Stuttgart - Neubauprojekte in der Innenstadt (Galerie)

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    • Ich finde die Fussgangerzone in Hamburg schon ein Tick schoner oder die Rathausplatz - da gibt halt viel mehr Altbauten als im Stuttgart Fussgangerzone

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      Oder diese wunderbare Strassenzug

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    • Also Stuttgart mit Hamburg zu vergleichen ist schon mutig ;), Hannover, keine Frage, Kassel, Ruhrstädte, auch Bremen, alles autogerecht wiederaufgebaut und in zentralen Teilen hässlich... natürlich gibt es auch in Hamburg diese schmuddeligen Nachkriegsecken, die breiten Verkehrstrassen, was aber vollkommen fehlt ist deren vollkommene Dominanz bis in die Innenstadt inklusive dieser eher vorstädtisch imponierenden Solitärbauten. Auch die gezeigten Neubauten vermögen mich nicht zu überzeugen, da wird in Hamburg aber um Klassen besser und urbaner neugebaut.

      Ich halte mich ja sonst aus diesen Städtevergleichen raus, weil sie meist zu nichts führen, halte aber Hamburg -wohl auch aufgrund der weitgehenden Abwesenheit von Foristen von dort, die gut begründet und bebildert widersprechen könnten und dem doch süddeutsch geprägten Forum - für eine in diesem Forum ziemlich unterschätzte Stadt. Wenn hier Hamburg erscheint, dann im Abrissthread, der das Gesamtbild doch ziemlich verzerrt.

      Es gibt dort riesige zusammenhängend erhaltene Viertel, die von einer solchen edlen Schönheit und Urbanität sind, dass man sogar in Berlin oder Leipzig nach Vergleichbarem suchen muss. Man sieht der Stadt ihren weiterhin florierenden bürgerlichen Reichtum auf Schritt und Tritt an, bin letztes Jahr mal mit einem Freund von der Uhlenhorst nordöstlich der Alster zu einem Burgerladen irgendwo im Univiertel gelaufen, ich weiß nicht, ob es so etwas in Deutschland überhaupt nochmal gibt, kilometerlanger weißer Neoklassizismus der edelsten Form. Wird Zeit, dass ich mal Fotos dort mache.

      Ich hab nichts gegen Stuttgart, kenne es sogar gar nicht schlecht von ein paar Besuchen bei den Eltern einer Freundin, die sehr schön wohnten am Hang, aber wenn wir uns über den Innenstadtbereich unterhalten, sind Stuttgart und Hamburg wirklich von zwei Planeten (und natürlich auch sonst schon vom Gepräge und Grundcharakter sowie den naturräumlichen Gegebenheiten überhaupt nicht vergleichbar).
    • saudadegostosa schrieb:

      Nein, Stuttgart ist sogar besser als die beiden genannten Städte, sicherlich auch besser als Dortmund, Essen oder Köln. Selbst Hamburg finde ich in weiten Teilen absolut häßlich - Stuttgart ist also irgendwo durchschnittlich.
      Nur sind die finanziellen Möglichkeiten der Stuttgarter weit überdurchschnittlich, von daher sind die Erwartungen höher, die Enttäuschungen größer. Die Mentalität spielt, wie vielfach bereits erwähnt, schon eine entscheidende Rolle.


      Heimdall schrieb:

      Du solltest nicht die völlig unterschiedlichen Rahmenbedingungen aus den Augen lassen. In Stuttgart handelt es sich - man möge mich korrigieren, wenn ich falsch liege -, um Einzelhäuser in Privatbesitz. Zum Beispiel gehört das Gebäude Marktplatz 6 dem Regisseur Günther Beelitz. Du müsstest also in Verhandlungen mit einer Reihe privater Eigentümer gehen und diese zum Verkauf überreden oder enteignen, um dort großflächige Abrisse vornehmen zu können.
      Bei Fällen wie dem Stuttgarter Marktplatz wird es wohl Chancen auf so umfangreiche Rekonstruktionen nur bei einer neuen Gesetzeslage geben, d.h. insbesondere mit Anreizen im Steuersystem aller möglichen Art, Zuschüsse usw. . Die Rekonstruktionen müssten sich für die Investoren "lohnen".
      Dafür müssten allerdings Rekonstruktionen bzw. die Verschönerung des Stadtbildes als öffentliches Interesse in der Gesetzgebung sehr hoch angesiedelt werden.
    • newly schrieb:

      Bei Fällen wie dem Stuttgarter Marktplatz wird es wohl Chancen auf so umfangreiche Rekonstruktionen nur bei einer neuen Gesetzeslage geben
      Ich persönlich würde mir diese Rekonstruktion sehr wünschen, es gibt aber offensichtlich generell kein Interesse daran. Im Gegenteil, als ich mal im Laufe der Jahre Nachbarn (allesamt schon älter, gebürtig aus der Region) darauf angesprochen habe, kam eine eher ablehnende Reaktion, z. B. sei das Rathaus ja nur "Gründerzeit-Kitsch" gewesen, die Fachwerkhäuser würden nicht mehr in die heutige Zeit passen usw. Auf meinen Einwand, in Tübingen würde die Innenstadt ja auch heute noch "funktionieren", kam dann als Antwort, das sei ja auch eine Kleinstadt...


      Heinzer schrieb:

      Es gibt dort riesige zusammenhängend erhaltene Viertel, die von einer solchen edlen Schönheit und Urbanität sind, dass man sogar in Berlin oder Leipzig nach Vergleichbarem suchen muss.
      Hättest Du da ggf. konkrete Straßennahmen? Dann würde ich das mal auf Google Earth anschauen und ggf. auch mal vor Ort besichtigen. In Hamburg war ich bislang dreimal im Urlaub und fand die Innenstadt doch schon sehr betonlastig. Wirklich häßlich fand ich die "City-Süd" und vor allem Harburg, selbst Rotherbaum als Nobelviertel ist mit vielen unschönen Neubauten durchsetzt.
    • saudadegostosa schrieb:

      newly schrieb:

      Bei Fällen wie dem Stuttgarter Marktplatz wird es wohl Chancen auf so umfangreiche Rekonstruktionen nur bei einer neuen Gesetzeslage geben
      Ich persönlich würde mir diese Rekonstruktion sehr wünschen, es gibt aber offensichtlich generell kein Interesse daran. Im Gegenteil, als ich mal im Laufe der Jahre Nachbarn (allesamt schon älter, gebürtig aus der Region) darauf angesprochen habe, kam eine eher ablehnende Reaktion, z. B. sei das Rathaus ja nur "Gründerzeit-Kitsch" gewesen, die Fachwerkhäuser würden nicht mehr in die heutige Zeit passen usw. Auf meinen Einwand, in Tübingen würde die Innenstadt ja auch heute noch "funktionieren", kam dann als Antwort, das sei ja auch eine

      Heinzer schrieb:

      Es gibt dort riesige zusammenhängend erhaltene Viertel, die von einer solchen edlen Schönheit und Urbanität sind, dass man sogar in Berlin oder Leipzig nach Vergleichbarem suchen muss.
      Hättest Du da ggf. konkrete Straßennahmen? Dann würde ich das mal auf Google Earth anschauen und ggf. auch mal vor Ort besichtigen. In Hamburg war ich bislang dreimal im Urlaub und fand die Innenstadt doch schon sehr betonlastig. Wirklich häßlich fand ich die "City-Süd" und vor allem Harburg, selbst Rotherbaum als Nobelviertel ist mit vielen unschönen Neubauten durchsetzt.
      Ich werde auf jedenfall Ottoensen Hauptstrasse empfehlen

      Oder noch ein bisschen weiter Weg die Treppenviertel im Blankenese.

      Oder im Schanzenviertel oder im Speicherstadt/Kontorhausviertel?

      Ubrigens liegt die Nobelviertel am Elbe.

      Naja Stuttgart Innenstadt ist schon von Altbaubestand noch eingeschrankter als Hamburg - vergleichmal nur die Rathauser mit einander. Da ist schon Stuttgart ein bisschen Provinz
    • saudadegostosa schrieb:

      Hättest Du da ggf. konkrete Straßennahmen? Dann würde ich das mal auf Google Earth anschauen und ggf. auch mal vor Ort besichtigen. In Hamburg war ich bislang dreimal im Urlaub und fand die Innenstadt doch schon sehr betonlastig. Wirklich häßlich fand ich die "City-Süd" und vor allem Harburg, selbst Rotherbaum als Nobelviertel ist mit vielen unschönen Neubauten durchsetzt.
      Ich mach das mal irgendwann in Ruhe mit eigenen Fotos. Grundsätzlich gibt es ja ein weißes und ein rotes Vorkriegshamburg. Während das rote in aller Munde ist mit seiner Klinkerarchitektur, die ihre Höhepunkte vielleicht im Kontorhausviertel und in der Speicherstadt findet, ist das weiße nicht so bekannt. Es handelt sich um einen ziemlich spezifisch hamburgischen Gründerzeitstil, bei dem weiß die dominierende Farbe ist (gelegentlich gibt es auch rote oder gelbe Spaltriemchen als Basis der Fassade).

