Potsdam - Garnisonkirche (die Diskussion um den Wiederaufbau)

  • Ja, Onkel Henry was ist nur in diesem Land passiert, dass Architektur so negativ politisiert ist? Hier die facebook-Seite von Mitteschön. Es muss ja nicht gerade angenehm gewesen sein, neben aufgeladenen Leuten zu sitzen, die mit solchen Slogans "Mitteschön,halt das Maul" in den Hauptausschuss gehen. Das ist unseriös!

    Die Ergebnisse der Umfrage sprechen eine andere Sprache.

    https://www.facebook.com/photo…0196&type=3&theater&ifg=1

    Aber das stört bekannte Kreise nicht.

  • Elbegeist


    Vielen Dank für die Verlinkung des Umfrageergebnisses! Und nur das (der Wille der Bürger) zählt! Nur wer am lautesten kreischt, der hat meistens am wenigsten Recht und das sieht man auch bei diesen linksextremen Hysterikern wieder sehr gut. Wenn die sich dann auch noch in verschiedene Untergruppierungen aufsplitten, damit sie scheinbar mehr sind (mehr Schein als Sein ;-)), dann ändert das auch nichts an der Tatsache, dass hinter diesen Gruppen nicht jeweils mehr als eine Hand voll "Aktivisten" stehen. Leicht zu durchschauen, weil einfach keine Substanz dahinter steht. Die riesengroße schweigende Mehrheit der Bürger hat sich schon längt unaufgerecht und viel eher von den gewaltsamen Aktionen dieser Radikalinskis angewidert, ganz pragmatisch ins Lager der Wiederaufbaufreunde eingereiht und das ist gut so.


    Onkel Henry


    Du fragst, weshalb die linksradikalen Ränder unserer Gesellschaft mit Glacehandschuhen angefasst werden? Vielleicht weil die "Sprösslinge" des einen oder anderen Ministers oder sonstigen Parteigranden bei der Antifa mitmarschieren? Der Apfel fällt eben nicht weit vom...Pferd.


    Wie auch immer, ich bleibe, was die Zukunft dieses wunderbaren Bauwerks betrifft, total positiv gestimmt. Ich finde es gut udn wichtig, dass sich die Garnisonskirchenfreunde von den politischen Irrungen von Links- und Rechtsextremen entfernt halten und es Ihnen um die Wiedergutmachung von Unrecht geht und dass Diktaturen nicht das letzte Wort in unserer Geschichte haben dürfen!


    Für mich und vermutlich die meisten hier im Forum ist das Wichtigste aber die Rückkehr der barocken Baukunst! Potsdam ist jetzt schon wieder sehr schön, aber mit der Rückkehr des Stadtschlosses, des Alten Marktes und der angrenzenden Gassen, des Stadtkanals, der Kellertorwache ;-) und nicht zuletzt der Garnisonkirche wird Potsdam einer der wenigen deutschen Städte sein, die als annähernd geheilt betrachtet werden können. Ein exzellentes Vorbild für andere Städte wie ich meine.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Ich finde erstmal das man Henri Kramer als Redakteur aus der Diskussion heraushalten sollte. Als Auswärtiger kann ich den Redakteur natürlich nicht einschätzen, ob dieser neutral berichtet oder politisch ist, da bin ich auf die Forumsmitglieder aus Brandenburg und Berlin angewiesen. Auf jeden Fall erhalten wir von Potsdamer Neuste Nachrichten (PNN) immer die neusten Informationen. Bei der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) sind sämtliche Artikel inzwischen verschlüsselt.


    Ich habe auf jeden Fall Recht gehabt, dass nach der gefühlten 400. Diskussion eigentlich keine neuen Argumente ausgetauscht worden sind. Wenn man keinen Kompromiss findet, muss man andere Wege finden. Zu der Sondersitzung hat sich übrigens auch Potsdamer Neuste Nachrichten (PNN) am 24.01.2020 in einem Artikel befasst.


    https://www.pnn.de/potsdam/son…nnaeherung-/25472012.html

  • Was für einen "Kompromiß" soll es denn geben? Die Stadt hat der Kirchenstiftung das Grundstück übertragen und mit dem Bebauungsplan als Baukörperausweisung Baurecht für dne historischen Turm und das historische Schiff geschaffen. Der ist Rechtsgültig und die Stiftung im Vertrauensschutz. Da kann man sich heute als Oberbürgermeister doch nicht darüber wundern, daß die Kirchenstiftung beides wieder aufbauen will, wie es der kommunale B-Plan vorschreibt. Der architektonische "Bruch" entsteht ja durch das zeitgenössische Innere und durch den großen, in den Sandstein gefrästen Bibelspruch an der Außenfassade. Dadurch erkennt man sofort, daß es sich um einen Neubau handelt, da ja kein Mensch 40 cm Buchstaben in DIN-Wurmschrift in ein historische Gebäude fräsen würde.


    Deshalb ist der Vorschlag des OBs für eine Jugendbegegnungstätte einer unter vielen. Schubert selbst spricht ja davon, daß das der Beginn einer Diskussion sei - eine Finanzierung der Begegungsstätte kann er ja auch nicht bieten. Und die abtrakte Forderung nach einem "architektonischen Bruch" bleibt auch abstrakt, solange hierfür keine Entwürfe vorliegen. Selbst bei einem Kirchenschiff mit Bruch würde die Gegner ja nicht hurra schreien, die wollen gar keine Kirche, keinen Turm und kein Schiff. Ein "versöhnender Kompromiß" wäre ein Bruch als la Dresdner Militärmuseum also auch nicht. Dann kann man es auch original bauen.


    Insofern wird die Kirchenstiftung erstmal den Turm zuende bauen und die absehbare Begeisterung der Potsdamer abwarten. Nach der Fertigstellung und Inbetriebnahme der Kapelle werden sich die Störaktion ja wieder legen, das war beim Berliner Schloß ja genauso.


    Die Probleme mit dem Rechenzentrum hat sich die Stadt selbst eingebrockt und muss sie folgerichtig auch selbst auslöffeln. Meine Vermutung ist, daß auch hier nichts passiert und die Stadt darauf hofft, daß auf dem Areal der Feuerwache bis Anfang 2024 die Flächen für die Künstler fertig gebaut und bezugsfertig sind. Bis dahon erhöht sich noch dreimal die Miete im Rechenzentrum und richtige Künstler werden immer weniger. Dann macht die Bauaufsicht den Laden ohnhin zu. Es ist bizarr, daß die politischen Parteien im Rechnenzentrum allesamt für das Klima demonstrieren aber Heizkosten von rund 6 Euro/qm in dem ungedämmten Kasten unreflektiert hingenommen werden. Aber das nur am Rande.


    Es wird also eine Hängepartie werden wie immer in Potsdam.

    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand

  • Elbegeist und Exilwiener

    so optimistisch sehe ich das nicht.

    In der Bürgerinitiative für ein Potsdam ohne Garnisonkirche heißt es:

    "Über 16.000 Bürger*innen unterschrieben im Jahr 2014 in nur 3 1/2 Monaten das Bürgerbegehren gegen den Wiederaufbau der Garnisonkirche. Es war einer der erfolgreichsten Bürgerbegehren in der Geschichte der Landeshauptstadt Potsdam. 14.285 Unterschriften wurden vom Wahlamt anerkannt – denn es konnten nur Potsdamer*innen mit einem Mindestalter von 16 Jahren unterschreiben."


    Ich denke, die Barockkirche hat ein Framing verpasst bekommen, das man aus den Köpfen so schnell nicht wieder herausbekommt.

    Wie die Stimmung tatsächlich ist, kann ich leider nicht beurteilen.

  • ich frage mich allen Ernstes. warum der linksradikale Rand der Gesellschaft derart mit Glace´handschuhen angefaßt wird?

    Vielleicht weil diese Leute im Ernstfall die Schmutzarbeit für die feinen Herren in Amt und Würden übernehmen? :zwinkern:


    Zum aktuellen Streit. Eigentlich ist es doch ganz gut, wenn sich diese Leute so an der Garnisonkirche festbeißen. So sind bestimmte Energien gebunden, die sie sonst gegen andere Objekte eingesetzt hätten. Was wäre denn zum Beispiel geworden, wenn sie nichts anderes zu tun gehabt hätten, als die Rekonstruktionen von Block III am Markt zu verhindern? Oder die Acht-Ecken?

  • Für was sollen diese Menschen denn noch kämpfen? "Die Andere" und Teile der Linken wollten das Stadtschloss nicht haben und es wurde gebaut. Teile "Die Andere" und auch Teile der "Linke" wollten den Abriss der Fachhochschule verhindern. Die Fachhochschule wurde abgerissen, das Quartier wird neu gebaut. Diverse Bürgergruppen und "Die Andere", sowie Teile der Linken wollten die Garnisonkirche verhindern, der Turm wird gebaut.


    Man versucht natürlich das Rechenzentrum zu erhalten und natürlich das Kirchenschiff zu verhindern, Wenn man den "Kampf" nicht gewinnen kann, wird man versuchen einen Abriss des Staudenhof zu verhindern.

  • Genau Meister Lampe,aber nicht Teile von den"Die Andere" und die "Linke" sondern alle von "Die Andere"und "Linke"sind Verhinderer.

    Oder glauben Sie das der andere Teil von der Die Andere und Linken für die GK und anderen Rekos in der Potsdamer Mitte sind?Ist doch klar,wenn schon ihr politisches System vor 30 Jahren zusammengebrochen ist, das sich diese Leute dann wenigstens noch am sozialistischen Stadtbild Potsdams klammern und es auf Dauer erhalten wollen und somit noch eine baulich architektonische Erinnerung an ihre geliebte DDR haben.

  • Es gibt nunmal Menschen welche arg an der Vergangenheit hängen (das war nach dem Zusammenbruch des 3.Reiches auch nicht anders) - für diese Menschen hängen oft Erinnerungen aus - für sie empfundene - "glorreiche Zeiten" daran. Häufig ist ihnen dabei auch der Sinn von Ästethik abhandengekommen und sie meinen "das alte Gelump" zeugt von finsteren Kapiteln welche man im "neuem System" überwunden hätte....bei den älteren DDR Bürgern erlebt man es etwas häufiger, die heulen teilweise jeder Billigplattenbauschachtel nach die verschwindet, ohne zu verinnerlichen daß die sogenannten "Vollkomfortwohnungen" der billigste Mist war welcher deutschlandweit aufgrund von enormer Kostenersparnis regen Anklang fand. Auch die BRD bedient(e) sich dieser Billigschachtelbauweise.


    Nun sind aber unter entsprechenden Gruppierungen auch Menschen, welche das DDR Regime überhaupt nicht kennengelernt haben - jetzt könnt man sich fragen, "wie so reiten die auf den alten Pferden? "

    Hier sehe ich das selbige Problem wie bei den Rechtsradikalen - man hört es von den Alten, welche sich sicherlich in entsprechend totalitären Systemen wohlfühlten und findet es "hipp" nicht zu den "Spießern" zu gehören.


    Abgesehen da von, daß entsprechende Kreise auch mit der Kirche oder dem Christentum herzlich wenig am Hut haben....da nervt ja eher so ein "Glockengebimmel".

    Jeder hat das Recht auf meine Meinung.

  • Genau Meister Lampe,aber nicht Teile von den"Die Andere" und die "Linke" sondern alle von "Die Andere"und "Linke"sind Verhinderer.

    Oder glauben Sie das der andere Teil von der Die Andere und Linken für die GK und anderen Rekos in der Potsdamer Mitte sind?Ist doch klar,wenn schon ihr politisches System vor 30 Jahren zusammengebrochen ist, das sich diese Leute dann wenigstens noch am sozialistischen Stadtbild Potsdams klammern und es auf Dauer erhalten wollen und somit noch eine baulich architektonische Erinnerung an ihre geliebte DDR haben.

    Den Linken und den "Anderen" geht es weniger um das Stadtbild. Ihr Handeln ist rein politisch motiviert und drückt die pure Angst aus, dass ein kleiner Funke das randvolle Faß aufgestauten Unbehagens in der bisher passiven Bevölkerung ( die Statistik spricht Bände) zum Überlaufen bringen könnte. Ihr Ziel ist es, die noch lebenden (ur)alten Wissensträger madig zu machen und den Nachwachsenden ein getürktes Geschichtsbild zu bieten. Und so scheut man keine Mühe, die Sprache zu "säubern", belastete Straßennamen zu ersetzen und unliebsame Architektur in der Versenkung verschwinden zu lassen. Der Wiederaufbau solcher ist natürlich ein besonderer Dorn im Auge. Ein sachlicher Kompromiss mit solchen "Vertretern" ist nahezu unmöglich.

  • Moment mal: die Sizialisten haben FÜR den Wiederaufbau des Stadtschlosses, des Barberini und auch de anderen Teile der Altstadt gestimmt. Sie haben der Stadtverwaltung ein Investitionsprogramm für die Plattenbaugebiete abgehandelt und zugestimmt. Einzig die weiter links stehenden Anderen haben dagegen gestimmt.


    Bei der Garnisonkirche war es anders, aber hier war die Kirche ja nun auch durch eine 50jährige Propaganda von Goebbels und dann Ulbricht und Honecker davon überzeugt worden, daß es sich um eine Nazikirche handelt. Bei dem Bürgerbegehren sind die Leute durch die Plattenbauviertel und haben den Leuten alle möglichen Märchen erzählt: die Spender hätten einen Großen Zapfensteich an der Kirchenbaustelle veranstalten wollen und auf den Glocken an der Plantage seien Hakenkreuze. Die verschreckten älteren Herrschaften haben alle unterschrieben, auch weil ihr alter SED-Abgeordeneter neben ihnen stand und alles bestätigte.

    Bei einer erneuten Umfrage würden vermutlich andere Werte herauskommen. Ein Argument gegen die Abstimmung, das ich damals immer gebracht habe, zg sehr gut: wer über den Nebau von christlichen Kirchen abstimmen will muß auch über die Synagoge und die Moschee abstimmen lassen. Dann waren immer alle ganz ruhig.

    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand

  • Moment mal: die Sizialisten haben FÜR den Wiederaufbau des Stadtschlosses, des Barberini und auch de anderen Teile der Altstadt gestimmt. Sie haben der Stadtverwaltung ein Investitionsprogramm für die Plattenbaugebiete abgehandelt und zugestimmt. Einzig die weiter links stehenden Anderen haben dagegen gestimmt.

    Diese "weiter links stehenden Anderen" sind es , die ich meine. Und die Garnisonskirche ist ja nur ein Beispiel unter Vielen, die der Abrissbirne zum Opfer fielen. Andere Kirchen (und Schlösser) waren völlig unbelastet und wurden trotzdem beseitigt (Leipzig). Und gerade jetzt geht eine neue Welle von modernen Bilderstürmern übers Land. Glocken, die jahrzehntelang trotz HK läuten durften, müssen plötzlich weg, weil sie im Schall Naziideologie verbreiten. Ein mittelalterliches Wandbild (Wittenberg) beleidigt nach Jahrhunderten urplötzlich Einzelpersonen und soll verschwinden, notfalls durch den Europäischen Gerichtshof. In einer solchen höchst aufgeregten Atmosphäre hat Potsdam einen schweren Stand.

  • Naja, was heißt Naziideologie? Mit dem christlichen Glauben hatte die NS Diktatur nicht viel am Hut. Fast ausnahmslos alle Kirchen wurden im 3.Reich für germanisch-heidnische Bräuche (zumindest was man dafür hielt) mißbraucht.

  • Die Frage wäre dann ja, möchte man ein eigenständiger Akteur werden, der zukünftig zu solchen Veranstaltungen eingeladen wird.

  • Das einzig interessante an diesem Artikel der PNN ist der letzte Absatz."Der Bau des Turms geht unterdessen weiter und wird bald das RZ überragen."Nur dass zählt!Der Rest sind die jahrelang immerselben langsam langweiligen und ermüdenden sleep:)Sreitigkeiten:aufdenkopf: und Debatten:blah:unter den Menschen zur GK und Potsdamer Mitte.

    Es wird sich ja am Ende zeigen wie der Turm Äusserlich wie Inhaltlich von den Potsdamern und Besuchern aus dem Inn und Ausland angenommen wird.Spätestens dann wird man sehen wer Recht hatte und erst dann macht es überhaupt einen Sinn über das Schiff (ob ja oder nein,modern oder Reko,.........)zu diskutieren.

  • Ich vermute dass es ein originalgetreu wiederaufgebautes Kirchenschiff bis auf Weiteres nicht geben wird. Nicht weil die dafür nötigen 40 Millionen Euro nicht irgendwie zusammenzukratzen wären, sondern weil die Mehrheit der politischen und gesellschaftlichen Mitte permanent vor der lautstarken Minderheit der Fanatiker vom linken Rand zurückweicht, und ständig krampfhaft nach irgendwelchen "Kompromissen" in Form von "Brüchen", "Lernorten" oder sonstigem Quatsch gesucht wird. Dass ein solches Appeasement gegenüber Figuren wie Lutz Boede, Carsten Linke oder Sarah Krieg ("Mitteschön halt’s Maul"..) aber ein völlig sinnloses Unterfangen ist hat die Diskussionsveranstaltung der letzten Woche abermals deutlich gezeigt. Insofern wäre endlich mal Konsequenz der Mitte gefragt, wozu aber wohl weder der OB noch die EKD in der Lage sind.


    Lediglich in Bezug auf den Abriss des Rechenzentrums habe ich Hoffnung, weil die wirtschaftlichen Argumente hier einfach deutlich mehr für dessen Abriss als für dessen Sanierung sprechen und den "Kreativen" ein Alternativstandort geboten werden soll.

  • Naja, was heißt Naziideologie? Mit dem christlichen Glauben hatte die NS Diktatur nicht viel am Hut. Fast ausnahmslos alle Kirchen wurden im 3.Reich für germanisch-heidnische Bräuche (zumindest was man dafür hielt) mißbraucht.

    Dat stimmt nicht, "Henry". Es gab damals Kirchenneubauten, was eher als Erfolg der Kirche beurteilt wird, Hitler beschwor in seinen Reden immer mal wieder den "Herrgott", und es gab die "bekennende Kirche".

    Ich vermute, Du bist Katholik? Dann bist Du ganz schnell auf dem Glatteis. razz:) Denn aus protestantischer Sicht ist ja der katholische Glaube heidnisch verfremdet (Heiligenverehrung, Reliquien usw.). Obwohl, heute werden ja vor allem die evangelischen Kirchen für allerlei obskure Bräuche mißbraucht. (Z.B. hier oder hier) Wenn es wenigstens heidnische wären, hätte ich gar nichts dagegen. Sind es aber leider nicht.


    Zum Kirchenschiff: Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, mit dem Schiff zu warten. Wer weiß, welche Verrenkungen sich die evangelische Kirche noch einfallen lässt, um die Gnade der zornigen Linksradikalen erhalten zu können. Heraus käme womöglich ein optischer und inhaltlicher Homunkulus. In einigen Jahren haben die "Anderen", so es sie noch gibt, andere Themen finden müssen. Vielleicht wird die EKD auch aus Geldnot das Areal abgetreten haben. Dann lässt sich womöglich ein Schiff immer noch anbauen, womöglich ohne jeden Widerstand.

  • Also Heimdall , über Glauben brauchen wir ja nun wirklich nicht zu streiten - der eine sieht es so, der andere anders....Zeugen Jehovas zum Beispiel, sehen in uns Katholiken zum Beispiel das Böse ablachen:)


    Das die Protestanten ein wenig anders gelagert sind als Katholiken, gut - da ist ja wohl nur das neue Testament von Bedeutung, ich für meinen Teil würde das alte jetzt nicht missen wollen.


    Was ich jetzt bei den Protestanten weniger mag - kein Beichtgeheimnis, keine wirkliche Distanz zum "Bösen" und entsprechende Gottesdienste habe ich mehr als eine Art "Morgenkreis" empfunden.


    Selbst zu DDR Zeiten konnten Punker, Satanisten und ähnliches Gelicht, protestantische Kirchen für ihre Zwecke mißbrauchen.


    Und hier haben wir wieder das selbe Problem - die evangelische Kirche gibt eher den Gegnern klein bei, anstatt hier wirklich mal Nägel mit Köpfen zu machen und den Bau als Gotteshaus einfach mal durchsetzen.

    Jeder hat das Recht auf meine Meinung.