Potsdam - Garnisonkirche (die Diskussion um den Wiederaufbau)

  • Ich finde,es wäre Richtig,wenn die Mieter des RZ sich jetzt voll und ganz auf ihr neues Kreativquartier einstellen und sich vom alten RZ Gebäude so langsam lösen würden.Denn nur das neue Quartier ist deren Zukunft.Das alte RZ Gebäude wird jetzt nur noch von linken Initiativen/Aktivisten und einigen Mietern des RZ dazu Instrumentalisiert um gegen das GK Projekt(jetzt hauptsächlich gegen das Schiff)zu opponieren.Das gleiche ist und war es mit anderen DDR Gebäuden um mit diesen gegen die Planungen der Potsdamer Mitte Stimmung zu machen.(FH und bald Staudenhof). Diese Leute haben nicht das alleinige Recht zu bestimmen was in Potsdam an Gebäuden stehen zu bleiben hat und welche nicht wiederentstehen dürfen bzw.wie die Mitte sich zu Entwickeln hat.Aus meiner Sicht sind diese Typen keine ernstzunehmenden Dialogpartner mehr.(Waren sie eigentlich noch nie)

  • Ich verstehe den Inhalt des Artikels ehrlich gesagt nicht ganz. Auf der einen Seite steht dort, im Grundbuch stünde, die evangelische Kirche müsse jedem Entwurf für das Kirchenschiff zustimmen.

    Auf der anderen Seite wird behauptet, da die Kirche ja eine Bedingung für ihr Darlehen gestellt hätte, wäre somit klar, dass es nur ein Kirchenschiff mit Bruch geben könne.

    Wenn aber im Grundbuch steht, die Kirche muss so oder so zustimmen, könnte die Stiftung doch auch einfach entscheiden, jetzt wird rekonstruiert, und dann hat die Kirche aufgrund des Grundbucheintrags nichts mehr zu melden?

  • Nun, das ist wohl so zu verstehen, im Sinne von "für jeden Entwurf, der seitens der Stiftung für ein Kirchenschiff kommt, muss die Zustimmung der Evangelischen Kirche eingeholt werden"; nicht im Sinne von "jedem Entwurf muss (bedingungslos) zugestimmt werden", dann würde der Eintrag gar keinen Sinn ergeben. Das ist etwas unpräzise formuliert in dem Artikel. Die Stiftung hat sich das Plazet von der Kirche geben zu lassen. Höchstwahrscheinlich war das eine der Bedingungen für das Darlehen.


    Die Frage, die sich mir stellt, ist die Zustimmung vom Darlehen abhängig? Sprich, wenn jetzt hypothetisch ein Gönner um die Ecke käme und 5 Millionen mitbrächte, mit der die Stiftung das Geld sofort und auf einmal zurückzahlen könnte (sofern vertraglich nicht ausgeschlossen), ist es dann möglich diese Zustimmungsklausel durch die Stiftung (mit einer Löschungsbewilligung der Kirche) per Antrag an das Grundbuchamt aus dem Grundbuch löschen zu lassen oder ist diese davon komplett losgelöst und die Kirche hat solange Mitspracherecht, solange sie einer Löschung nicht zustimmt, unabhängig ob noch eine Darlehensschuld besteht (was dann wahrscheinlich sowieso nicht passieren würde).


    Eine weitere Frage wäre: Wer überprüft das? Wird die Zustimmung der Kirche (in welcher Form?) mit dem z..B. Bauantrag eingereicht?


    Oder ist es einfach so, dass die Stiftung tatsächlich auch einfach eine Rekonstruktion als Bauantrag einreichen kann, und die Kirche dann aktiv ihr Mitspracherecht ex-post einklagen müsste, wollte sie es verhindern.

  • Das sind die innerkirchlichen Grabenkämpfe zwische Kirchenstiftung, Kirchenkreis Potsdam und Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Über das Schiff gibt es keinen Konsens, da keine Finanzierung für den Bau da ist, die Frage stellt sich auch gar nicht, weil erstmal noch 8 Mios für den Turm fehlen.

    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand

  • Lasst doch erst mal den Bau stehen.


    Die andere kriegen ihre 8% weil sie ständig in der Presse sind. Diese ganze polemische Diskussion bringt nichts.

  • Der politische Streit um den Wiederaufbau der Garnisonkirche geht in die nächste Runde.


