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Potsdam - Baugeschehen in den barocken Stadterweiterungen

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    • Moderationshinweis:

      Heute habe ich die 38 folgenden Beiträge zum holländischen Viertel in diesen neu eröffneten Strang verschoben. Beiträge zu den barocken Stadterweiterungen zwischen 1722 und 1753 künftig also bitte hier posten, und im Strang Potsdam und seine historische Mitte nur noch Beiträge zu Bauwerken zwischen Havel und Kanal posten. Es ist möglich, dass Beiträge zu den baraocken Stadterweiterungen bis Ende 2017 in letzterem zu finden sind. Aus über 2000 Beiträgen wäre es aber ein riesen Aufwand, die betreffenden Beiträge herauszusuchen und in diesen Strang zu verschieben. Ist halt das Schicksal eines Diskussionsforums, das wächst und wächst und wächst...

      Nicht-Ortseingeweihte können sich an folgendem Plan orientieren:
      optischertelegraph4.de/umgebung/Potsdam/bilder/7_3_3_big.jpg
      oder (für den Fall, dass einer der beiden Links mal ändern sollte):
      clioberlin.de/images/blog/Graf…ngen-in-Potsdam-gross.jpg


      Zum Kleinen Holländischen Viertel gibt es einen separaten Strang.
    • Schade daß man das Dachfenster über der Türachse nicht in ein Giebelchen vorgezogen hat, aber sonst völlig gelungen. Sehr erfreulich, daß man bei den Steinen und Höhen wie bei den Nachbarhäusern geblieben ist, und Fensterachsen wie Seitenlisenen "in alter Art" machen will.
      Ob Reko oder freie Interpretation passender Formen (was ich eher vermute): so paßt das an dieser Ecke.
    • Holländisches Viertel

      Hier eine Ergänzung

      So oder ähnlich sehen im Viertel die Eckhäuser aus. Hier Mittel - Ecke Moltkestraße (heute Hebbelstraße). Schön zu vergleichen mit dem Foto (Entwurf) vom neu geplanten Haus. Mit "Disneyland" kann ich in diesem Zusammenhang allerdings nichts anfangen.

      Quelle: private Sammlung

      Auf GoogleMaps ist die Situation zu sehen.
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      Meine Video-Sammlung: https://www.youtube.com/user/MrPotsdamfan/videos
    • Es fehlt im Holländischen Viertel dann nur noch die Baulücke in der Gutenbergstr. 81.

      Gibt es egtl. aktuelle Überlegungen, die Glorietta auf dem gegenüberliegenden Bassinplatz wiederzuerrichten? Da man den dort befindlichen russischen Friedhof kaum verlegen wird, müßte man sie etwas translozieren, ein in diesem Fall aber eher minderer Hinderungsgrund, da sie keine direkte Umgebungsbebauung hatte und die einstige Hauptsichtbeziehung in Richtung der Brandenburger Straße durch die Errichtung von St. Peter und Paul ohnehin zugestellt wurde.
      Man könnte sie aber immer noch in die Sichtachse der Benkertstr. setzen, etwa 52°24'6.41"N 13° 3'39.44"E, was auch den Eindruck zugiger Öde auf dem Bassinplatz abzuschwächen hülfe.
    • Das Eckhaus wird auf der linken Seite nicht an das bestehende Gebäude anschliessen können. Zum einen sieht man oben ein kleines Fenster, das sicher nicht zugebaut wird und zum anderen erkennt man im Hintergrund eine Einfahrt zum Rückgebäude. Das bedeutet wohl, daß eine kleine Gasse bestehen bleiben wird und die Hauswand mit dem Graffiti drauf auch nicht rot verklinkert werden kann (wie es die Bautafel irgendwie suggeriert).
      " Dem Wahren, Schönen, Guten "
    • Was ich nicht ganz verstehe, wenn ich mir das Straßenbild aus Beitrag "2290" anschaue. Warum hat man die Wände beider Häuser überhaupt lichtgrau/weiß gestrichen. Hier wäre doch eine Farbe angebracht, die sich der Hausfassade angepasst hätte.

      Wenn man ein Gebäude rekonstruieren möchte ist es immer empfehlenswert dem Original oder Vorgängerbau möglichst nah heranzukommen. Hier sollte man sich ein Beispiel an den Holländerhäusern an der Französischen Kirche nehmen. Warum jetzt hier der Einwand kommt, das es sich um Disneyland handeln soll, kann ich nicht verstehen aber vielleicht kannst du es uns erklären, UrPotsdamer?!
    • Beiträge zur Gloriette kann man hier finden. Es ist aber in den vergangenen Jahren sehr ruhig um dieses Projekt geworden. Das sowjetische Ehrenmal sollte nicht angetastet werden. Es hat Bestandsschutz. Also sollte das kleine Bauwerk ein Stückchen versetzt aufgebaut werden.

      Die Lücke zwischen beiden Häusern wird wohl bestehen bleiben. Diese Zufahrten kann man nach den Rekonstruktionen wieder überall bei den Eckgebäuden finden. Sie waren im Laufe der Zeit zugebaut worden, sollten aber eigentlich als Zufahrt bei Löscharbeiten dienen. Wie dann die Wand des Nachbarhauses gestaltet wird, werden wir noch sehen. Ich könnte mir vorstellen, dass der Besitzer des Nachbarhauses gegen einen "kleinen Obolus" vom Denkmalschutz die Wand verklinkern lässt ;) .
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      Meine Video-Sammlung: https://www.youtube.com/user/MrPotsdamfan/videos
    • "Münchner", ich verstehe Deine Aussage nicht. Soll das eine Kritik an dem Vorhaben sein? Auch das von "Potsdam-Fan" gezeigte historische Vorbild hat ja nicht an die Brandwand des Neben-Hauses angeschlossen. Eine "Gasse" bestand auch in dieser Situation. Auch die Achsen des Neubaus sind die gleichen wie im Beispiel von "Potsdam-Fan". Und ob nun die Brandwand des Nebengebäudes mit Klinkersteinen verkleidet wird oder nicht, dürfte vom Eigentümer dieses Hauses abhängen (oder einem eventuellen Angebot des Bauherren). Verklinkert werden kann sie technisch natürlich. Warum auch nicht?

      P.S.: "Potsdam-Fan" ist mir mit der Antwort zuvorgekommen.
    • Heimdall wrote:

      Soll das eine Kritik an dem Vorhaben sein?
      Nein, sicher keine Kritik an dem Vorhaben, das ich selbstverständlich befürworte. Ich finde die Situation mit der glatten weissen Wand dahinter nur ein wenig schade. Angeschlossen hätte das Ganze noch schöner gewirkt. Wenn der Nachbar diese Wand tatsächlich verklinkert dann sieht es natürlich gleich besser aus.
      " Dem Wahren, Schönen, Guten "
    • Danke, Potsdam-Fan, für das lichtvolle Foto der Ecke Molkte- und Junckerstraße! Hier sieht man, dass die Potsdamer Denkmalpflege in diesem Fall offenbar nichts anbrennen läßt und eine weitestgehende Wiederherstellung der Fassade vor der Zerstörung bestimmt. Im Detail werden wir uns sicher noch in der Bauphase unterhalten.

      Lustig finde ich dass keiner bemerkt, dass die beiden Häuser Juncker- bzw. Gutembergstraße 69 und 70 ebenfalls Rekonstruktionen sind, allerdings schon zu DDR-Tagen. Beide Häuser haben eine Garageneinfahrt und ein Natursteingewände an den Eingangstüren - beides passt eigentlich nicht ins Holländischer Viertel. Trotzdem fallen beide kaum auf, da die Fassade aus alten Steinen aufgemauert wude als noch keine EnEv unser Stadtbild versaute.

