Stuttgart - Neubauprojekte in der Innenstadt (Galerie)

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    • Somit passieren wir die Stadtbibliothek und erreichen langsam das Milaneo-Einkaufszentrum.



      Die Baugrube, die es seit dem letzten Jahrtausend gibt :)



      Und das Milaneo, das interessanterweise verglichen mit den Einkaufszentren insbesondere in den neuen Bundesländern relativ klein ist:





      Ansonsten wird munter weitergebaut, siehe diesen Artikel in der Stuttgarter Zeitung:



      Zum Abschluß noch der Blick auf die Stadtbibliothek, auf dem zweiten Foto ist die neue Stadtbahnlinie zu sehen.



    • Baufortschritt bei S21??? Da lachen ja die Hühner. Mir wärs am Liebsten, die Baugrube würde zum Parkhaus umfunktioniert, wenn schon nicht zugeschüttet und oben würden wieder die Gleise verlegt und der Bahnhof mit neuen Flügeln als modernisierter Kopfbahnhof wiederhergestellt. Wer diesem wahnsinnigen Projekt S21 überhaupt noch was abgewinnen kann...? Ich weiß ja nicht.
      :gehtsnoch: rant:) :kopfschuetteln:
      Stuttgart braucht halt auch sein BER. Es klemmt ja hinten und vorne. Im Februar 2010! hat die Bahn demonstrativ auf dem Gleisvorfeld den Baubeginn zelebriert und im selben Jahr gleich mal einen Flügel des denkmalgeschützten Bahnhofs abgerissen. Kein guter Stern über dem Projekt, obschon der sich noch über dem Bahnhofsturm dreht!

      The post was edited 2 times, last by SchortschiBähr ().

    • Danke für die Bilder, die meine Wahrnehmung von damals stützen. Ja, es gibt wenige, meist historistische Inseln. Ja, der Schloßplatz ist bei entsprechender Witterung als innerstädtische Parkanlage (an dieser Stelle verdient die Königsstraße die Bezeichnung "innerstädtisch", ansonsten kommt sie wie ein scheußliches Gewerbegebiet daher) angenehm zu besuchen. Ich meine, es waren die Stuttgarter Nachrichten, die sinngemäß schrieben, der Schloßplatz wäre als "schönster Platz Deutschlands" bekannt, wenn er in München läge. Diese Aussage zeigt das Verlangen, mit München verglichen zu werden (warum überhaupt?), ist aber darüber hinaus vollkommen lächerlich. München mag seine Fehler haben (kürzlich wurde hier ein Strang dazu eröffnet), dennoch ist jede nur partielle Gleichsetzung der Innenstädte meiner Meinung nach vollkommen abstrus. Der Stuttgarter Schloßplatz ist ein netter Grünanlagenbereich mit ordentlicher - nicht mehr und nicht weniger - Architektur im Umfeld. Der Königsbau sieht hinter den Säulen aus wie das 50er Jahre Pellerhaus in Nürnberg, oder eher etwas schlimmer..
      Es ist ein Gräuel, wie schon kürzlich ein Nutzer in einem anderen Stuttgart-Strang schrieb: Man hat den Eindruck, die Stuttgarter Innen"stadt" sei nur Verkaufsfläche an die vielen Gutverdiener der Region.
      Mannheim, das wohl weniger historistische (historisch geht aufgrund der Gründung kaum) Bebauung besitzt, sieht als Ganzes für mich wesentlich urbaner als das fürchterlich zerrupfte Stuttgart aus.
      Und nochmals ja, es gibt Historismus in Stuttgart. Im Vergleich zu den anderen drei über 500.000ern in Süddeutschland, Frankfurt zähle ich mal zum Süden, besitzt es mangels Geschloßenheit und wegen des übermäßigen Autoverkehrs die unattraktivsten historistischen Viertel.
      Es liegt irgendwie an der Mentalität (Pietismus)...
    • "Der Stuttgarter Schloßplatz ist ein netter Grünanlagenbereich mit ordentlicher - nicht mehr und nicht weniger - Architektur im Umfeld"