    "In der CDU habe der Orientierungssinn gelitten": So lautet einer der Vorwürfe gegen die Partei, nachdem CDU-Vertreter den Vorschlag des Oberbürgermeisters zum Kirchenschiff kritisiert hatten.


    https://www.pnn.de/potsdam/ang…eht-weiter-/25555704.html

    (Quelle: Potsdamer Neuste Nachrichten, 18.02.2020)

  • Quote from PNN

    ...

    Hingegen stellte die Linksjugend Potsdam, die Jugendorganisation der Linken, ihre Ablehnung des Projekts klar: „Die Kirche ist ein historisches Symbol für das preußische Machtstreben und der Versöhnung des deutschen Großbürgertums mit dem Faschismus.“ Aus Sicht der Linksjugend stelle sich „nicht die Frage, wie viel vom Rechenzentrum erhalten bleibt, sondern wann der Turmbau endlich gestoppt wird“.

    ...

    Der Wiederaufbau des Kirchturms wurde in der ersten freien Demokratie nach Krieg und nach NS- und DDR-Diktatur von freien Bürgern und deren Vertretern der Stadt beschlossen - das sieht man einmal leider wieder, dass diese "Linksjugend" alles andere als demokratisch gesinnt ist.


    Mit dieser Aussage macht sich diese Linksjugend eigentlich selbst nur lächerlich, wurde dieses Rechenzentrum nämlich von dezidiert antidemokratischen Kommunisten gebaut, die vorher in einem kulturbarbarischen Akt auch noch die Kirche gesprengt haben! Schade, dass die PNN diesen Extremisten überhaupt eine Plattform bietet. Aber so kann sich jeder selbst ein Bild machen. Mich schrecken solche Aussagen ab. So, werde aber nun wieder für den Kirchturm spenden, damit dieser Artikel auch etwas positives hat!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • also wenn ich diesen Artikel in der PNN lese habe ich stark den Eindruck dass wir zurueck sind in der DDR????

    hat der Sozialismus letztendlich doch ""gesiegt"" wie es damals so schoen in diesen Parolen hiess??


    es tut mir leid aber ab und zu muessen wir doch ganz vorsichtig eine Aeusserung machen welche vielleicht mehr oder wenig, doch politisch ist.


    aber dies ist natuerlich nur ein Ausnahme...

  • Ich frage mich immer wieder warum diese Leute nicht einfach in eine andere Stadt umziehen, in der es weniger bauliche Relikte des ihnen verhassten Preußens gibt. Im Grunde muss man sich doch als ein Lutz Boede, Andre Thomczak oder Genosse der "Linksjugend" in einer Stadt wie Potsdam äußerst unwohl fühlen, so viel barocke und bourgeoise Pracht, das löst doch viel zu oft Magenkrämpfe, Brechreiz und Depressionen aus. Dabei gibt es doch in Ostdeutschland zuhauf Beispiele gebauter sozialistischer Utopie, in Stein wie in Platte. Und in Marzahn oder Halle-Neustadt haben sich Adolf und der Generalfeldmarschall vermutlich nie die Hand gegeben. Worauf warten die Herrschaften eigentlich noch??stickpoke:)

  • Ja, die Untote DDR- Diktatur lässt nun Ihre Kinder und Enkel die Bevormundung und Fremdbestimmung von Christen in Potsdam fröhlich urständ feiern und der OB geht voran...

  • Potsdamer Neuste Nachrichten (PNN) hat sich am 19.02.2020 in einem Artikel mit der immer schärfer werdenden Kontroverse um dem Wiederaufbau der Garnisonkirche in einem Artikel befasst.


    Der CDU-Stadtverordnete Wieland Niekisch holt im Streit um die Garnisonkirche zum Rundumschlag aus. Und die Initiative "Mitteschön" macht ihren Standpunkt noch mal deutlich.


    https://m.pnn.de/potsdam/strei…r-schaerfer/25559654.html

  • Meine Güte,das Einfachste ist,jetzt wird der Turm in aller Ruhe weitergebaut und dann fertiggestellt.Diese Kreativen ziehen ab 2023 in das für sie vorgesehene neue Quartier und geben das alte RZGebäude ohne weiteren Wiederstand jetzt endlich auf und gut ist.Aber nein, es wird eine unnütze Endlosdiskussion :blah:gegen das Schiff und den jetzt aufeinmal möglichen Erhalt des unökonomischen RZ Gebäudes von der Gegnerschaft in der Stadt so richtig angeheizt.

