Dresden - Zwinger, Semperoper, Residenzschloss - das kulturhistorische Zentrum (Galerie)

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    • Blick zum Hilton


      Augustusbrücke


      Ständehaus und Hofkirche



      Sekundogenitur






      Ernst Rietschel Büste






      Mit dem berühmten Blick von der Brühlschen Terrasse über die Münzgasse zur Frauenkirche endet der heutige Tag, morgen kommt dann das große Finale :lachentuerkis:

      Hier sieht man erstens, dass die sanierte Münzgasse sich doch sehr gut ins Altstadtbild einfügt, man muss also nicht immer alles gleich abreißen. Zweitens beweißt auch dieses Foto wieder die großartigen Leistungen unserer früheren Baumeister. Wie toll man hier auf Sichtachsen hin komponiert hat, es ist ein Traum. Ich frage mich manchmal, ob heutige Architekten überhaupt noch wissen, was das ist.
      APH - am Puls der Zeit
    • Auch wenn man sich bei all der Pracht nicht wirklich entscheiden kann und mir natürlich auch das Residenzschloss gefällt, so bleiben doch die Semperoper und der Zwinger meine Lieblingsgebäude in Dresden. Sie stehen - selbstverständlich neben der wiederaufgebauten Frauenkirche - für mich exemplarisch für Dresden. Ich kann mich noch gut an die Fernsehübertragung vom 13.02.1985 erinnern, als die Semperoper mit der Aufführung des Freischütz feierlich wieder eröffnet wurde. Es war der 40. Jahrestag der unsäglichen Zerstörung Dresdens und mir lief damals schon ein Schauer über den Rücken anhand dieser Bilder.
      Die Besonderheit der Stadt Dresden liegt eben darin, daß alle Prachtbauten im Zentrum unmittelbar nebeneinander liegen, während sie in anderen Städten zumeist über das Stadtgebiet verteilt liegen. Vermutlich würden sie in heutiger Zeit nicht so gut zur Geltung kommen, wenn sie - wie z.B. in Köln - verteilt in einem Meer der architektonischen Nachkriegsmisere platziert wären. In Dresden beginnt diese Misere eben um das geballte Zentrum der Pracht herum.
      Die Verantwortlichen in Deutschland müssen endlich erkennen, daß die rekonstruierten Juwelen in Köln, Berlin, Dresden und anderswo auch ihre Fassung benötigen.
      " Dem Wahren, Schönen, Guten "
    • Der Münchner schrieb:

      Ich kann mich noch gut an die Fernsehübertragung vom 13.02.1985 erinnern, als die Semperoper mit der Aufführung des Freischütz feierlich wieder eröffnet wurde. Es war der 40. Jahrestag der unsäglichen Zerstörung Dresdens und mir lief damals schon ein Schauer über den Rücken
      "Schönheit wird die Welt retten" - Dostojewski
    • Weser schrieb:

      Fur mich ist der Zwinger das absolute Barock Meisterwerks Dresden
      Würde man einem Marsianer ein, nein das Beispiel für barocke Baukunst geben wollen, vielleicht sogar für Baukunst und Architektur im allgemeinen, so würde ich ihm auch zuvorderst den Zwinger zeigen.

      Wenn er dann aber fragt. "Wofür das alles?" und ihm wäre als kühler Rationalist jeder ästhetischer Selbstzweck fremd und er wäre dann nicht zufällig Monarchist, so dürfte ihm das schwerlich zu beantworten sein. Allerdings hätte man bei extraterrestrischen Zeitgenossen mit dergestaltigem Grund an Handlungsmotivation wohl ganz anderer Sorgen; der Grund für seine lange beschwerliche Reise wird dann wohl kaum die reine Freude am Entdecken gewesen sein ;)

      Wenn der Zwinger nicht in der "bösen DDR" stünde vielleicht wärs auch ein heißer Kandidat für die Voyager Golden Record gewesen?

      Aber genug der Spinnerei, bei so einem himmlischen Bauwerk kann man schon einmal auf überirdische Gedanken kommen.
      "Schönheit wird die Welt retten" - Dostojewski
    • Münchner schrieb:

      Auch wenn man sich bei all der Pracht nicht wirklich entscheiden kann und mir natürlich auch das Residenzschloss gefällt, so bleiben doch die Semperoper und der Zwinger meine Lieblingsgebäude in Dresden.
      Da hast du natürich recht, aber ich finde, dass das Schloss nicht nur aus rein äußerlichen, sondern auch aus Sammlungsgründen viel stärker in den Fokus gehört. Klar ist die Semperoper oder der Zwinger als reines Gebäude etwas bedeutender, aber als Gesamtkunstwerk aus Bau und Innerem muss sich das Schloss nicht hinter den anderen Bauten verstecken. Letztlich ist es aber natürlich immer auch eine Geschmacksfrage, wo man den Schwerpunkt setzt.

      Heute ist Finaltag bei den Dresdengalerien und wir beenden den großen Rundgang heute mit der Brühlschen Terrasse.


      Und dann kommen wir zur Kunstakademie, eine weitere echte Perle an der Elbfront, erbaut ab 1887 von Constantin Lipsius, ist der Historismusbau durch seine Kuppel ein weiteres Unikat der Dresdner Innenstadt.















      APH - am Puls der Zeit
    • Wissen.de schrieb:

      Und dann kommen wir zur Kunstakademie, eine weitere echte Perle an der Elbfront, erbaut ab 1887 von Constantin Lipsius, ist der Historismusbau durch seine Kuppel ein weiteres Unikat der Dresdner Innenstadt.
      Ein städtebaulich wie stilistisch nicht ganz unproblematisches Gebäude, aber ich finde es höchst faszinierend. Es wirkt, als hätte man die Semper-Gallerie mit der Opera Garnier gepaart. Ein Gebäude das wirklich alles sein möchte.

