monumentalen Pilasterfassade verkleidet war, da der neusachliche Bau wohl nicht mehr ins Bild zu passen schien. Leider kann ich die Abbildung nicht mehr finden. Falls sie aber jemand hat, würde ich darum bitten, sie einmal reinzustellen. Ansonsten bleibt die Frage, ob das Gebäude mit seiner Maskerade auch abgerissen worden wäre.


    Hallo Bilderbuch! Auf meinem Blog hab ich auch Bilder vom Abriß drin! Check das mal aus :daumenobengruen:

  • Quote from "Karasek"

    Ich habe mal geschaut. Also wer einen rekonstruierten Neumarkt will muß NPD wählen... :zwinkern::augenrollen:


    Ich glaube, man kann das nicht an Parteien festmachen.
    Alles, was nicht der Stadt, sondern dem Freistaat bzw. dem Kultusministerium untersteht, da läuft es ja ganz gut (Schloß, Schauspielhaus, Albertinum, Belvedere).
    Und auf dieser Landesebene dominiert parteipolitisch die CDU.
    Auf Stadtebene hingegen verfolgen viele CDU-Parteibuchträger gänzlich andere Interessen.
    Von wegen konservative Werte...


    Bleiben als Alternative noch die freien Wähler

  • Quote

    Ich habe mal geschaut. Also wer einen rekonstruierten Neumarkt will muß NPD wählen... :zwinkern: :augenrollen:


    Aber das ist natürlich auch mal wieder eine typische Entwicklung: Ein Thema/Anliegen brennt den Bürgern unter den Nägeln, ist aber "politisch unkorrekt". Die etablierten Parteien scheuen es deshalb wie der Teufel das Weihwasser. Früher oder später kommen die braunen Deppen und Rassisten und besetzen es für sich. Das etablierte politische Spektrum reagiert darauf mit weiterer Ausgrenzung und bezichtigt ab jetzt jeden, der sich um dieses Anliegen bemüht, als Rechtsextremen. Frei nach dem Motto: Wenn die NPD sagt, 2+2 = 4, ist jeder, der 2+2 nicht für 5 hält, ein Nazi ... und bei den Bürgern wächst die Wut.


    Zu beobachten beim Islamismus, bei Diskussionen um Bombenkrieg und Vertreibungen, bei der notorischen Nachsicht bundesdeutscher Richter gegenüber "Intensivtätern", bei der Familienpolitik etc. (alles übrigens auffälligerweise eigentlich gar keine typisch "rechten" oder "konservativen" Themen; sie werden nur von der politkorrekten postmodernen Zivilreligion zu solchen erklärt). Und hoffentlich jetzt nicht auch noch beim Thema Rekonstruktionen.


    Umso wichtiger ist es, sich klar von der NPD und ihren Schlägertrupps abzugrenzen und eine eigenes politisches Gewicht zu bilden.

  • Immer wenn ich auf dem Altmarkt stehe wundere ich mich, dass dieser große Platz, der ausdrücklich als Marktplatz gestaltet wurde, nicht seiner Funktion dienen darf. Warum finden hier keine Märkte statt, die den Platz beleben, seine Aufenthaltsqualität steigern und vielleicht sogar die Versorgung mit frischen Lebensmitteln abseits von Lidl und Aldi verbessern? Hier hat doch Dresden eigentlich Bedarf und man muss sich fragen, warum die Stadt hier, wie so oft, eigentlich nicht handelt.
    In diesem Zusammenhang ist es in meinen Augen also sinnlos über Blumenkübel und Co. zur Aufwertung des Platzes nachzudenken, da doch die eigentliche Lösung auf der Hand liegen sollte.