  • Ich finde es ganz gut, dass endlich mal jemand ausspricht, was wir alle hier im Forum denken. Die Fördergesellschaft Garnisonkirche lässt sich von einer linken Splittergruppe vorführen, es werden immer mehr Kompromisse gesucht und der Oberbürgermeister spielt den großen Versöhner.


    Es gibt Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung die beschlossen worden und umzusetzen sind. Das gilt auch für den sogenannten "Bürgermeister der Herzen". Die "Künstler" bekommen ab dem Jahr 2023 ihr Ersatzquartier, in bester Innenstadtlage und dann werden wir sehen was mit dem Rechenzentrum passiert.


    Weitere Diskussionen bringen führen zu keiner Einigung. Herr Oberbürgermeister Schubert (SPD) sollte sich lieber um die Rekonstruktion des Stadtkanal kümmern.

  • Na, von "linker Splittergruppe" kann man nicht sprechen. Den Erhalt des Rechenzentrums fordern nun SPD, Linke, Grüne und Andere - das ist eine deutliche Mehrheit in der SVV. Ob sich die Stadt die 10 bis 15 Millionen Euro dafür auch leisten kann steht hingegen in den Sternen und es wird nich viel Wasser die Havel herunterfliessen, bis diese Absichtserklärungen auf die Probe gestellt werden.


    Das gleiche gilt für das Kirchenschiff. Der Stadt gehört das Grundstück nicht, sie will kein Geld hinzugeben und hat Baurecht für das historische Schiff geschaffen. Deshalb ist die Kirchenstiftung voll im Vertrauensschutz auf den Bau des historischen Schiffes.


    Jetzt als Stadt Ansrüche an Gestaltung, Architektenauswahl und Nutzung zu stellen ist kühn. Erstens wird die Kirche einen finanziellen Beitrag einfordern und parallel werden nun die Kritiker des Synagogenbaus sich auch dort einmischen, da es offenbar das Tabu nicht mehr gibt sich bei Gotteshäusern zurückzuhalten. Ich will gar nicht darüber nachdenken, was die SVV sagt, wenn die AfD eine Bürgerbefragung über die Synagoge beantragt - wegen Gleichbehandlung bringt das die Stadt in Teufels Küche.


    Vorher wird die Kirchenstiftung aber einfach ihren Turm zuende bauen. Spenden wird sie jedoch dafür kaum mehr bekommen. Dan wird auf dem Areal des Schiffes eine provisorische Grünfläche angelegt und das war es vorerst. Dann muß die Stadt kommen...

    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand

  • Den Erhalt des Rechenzentrums fordern nun SPD, Linke, Grüne und Andere - das ist eine deutliche Mehrheit in der SVV. Ob sich die Stadt die 10 bis 15 Millionen Euro dafür auch leisten kann steht hingegen in den Sternen und es wird nich viel Wasser die Havel herunterfliessen, bis diese Absichtserklärungen auf die Probe gestellt werden.

    Ich kann mir kaum vorstellen dass man angesichts solcher Beträge den Erhalt des Rechenzentrums seitens der o.g. politischen Akteure ernsthaft rechtfertigen könnte. Vielleicht gibt es demnächst aber auch - wie so oft in solchen Situationen - die Forderung nach einem "Moratorium". So gesehen könnte es durchaus passieren, dass das Rechenzentrum 2023 nicht abgerissen wird, und sich bis auf Weiteres erst einmal gar nichts bewegt. Der Turm der GK wäre dann inzwischen fertiggestellt, während direkt daneben das Rechenzentrum vor sich hinrotten würde, das die Stadt weder abreißen will noch sanieren kann. Ein gruseliges aber wohl leider auch realistisches Szenario. :augenrollen:


    P.S. Angesichts der Tatsache, dass Potsdam mit der heutigen Bekanntgabe Hasso Plattners endgültig in die Weltliga der bedeutendsten Kunstmetropolen der Welt aufgestiegen ist, ist die Kurzsichtigkeit und Kleinkariertheit des in Potsdam regierenden linken Lagers in puncto Rechenzentrum um so befremdlicher. :kopfschuetteln: