Potsdam - Garnisonkirche (die Diskussion um den Wiederaufbau)

  • Wilhelm II hatte ja eine Art "Wallfahrt" in den Orient gemacht und seine Freundschaft zu Mohammedanern ausgedrückt. Eines seiner Denkmale wurde 1919 von den Engländern abgebaut und erst 1982 wieder aufgestellt. (..) Bitte beim Thema bleiben. Mod

  • Wilhelm II hatte ja eine Art "Wallfahrt" in den Orient gemacht und seine Freundschaft zu Mohammedanern ausgedrückt. Eines seiner Denkmale wurde 1919 von den Engländern abgebaut und erst 1982 wieder aufgestellt. (..) Bitte beim Thema bleiben. Mod

    Tut mir leid, aber ist es nicht der schlechte Ruf des (preussisch) kaiserlichen Deutschland, der der Diskussion um die Geschichte der Garnisonskirche hauptsächlich zu Grunde liegt?

  • Heute sind keine 25 % der Potsdamer mehr in irgendeiner Buchreligion Mitglied. Über 75 % sind weder Protestanten, noch Katholiken noch Juden noch Muslime.

    „Kreativität entsteht nicht durch Überfluß sondern durch Mangel.“
    Richard David Precht

  • Kleine Bemerkung. Was haben die Beiträge jetzt mit politische Akteure&Gegner zu tun??

    Die politischen Akteure und Gegner berufen sich auf die negativen Seiten des Preussen- und Kaisertums als Grund für ihre Ablehnung, welche aber nicht verallgemeinerungsfähig sind.

  • Elbegeist,ich finde das Forum wäre interessannter und spannender wenn auch einige sachliche Gegner hier mitdiskutieren würden als wenn immer nur wir Befürworter unter sich sind und im großen und ganzen immer die gleiche Meinung haben.Da die Gegner so von sich Überzeugt sind haben sie ja die Möglichkeit sich hier zu äußern.Warum sie es aber nicht tun?????
    Meine Meinung

  • Die Gegner hätten keine architekturbezogenen, fachlichen Argumente vorzubringen, sondern müssten rein politisch/propagandistisch argumentieren. Das ist aber hier im Forum unerwünscht.

  • Vorschläge kann jeder machen. Ich mache auch einen: Museum für von der SED weggesprengte Kulturobjekte.

    Eine Wiese der Opfer wäre durchaus eine gute Idee. 20 Mio. (ost)europäische Christen starben in den Gulags und durch künstlich gesteuerte Hungersnöte der SU. Dies wird die Kirche doch auch interessieren? Gibt es dort bereits eine explizite kirchliche Opferstätte? Auch die Täter kann man benennen, Vladimir Lenin, Lev Bronstein, Jenoch Jehuda, Nikolai Jeschow, Hirsch Apfelbaum, Lasar Kaganowitsch, etc.

  • Eine Wiese der Opfer wäre durchaus eine gute Idee.

    Wenn die häßliche "Platte" dort hinten entgültig abgerissen würde, wäre neben der kompletten Reko der Garnisionskirche auch dafür noch Platz - warum nicht?

    Vollendet das ewige Werk.

  • Potsdams OB Schubert hat jetzt auch noch mal seinen Senf zum Besten gegeben. In der PNN schreibt er in einem Gastbeitrag dass er weiterhin eine Jugendbegegnungsstätte statt eines neuen Kirchenschiffs favorisieren würde. Dies würde der "Widersprüchlichkeit" des Ortes am besten gerecht. >> Link zur PNN
    :kopfschuetteln::kopfschuetteln:

  • Mit dem Schiff so weit ist es doch noch lange nicht.Am Schiff heizen sich nun schon wieder einige Emotional auf. Mal Sachte,soll doch erst einmal der Turm fertig werden und das RZ verschwunden sein,dann sieht die Sache schon ganz anders aus.Aber nicht schon Jahre vorher die Pferde scheu machen.

  • Dies würde der "Widersprüchlichkeit" des Ortes am besten gerecht. >> Link zur PNN
    :kopfschuetteln::kopfschuetteln:

    Widersprüchlichkeit des Ortes? Ein alter Bau, neben welchem einmal ein Symbol der Toleranz, die erste Moschee auf deutschem Gebiet, stand. Der Ort respektive der Bau kann nichts dafür, dass er von Nazis missbraucht und dann von DDR-Stalinisten geprengt und neu bebaut (RZ)wurde. Intoleranz gab es nur in den beiden letzten Etappen. Eine neue Jugendbegegnungsstätte z.B. unter SPD- Regie würde auch wieder eine unvollkommene Toleranz bedeuten und dem einst relativ freien Gedanken nicht gerecht.

  • also die erste Moschee auf deutschen Gebiet stand und steht nicht in Potsdam. Die potsdamer Moschee steht "Am Kanal" und ist gerade so 1-2 Jahre alt.


    Falls das Pumpmaschienenhaus gemeint sein sollte, das war nie etwas anderes, als selbiges, mit einer großen Dampfmaschine, um Wasser für die Fontainen des Parks Sanssonci auf den Ruinenberg zu pumpen... Die Moschee ist da nur Staffage.


    Luftpost

  • Du irrst. Die Geschichte deutsch-muslimischer Beziehungen ist lang. "Der „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I. ließ bereits 1732 einen Reitstall zur Moschee umbauen". Neben der Garnisonkirche.

  • nahe der Garnisonskirche gab es seitens des Alten Fritz eine solche.

    Es mag durchaus sein, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis und ich habe auch nichts verwertbares bisher darüber finden können. Wenn sich in der Nähe der Garnisionskirche tatsächlich eine Moschee befunden haben sollte wäre das stadtgeschichtlich durchaus interessant, sollte dann aber extern im Potsdamer Thema behandelt werden.

    Vollendet das ewige Werk.

  • Ein neuer Strang wäre vielleicht zu diesem Thema sinnvoll.Vielleicht unter dem Titel"Potsdamer Geschichte"?
    Aber Moscheen haben meiner Meinung nach herzlich wenig etwas mit der aktuellen Gegnerschaft der GK zu tun.