      Die Gutenbergstraße 75 ist im übrigen auch eine vollständige Rekonstruktion, allerdings erst nach 1990 durch einen lokalen SPD-Politiker. In späten Tagen der DDR ist vom Potsdamer Architekten Christian Wendland auch die Mittelstraße 4 rekonstruiert worden. Allerdings hat Wendland sein Engagement für die historische Bausubstanz und seine lose Klappe (Wendland ist gebürtiger Berliner) mit DDR-Knast bezahlt. Ich fotographiere mal die Rekos des Holländerviertels - das lohnt sich, sich näher anzuschauen.

      Urlaub in Orlando oder Paris habe ich nicht geplant. Ich wüsste auch nicht, was einem ein dortiger Aufenthalt bezüglicher der Potsdamer Bauprojekte vermitteln könnte.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Bei dem rechten Haus gibt es wahrscheinlich eine Dämmung, die dann überputzt und gestrichen wurde. Beim linken Haus, mit den Graffitis, liegt der Anstrich sicher schon länger zurück, als man an eine Reko des Lückenbaus noch nicht dachte. Ist zwischen den beiden Häusern nicht ohnehin ein Tor vorgesehen, so dass man eine Zufahrt hat und auch das kleine Fenster nicht betroffen wäre? Diese Lücke gibt es doch im Holländischen Viertel mehrfach.
    • Bei der "Lücke" handelt es sich um eine Brandgasse, wie sie in der gesamten Neustadt vorgeschrieben wurden; teilweise wurden sie später zugebaut, teilweise sind sie in den Straßen der Potsdamer Neustadt bis heute erhalten.
      Bitte meine Beiträge aufmerksam lesen, dann kommt es nicht zu Missverständnissen. Eine Rekonstruktion muß zwingend so nah wie möglich am verlorenen Vorbild orientiert sein, sonst ist es keine Rekonstruktion mehr (Fremdwortfreunde aufgepasst: "Wiedererrichtung"), sondern eine mehr oder weniger freie Nachschöpfung (vulgo "Disneyland"). Also kein Giebelchen auf das Dach, auch wenn es einem noch so gut gefällt... es sei denn, das gab es früher schon.
      Jetzt alles klar?
    • Ja, aber Du weißt, dass der Begriff "Disneyland" stets als Keule bzw. "Argument" gegen die Rekonstruktionsbewegung verwendet wird. Und, noch weitergehend, er ist ein modernistischer Kampfbegriff auch gegen traditionelle Architektur generell. Deshalb ist seine Verwendung problematisch.
      Gehen wir mal von diesem Fall weg, sondern denken uns eine andere Baulücke, von deren früherer Bebauung keine alten Pläne, sondern nur zwei verschwommene, kleine Fotografien erhalten wären. Weshalb ist eine Nachschöpfung im traditionellen Geist (Mit "Giebelchen") ein (negativ behaftetes) "Disneyland", wenn aber einer stattdessen einen Glas- oder Wärmedämm-Kubus auf das Grundstück setzt, ist es keines, sondern offenbar architektonisch "korrekt"?
    • Die Bezeichnung Disneyland wird in der Regel von solchen Gegnern immer wieder gern in den Mund genommen die nicht viel von Architektur verstehen. Denn wüssten sie den Unterschied zwischen Disneyland und baukünstlerisch hochwertig gefertigten Rekos würden sie so nicht reden.
      Denn der Unterschied zwischen Disneylandgebäude und historischen Rekos sind die,das Disneyland
      Phantasiegebäude sind die es so nie gab,im Gegensatz zu Rekos nach historischen Plänen (wenn auch mit kleinen Abweichungen)die wiederaufgebaut werden.Also kann daher die dann neuaufgebaute GK,das Barberini
      Frauenkirche DD, Braunschweiger Schloss usw. niemals Disney sein.