      Die Anklänge sind wohl kaum zufällig:

      france-voyage.com/visuals/phot…r-garnier-35807_w1000.jpg

      media-cdn.tripadvisor.com/medi…o-o/08/c8/a4/68/paris.jpg

      Auch das Rondell zur Frauenkirche hin, ist reine Kulissenarchitektur, in Paris freilich bildet es die Krone des Zuschauerraumes, Rondell vor Giebel, gleiches Motiv.

      aviewoncities.com/img/paris/kvefr3132s.jpg



      c8.alamy.com/compde/cpya1b/die…en-deutschland-cpya1b.jpg

      In Dresden freilich von hinten, alles Kulisse, was zu einer abenteurlichen Dachkonstruktion führt, es hat wirklich etwas von Filmset oder Bühnenbild:

      google.de/maps/place/Dresden/@…504088!4d13.7372621?dcr=0
      "Schönheit wird die Welt retten" - Dostojewski

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kaoru ()

    • Und dann wars das, es war wirklich wieder eine XXL-Galerie und selbst hier fehlen noch einige innerstädtische Gebiete wie der Postplatz, die Annenkirche und der Wiener Platz.
      Was bleibt als Fazit. Im Vorgriff auf die Leipzig-Galerie muss ich sagen, dass man beide Städte nicht vergleichen kann, jede hat ihre Stärken und Schwächen. Die große Stärke Dresdens sind die Repräsentationsbauten, die Pracht die sich um das kunsthistorische Zentrum ansammelt, es sind die Blockbusterbauten, von denen Dresden mit der Semperoper, dem Zwinger, der Frauenkirche und dem Residenzschloss gleich vier an der Zahl hat, die flankiert werden durch weitere fantastische Ensembles aus Brühlscher Terrasse, Taschenbergpalais, Kurländerpalais, Kunstakademie, Albertinum, ja selbst der Altmarktbebauung. Und als Sahnehaube oben drauf gibt es nun den Neumarkt, der die fehlende innerstädtische Tiefe nicht vergessen machen kann, der aber extrem viel Stadtreparatur betreibt, weil er den Einzelbauten an der Elbe mit der früheren Bürgerstadt eine zweite unglaublich wichtige Komponente gibt.
      Darüber hinaus ist Dresden aber auch die Villenvororte, Loschwitz, Schloss Pillnitz und die Elbschlösser mit dem Elbtal, aber und das muss auch gesagt werden, wo Himmel ist ist in Dresden die Hölle oft nur einige Meter entfernt, es sie nur auf den südlichen Teil der Prager Straße, den Postplatz oder alles östlich des Kurländer Palais erinnert.
      Dresden ist eben eine Stadt der Extreme, unglaublich schön und unglaublich hässlich, ich kenne kaum eine Stadt, wo einem das so bewusst wurde. Aber es ist auch eine Stadt der Hoffnung, man sieht hier, was an Wiederaufbau und Stadtreparatur eben auch möglich ist, wenn man sich für ein Ziel engagiert, wenn die Bürger aufstehen und sich mit der völligen Zerstörung ihrer Identität nicht abfinden können und wollen.
      Der nächste große Fokus liegt daher auf der Inneren Neustadt, ein Areal wo es alles zu gewinnen und sehr viel zu verlieren gibt, das hat mir mein Besuch so deutlich gemacht. Ich glaube hier wird sich entscheiden, ob es gelingt, die Stadt in ihrem Kern zu reparieren oder ob es bei der Traditionsinsel um den Neumarkt bleibt. Ich bin jedenfalls bereit, diesen wichtigen Kampf aufzunehmen.
      Somit bleibt mir zum Abschluss der Galerie der Dank an alle, die reingeschaut haben. Es war mal wieder alles viel größer geworden, als ich es eigentlich wollte, aber ich denke, wenn es einer Stadt gebührt, im APH so ausführlich vertreten zu sein, dann ist es Dresden, jener Stadt, der das APH seine Geburt in großen Teilen verdankt.


      Mit dem Blick auf das bekannte Elbpanorama verabschiede ich mich :thumbsup:
      APH - am Puls der Zeit
    • Ich habe noch eine kurze Rückfrage an euch. Ich habe noch eine komplette Galerie zu Leipzig auf dem PC liegen, die sowohl die Innenstadt, Teile des Musiker- und des graphischen Viertels und das Waldstraßenviertel inkludiert. Da die Dresdengalerie schon so riesig war und die von Leipzig eher noch größer wird, wollte ich fragen, ob ihr diese zeitnah sehen wollte oder erst mal etwas Pause braucht. Wäre dankbar für Feedback, ich will hier nämlich nicht in der Streberecke landen sondern ich mache das ja für euch. Also äußerst mal eure Wünsche :)
      APH - am Puls der Zeit
    • Deine Dresden-Galerie hast du wunderbar abgeschlossen wissen.de! Das wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Ich bin dort selber schon mehrfach entlang geschritten und habe viele Fotos gemacht. Aber eine so gute Bilderreihe, die Blickbeziehungen, Ensembles und Einzelbauten so zusammenhängend lebendig werden lässt, habe ich von Dresdens Altstadt noch nicht erlebt. Vielen Dank dafür! Schau doch bei Gelegenheit mal die Wikimedia Commons durch und ergänze ggf. fehlende Ansichten aus deiner Sammlung dort.

      Was Leipzig betrifft: eine kurze Pause von 1-2 Wochen zum "durchatmen" wäre mir persönlich ganz recht, aber sicher gibt's hier einige ungeduldigere Zeitgenossen.. biggrin:)