Dresden - der Altmarkt

  • Da aber mit Immobilien Geld zu verdienen ist, wird das Bauwesen nicht zum Erliegen kommen.

    Also in Dresden gab es zwischen 2000 und 2010 so gut wie keinen Wohnungsbaumarkt.
    Kann man sich in Hessen sicher nicht vorstellen, war aber so. Lediglich etwas Büro und Eigenheim-Bau ging.


    Man hatte damals keine den fallenden Verkaufspreisen entsprechende Neubauten errichten können. Und die VK-Preise fielen, weil dafür notwendige Mieten nicht erzielt werden konnten.
    Wenn Erstellungspreise zu hoch sind, kann man nichts verdienen und dann wird eben nichts gebaut.


    In Dresden muss man schon froh sein, dass die riesigen Brachen in der Innenstadt endlich z.T. verschwinden.

  • Wir können das Forum dann einstellen, wenn:


    1.
    - weiter nur rückwärtsgewandt genörgelt wird,

    + statt Kräfte in positive Aktionen von noch zu beeinflussenden Dingen zu bündeln.



    2.

    - durch das Negieren sozioökonomischer, politischer und historischer Realitäten und Rahmenbedingungen hier im Forum DESSEN Forderungen in öffentlichen Diskussionen nicht ernst genommen werden müssen,

    + statt das Forum zu einem ernst zu nehmenden Kommunikationsmittel zu entwickeln bzw. als solches zu halten.



    3.

    - manche Mitforisten weiter Beiträgen absondern wie:

    Wer in der Schreibergasse wohnt (zum Glück gibt es da so gut wie keine Wohnungen) und sich nicht nach geraumer Zeit freiwillig aus dem Fenster stürzt, sollte mal zu Arzt gehen. Der arbeitet entweder beim Stadtplanungsamt, oder ist ersthaft erkrankt.

    oder

    Verrätst Du mir, was Du so für Pillen schluckst?

    Ich würde die auch mal probieren.

    + statt einfach mal nichts zu sagen - bis ihre (neuen) Tabletten wieder wirken - und medizinische Foren für ihre Gesundheitsprobleme verwenden.



    4.

    - Selbstdarsteller mit Inselbegabungen

    * Ferndiagnosen zu halbfertigen Projekten in widerlichster Art formulieren,

    * Werke ausführender Künstler und Handwerker diffamieren und

    * unerreichbare und zudem FACHLICH FALSCHE Maximalforderungen aufstellen. Dabei glänzen diese Foristen zwar i.d.R. durch ein hohes kunsthistorisches Allgemein-Wissen und/oder virtuelle Kompetenzen, es fehlt aber an

    * detailliertem Fachwissen zum jeweiligen Projekt,

    * KnowHow zur PRAKTISCHEN Umsetzung und

    * Detailkenntnissen zu regionalen Besonderheiten etc.

    So werden dann hier sogar erfolgreiche Projekte im Sinne des Forums zerredet,

    + statt Positives zu unterstreichen.


    5.

    - Durch solches (vgl. 4) unerträgliches Gebaren warfen dann WIRKLICHE Experten das Handtuch hier (Octavian)

    + statt als Projektverantwortliche vor Ort weiter hier im Forum als Fachleute zu berichten.



    to be continued.



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    Um es noch ein wenig plastisch zu machen:

    Mich hat der Weggang von Octavian hier damals so geärgert, dass ich vom regelmäßigen Leser zum Schreiber wurde.

    Seit Monaten habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, hier im Forum für ein paar ergänzende fundierte Informationen zu einzelnen Projekten in Dresden zu sorgen.

    Ich meine, dass der damals hier auf den Dresden-Seiten vorherrschende Ton von Diffamierung, Herabsetzung und gönnerhafter Selbstüberschätzung sich zu Informations-Beiträgen gewandelt hat.

    Ein paar Schaumschläger wurden eingebremst. Durch fachlich fundierte Beiträge.


    Positive Kommunikation von ERFOLGEN ist das Wichtigste, um "die Weichen in die Zukunft zu stellen", im Sinne der Ziele des Forums.


    Aber welchen Beitrag können wir beispielsweise zur Änderung der Baunormen leisten?

    Was haben wir da erreicht?

    Was ist überhaupt möglich?


    Mein Wunsch:

    Bitte mehr Engagement an KONKRETEN Projekten mit KONKRETEN Zielen und hoffentlich Erfolgen.

    Bitte weniger man müsste...

    Bitte weniger Unerreichbares und komplett Unmögliches (Komplettabriss nach 20 Jahren etc.)

    Dafür bitte stete Arbeit an Projekten mit Blick auf die Realitäten im Sinne von GHND, Kulke und Hertzig.

  • Werter Herr Heimdall, so sehr ich Ihre Beiträge schätze (z.b. auch Ihre Kenntnis bezüglich Finanzcrash), muss ich Ihnen hier ein klein wenig widersprechen.-


    Ich finde, die Gassen südlich des Altmarkts sind noch das Beste, was Dresdner "Baukünstler" der angeblichen "Moderne" zu bieten haben. Glauben Sie mir, das Grauen sitzt woanders! (ECE-Monstrum Wilsdruffer Strasse zum Beispiel, oder chinesische Schifsscontainer in Grellorange von Herrn Knerer (Hoffentlich hat er die China-Container wenigstens anständig desinfiziert)


    OK mal im Ernst, na klar wünschen wir uns alle was ganz anderes. Aber im Prinzip wirken doch diese Altmarkt-Neubauten, von denen einige gar nicht so schlecht sind, wie dicke Neumarkt-Füllbauten, oder? Die Architekten haben wenigenst ein klein bischen (!) gelernt, seit der Neumarkt steht.......OK einige davon gefallen mir überhaupt nicht. Das Ding von Herrn Pfau zum Altmarkt hin ist nur von der Rückseite gut, die Seite zum Marktplatz ist grausam. Am Lego-Haus ist eigentlich nur das Dach schlimm, das Gebäude selber ist nicht schlecht (fiel mir auf als an Weihnachten mal Girlanden dranghingen, hätte man dranlassen sollen!).


    Besonders gut ist aber dieses Rosefarbene, ich glaube in der Schulgasse. Das ist ein wirklich gutes Gebäude, und wird glaube ich kaum wahrgenommen. Leider auf den Bildern nur immer im Hintergrund ganz klein zu sehen. Also, ich finde diese Gebäude alle jetzt auch nicht "herausragend schön", es sind keine Meisterwerke. Aber einige von ihnen finde ich akzeptabel. Du hast natürlich Recht dass der Blick in einige der Gassen nicht das ist, was man sich unter einer schönen Altstadt vorstellt, von "Elbflorenz" auch noch...das liegt aber glaube ich eher daran dass sie nicht sehr belebt sind, und vor allem sind diese Gebäude viel zu scharfkantig geschnitten, das wirkt steril und inhuman, und so wie ich die Materialien einschätze kriegen auch die keine "sanfte Rundung" wie so manches Fachwerkhaus über Jahrhunderte, sondern bleiben vermutlich stocksteif und eiskalt auch im nächsten Jahrhundert. Hätte man andere Materialien genommen, und wären diese Gassen von mehr Menschen durchflutet und mehr Läden, ich denke es würde schon bedeutend anders wirken. In welcher Stadt wohnst du eigentlich? Auch Berlin? In Berlin wird seltsamerweise sehr viel gutes Neues gebaut (obwohl es hier gar nicht mal so dringend notwendig wäre weil viel Altes noch steht), aber in Dresden, wo es bitter nötig wäre, leider gar nicht.


    Wenn du in Berlin wohnst, darfst du nicht die Berliner Maßstäbe für neues Bauen nehmen......die heutigen Dresdner Architekten sind formensprachlich rückwärtsgewandt, dem Staat unterwürfig und ideologisch verbohrt bis ins Mark. Bei denen fehlt mir nur noch, dass sie auf ihre Kreationen schreiben "Der Sozialismus siegt".......... :lachentuerkis::lachentuerkis::lachentuerkis:

    "Die Modernisten sollten sich endlich eingestehen, dass sich die Qualität einer Stadt konventioneller Architektur verdankt" - (H. Kollhoff).