      Eduard, es scheint dir ein Anliegen zu sein, bei Stuttgart möglichst alles schlechtzureden. So eine geringschätzende Aussage ist wirklich nur mit einer chronischen Antipathie zu erklären und nicht als objektive Wertung anzusehen. Der Stuttgarter Schlossplatz sucht in seiner Beschaffenheit seinesgleichen in Deutschland, mir fällt kein ebenbürtiges Pendant ein. Sogar Goethe fand für ihn schon lobende Worte. Und in Sachen Gründerzeit muss sich Stuttgart nicht vor anderen Städten verstecken, hier gibt es - besonders im Süden - schöne geschlossene Quartiere vom Lehenviertel bis nach Heslach. Ich kenne auch Mannheim und bin deshalb überzeugt dass Stuttgart (nicht nur wegen der Topographie) in der Gesamtheit bei Weitem attraktiver ist. Also, mach mal halblang.
      In dubio pro reko
    • Erst danke fur die Bilder - ich konnte mich nicht wirklich vorstellen wie Stuttgart so aussieht und diese Bilder zeigt ja auch ein sehr konsequente Stadtbaupolitik - hier wird nicht Rekonstruktionen kommen. Schade dass die Marktplatz nicht zurückkommen ist.

      de.m.wikipedia.org/wiki/Marktp…et_Place%2C_Stuttgart.jpg

      Naja - Ich war noch nie in Stuttgart aber Esslingen und Tubingen hat mich gut gefallen
    • Muß man denn die definitiv vorhandenen Qualitäten Stuttgarts den überbordenden Stuttgartkritikern immer wieder verdeutlichen!? :augenrollen:
      Stuttgarts Keimzellen einer einstigen großartigen und kleinteiligen Schönheit sind nach wie vor erhalten und auch erlebbar. Den Schloßplatz als Grünanlage kleinzureden läßt mich fragen ob Eduard sich dort überhaupt mal länger aufgehalten hat!? Wo findest Du das sonst noch: ein dreiflügeliges Barockschloß auf der einen Seite, rechts davon die andere Seite bildend eine mittelalterliche Wasserburg mit Renaissanceinnenhof, der Kanzleibau mit Merkursäule(ebenfalls Renaissance), dann im Rücken der Säulenwald des Königsbaus, linkerhand der erste historistische Bau, fortfolgend ein weiterer (Wiederaufbau) bis zur Kuppel des Kunstgebäudes. Und hinter dem Schloß wird der Horizont von einem Waldsaum des Stuttgart umgebenden Keupergebirges gebildet, durchsetzt von Villen. (Die in Stuttgart unvermeidlichen Kuben und Klötze haben freilich auch am Schloßplatz ihren Vertreter ... )
      Einen Steinwurf entfernt der Schillerplatz, umgrenzt von fast nur historischen Bauten: Altes Schloß, Stiftskirche, Fruchtkasten und Kanzleibau. Für alle Bauten gilt zwar, daß ihnen durch Bombenterror und Nachkriegswiederaufbau übel mitgespielt wurde, aber sie existieren in ihren Grundfesten und in den äußeren Fassaden und künden von Stuttgarts historischer Tiefe und dem württembergischen Herzogtum. Vielleicht sollte das nun ein für alle Mal anerkannt werden!!! Weitere historische Keimzellen sind in Stuttgart ebenfalls noch auszumachen... . :opa: :daumenoben:
      (PS: lege den Kritiker ans Herz die verlinkten Artikel und Bilder anzuschauen und ich bin im Kreis Stuttgart aufgewachen!)

      The post was edited 1 time, last by SchortschiBähr ().