      Auch wenn es in Bremen steht (habe leider wirklich null Bilder aus Hamburg), wäre das hier vielleicht ein Beispiel für die Art Architektur, die ich meine - nur, dass sie in HH eben noch 2 oder 3 Geschosse mehr hat und im Blockrand in manchen Gegenden noch (fast) geschlossen erhalten ist:



      Bei Google Earth als Tipps einfach mal Isestraße eingeben (mit dem herrlichen Hochbahnviadukt, allerdings eher jugendstilig) oder Hochallee, die ganze Gegend um den Klosterstern herum, auch nördlich und östlich der Alster z.B. Teile des Hofwegs oder St. Georgs sind so bebaut, wenn es nach Osten hin auch kriegsbedingt fragmentierter wird. Bei Google earth ist leider extrem viel verpixelt, so dass sich keine schönen Totalen ergeben, das muss ich nochmal irgendwann in Ruhe machen.

      Hinzu kommt natürlich die wohl tatsächlich sogar weltweit fast einmalige Lage der Stadt an Alster und Elbe mit den entweder sehr gut erhaltenen oder gut wiederaufgebauten Promenaden und ihren beeindruckenden, großen und repräsentativen Gebäuden entlang der Binnenalster, z.B. von der Kennedybrücke Richtung Jungfernstieg, die johan hier schon gezeigt hat, der Rathausplatz, die Colonnaden etc. Und von der Elbe, Ottensen, Eimsbüttel, Eppendorf, Blankenese etc. haben wir da noch gar nicht gesprochen.

      Wie gesagt, bei Gelegenheit mehr und dann auch im richtigen Strang.

      P.S.: City Süd und City Nord sowie die ganze Gegend östlich von St. Georg Richtung Wandsbek/Friedrichsberg/Berliner Tor/Horn ist natürlich die am übelsten von den Bomben getroffene Gegend der Stadt, Rothenburgsort etc. sind komplett ausgelöscht worden im Feuersturm 1943, der Hamburger Osten ist tatsächlich sehr, sehr dürftig und dominiert von sagenhafter Nachkriegstristesse, bis es dann Richtung Barmbek wenigstens wieder 20er-Jahre mäßig weitergeht.

      Dass Hamburg sagenhaft runtergekommene, hässliche Ecken aufbietet, will ich mit keinem Wort bestritten haben, auch der Kiez/Reeperbahn und Teile Altonas sind zum Weglaufen, keine Frage. Trotzdem schöpft die Stadt schon aufgrund ihrer Größe eben doch aus immer noch sagenhaft schönen Vierteln. Gemessen am Zerstörungsgrad mutet es fast wie ein Wunder an, wie schön die Stadt dann doch noch vielerorts ist. Und man mag sich wieder einmal gar nicht ausmalen, wie das alles mal vor dem 2. Weltkrieg ausgesehen hat.
    • Natürlich ist es immer problematisch, einerseits überhaupt generell eine Stadt hinsichtlich ihrer Schönheit taxieren zu wollen und andererseits diesbezüglich Vergleiche zwischen den Städten anzustellen. Vor allem größere Städte sind so komplex, dass halt jeder Urteilende seine eigenen Bilder im Kopf hat, die sich von denen anderer unterscheiden. Für deutsche Städte aber gelten zwei dominante Regeln: Erstens ist der prozentuale vom Bombenkrieg verursachte Zerstörungsgrad ein ziemlich verlässlicher Index für das Maß an heute noch erfahrbarer Schönheit, zum anderen hängt die allgemeine Einschätzung einer Stadt davon ab, ob die Bomben eher im Innenstadtbereich oder in periferen Quartieren gefallen sind.

      Stuttgart hat das Unglück erfahren, dass die Innenstadt, welche die Identität einer Stadt in erster Linie prägt, durch den Bombenkrieg plattgemacht und durch eine verkehrsorientierte Wiederaufbauplanung entstellt worden ist, während die noch immer sehenswerten und stimmungsvollen Wohnviertel wenig ins öffentliche Bewusstsein dringen. Hamburg hatte insofern Glück im Unglück, als die riesigen Kriegszerstörungen (die umfangreichsten in ganz Deutschland) hauptsächlich die ausgedehnten Arbeiterviertel im Osten betrafen, während die Innenstadt um die Alster herum eher glimpflich davongekommen ist. Aus diesem Grunde gilt Hamburg bei vielen Besuchern als schöne Stadt, denn kaum einer von ihnen begibt sich nach Wandsbek, Barmbek-Süd, Hammerbrook und so weiter, um sich von der dortigen Tristesse anwidern zu lassen. Der Hamburger Osten ist ein so hoffnungsloser Fall, dass man demgegenüber weit eher der Stuttgarter Innenstadt bescheinigen möchte, dass sie eines fernen Tages von einer in Stadtbaufragen gereiften Generation "repariert " und Zug um Zug ästhetisch aufgewertet werden wird.