    • Zur persönlichen Frage, auch wenn ich solche in einem Forum nicht gerne beantworte: Ich habe dort gewohnt und besuche Stuttgart immer wieder von Zeit zu Zeit, weil dort Menschen wohnen, die ich gerne habe.
      Das Thema "Historismus" hatten wir schon wie so vieles mehrfach. Ich finde S-West und vor allem -Süd auch nett, die Menschen, die dort wohnen, tun dies mehrheitlich gern, nur ersetzen diese Viertel weder eine Altstadt noch sind sie sie im Vergleich zu anderen Städten etwas Besonderes.
      Zum Schloßplatz: Man möge bei heutigem Wetter mal dort entlang laufen, also die schönen 150 Meter in der Betonsschneise Königsstraße. Nett, aber nicht umwerfend. Das wohlwollende Auge kann mit der Kamera manches wegschneiden, vor Ort sieht man den Brutalismus wenige Meter nebenan. Es soll kein Angriff auf den Namensvetter sein, auch der Königsbau ist nicht "super-toll", die Säulen sind das Beste, auch weil sie den Rest verdecken.
      Das Areal Münchener Feldherrenhalle hat für mich mehr urbanen Charme als der Stuttgarter Schloßplatz, das Karlsruher Schloß ist nicht toll, aber die Stadt in sich geschloßen, Mannheim keine Schönheit, aber wenigstens urban.
      Mir kommen die Stuttgart immer wie folgt vor: Man hat viel Geld, man "schafft", hat ein teures Auto und ein Häuschen. zugleich weiß man auch, daß die Stadt eine urbane Scheußlichkeit darstellt. Diese Tatsache versucht man durch hektische und nervöse Überbetonung der vorhandenen Qualitäten, die doch nur Inseln sind, zu kompensieren.

      Das sind meine Eindrücke, lieber Königsbau, du mußt mir ja nicht zustimmen und kannst die Dinge gerne anders sehen. Ich denke nur, dein Engagement kommt auch daher, daß du weißt, daß viele Stuttgart so sehen. Viel Geld, aber wenig Charme.
      Die Bilder oben sprechen für sich: Ein anti-urbaner Albtraum, den ich so in Süddeutschland nicht ein zweites Mal kenne.
    • SchortschiBähr wrote:

      Mir wärs am Liebsten, die Baugrube würde zum Parkhaus umfunktioniert, wenn schon nicht zugeschüttet und oben würden wieder die Gleise verlegt und der Bahnhof mit neuen Flügeln als modernisierter Kopfbahnhof wiederhergestellt
      Auch wenn es für diese Fragestellung natürlich schon viel zu spät ist: Warum muß denn der Bahnhof überhaupt in der Innenstadt liegen?

      Dort wohnt doch sowieso niemand, im Bahnhof steigt man im wesentlichen um, entweder in einen anderen Zug oder in den öffentlichen Nahverkehr, vielleicht auch ins eigene Auto. All dies könnte doch ein außerhalb gelegener Bahnhof mit einer flotten Anbindung ans Zentrum per S-Bahn sowie einem großzügigen Park & Ride-Bereich viel besser leisten.


      Königsbau wrote:

      Und in Sachen Gründerzeit muss sich Stuttgart nicht vor anderen Städten verstecken, hier gibt es - besonders im Süden - schöne geschlossene Quartiere vom Lehenviertel bis nach Heslach. Ich kenne auch Mannheim und bin deshalb überzeugt dass Stuttgart (nicht nur wegen der Topographie) in der Gesamtheit bei Weitem attraktiver ist
      Auf jeden Fall ist Stuttgart deutlich attraktiver als Mannheim, die Gründerzeitviertel sind insgesamt sehr groß, aber sehr stark mit unschönen Nachkriegsbauten durchsetzt oder entstuckt, teilweise in mäßigem Erhaltungszustand und echte Highlights sind meines Erachtens auch nicht dabei. Das sollte nicht als Polemik mißverstanden werden, ich finde z. B. Nürnberg, Mannheim/Ludwigshafen und in weiten Teilen auch Frankfurt noch sehr viel unschöner, aber so prächtige und momumentale Ensembles wie in München, Leipzig, Dresden oder eben Straßburg und Metz gibt es hier einfach nicht.
    • @Saudade.., den Bahnhof zu verlegen, wäre freilich die optimale und vor allem kostengünstigere Variante gewesen!
      Da wäre der Bahnhof unangetastet geblieben, saniert und umgenutzt worden, die Immo-Kapitalisten hätten das Gleisvorfeld voll zubauen können, der Schloßpark wäre verschont beblieben, die Quellen ungefährdet und ebenso manch anderes Gebäude (Reichsbahndirektion) und der Bahnhof irgendwo im Neckartal mit S-Bahn Anbindung.
      Hm, nur dieser Tunnelbohrer wollte doch ne riesen Knete an dem Projekt verdienen! Also soviele Tunnel wie möglich in gefährlichem geologischen Terrain bohren (Stichwort Anhydrit, quellfähige Gipseinlagerungen). Und wie man damit vorwärts kommt, bzw. nicht, sehen wir aktuell!
    • Das hat eine lange Geschichte. Schon vor über hundert Jahren gab es Überlegungen, einen Durchgangsbahnhof im Bereich des Schlosses Rosenstein zu bauen, und auch im Vorfeld der jetzigen Baumaßnahme wurden Alternativvorschläge entwickelt, die Platzierung eines Durchgangsbahnhofs betreffend. Warum sich letztlich die jetzt ausgeführte Variante am angestammten Standort durchsetzte, ist mir auch schwer erklärlich.
    • Mich hat es nur familiärbedingt nach Stuttgart verschlagen. Wäre das nicht so, wäre ich selbst nie auf die Idee gekommen, Stuttgart einen Besuch abzustatten, ganz zu davon schweigen, hier zu wohnen. Ich selber habe lange genug hier gelebt und ich finde, dass der Schlossplatz von der einheimischen Bevölkerung total überbewertet wird. Ich finde ihn nicht hässlich, sehe ihn ihm aber auch nichts Besonderes. In Deutschland gibt es einige schönere Plätze, vor allem in München und auch Potsdam. Ich spiele ohnehin schon seit längerer Zeit mit dem Gedanken, nach Potsdam zurückzukehren.
    • Haben sich jetzt wieder alle über Stuttgart ausgelassen? Scheinbar kann es keinen Strang geben, in dem das nicht zwangsläufig die Folge ist. Ich lebe jedenfalls gern hier und Stuttgart wird immer meine geliebte Heimatstadt sein.
      Schon allein auf die Karlshöhe zu wandern und dann hinunterzublicken auf die Stadt, ein solches Erlebnis bekomme ich nirgendwo sonst.
      In dubio pro reko

      The post was edited 1 time, last by Königsbau ().

    • Natürlich wäre es hinsichtlich des Stadtbildes ein Gewinn. Aber das Vorhaben ist doch völlig unrealistisch. Oder bist Du Multimillionär, der sämtliche Häuser am Marktplatz aufkaufen kann (incl. hohe Angebote an nicht verkaufswillige Eigentümer), dann sämtliche Mieter entmietet, dann alles abreißt und dann Rekonstruktionen errichtet? Wenn nicht Du, welcher Investor soll ein solches Vorhaben stemmen, es sei denn - was ich natürlich begrüßen würde - ein rekonstruktionsfreudiger Idealist, der sein Geld "verpulvern" möchte?
    • Nein, das Vorhaben ist nicht nur aus ökonomischen Gründen unrealistisch, sondern auch aus Gründen der fehlenden Einsicht. Der typische Stuttgarter ist ein totaler Provinzler, aber nichts ärgert ihn mehr, als als solcher bezeichnet bzw. angesehen zu werden. Den Vorkriegs-Marktplatz rekonstruieren??? Um Gottes Willen. Moderne Architektur gilt fūr ihn als Sinnbild von Weltoffenheit und daher meint er, mit entsprechenden Bauwerken großstädtisches Flair einkaufen zu können. Wie lächerlich das wirkt, kann man wunderbar an dem neuen Luftschutzbunker mit arabischem Schriftzug (Bibliothek) bewundern. Und dass Rekonstruktionen sowie traditionelles Bauen schon längst als Königsweg für das Wiederbeleben der ausgestorbenen Betoninnenstädte angesehen werden, haben diese schwäbischen Hinterwäldler noch gar nicht begriffen. Mal sehen, wie lange das noch dauern wird.
    • Offenbar kennt Beletage alle 600000 Stuttgarter persönlich und kann sich daher ein fundiertes Urteil über deren Mentalität erlauben. Erstaunlich. Die Einwohner, mit denen ich vor Ort regelmäßig in Kontakt bin und die sich eine behutsame Stadtentwicklung, ja sogar Rekonstruktionen (sic!) wünschen, sind wohl alle Aliens. So wird es sein. Und wir erinnern uns ja, wie in Frankfurt Tausende für die neue Altstadt auf die Straße gingen, im Gegensatz zu den behäbigen Stuttgartern, die bei der Bahnhofszerstörung für S21 nie den Arsch hochgebracht haben. Oder war's umgekehrt? Weiß nicht mehr so genau.

      Noch jemand, der sich über Stuttgart und seine Hinterwäldler auskotzen will?
      In dubio pro reko